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WurzelWerk Forum  |  ThemenForen  |  Noreia die Eule (Moderator: Anufa Ellhorn)  |  Thema: Zu den Chants im Ritual « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Zu den Chants im Ritual  (Gelesen 8024 mal)
eidechse
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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #24 am: 06. Mai 2008, 21:44 »
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irgendwie hatte ich grad den gedanken, dass wir mal langsam übers hören reden müssen.
*g* weiter bzw konkreter bin ich aber mit dem gedanken noch nicht.
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"lieber cyborg als göttin" (donna haraway)
Anufa Ellhorn
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Kurzes Offtopic
« Antwort #25 am: 06. Mai 2008, 21:58 »
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Well met, alle zusammen Wink

Nur kurz - WAS EIN FEINER THREAD!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das musste mal gesagt werden, damit es ned heisst, ich meckere ausschließlich rum laugh laugh - so nu geh ich kurz essen und mach dann noch Text Cool (das war ne Warnung Grin)
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Anufa
Anufa Ellhorn
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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #26 am: 06. Mai 2008, 23:03 »
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Well met, alle zusammen Wink

Nochmal zum Singen generell...  thinking Distel, Wilde, Ihr habt erwähnt, dass da für Euch immer Spiritualität dabei wäre. Hab ich mir jetzt nochmal durchgefühlt und das is bei mir absolut nicht so. Damals als ich noch in der Bluesband gesungen hatte, da war das für mich sowas von "nichtspirituell", dass es schon a Freud is Smiley. Das war für mich quasi Egobefriedigung mit dem netten Nebeneffekt, dass ma an Haufen Leuts kennen gelernt hat und dabei auch noch zum Singen kam. Wenn ich beim in die Arbeitfahren beim Radio oder meinen CD´s mitsing, dann ist dieses Singen ebenfalls mit null Spiritualität verbunden - das vertreibt mir einfach die Zeit und hält mich abends beim Heimfahren wach. Aber vielleicht seh ich ja nur die Spiritualitätskomponente dabei nicht??

>(Wilde) Das heißt nicht, dass es stimmliche Superleistungen und große Orchester sein müssen - aber sie können. Aber unabhängig von der Kompliziertheit der Musik habe ich bei mir festgestellt: je besser die Qualität, also die Ästhetik der Musik, um so mehr erfüllt sie ihren Zweck. Um es mal so, etwas unglücklich, auszudrücken.

yes da kann ich wieder teilweise mit - nämlich insofern, dass ich (wie schon erwähnt) an der (ich schätze mal wir meinen damit was sehr Ähnliches) Ästhetik der Musik die sagen wir mal Ritualatmosphäre ablese, die Stimmigkeit in der Gruppe, die Harmonie Smiley. Von wegen stimmlicher Superleistungen oder gar Orchester kann ich nix sagen, weil ich selbst kein Instrument spiele und wie schon gesagt, kaum je in den Genuß komme auf Leuts zu treffen, die genauso gerne wie "ehrlich" singen. Das war z. B. das Highlight für mich am SommerFest letztes Jahr und ich verzerre da nix, wenn ich sage, das hatte ich viele, viele Jahre vorher in Österreich nicht!!

>Allerdings tu ich mich auch schwer damit, Musik nur als Werkzeug zu betrachten. Musik ist für mich in der Regel selbst der Zweck. Um so wichtiger ist mir daher auch die Qualität.

Da steh ich ein bissl anders dazu - für Musik generell fehlt mir jegliche Ehrfurcht, die ist für mich generell wirklich nur ein Werkzeug. Allerdings kann das Werkzeug auch selbst zum Kunstwerk werden.

>Wenn's schlecht klingt, sehe ich es nicht so, dass mit der Kommunikation was nicht stimmt, sondern dass ich entweder einen schlechten Tag habe oder halt noch üben muss.

DAS spielt bei mir genauso mit, wenn es ums Singen in ner Band geht z. B. Beim Chanten in einem Coven spielt das für mich so (üben und schlechten Tag haben *g*) nicht mit. Da gehört auch meine Erfahrung mit gut bis hervorragend geplanten Ritualen dazu, die dann im Endeffekt völlig anders aussehen (aber nur, WEIL mensch sich vorher die Planungsarbeit und die damit verbundene Auseinandersetzung angetan hat!!). Wenn das Ritual intentional funzt, dann funzt es (wenn das Unterbewusstsein genügend Material zusammen hat um daraus schöpfen zu können). Wenn ich grad ne Kehlkopfentzündung hab, dann kann ich auch bei der besten Atmosphäre ned chanten - das ist klar. Wenn ich aber die rudimentären Voraussetzungen hab, dann funzt das an einem schlechten Tag, an einem beschissenen Tag etc pp vorausgesetzt, das Setting stimmt und die Intention.

Tintifax, das was Du beschreibst kenn ich von vielen Leuts - leider haben nur wenige den Durchhalter, was ich extrem schad find.

Uhanek, danke für den Input!! Von Videos und Dokus war ich mit dem Schepper-Dröhn-Tröt-Teil vertraut, das Rezitieren hab ich selbst mal von einem Rinpoche (also ich hoff mal, dass der das sinnvoll gemacht hat, für mich hätt sich´s so angefühlt) mitbekommen aber die melodiösen Teile hab ich noch nicht mitbekommen... Schad, tät mich auch mal interessieren wie die dann rüberkommen.
Fein find ich, dass Du das mit dem Kontemplieren extra angesprochen hast, weil das deutlich macht, dass es dabei NICHT um die Technik geht, einfach das Hirn lahmzulegen und einzutrancen.

Interessant find ich auch Distels Erwähnung der indigenen Musik. Ich hab ja selber einen ganze Haufen "echtes" Zeugs bei mir rumstehen und muss sagen, dass mir einiges davon die Schauer des Entsetzens über den Rücken jagt cool andere Sachen ich mir z. B. beim Autofahren nicht anhören kann, weil ich da wegdrifte und mit Konzentration dann nix mehr zu wollen ist. Wieder andere machen mich massiv agressiv oder wie ja letztes MerryMeet beim Georg Baum mehr als deutlich, heimwehkrank bis zum Abwinken.
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Anufa
WildWeib
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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #27 am: 07. Mai 2008, 00:31 »
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Nochmal zum Singen generell...  thinking Distel, Wilde, Ihr habt erwähnt, dass da für Euch immer Spiritualität dabei wäre. Hab ich mir jetzt nochmal durchgefühlt und das is bei mir absolut nicht so. Damals als ich noch in der Bluesband gesungen hatte, da war das für mich sowas von "nichtspirituell", dass es schon a Freud is Smiley. Das war für mich quasi Egobefriedigung mit dem netten Nebeneffekt, dass ma an Haufen Leuts kennen gelernt hat und dabei auch noch zum Singen kam. Wenn ich beim in die Arbeitfahren beim Radio oder meinen CD´s mitsing, dann ist dieses Singen ebenfalls mit null Spiritualität verbunden - das vertreibt mir einfach die Zeit und hält mich abends beim Heimfahren wach.

Ich hab mal versucht, das meinerseits nachzufühlen, und ich kann es nicht. *g* Also, wenn ich vor anderen etwas zur Unterhaltung singe*, war das bisher schon auch ein bisschen Egostreicheln und Spaß am Spielen, ja. Aber ich kann mir vorstellen, dass es da auch andere Situationen gibt. Und es gibt für mich auch nicht die reine "Show". "Show" ist, davon abgesehen, nach meiner Erfahrung sowieso wieder ein ganz eigenes Kaliber und so ziemlich alles, aber nicht unspirituell.


* Distel, ich hab dir Blödsinn erzählt. Ich hab total vergessen, dass ich doch schon mal was vor anderen Leuten gesungen habe. Lips Sealed


 
Zitat
yes da kann ich wieder teilweise mit - nämlich insofern, dass ich (wie schon erwähnt) an der (ich schätze mal wir meinen damit was sehr Ähnliches) Ästhetik der Musik die sagen wir mal Ritualatmosphäre ablese, die Stimmigkeit in der Gruppe, die Harmonie Smiley.

Hm, ich weiß nicht ob ich das so zum Ablesen einer Stimmung benutzen würde. Kann das aber auch nicht wirklich einschätzen, weil mir dazu die Erfahrung mit Gruppenritualen fehlt.


Zitat
Da steh ich ein bissl anders dazu - für Musik generell fehlt mir jegliche Ehrfurcht, die ist für mich generell wirklich nur ein Werkzeug. Allerdings kann das Werkzeug auch selbst zum Kunstwerk werden.

Das grenzt für mich schon an Blasphemie. sneaky Das kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Musik ist für mich was sehr, sehr heiliges. Also wenn ich mir anguck, was Musik alles mit mir anstellen kann.... wenn das nicht ehrfurchtgebietend ist, dann weiß ich auch nicht. Ich vermeide auch strengstens, Musikinstrumente einer anderen Person anzufassen, es sei denn ich werde dazu aufgefordert bzw. kriege die Erlaubnis dazu. Das war schon immer so in mir drin, keine Ahnung.


Zitat
Wenn ich grad ne Kehlkopfentzündung hab, dann kann ich auch bei der besten Atmosphäre ned chanten - das ist klar. Wenn ich aber die rudimentären Voraussetzungen hab, dann funzt das an einem schlechten Tag, an einem beschissenen Tag etc pp vorausgesetzt, das Setting stimmt und die Intention.

Dem kann ich so weit zustimmen, falls du damit meinst, dass das richtige Setting (in diesem Fall: gut geplantes Ritual) die Prämisse "Nicht mein Tag" in "Doch mein Tag" oder zumindest "Geht ja doch" verwandeln kann. Klar, das geht. Merk ich immer, wenn ich mal mit nicht so guter Stimmung zum Gesangsunterricht gehe, oder die bekannte Situation, dass man auf ne Party eingeladen ist und eigentlich schlechte Laune hat *g*. Da reißt einen das Setting auch oft raus. Zumindest wenn man das auch ein wenig möchte.

LG
Wilde


Edit: missverständliches Wort ersetzt.
« Letzte Änderung: 09. Mai 2008, 00:41 von WildWeib » Gespeichert
morgane
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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #28 am: 07. Mai 2008, 08:45 »
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Hio!
Für mich hat musik an sich auch etwas heiliges. Die welt ist für mich in ganz wichtiger hinsicht klang, auch wenn schwingung sich natürlich genau so auch in farben und formen zeigt. Nach plato stehen ja die musikalischen und mathematischen gesetze in enger verbindung zueinander oder drücken einander gegenseitig aus. Musik steht also für harmonie als solches, und nach plato ist das universum in harmonischen intervallen aufgebaut, die man auch hören kann, wenn man die töne hinunter -oder hinauf transponiert. Das finde ich faszinierend. So gesehen ist die welt musik.
Ich bin aber keineswegs hochmusikalisch oder besonders musikalisch begabt, aber ich liebe musik. Nur mit techno kann ich nicht, das dürfte aber eine altersfrage sein  Wink.
lg morgane
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Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....
Uhanek
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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #29 am: 07. Mai 2008, 09:37 »
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Hi Anu!


Uhanek, danke für den Input!! Von Videos und Dokus war ich mit dem Schepper-Dröhn-Tröt-Teil vertraut, das Rezitieren hab ich selbst mal von einem Rinpoche (also ich hoff mal, dass der das sinnvoll gemacht hat, für mich hätt sich´s so angefühlt) mitbekommen aber die melodiösen Teile hab ich noch nicht mitbekommen... Schad, tät mich auch mal interessieren wie die dann rüberkommen.
Fein find ich, dass Du das mit dem Kontemplieren extra angesprochen hast, weil das deutlich macht, dass es dabei NICHT um die Technik geht, einfach das Hirn lahmzulegen und einzutrancen.

Stimmt. Wer in eine Trance abdriftet, der verfehlt das Ziel einer Praxis ganz weit  Wink Bei diesem Ziel handelt es sich um eine allmähliche Klärung und Erweiterung des Bewußtseins. Die wichtigsten Merkmale sind Klarheit, Wachheit und Präsenz, nicht ein Abdriften in Unbewußtheit.

Für andere Melodien als die Rezitationen der Dröhn-Schepper-Pujas ist es schwer, Beispiele zu liefern, weil das meiste Tonmaterial nicht frei verfügbar ist. Hier mal ein paar sehr friedvolle Aufnahmen. Es singt Ani Chöying Drölma, eine Nonne aus Nepal, die für ihre außergewöhnlich schöne Stimme bekannt ist. Das Geflöte, Gebimmel und Gedudel im Hintergrund muss man sich allerdings unbedingt wegdenken. Alle Klänge, die nicht von den Praktizierenden selbst erzeugt werden, gehören nicht zum Ritual...


http://youtube.com/watch?v=R9mEu2pkhoc&feature=related
http://youtube.com/watch?v=jrdLyLIYlts&feature=related
http://youtube.com/watch?v=ILFgoExfegQ&feature=related
http://youtube.com/watch?v=zBQfUqd8pqI
http://youtube.com/watch?v=QCOnRUj_SeE&feature=related

http://youtube.com/watch?v=UUZ79O5HrHA&feature=related
http://youtube.com/watch?v=X-bYvyx0HkA

http://youtube.com/watch?v=vZKOz6ZR84Q&feature=related



Liebe Grüße
Uhanek


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Anufa Ellhorn
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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #30 am: 07. Mai 2008, 09:49 »
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Well met, Uhanek Wink

Nu das is ja mal was  yes - so kannte ich das tatsächlich nicht (oder besser gesagt er-kannte das nicht als Chant, weil ich ja den Text ned versteh und wenn ich mal zufällig sowas gehört hab auf einer "native DingensbummensCD" dann hab ich mir nicht gedacht, dass das tätsachlich "echt" ist .... weil ich ja nur die Schepperpartie kannte Grin)

So in der Art sind meine "Lieder für die Feen", wenn ich an nem Bach sitz oder irgendwo neben einem Baum und mich bedanken will - allerdings halt ohne verständlichen Text (wie ja whatever language that was für mich auch ist). Interessant find ich, dass es schon wieder mal sehr ähnlich klingt  thinking.

Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist, dass ich bei so einem Chant "klar und da" bleiben sollte ...

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Anufa
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Beiträge: 1552



Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #31 am: 07. Mai 2008, 10:16 »
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Das "mit dem inneren ton kommen lassen", mach ich auch gerne bei meinen geomantie seminaren um eine augenblickliche qualität aus zu drücken. Einmal hat sich nach einem "trauergesang" und umwandlung in "jubilieren" das wetter von regen in sonnenschein gewandelt Grin
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Ewige Blumenkraft - et in Arcadia ego
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