Hallo Morgane,
Ein absolut interessanter Ansatz und ein Punkt, auf den ich vorher schon mal raus wollte...
Ich meine, seht doch mal genau eure sexfantasien an. Die sind sicherlich nicht immer ganz moralisch - ethisch korrekt, oder sneaky?
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es gerade sehr stark auf manche Leute in diesem Forum zutreffen wird! Reine Vermutung!
Was meine geheimen sexuellen Fantasien betrifft, gibt es einfach einige Kreationen meines Kleinhirns, die ich in einer Beziehung nicht ausleben möchte. Sie passen weder zu meiner Beziehung, noch zu meiner Partnerin. Viele Abenteuer in meinem Kopf lassen sich vielleicht ("synergetisch verstanden") mit anderen Frauen als meiner Partnerin besser erfahren. Andere Sachen, die ich mit meiner Partnerin erlebe, möchte ich nicht mit irgendwelchen Frauen teilen.
Und belasse ich es nur beim Sex mit der Partnerin, habe ich manchmal (vor allem dann an sonnigen Maitagen) das Gefühl etwas zu versäumen. Vor allem, wenn ich spüre, dass jeder Mensch verschieden ist und ich mir mit der Monogamie doch einen Energieaustausch mit vielen interessanten Partnerinnen versperre.
Was nun den Besuch eines Bordells anbelangt, so kann ich - offen gesagt - mit noch keinen Erfahrungen aufwarten. Für mich wäre das nur die Option, wenn ich das Gefühl hätte, die Prostituierte würde so etwas wie eine "sacred prostitute" sein, also eine Frau, die den Leitsatz "My joy is to see your joy" sehr ernst nimmt und diesen Job als eine Art Berufung sieht. Was ich mir nicht vorstellen kann, ist mit einer Frau verkehr zu haben, den sie selbst nicht will.
Damals als ich in Südamerika war und man mich noch mehr unter dem Namen "el chico con el pelo rubio" kannte, war vieles anderes. Ich hatte gelernt, dass die europäische Art mit einander umzugehen sehr verschlossen ist und man die einfachsten zwischenmenschlichen Angelegenheiten verkompliziert. Als ich "la vida latina" kennen gelernt habe, da... Naja, auch wenn Europäer geistig aufgeklärt sein mögen, anderswo bedürfen wir kräftig Nachhilfe.

F.