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Autor Thema: Profanes und spirituelles Leben - ein Zeitproblem  (Gelesen 2068 mal)
witch2b
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Profanes und spirituelles Leben - ein Zeitproblem
« am: 21. März 2007, 23:14 »
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Ich wollte gerne mal fragen, wie das bei Euch so ist mit der Zeit.

Bei mir schaut's seit ein paar Monaten so aus, dass ich sehr viele Überstunden mache und oft ziemlich geschlaucht bin, darunter leidet natürlich mein Sozialleben, habe aber zum Glück sehr verständnisvolle Freunde :-).
Aber ich habe auch nicht so viel Zeit für meine spirituelle Entwicklung wie ich es mir wünschen würde. Ich habe schon einige kleine Alltagsrituale, die so zwischendurch funktionieren (tief durchatmen, die Natur genießen und begrüßen wenn ich auf den Bus warte oder im Zug sitze, beten vor dem Schlafen und zwischendurch mal,....) aber mir fehlt és schon, ein schönes Ritual vorzubereiten und zu feiern, ein gutes Zauberbrot zu backen, in Ruhe mal Tarot zu legen, Küchenmagie zu wirken, im Garten zu zaubern, in mich zu gehen und zu meditieren,....

Es ist natürlich nicht so, dass ich nur arbeite, ein bisschen Freizeit habe ich schon, aber irgendwie ist die auch sehr profan ausgefüllt mit den notwendigen Sachen wie einkaufen, Haushalt und schlafen. Ich hab' das Gefühl ich befinde mich auf der Maslow'schen Pyramide ganz unten und komme irgendwie nicht rauf, weil ich mit meinen Kräften in meiner Freizeit sehr sparsam umgehen muss, damit ich in der Woche fit genug bin für den Job.

Wollte einfach mal fragen, wie Ihr das handhabt...

Witch2b

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LaChatte
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Re: Profanes und spirituelles Leben - ein Zeitproblem
« Antwort #1 am: 21. März 2007, 23:53 »
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Wollte einfach mal fragen, wie Ihr das handhabt...

Als ich Angestellte war, habe ich mich in solchen Situationen zwei, drei Tage lang krank gemeldet und mich erholt. Das wurde auch akzeptiert, weil es pro Jahr vielleicht einmal vorkam. Dann hab ich das Telefon ausgeschaltet und überhaupt alle Klingeldinger entfernt und relaxed, und bin dann gut gelaunt und fit wieder arbeiten gegangen.

Ich habe natürlich auch darauf geachtet, nicht in den superkritischen Phasen meine Auszeit zu nehmen, sondern dann, wenns kein grösseres Problem war. Aber ich und meine Gesundheit gehe eindeutig vor, und wenns längere Zeit IMMER dringend ist, stimmt etwas mit der Organisation der Firma nicht, dann brauchts mehr Personal.
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morgane
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Re: Profanes und spirituelles Leben - ein Zeitproblem
« Antwort #2 am: 22. März 2007, 08:49 »
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Hi!
Das kenn ich gut. Dabei wäre bei mir nicht die fehlende zeit das problem, sondern oft die fehlende begeisterung, der enthusiasmus, das feuer. Was weiß ich, wohin die alle verschwunden sind.....
Aber spirituelle entwicklung findet nicht nur in einer sonderabteilung des täglichen lebens statt, sondern mitten drinnen. Es ist die bedeutung, die wir den dingen unseres alltags zuschreiben, die unseren alltag spirituell machen. Zugegeben, diese besonderen zeiten fürs innehalten, fürs besinnen, zum bewussten kontakt mit dem göttlichen brauchts auch. Mir hilft es dann, wenn ich so etwas minutiös einplane und es dann auch durchziehe, ob ich vorher lust habe oder nicht. Klingt nicht besonders spontan, ist es auch nicht. Aber für "die mühen der ebene" durchaus brauchbar. Irgendwann kommt dann die begeisterung wieder, wenn man sie gar nicht erwartet.
Deine alltagsrituale sind ganz wichtig, sie helfen dir durchhalten. Alles fließt, und alles ändert sich wieder, nur geduld!
lg morgane
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Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....
naraiwe
Gast


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Re: Profanes und spirituelles Leben - ein Zeitproblem
« Antwort #3 am: 22. März 2007, 09:16 »
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ich glaub  von cassiopeia kam der spruch(momo) : wenn du keine zeit hast geh langsam/rückwärts

immer wenn ich zu sehr hetze oder zuviel zu tun habe, sage ich mir stop, atme ein paar mal tief durch und halte inne.... das reicht oftmals aus das magsiche um uns herum wieder anders wahrzunehmen..

zum meditieren bin ich abends manchmal auch recht lustlos, aber ich merke jedesmal wenn ich mich dazu bewege, dass es mich ausgeglichener und entspannter macht , als durchs fernseh zu zappen
das feuer kommt immer dann wieder durch,wenn es zeit dazu ist... man kann ja nicht ständig brennen smile

bb nara
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Re: Profanes und spirituelles Leben - ein Zeitproblem
« Antwort #4 am: 22. März 2007, 11:25 »
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Well met, alle zusammen Wink

Wie immer bin ich der Meinung, dass alles zusammen gehört und es nur drauf ankommt, wie mensch es wahrnimmt und dann "einbaut".
Wenn ich z. B. Covenanfrager habe, die mir erzählen, dass sie pro Tag grad mal (Durchschnittsweise errechnete wink) 18 Minuten Zeit für das was sie da NEU machen wollen, haben, dann hat sich die Sach für mich schon erledigt. Am Anfang des Weges ist imho wesentlich mehr Zeit erforderlich...
Wenn ich mal einen Grundstock an "Werkzeug" angesammelt habe, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt dieses Werkzeug auch im "profanen" Leben so oft als möglich anzuwenden. DAS ist dann das, was ich als "Spiritualität im Leben" bezeichne und nicht, dass ich anfänglich kaum Zusatzaufwand habe um meine Spiritualität überhaupt zu formen (falls ich daran überhaupt Interesse habe!!).

Dieses "Ausgebrannt sein" kenne ich wohl - meist entspringt das bei mir aus Situationen, in die ich viel investiere und zu wenig für mich dabei zurückkommt (womit ich "Befriedigung aus mir selbst" meine, nicht Belohnung von aussen). Die Lösung für mich war und ist, dass ich in entbehrlichen Gebieten sofort aufhöre zu investieren (oder halt ehestmöglich) und mich um mich selbst kümmere. Geht das nicht, weil ich offensichtlich zu "faul/müde/fertig/" dann nehm ich mir ne Auszeit und schau nach, wo und warum mir die "anderen" Leuts mehr wert sind als ich mir selbst...
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Anufa
McClaudia
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Re: Profanes und spirituelles Leben - ein Zeitproblem
« Antwort #5 am: 22. März 2007, 12:35 »
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Slania Witch2b,

Solange man nur Sozialstress hat, kann man die Sache selber regeln. Bei Dir isses die Arbeit, und das ist ein Problem. Wenn Du Überstunden machen musst, würde ich mir eher Zeitausgleich nehmen als Geld (es sei denn, Du brauchst das Geld unbedingt).

Wenn das nicht geht, sondern Du das Geld nehmen musst, ist das auch ein Problem. Dauert das noch lange mit den Überstunden? Ewig? Oder ist das nur mal ne intensivere Phase?

Wenn es eine Phase ist, würde ich einfach so weitermachen, wie Du eh schon machst. Spirituelles ist nicht so wichtig wie die eigene Entspannung und die Liebsten. Eh klar.

Wenn es aber ein Dauerzustand ist, dann würd ich über eine Jobveränderung nachdenken, es sei denn, Dir macht das alles Spaß...

Große Rituale können auch andere vorbereiten (man muss nicht alles selber machen), und Du nimmst halt nur Teil und relaxt. Geht ja auch, wenn man im Zeitdruck ist.

Ansonsten finde ich, dass spirituelle Entwicklung nix mit der Anzahl von Meditationen zu tun hat, sonder, wie andere hier schon sagten, mit einer grundsätzlich spirituellen Lebenseinstellung, die sich am besten im Alltag erprobt.

Alles Gute auf jeden Fall!

subuta

Mc Claudia

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"Freiheit ist die Freiheit sagen zu dürfen,
dass zwei plus zwei gleich vier ist."
(Winston Smith in George Orwell's 1984)
witch2b
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Re: Profanes und spirituelles Leben - ein Zeitproblem
« Antwort #6 am: 23. März 2007, 23:10 »
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Hi alle!

Naja meine Überstunden sind leider in einem all inclusive Vertrag abgedeckt, daher gibt's weder mehr Geld noch Zeitausgleich. Ich denke aber ich bin gerade nicht völlig ausgebrannt, hoffe, das hat jetzt nicht so gewirkt. Ich hab' vor zwei Wochen einen sehr interessanten Job gekriegt der mir Spaß macht, dass es am Anfang halt viel Zeitaufwand ist, ist auch klar. Das Problem ist nur, dass ich die letzten 5 Monate in einem sehr interessanten Projekt gearbeitet habe, das trotzdem ziemlich an meine Belastungsgrenze gegangen ist und dazwischen keine Erhlungsphase war. Und jetzt ist zwar absehbar, das ich in vielleicht 6 Wochen ein wenig Routine kriegen werde, die Einschulungen endlich vorbei sein werden, aber leider fängt zeitgleich ein neues Projekt an... Aber wie gesagt, ich mag nicht jammern, weil prinzipiell macht's mir Spaß - nur leider kommt momentan das spirituelle zu kurz, nicht die kleinen Sachen, aber so wie Morgane es beschreibt brauche oder will ich manchmal auch die "großen Rituale", nicht weil ich denke, dass sie nötig sindfür meinen
Glauben, aber weil sie das Feuer wieder mal so richtig zum Lodern und Knistern bringen.

Ich hab' zwar das Gefühl, dass ich spirituell lebe, auch im Job, aber die Entwicklung fehlt mir oder die Erlebnisse, die mich ein paar Tage lang wirklich rausreißen aus dieser Welt .

Wißt Ihr was ich gerade merke, was ich wirklich brauche??? DAS MERRY MEET 2007!!!  pleased Smiley pleased

Deine Anregung, Morgane, einfach trotzdem was "Groes" zu machen, werde ich mal ausprobieren.

Vielen Dank für Eure Anregungen

Witch2b




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