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Thema: Sind alle Gottheiten eh dieselben? (Gelesen 11140 mal)
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dr. no
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no
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« Letzte Änderung: 25. Oktober 2008, 13:02 von Schattenspeer »
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Rabbi_Tachel
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Mylord, eben nicht... *verzweifelt*
...Jehova! Das ist eine Vokalisierung, die bestenfalls, Mylord, völlig beliebig ist. Und jud he waw he ist keine Aussprache, sondern eine Aufzählung der Buchstabennamen, wie wenn ich im Deutschen sage: Jot Ha We Ha. Und der Buchstabe He wird eben nicht hart gesprochen, weshalb ich Euch auch nicht sagen kann, wie ein hartes He transkribiert würde, denn das, Mylord, gibt es eben nicht; das, was Ihr lautlich als hartes He bezeichnet, ist ja gerade das Chet. Der Konsonant He bekommt nie ein Dagesch.
Schalom
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Behüte mich der Himmel, dass mein Herz nicht etwas glaubt, was meine Augen sehen.
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dr. no
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« Letzte Änderung: 25. Oktober 2008, 13:02 von Schattenspeer »
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Rabbi_Tachel
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Mylord, einen Punkt in einem Konsonanten nennt man Dagesch, und ich wies bereits darauf hin, dass es ein Dagesch im He nicht gibt. Adonai wird übrigens nicht nur bei der Lesung der Torah gelesen, sondern auch im Siddur.
"Patach" bedeutet "kurzes a" - ich weiß gar nicht, was das mit dem vorliegenden Falle zu tun haben soll? Es sei denn, worauf Ihr die ganze Zeit hinauswollt, ist das ausgesprochene He, das allerdings durch ein Mapik gekennzeichnet, aber eben nicht wie Chet ausgesprochen wird, sondern am Ende eines Wortes oder einer Silbe wie ein He am Anfang eines Wortes oder einer Silbe. Die Punktationen des Schem sind quere-ketib-Punktationen, woraus erhellt, dass das zweite He kein Mapik trägt.
Schalömchen, Mylord!
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Behüte mich der Himmel, dass mein Herz nicht etwas glaubt, was meine Augen sehen.
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dr. no
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no
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« Letzte Änderung: 25. Oktober 2008, 13:03 von Schattenspeer »
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Geza
Beschränkte Rechte

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Beiträge: 427
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Jod-He-Waw-He sind nur vier Konsonanten: JHVH. Welche Vokale da hineingehören, hatten die Juden vergessen. Den bösen Babyloniern verdanken wir es, daß man es wieder weiß, denn irgendein König hatte den obersten Rabbiner beim Aussprechen des Namens (einmal im Jahr, wobei die Leute heute dabei auch noch Lärm machen) zugehört und in babylonischen Lauten aufgeschrieben: "Iabe". Damit ist klar, daß damals "Ja(c)hveh" gesagt wurde. Das "c" soll natürlich nur die Aussprache des h erleichtern, denn ohne das c würde jeder den Namen so aussprechen, wie man ihn im Deutschen liest; das h sprechen Juden aber als ch aus.
In der Tora wurden später die Punkte der Laute für Adonai eingesetzt, damit man immer beim Tetragrammaton den Namen Adonai lesen würde. Wenn beide zusammenstehen, mußte man Elohim sagen.
Adonai ("Herren", neuerdings auch in "mein Herr" umgedeutet) bezeichnete ursprünglich Götter wie Zebaoth/Sabaoth ("Heerscharen"), Adonai ist natürlich vom griechischen Gott Adonis abgeleitet, Sabaoth nimmt auf den Beinamen des Dionysos, "Sabakios" Bezug.
Jachveh hat man auch auf die palästinensische Erdgöttin Jehwa beziehen wollen. Nachweisbar ist der babylonische Sintflutmythos, der von Ishtar handelte, in der Bibel auf Jachveh gefälsch worden.
G'tt zu schreiben, ist sinnlos. Warum sollte man diesem ursprünglichen Wodansnamen das o rauben?
Lichtgruß, Geza
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dr. no
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« Letzte Änderung: 25. Oktober 2008, 13:03 von Schattenspeer »
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Geza
Beschränkte Rechte

Geschlecht: 
Beiträge: 427
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Hallo Schattenspeer,
zitieren gerne, aber dann mit der Schreibweise mit Apostroph.
Das Problem, das die Juden haben, ist, daß ihre älteste erhaltene Bibel aus dem 11. Jh. stammt, während die älteste Handschrift in griechisch aus dem 4. Jh. stammt und auf diesen Ptolomäus (5. Jh. v. Ztw.) zurückgeht (LXX). In diesen älteren Bibelfassungen findet sich an über 100 Stellen der Begriff "Götter" (Dii usw.), wo die hebräische Bibel dann Adonai oder JHVH schreibt. Mithin müssen also die Massoreten ganz kräftig in den Text eingegriffen haben, um ihn der Eingottvorstellung anzupassen. Na ja, solche Eingriffe sind nicht gerade Offenbarungen und eigentlich schlichtweg Verfälschungen. Aber da das AT eh nur eine Compilation und Übernahme älterer Mythen der Babylonier usw. ist, macht das wohl auch nicht mehr so viel aus.
Lichtgruß, Geza
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