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Thema: Themensplit: Verleumdung (Gelesen 18376 mal)
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Wælceasig
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Hi, Eldkatten! Also: - Hilfe für die Opfer - selbst wenn sie nur mutmaßlich sind - vom frühestmöglichen Moment an mit allen verfügbaren Mitteln. - Objektive und unvoreingenommene Ermittlung zur Klärung des Tatbestandes - Bestrafung der überführten Täter/innen mit der vollen Härte des Gesetzes. - Aber: strikte Trennung zwischen Opferhilfe und Ermittlung/Bestrafung.
Danke, genau solche konkreten Äußerungen und Vorschläge hatte ich bisher vermisst! Ich kann mir gut vorstellen, dass Männer in einer echt beschissenen Lage sind, die zu unrecht verdächtigt werden. Aber das sollte wirklich jenseits aller spekulativen Zahlen behandelt werden, und ohne ein gegeneinander Aufrechnen geschehen, wie es hier – so scheint es mir wenigstens – immer wieder mitschwang. Aber noch mal: [...] eine Haltung, wie sie hier ja auch vorgebracht wurde, "ich glaube jeder Frau vorbehaltlos" (implizit von mir hinzugefügt "weil alle Männer ja sowieso potentielle Vergewaltiger sind"). Wie diejenige (bin zu faul nachzusehen wer es war, sorry) bereits klarstellte, bitte den Satz ganz zitieren. Da stand: "ich glaube jeder Frau und jedem Mann erst einmal vorbehaltlos". Wenn der Satz nämlich so lautet – war er tut- macht das von dir implizit hinzugefügt keinen Sinn mehr! ("Öh, is' ja eh klar, Weiber glauben anderen Weibern immer!" ist Stammtischniveau, das keinem weiterhilft...)
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« Letzte Änderung: 14. Januar 2007, 12:35 von Wælceasig »
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Eldkatten
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Hallo Wælceasig, Aber das sollte wirklich jenseits aller spekulativen Zahlen behandelt werden, und ohne ein gegeneinander Aufrechnen geschehen, wie es hier – so scheint es mir wenigstens – immer wieder mitschwang.
Absolut. Da stand: "ich glaube jeder Frau und jedem Mann erst einmal vorbehaltlos".
Sorry, wenn ich den Satz falsch oder unvollständig zitiert habe, ich hatte auch nicht nachgeguckt. Aber auch in dieser Form würde ich in nur in der Opferhilfe gelten lassen. Nicht in der Ermittlung und Strafverfolgung. Denn wenn ich dem mutmaßlichen Opfer unbeschränkt Glauben schenke, müsste ich - solange ich nicht weiss, wer von beiden Opfer und wer Täter ist - demnach auch den Unschulds-Beteuerungen des mutmaßlichen Täters glauben (und mich damit womöglich dem Vorwurf der blinden Männer-Solidarität aussetzen). Ich glaube, dass genau das auch den Beruf des Anwalts und Strafverteidigers sehr schwierig macht. Als Anwalt wäre ich nämlich für meine Mandantin/meinen Mandanten immer "Opferhilfe", weil ich vorbehaltlos für dessen Rechte einstehen muss, auch wenn ich als Mitglied der Justiz ein objektives Interesse an der Klärung des tatsächlichen Sachverhalts (juristsch "Wahrheitsfindung") habe. Schönen Gruss Herbert
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 Meine Beiträge geben ausschliesslich meine persönliche Meinung wieder, nicht die des Vereins Varnenum e.V ( www.varnenum.de).
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lugh net eingeloggt
Gast
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Hi Eldakatten - Hilfe für die Opfer - selbst wenn sie nur mutmaßlich sind - vom frühestmöglichen Moment an mit allen verfügbaren Mitteln. - Objektive und unvoreingenommene Ermittlung zur Klärung des Tatbestandes - Bestrafung der überführten Täter/innen mit der vollen Härte des Gesetzes. - Aber: strikte Trennung zwischen Opferhilfe und Ermittlung/Bestrafung. Unterstreiche das vollends, habe trotzdem das vorher so verfasst, weil es tatsächlich das Phänomen gibt, dass Männer sich nicht mehr trauen zärtlichkeit zu zeigen - ein Beispiel: Ein Vater hat seiner Tocher niemals durch körperliche Nähe (umarmungen) liebe gezeigt. Später erliet das Mädchen Bulimie und in der Thera des Mädchens kam heraus, dass der Vater für sie als gefühlskalt wirkte. Mit Zusammenarbeit des Vaters kam heraus, dass er einfach Angst hatte, dass ein Nachbar ihn der nötigung bezichtigt. Daher der Hinweis, dass es auf jeden Fall klar definiert ist. Etwas was ich am Schluss noch hinzufügen will, da ich mein voriges Posting gleich nach dem Aufstehen schrieb: An Werner: Bezüglich Männern, die vorgeben, "nichts getan haben", obwohl ihre Straftat beweisbar ist (zB DNA-Spuren, Zeugen usw) - es gibt tatsächlich ein Phänomen bei Tätern, dass sie oft wirklich zu 100% davon überzeugt sind, nichts getan zu haben, dass sie sich zu 100% nicht erinnern können - nun wenn du meinem Link www.issd.org gefolgt bist, wirst du auch herausfinden wieso: etliche Täter haben nämlich eine ähnliche psychische Störung wie Opfer: dissoziative Störungen = Abspaltung des Selbst. Indem Fall Abspaltung der Erinnerung - sie können sich bewußt wirklich nicht erinnern, da für sie unbewußt die Tat eine Traumatisierung war (nur eine andere Art als bei Opfern) und daher die Tat im Traumagedächtnis gespeichert wurde. Erst durhc psychologische Tricks ist es bei diesen möglich, dass sie sich überhaupt erinnern können (zB Hypnose - Alterregression). Dann kommen bei den Tätern plötzlich Flash-Backs ihrer Tat. Woher ich das weiß? Eine Bekannte von mir arbeitete lange Zeit im Bereich Täterhterapie und viele Täter erinnern sich erst nach fast einem jahr an ihre Tat (und ich meine hier nicht, dass hier die Theras ihnen solange was in den Mund legen bis sie davon überzeugt sind!) Wenn du was für Männer tun willst noch was: - du kannst die Menschen dazu sensibiliseren, dass es auch Frauen als Täterinnen gibt und das die alte Statistikzahl von 10 Tätern sind 9 Männer und eine Frau einfach nicht korrekt sind - davon einge ganze Menge an Müttern/Omas die diese Taten begehen - das jeder 4 Bub missbraucht wurde und diese auch Hilfe benötigen. - das sex. Gewalt geschlechtslos ist. Das sowohl die Opfer als auch die Täter geschlechtslos sind, da es sowohl Frauen als auch Männer betrifft und wir nur gemeinsam in Solidarität für die Zukunft eine Gewaltprävention aufbauen können. Und ich möchte mich mal bei McClaudia, rivka, cinis, Waelceasing und allen anderen hier danken, für die reichliche Unterstützung. lg Lugh
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Distelfliege
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- Hilfe für die Opfer - selbst wenn sie nur mutmaßlich sind - vom frühestmöglichen Moment an mit allen verfügbaren Mitteln. - Objektive und unvoreingenommene Ermittlung zur Klärung des Tatbestandes - Bestrafung der überführten Täter/innen mit der vollen Härte des Gesetzes. - Aber: strikte Trennung zwischen Opferhilfe und Ermittlung/Bestrafung.
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Das find ich richtig guuuuuuuuuuuut!! Ein sehr konstruktiver Ansatz!
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Wælceasig
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Hi, Eldkatten! Ich stimme dir in dem, was du geschrieben hast völlig zu. Und hier-... Aber auch in dieser Form würde ich in nur in der Opferhilfe gelten lassen. Nicht in der Ermittlung und Strafverfolgung. -...glaube ich auch, war in dem Fall etwas anders gemeint. Nämlich, was man ganz persönlich - ohne ein Teil des Systems der Strafverfolgung zu sein - tun würde/kann/soll. Darin, meine ich, sollte hier vielleicht auch näher unterschieden werden: Wie sollte "ich" mich verhalten, und wie der Staat, bzw andere zuständige Organisationen. Ich begreife nämlich immer noch nicht, wie jemand wie Werner überzeugt davon sein kann, bei einem Bekannten faktisch die absolute Unschuld festzustellen. Ganz abgesehen von der Voreingenommenheit, der wohl jeder erliegt, der ein Opfer/Täter persönlich kennt, ist das ja schon für Leute (Polizei, Gericht, Psychologen, ect.) mit dem (hoffentlich!  ) ausreichenden Abstand schon schwer genug...
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« Letzte Änderung: 14. Januar 2007, 13:40 von Wælceasig »
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Lucia
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Ganz abgesehen von der Voreingenommenheit, der wohl jeder erliegt, der ein Opfer/Täter persönlich kennt, ist das ja schon für Leute (Polizei, Gericht, Psychologen, ect.) mit dem (hoffentlich!  ) ausreichenden Abstand schon schwer genug... und deshalb ist es wichtig, das es diese instanzen gibt. weil wenn jemand unschuldig ist, weil bekannte und freunde und verwandte sagen: "öh, das is do so a liaaaabaaaa" dann wär der würger von boston wahrscheinlich nicht verurteilt worden. und jemand wie der hier würd wahrscheinlich auch noch einen guten leumund haben. liste läßt sich sicher beliebig fortführen. mfg lucia
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Masturbation verspricht mehr als der Sex hält (Pascal Yorks)
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rivka
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Hallo Werner, Lugh: Ich sehe nicht, wozu deine ganzen vielen Zitate von Gesetzen und Tatsachen gut sein sollen. Du gehst total an dem vorbei, worüber ich die ganze Zeit schreibe udn was auch Peter immer wieder sagt: Es geht um falsche Anschuldigungen von Männern, die überhaupt nichts getan haben! Und die sich nirgends beschweren, die überhaupt nichts sagen, sondern nur still leiden, weil sie wissen, dass man ihnen ohnhin nicht glauben wird. diese Auflistung könnte dazu nützlich sein, den Männern zu zeigen, dass sie eben NICHT still leidende, hilflose Wesen sind, und dass unser Strafrecht ihnen durchaus Mittel in die Hand gibt, sich zu recht-fertigen. Wenn sie bisher aus Gründen, die ich mir eigentlich nicht recht erklären kann, keinen Gebrauch davon machen, ja noch nicht einmal versuchen, in der Situation des Verleumdetseins Hilfe zu suchen, (deshalb hatte ich auf die Telefonseelsorge hingewiesen: wenn es so viele leidende Verleumdete unter den Männern gibt, warum, verdammt noch mal, machen sie dann nicht den Mund auf? Ob einem jemand glauben wird, kann man erst wissen, wenn man's probiert und wieder probiert!) dann müssen sie sich nicht wundern, wenn nichts passiert. Jammern bringt's nicht. Genau das haben ja die Frauen lernen müssen, denen früher niemand - auch und schon gar nicht bei den damals fast ausschliesslich männlich besetzten Polizeiwachen und Gerichten - eine Vergewaltigung geglaubt hat - von sexuellen Belästigungen gar nicht zu reden. (Zu dieser Zeit, also vor der Frauenbewegung, grassierte unter Juristen noch der berühmte Witz von dem Richter, der demonstriert hat, dass eine Vergewaltigung gar nicht möglich sei, indem er einen Faden in ein Nadelöhr einfädelte und die Nadel dann bewegte: "Sehen Sie...!" ) Aber diesen Status, als Opfer ernst genommen zu werden, haben sich Frauen erkämpft - nicht erjammert. LG
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« Letzte Änderung: 14. Januar 2007, 14:01 von rivka »
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Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
(Nietzsche)
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Distelfliege
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>>Bezüglich Männern, die vorgeben, "nichts getan haben", obwohl ihre Straftat beweisbar ist (zB DNA-Spuren, Zeugen usw) - es gibt tatsächlich ein Phänomen bei Tätern, dass sie oft wirklich zu 100% davon überzeugt sind, nichts getan zu haben, dass sie sich zu 100% nicht erinnern können
Hi Lugh,
In abgeschwächter Form hab ich das an mir selber erlebt. Im Alter von 19 Jahren hatte ich ein Streitgespräch mit meinem 17jährigen Bruder. Im Laufe dieses Gesprächs habe ich ihm im Affekt einen Faustschlag ans Kinn gezogen, und er sagte mir das mal beiläufig Jahre später am Telefon "weißt du noch wie du mir...". Ich glaube ihm das auch - aber ich habe selber überhaupt keine Erinnerung dran! Zunächst hab ich ihm nicht geglaubt und gesagt, wie, wann das? Ich kann es mir für mich selbst einfach nicht vorstellen daß ich meinem jüngeren Bruder einen Schwinger verpasse, noch dazu als junge Erwachsene - da prügelt man nicht mehr rum wie als Kind - deswegen muss ich das einfach vergessen haben. Es ist wie gelöscht ausm Hirn! Aber an das Gespräch erinnere ich mich in etwa, und ich weiß daß ich sehr, seeeeeeeehr wütend auf meinen Bruder war. Ich denke, ich hab ihm wirklich mit der Faust ins Gesicht geschlagen damals. Er hat mir die Situation so genau beschrieben - bis ich mich an den Streit erinnerte. Nur halt an den Schlag kann ich mich bis jetzt nicht erinnern. (Ich hab mich dann, nachdem ich ihm das glaubte, auch bei ihm entschuldigt.)
Grüssli Distel
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