Offene Foren => Infos, Tipps & Fragen => Thema gestartet von: Freyjatru am 24. November 2003, 16:52

Titel: Buchtipps
Beitrag von: Freyjatru am 24. November 2003, 16:52
Hallo,


Wir haben es in den Foren schon oft genug diskutiert: Leider gibt es Haufenweise Schundliteratur.

Darum moechte ich hier einen sticky Thread eroeffnen, in dem jeder Buchtipps geben kann.

Bitte empfiehlt hier wirklich nur Buecher hinein, die ihr nach besten Wissen und Gewissen empfehlen koennt und schreibt dazu, warum ihr dieses Buch empfiehlt, was der Leser davon erwarten kann und wie viel Vorwissen man braucht, um das Buch zu verstehen.

Danke!

F.

Nachtrag: Nachdem gefragt wurde, ob andere Richtungen erwuenscht sind...

Hier sollten Buchtipps gegeben werden, die sich irgendwie auf die altnordische Themen beziehen. Verwandte Themen, wie Kelten und Roemer sind von in diesem Thread, ok!
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Drachenblut am 24. November 2003, 17:37
Gardenstone
Germanische Magie
2001. 480 S. m. Abb. u. Noten. 25 cm
Verlag: ARUN-VERLAG
ISBN: 3935581009      

&

Fries, Jan
Helrunar
Ein Handbuch der Runenmagie
2., überarb. Aufl. 2002. 394 S. m. zahlr. Abb. 21 cm
Verlag: EDITION ANANAEL
ISBN: 3901134182      

Soviel kann ich mal zur Germanischen Seite beitragen.... Sind auch andere Richtungen erwünscht?
lg
Db
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Silver am 24. November 2003, 19:06
Tor Age Bringsvaerd: Die wilden Götter
Eichborn
Eine moderne Nacherzählung der Edda. Kenntnisreich, toll zu lesen und mit Humor.

Grüße
Silver
Titel: Lexikon der germanischen Mythologie
Beitrag von: Freyjatru am 25. November 2003, 06:54
Geeignet fuer Neulinge und Fortgeschrittene

Bietet einen Ueberblick ueber die nordische Mythologie und deren Quellen

Mehr info:
(http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3520368021/qid=1069635517/sr=1-2/ref=sr_1_11_2/028-4067866-9062934)
Titel: Die Edda
Beitrag von: Freyjatru am 25. November 2003, 07:08
Die Edda bildet das Hauptwerk der altnordischen Mythologie. Sie wurde vom altskandinavischen uebersetzt und die Uebersetzungen unterscheiden sich in Qualitaet.

Meine Empfehlung(in folgender Reihenfolge):
1. Uebersetzung von Hugo Gering, leider vergriffen. Im Internet in Antiquariate (Siehe Suchmaschinen www.zvab.com www.abebooks.com vielleicht noch erhaeltlich). Wird meist auch von Skandinavisten empfohlen.

2. Uebersetzung von Felix Genzmer

3. Uebersetzung von Karl Simrock (Teilweise halte ich die Wortwahl von Simrock schlecht uebersetzt, sodass die Bedeutung mancher Phrasen verloren geht)
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 25. November 2003, 18:09
ich möchte auch freya aswynns "die blätter yggdrasils" empfehlen. zwar ist manches aus dem bauch heraus und daher evt. ahistorisch, aber ihre interpretation der 18 zauber aus odins runenlied (kombinationen von runen statt armanenfuþark) ist hochinteressant. ich habe einige von den heutzutage noch brauchbaren zaubern erfolgreich angewendet. faszinierend auch die runenkosmologie, jede der 24 runen wird einem element oder ereignis des weltenlaufs zugeordnet, von dem feuern muspellheims (fehu) bis zur erneuerung nach ragnarök (oþala).
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Kauna am 03. Dezember 2003, 17:16
Ich möchte ein buch NICHT empfehlen, und das ist Gardenstones "Germanische Magie" Voll von fehlern, halbwahrheiten und zusammengedichtetes- ritualmagie mit nordischen zuckerguss. Uha!
Jan Vries, dagegen, ist gut. Sonst würde ich empfehlen, zu englischsprachlichen und skandinavischen litteratur zu greifen, z.b "Gods and myths of Northern Europe" von H.R. Ellis Davidson oder "Norrön Mytologi" von Anne Holtsmark.

Kauna  
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 03. Dezember 2003, 18:38
hallo, kauna. weißt du, obs "Norrön Mytologi" von Anne Holtsmark auf deutsch oder englisch gibt?

Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Kauna am 03. Dezember 2003, 19:04
Hallo Dagaz-

weiss ich leider nicht- suchen gehen! Anne Holtsmark war Professorin an das uni Oslo, und sehr kompetent. Gilt auch für ihre kollegin Gro Steinsland. Alles was du finden kann, lesen!

Kauna
Titel: Re:links
Beitrag von: Kauna am 04. Dezember 2003, 18:09
Vielleicht interessant:

http://userpage.fu-berlin.de/~alvismal/3gro.pdf
http://userpage.fu-berlin.de/~alvismal/3ulfar.pdf
http://www.vinland.org/heathen/mt/utgard.html
http://www.hoops.uni-goettingen.de/Ergaenzungsband_5.htm
http://www.nord-inst.uni-kiel.de/Lasse/HAUSARB/gylfkos.htm

Kauna
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Kauna am 04. Dezember 2003, 18:25
Dagaz-

http://www.bookfinder.com/dir/i/The_Viking_Gods/9979856785/

Kauna
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 04. Dezember 2003, 22:56
danke, kauna!
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 25. Mai 2004, 04:18
rezension zu gezas runenbuch:
http://www.powermetal.de/book/anzeigen.php?id_book=133&letter=H
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 15. Juli 2004, 17:04
Liebe Heiden,

nachdem die Esoterik-Reihe des Heyne-Verlages von Ullstein übernommen wurde, erscheint nun mein Buch „Heilige Runen – Zauberzeichen des Nordens“ im Ullsteinverlag. Dieser Verlagswechsel brachte die einmalige Gelegenheit, den Text des Buches noch einmal zu überarbeiten.
Ich habe insgesamt 104 Seiten des Buches geändert, und bin dabei auch den Anmerkungen der Kritiker bei Amazon, im ER-Forum, aber auch auf anderen  Foren und Netzseiten gefolgt.

Das Manuskript war ja bereits vor über 12 Jahren fertiggestellt. Nun habe ich bei 34 Runeninschriften die Datierung auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht, habe zahlreiche Lesungen den neueren Forschungsergebnissen angepaßt und natürlich Fehler (z. B. „Westgotland“ statt richtiger „Västergötland“ oder „Bruder“ statt „Vater“ in einer Inschrift) korrigiert.

Den Diskussionen in den Foren folgend, habe ich Dinge umformuliert, die mißvrsändlich waren, z. B. die Gleichsetzung von Jesus mit Esus/Odinn, die Übersetzung von Garmr mit Karma oder die Frage, ob der Thul Unferd im Beowulfepos ein Schwert führte und kämpfte, oder nicht. Die ursprünglich von mir vermutete Wortverwandtschaft von Tius mit dem Begriff Diot (Volk) habe ich herausgenommen, den Namen „Tyrkreis“ habe ich – um Mißversändnisse zu vermeiden - als moderne Form für den Tierkreis bei den Germanen erklärt. Auch habe ich eine Quelle zur Deutung der Grimnismál-Verse als nordischen Tierkreis erwähnt.
In Textzitaten von Caesar oder Tacitus habe ich die dort verwendeten Originalbegriffe für Runen (sortes, notae) mit eingefügt.
Die von mir ursprünglich vermutete Verwandtschaft der Alu-Formel mit dem ägyptischen Anch habe ich zurückgenommen.
Um der Überlieferung der alten Aettir-Benennungen mehr Raum zu geben, habe ich im Text unter den drei Runengruppen immer noch zusätzlich die überlieferten Aettir-Benennungen mit angeführt.
Daß das Ogom von Zweigrunen abgeleitet ist, habe ich diesmal nach H. Arntz zitiert, so daß es nicht als meine eigene Aussage dasteht.

Besonders möchte ich auf die Ergänzungen hinweisen: Über die drei Stände habe ich noch ausführlicher brichtet, dann das schwedische Runenlied erwähnt und Originalgebete zum Loswerfen mit angeführt.

Was meine Kritiker besonders freuen dürfte: Mehrfach (z. B. auf S. 14) habe ich darauf hingewiesen, daß die auf die Quellen gestützten Deutungen eben meine eigenen Deutungen sind.
Damit dürfte dieses Buch nunmehr für auch kritische Heiden/Ásatruar verwendbar sein, da ich ihren Einwänden zum großen Teil gefolgt bin.

Lichtgruß,
Allsherjargode Géza von Neményi
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Steffi am 16. August 2004, 14:56
Hallo Wurzelwerkler,

was ich wirklich wärmstens empfehlen kann ist Rudolf Simeks "Religion und Mythologie der Germanen", Darmstadt, 2003. Meines Wissens nach ist es derzeit allerdings nur als recht teures Hardcover erhätlich (ca. 30 Euro).

Simek bietet einerseits einen wissenschaftlich fundierten Überblick (allerdings aus sprachwissenschaftlicher Sicht) über die germanische Mythologie, die sich andererseits dennoch recht leicht und spannend liest.
Mich hat das Buch aufgrund seiner Qualtität und eingängen Sprache überzeugt, wenn auch Simek versäumt, auf die germanische Kultur im Zusammenhang mit "Glaube" einzugehen. Für ihn sind, wie für viele andere leider auch - "Gesellschaft" und "Religion" zwei getrennte Bereiche - was bei den Germanen mit Sicherheit grundsätzlich anders gesehen wurde.

Trotzdem: das Buch bietet unheimlich viele Anregungen zum Weiterforschen und Nachdenken. Unbedingt empfehlenswert!!!

Herzliche Grüße,

Steffi
Titel: Bernhard Maier (2003): Die Religion der Germanen
Beitrag von: Micha am 16. August 2004, 16:26
Ich greife gerne auf das 2003 erschienene Buch „Die Religion der Germanen“ des Religionswissenschaftlers PD Dr. Bernhard Maier zurück, insbesondere um neben vielen subjektiven und teils recht esoterischen Auslegungen germanischer Religion eine bodenständig-religionswissenschaftliche Studie heranzuziehen. Mag sein, dass der sehr kritische Maier manchesmal überkritisch an der Sache vorbei zielt. Dennoch gefällt mir sein nüchterner Ansatz, gängige Quellen-Interpretationen erst einmal von Grund auf zu hinterfragen. – Ergänzend zu anderen, weniger behutsamen Werken über germanische Kultur und Glaubenswelt und im Sinne einer sachlichen und ausgewogenen Annäherung ans Thema erscheint mir Maiers „Religion der Germanen“ unverzichtbar.

Bei amazon zu finden unter:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406502806/qid%3D1092668486/028-6647130-1506108



Gruß, Micha.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: McClaudia am 16. August 2004, 21:21
Chaírete!

Ich möchte hier ein Buch empfehlen, das ich gerade ausgelesen habe:

"Göttinnen und Götter in den Mysterien des Heidentums" von Matthias Wenger.

Kein Grundlagenwerk wie die "Edda" oder Simeks germanisches Lexikon. Aber ein wahnsinnig erfrischender Essay über die Archetypen indogermanischer Gottheiten. Basierend auf den Wiking-Mythologien mit Ausflügen in andere indogermanische Kulturen aber auch in nicht-indogermanisches Gebiet. Ohne den Indogermanen oder den Germanen eine Kronze aufzusetzen, und sogar mit zeitweiliger Patriarchatskritik an der eigenen bevorzugten Kultur, beschreibt Wenger die Zusammenhänge zwischen Gottheiten, Mythen, Göttergruppen, und bringt sogar Sympathien für die Pfui-Wesen der Germanen (Hel, Fenrir, Trolle, Riesen,..) auf.

Zwischen den Zeilen und auch offensichtlich bemerkt man Wengers politische Einstellung (der lt. meiner "Recherchen" früher mal Armane war, sich aber in allem davon distanziert haben dürfte), die sich eher feministisch, pluralistisch, einmal sogar kommunistisch zeigt, und auf jeden Fall antifaschistisch. Dogmatische Germanenfreaks (wie Geza??? ***ggg***) bezeichnet er treffend als "Runen-Ayatollahs". Ein Ausdruck, der mich sehr amüsierte.

Für alle, die sich für Gottheiten und Mythen interessieren, aber auch für Archetypen, kann ich dieses Werk nur empfehlen. Ein echtes Leseerlebnis!

subuta ollobo

Mc Claudia
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 16. August 2004, 21:26
dass matthias wenger mal armane war, wusste ich nicht. jedenfalls schreibt er in der zeitschrift "steinkreis" die rubrik "schattenseiten - braune streifen in esoterik und heidentum".
Titel: "Göttinnen und Götter in den Mysterien des Heidentums" von Matthias Wenger
Beitrag von: Micha am 16. August 2004, 21:45
(...)
Für alle, die sich für Gottheiten und Mythen interessieren, aber auch für Archetypen, kann ich dieses Werk nur empfehlen. Ein echtes Leseerlebnis!

...schon so gut wie gekauft !! :pleased:

Micha.




PS (5 Minuten später, nach der amazon-Rechrche):

Nee, doch nicht, gibt´s wohl schon nicht mehr - schade... :-\
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: McClaudia am 16. August 2004, 22:45
Chaírete!

@Dagaz:

Die militantesten Nichtraucher/innen sind jene, die früher Kette geraucht haben. Und die militantesten Antifaschisten??? Wahrscheinlich, WEIL Wenger früher bei den Armanen war (übrigens mit Geza - auf "Rabenclan" habe ich da ein hübsches Bild gefunden), kann ich mir vorstellen, ist er nun mehr als geläutert... Nun ja, einmal in dem Buch nimmt er das Wort "Rasse" in den Mund, in Zusammenhang mit verschiedenen Kulturen. Aber im Textkontext schaut mir das eher wie ein ungewollter Ausrutscher aus, als pure Absicht.

@Micha:

Versuchs mal in einem Buchgeschäft - Du weißt schon, das sind die Läden mit Türen, wo man ganz real reingeht und ganz real in papierenen Büchern schmökern kann  :wink1: :wink1:

Die ISBN: 3-89423-115-7

Mein Exemplar hab ich vor Kurzem gekauft. Die Auflage meines Buches ist 1999 Kersken-Canbaz-Verlag. Vielleicht hilft Dir das weiter, und Du kannst es bestellen.

subuta ollobo

Mc Claudia
Titel: B U C H G E S C H Ä F T ? ? ?
Beitrag von: Micha am 17. August 2004, 16:34
@ McClaudia

B U C H G E S C H Ä F T ? ? ? Und sowas gibt´s noch ? ? ?  :o

Danke dir, ich werd versuchen, es zu kriegen; hört sich nämlich wirklich interessant an. Gruß :pleased: Micha.

Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Avaline am 17. August 2004, 18:33
Hallo alle,

das mit dem Buchladen kann ich auch nur empfehlen, :)
Ansonsten wenns um tasächlich vergriffene Bücher geht, die man umbedingt braucht:

www.zvab.com  = Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher

wenn man ein vergriffenes Buch herbekommt, dann von dort.

Liebe Grüsse
Avaline
Titel: Exkurs
Beitrag von: Micha am 17. August 2004, 19:41
Nur so als Anmerkung: Die Institution BUCHLADEN ist mir durchaus auch noch vertraut. :wink1: Nutze zwar oft das Netz, aber da ich ein Aussterben des nicht-virtuellen Buchhandels unbedingt vermeiden will, schau ich auch in Emerson- und amazon-Zeiten gerne in reale shops. Und bestelle dort auch zuweilen!

Danke aber für deinen zvab-Hinweis, Avaline! In gut-sortierten Antiquariaten sowie in den Katalogen der "modernen Antiquariate" werde ich übrigens auch oft bei vergriffenen Büchern fündig. Und natürlich - da wär´s dann wieder - bei amazon, wo man ja vieles auch aus zweiter Hand bestellen kann.

Jetzt aber wieder zu den germanischen Buchtipps...

Schöne Grüße, Micha. :yes:
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Freyjatru am 28. August 2004, 23:21
In meiner Rolle als Moderator muss ich drauf hinweisen, dass es im WuWe nicht unbedingt erwünscht ist, direkt über Personen zu urteilen, selbst wenn diverse Ausdrücke wie Runen-Ayatollah so manchem - nicht nur McClaudia - ein Schmunzeln entlocken :)

Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Calima am 01. September 2004, 18:42
Hoffe ich darf das dazu posten  :nice:
ist zwar kein Buch aber ein netter Link (mit nettem HP-Sound)

http://www.lokis-mythologie.de/menue.php

Lg Calima
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Galdor am 01. September 2004, 19:36
Shw mae Calima!

Super !!!!!!  :thumbsup:

Die HP ist ganz toll gemacht und die Fülle an Info der nordischen Mythologie (teilweise mit sehr schönen Zeichnungen und Fotos unterlegt) gefallen mir sehr.  :smile:

Hwyl
Galdor (der die Musik und Bilder auf sich einwirken lässt)
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Baumriese am 29. September 2004, 18:00
Hmmm..ich würde "Die Ersten Deutschen" von S. Fischer Fabian empfehlen.

Es ist zwar rein geschichtsträchtig aber sehr zu empfeheln der  kaum Ahnung von Germanen und deren Geschichte hat.
Hier wird auch endlich mal bewiesen, dass rechtes Gedankengut im Germanentum nichts zu suchen hat.

Mit freundlichen Grüßen

Der Baumriese
Titel: Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion
Beitrag von: Geza am 02. Dezember 2004, 11:15
Liebe Midgardgeschwister,

Am 1. Tag des Julmonds 2004 ist nun mein Buch
 "Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion" im Kersken-Canbaz-Verlag erscheinen. Im Buchhandel (ISBN 3-89423-125-4) oder beim Verlag kann es für € 23,90 bestellt werden. Beim Verlag kann außerdem eine Leseprobe (Inhaltsverzeichnis und Kap. 1) geladen werden: http://www.kc-verlag.de/service.html

 
(http://www.allsherjargode.de/bilder/Goetter_200.jpg)

Seit 1988 gab es ja bereits mein Buch "Heidnische Naturreligion - Altüberlieferte Glaubensvorstellungen, Riten und Bräuche", das ich schon 1985 geschrieben hatte. Das Buch mit 464 Seiten war noch bis 2003 im Buchhandel erhältlich.

Als nun eine Neuauflage anstand, wollte ich das Buch überarbeiten, denn einmal waren tatsächlich auch einige Fehler enthalten, außerdem habe ich in der Zeit von 1985 bis 2003 einige Dinge in der Mythologie neu erschlossen, weitere Quellen entdeckt und Dinge ergänzt, die mir damals noch nicht bekannt waren. Außerdem ist auch die Zeit fortgeschritten, und ein Publikum von 1985 mußte man anders ansprechen, als eines von heute. Damals war der einzige unbelastete Weg, sich dem Thema zu nähern, der über die Esoterik (Runen, Schamanismus, Kraftorte) oder über die Emanzipation der Frauen (Stichwort Matriarchat, Gleichberechtigung der Frau bei den Germanen, Göttinnen). Heute lehnen viele gerade die Esoterik ab und die Emanzipationsbewegung hat auch nicht mehr den Stellenwert, den sie damals hatte. Also konnte ich z. B. auf das Kapitel "Träume und Bewußtseinsreisen" verzichten, auch die Runen konnte ich herausnehmen, da es ja nun mein Runenbuch ("Heilige Runen - Zauberzeichen des Nordens", ergänzte Fassung, Ullstein 2004) gibt. Ich habe mich also auf die reine Religion konzentrieren können, wobei ich selbstverständlich z. B. die Besprechung des germanischen Tierkreises in den Grímnismál beibehalten habe. Derartige Dinge sind nun einmal meiner Ansicht nach eindeutig überliefert und auch jeder Mensch, der vielleicht Astrologie ablehnt, kann doch mit der Zuordnung von Gottheiten zu seinem Geburtstag etwas Konkretes anfangen.

Die einzelnen Kapitel des Buches sehen in etwa so aus:
Wenn man dieses Buch hat, braucht man eigentlich nur noch die Eddas und mein Runenbuch, um traditionelles germanisches Heidentum zu kennen und praktisch leben zu können. Das Buch hat insgesamt 285 Seiten und 40 s-w-Abbildungen, zahlreiche Primärquellen zum Heidentum werden in Übersetzungen wörtlich angeführt, 316 Anmerkungen belegen, woher die angeführten Zitate stammen.

Es ist keine Überarbeitung von "Heidnische Naturreligion" geworden, wie ursprünglich geplant, sondern es wurde eine völlige Neufassung. Die wichtigen Quellen sind natürlich gleichgeblieben, zuweilen habe ich aber die Übersetzungen noch einmal durchgesehen.

Es war für den Verlag eine große Anstrengung, allein die vielen nordischen Sonderzeichen, dann kamen noch einzelne Ergänzungen nach (z. B. sollte die Himmelsscheibe von Nebra nicht vergessen werden), die eingearbeitet werden mußten, die vielen Anmerkungen usw. Aber ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen und auch Leute, die ein modernes Neuheidentum wollen, dürften damit keine Schwierigkeiten haben. Da, wo Quellen zu deuten sind, sind es natürlich meine individuellen Deutungen (darauf habe ich auch im Buch hingewiesen), aber da ich fast alle Quellen kenne, sind meine Deutungen doch recht genau beim Thema, und wenn es Abweichungen zwischen "wissenschaftlichen" Deutungen und meinen Deutungen gibt, dann liegt das fast immer daran, daß einige heutige Wissenschaftler leider nicht mehr alle Quellen (z. B. volkskundliche) heranziehen.

Das Buch ist gedacht als ein Einführungsbuch in das Heidentum, das für Heiden aller Richtungen wichtige Überlieferungen erschließt. Egal ob man es als traditioneller Heide nun zur Grundlage des eigenen traditionellen Heidentums macht, oder ob man als moderner Neuheide sich hier nur einzelne Anregungen holt, für alle ist dieses Buch nützlich. Das Buch füllt eine Lücke aus, denn bisher standen nur esoterisch-okkult übersteigerte oder rein wissenschaftlich-distanzierte Bücher den interessierten Heiden zur Verfügung. Nun endlich gibt es eine wissenschaftlich fundierte Einführung in das Thema aus heidnischer Sicht und an der Praxis orientiert.
 
Lichtgruß,
Geza von Nemenyi
Titel: Re: Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion
Beitrag von: Micha am 02. Dezember 2004, 11:44
(...) Das Buch ist gedacht als ein Einführungsbuch in das Heidentum, das für Heiden aller Richtungen wichtige Überlieferungen erschließt. Egal ob man es als traditioneller Heide nun zur Grundlage des eigenen traditionellen Heidentums macht, oder ob man als moderner Neuheide sich hier nur einzelne Anregungen holt, für alle ist dieses Buch nützlich. Das Buch füllt eine Lücke aus, denn bisher standen nur esoterisch-okkult übersteigerte oder rein wissenschaftlich-distanzierte Bücher den interessierten Heiden zur Verfügung. Nun endlich gibt es eine wissenschaftlich fundierte Einführung in das Thema aus heidnischer Sicht und an der Praxis orientiert.

Hallo Geza,

ich gratuliere zur Fertigstellung deines 2. Buches; mir persönlich erschienen deine Postings hier immer viel zu einseitig, so dass es mir schwer fällt, mir dein Buch als einigermaßen objektives "Einführungsbuch in das Heidentum" vorzustellen. Denn du vertrittst ja immer nur einen sehr eingeschränkten T e i l a s p e k t der vielfältigen heidnischen Bewegungen. Mag sein, dass dein Buch-Titel da ein wenig Objektivität und umfassende Herangehensweise vorgibt, die du im Buch dann womöglich gar nicht umsetzen kannst, sondern doch nur wieder deine ureigene Sicht der Dinge erläuterst? Aber vielleicht wird es ja gerade w e g e n deiner umstrittenen Haltungen zu einem viel diskutierten Buch - wer weiß!

Dass dein Buch eine "Lücke ausfüllt", wage ich aber doch zu bezweifeln ("denn bisher standen nur esoterisch-okkult übersteigerte oder rein wissenschaftlich-distanzierte Bücher den interessierten Heiden zur Verfügung", O-Ton Geza); naja, ein übliches Verkaufsmarketing halt. Es gibt noch ganz andere Ansätze (Beispiel: das in dieser Liste empfohlene Buch "Göttinnen und Götter in den Mysterien des Heidentums" von Matthias Wenger; wird ja hoffentlich auch in deiner "wissenschaftlich fundierten Einführung" im Literaturverzeichnis zu finden sein??).

Ob nun ein Buch sachlich-objektiver oder wissenschaftlich-distanzierter ist - möge dann von Fall zu Fall eine selbstdenkende Leserschaft enstcheiden!!

Und viel Erfolg dann noch bei deiner vorweihnachtlichen Verkaufsoffensive in den Foren!

Gruß,
Micha.


Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 02. Dezember 2004, 14:18
Hallo Micha,

das Buch von Matthias Wenger kenne ich natürlich auch. Aber es ist kein "Einführungsbuch" im Sinne einer praktischen Anleitung, sondern ein allgemeines Buch zum Thema Heidentum.
Starhawks "Der Hexenkult als Urreligion der Großen Göttin" würde ich als ein Einführungsbuch ansehen, weil da die Feste und Rituale drin sind, aber eben nur für Wicca. Und welches derartige Buch gibt es für Asatrú-Heiden? Das von Gardenstone vielleicht, aber die Zuordnung von Göttern mit alkoholischen Getränken usw. ist vielleicht nur für einige Hartgesottene lesbar.

Lichtgruß, Geza
Titel: .....Heidnische Naturreligion.....
Beitrag von: Micha am 02. Dezember 2004, 16:08
Naja,
Geza,

wenn ich den Titel "Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion" lese und dann noch die Ankündigung "wissenschaftlich fundiertes Einführungswerk" erhalte, dann würde ICH jedenfalls ein Werk erwarten, das a l l e n bedeutenderen Bwegungen einer "heidnischen Naturreligion" gleichermaßen gerecht wird, einen neutral-sachlichen Überblick über (prä-)historische und zeitgemäße heidnische Bewegungen ermöglicht, einen übersichtlichen udn unvoreingenommenen Eindruck unterschiedlicher heidnischer Mythologien schafft und last not least dann auch noch einige Riten praktisch nachvollziehbar repräsentiert... - ob dir das gelungen ist ? ? ?  - Wie ich dich hier meist wahrnehme, vermute ich, dass es sich bei deinem "Einführungsbuch" eher um eine ausgesprochen Geza-spezifische Darstellung handelt. Aber ich will Niemanden um den persönlichen Leseeindruck bringen. - Du kannst uns ja ein paar Rezensionsexemplare zusenden, dann wirds detailiertere Besprechungen geben...

Gruß,
Micha.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Kriss am 02. Dezember 2004, 16:21
ach, der arme geza... :wink1:

lassts ihn halt sein buch hier probagieren, dass es hier keine geza-fans gibt, dass weiss er eh selbst und das seine ansicht vom rekonstruierten germanentum nicht die einzige wahrheit ist, das wird er auch noch begreifen.

ehrlich gesagt, bis jetzt war es ruhig hier. wir müssen ihn ja nicht wieder anheizen, dass er hier wieder seine ansichten durch die gegend schmeisst und es dann wieder zum geza-chaos kommt.

reingucken kann man ja mal aber kaufen, nachdem man geza über foren kennt, dass ist eine andre gschicht.



baba
Kriss!
 :wink1:



Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 02. Dezember 2004, 16:33
wahrscheinlich wird es wie sein runenbuch eine menge wissenswertes enthalten, aber auch einiges mit vorsicht zu genießendes.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Micha am 02. Dezember 2004, 18:33
(...) ehrlich gesagt, bis jetzt war es ruhig hier. wir müssen ihn ja nicht wieder anheizen, dass er hier wieder seine ansichten durch die gegend schmeisst und es dann wieder zum geza-chaos kommt.(...)

Hallo Kriss,

naja, e i n e s will ich Geza zu Gute halten: Bei aller Gezazentrik ist er offenbar ein kommunikativer Mensch. Ich weiß zwar nicht, ob er anderen auch ein bisschen zuhört oder nur sich selbst mitteilen möchte, aber schlimmer finde ich die Leute, die gar nicht mehr mit Anderen reden. Also - ein bisschen "Geza-Chaos" von Zeit zu Zeit schadet vielleicht gar nichts.
Das Schwierigste an ihm ist halt seine Selbst-Überschätzung (Allhersjablabla), wenn die nicht wäre, wäre er vermutlich ein ganz interessanter Gespächspartner; vielleicht wirds ja noch...

Gruß
:)
Micha.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Kriss am 02. Dezember 2004, 19:43
naja, e i n e s will ich Geza zu Gute halten: Bei aller Gezazentrik ist er offenbar ein kommunikativer Mensch. Ich weiß zwar nicht, ob er anderen auch ein bisschen zuhört oder nur sich selbst mitteilen möchte, aber schlimmer finde ich die Leute, die gar nicht mehr mit Anderen reden. Also - ein bisschen "Geza-Chaos" von Zeit zu Zeit schadet vielleicht gar nichts.
Das Schwierigste an ihm ist halt seine Selbst-Überschätzung (Allhersjablabla), wenn die nicht wäre, wäre er vermutlich ein ganz interessanter Gespächspartner; vielleicht wirds ja noch...

die frage ist, ist er kommunikativ, weil er die gezatsichen lehren verbreiten möchte?
hat auch was von einem loki/wodan, der mal ein bißerl chaos reinbringt, damit sich wieder was rührt....  :laugh:

wenn ich ganz bösartig sein will, überschätzen sich hier im forum mehrere leuts...bei geza sehe ich eher seinen aggressiven lehrhintergrund und seine penedrante (!) selbstüberschätzung auch...
hat aber auch was...  ;D

baba
Kriss!
 :stunned:
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Micha am 02. Dezember 2004, 21:23
...bei geza sehe ich eher seinen aggressiven lehrhintergrund und seine penedrante (!) selbstüberschätzung auch...

Tja, dem füge ich hinzu, dass er jedenfalls nicht der Typus Mensch ist, dem ich MACHT wünschen würde!!

Nun ja, ich verliere aber dennoch nicht den Glauben daran, dass Menschen lernfähig sind, und das ist ja das Gute, dass wir Menschen - geistige Gesundheit vorausgesetzt - v o n e i n a n d e r etwas lernen können! Das setzt Kommunikation voraus, also - nicht aufgeben ;D...

Schaun wa doch mal, wie sich der Loki-Faktor so weiter entwickelt...

:pleased:
Liebe Grüße,
Micha.
Titel: Re: Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion
Beitrag von: Geza am 03. Dezember 2004, 10:16
mir persönlich erschienen deine Postings hier immer viel zu einseitig, so dass es mir schwer fällt, mir dein Buch als einigermaßen objektives "Einführungsbuch in das Heidentum" vorzustellen. Denn du vertrittst ja immer nur einen sehr eingeschränkten T e i l a s p e k t der vielfältigen heidnischen Bewegungen. Mag sein, dass dein Buch-Titel da ein wenig Objektivität und umfassende Herangehensweise vorgibt, die du im Buch dann womöglich gar nicht umsetzen kannst, sondern doch nur wieder deine ureigene Sicht der Dinge erläuterst?
Es gibt kein einziges "objektives" Buch, auch nicht von Wissenschaftlern, trotz aller Bemühungen. Man kann immer nur seinen eigenen Standpunkt "objektiv" darstellen, den eines anderen nicht. Und man kann auch nur den eigenen Standpunkt verantworten. Selbst gute Forscher wie Jan de Vries bringen z. B. 10 Übersetzungen eines mythologischen Begriffs, stellen aber eine davon im Text groß heraus, die andern neun stehen wie Curiosa in den Anmerkungen. Simek läßt sämtliche Hinweise und Werke, die den Eddaliedern ein hohes Alter bescheinigen, also wissenschaftliche Sichtweisen, die seiner widersprechen, schlicht weg. So ist das, und das ist nichts Schlechtes. Ich werde mich hüten, Dinge, die ich unsinnig finde (wie z. B. das neuheidnische "Hammer-Ritual") in meinem Buche auch nur zu erwähnen. Wer solche Rituale propagiert, der muß sie schon selbst in Büchern oder anders bekanntmachen, die Arbeit nehme ich ihm nicht ab.
Zitat
wenn ich den Titel "Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion" lese und dann noch die Ankündigung "wissenschaftlich fundiertes Einführungswerk" erhalte, dann würde ICH jedenfalls ein Werk erwarten, das a l l e n bedeutenderen Bwegungen einer "heidnischen Naturreligion" gleichermaßen gerecht wird, einen neutral-sachlichen Überblick über (prä-)historische und zeitgemäße heidnische Bewegungen ermöglicht, einen übersichtlichen udn unvoreingenommenen Eindruck unterschiedlicher heidnischer Mythologien schafft
Nach meiner Meinung gibt es verschiedene heidnische Religionen, die sich untereinander viel mehr unterscheiden, als z. B. die verschiedenen christlichen Gruppen und Kirchen. Darum halte ich es für wenig sinnvoll, diese andern heidnischen Religionen mit aufzunehmen. Nach meiner Ansicht gab es nur eine heidnisch Religion bei unsern Vorfahren (die geringen Unterschiede von Stamm zu Stamm kann man durchaus vernachlässigen), und diese habe ich versucht, zu beschreiben, zu interpretieren und zu rekonstruieren. Das bedeutet nicht, daß damit jeder automatisch in die Richtung des Alt-Heidentums gedrängt wird. Laß mich das mal mit der modernen Kunst vergleichen: Wenn Du Maler bist, und naturalistisch malen kannst, also alles gut gelernt hast, kannst Du trotzdem abstract malen, wenn es Dir besser gefällt. Wenn Du aber gar nicht die Ausbildungsgrundlage hast, also nicht naturalistisch malen kannst, kannst Du auch nicht abstract malen. Ein Fachmann sieht den Unterschied, wenn ein Kleinkind einen Strich gemalt hat, oder ein Picasso. Der Strich wird anders.
So soll also mein Buch Grundlagen vermitteln, ob sich die Heiden dann daran halten, ist eine andere Sache und allein deren Entscheidung.

Lichtgruß, Geza
Titel: Re: Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion
Beitrag von: Micha am 03. Dezember 2004, 13:34
(...) Nach meiner Meinung gibt es verschiedene heidnische Religionen, die sich untereinander viel mehr unterscheiden, als z. B. die verschiedenen christlichen Gruppen und Kirchen. Darum halte ich es für wenig sinnvoll, diese andern heidnischen Religionen mit aufzunehmen. Nach meiner Ansicht gab es nur eine heidnisch Religion bei unsern Vorfahren (die geringen Unterschiede von Stamm zu Stamm kann man durchaus vernachlässigen), und diese habe ich versucht, zu beschreiben, zu interpretieren und zu rekonstruieren. (...)

Oweh, Geza, dann muss ich dir jetzt schon bescheinigen, dass du für ein angeblich "wissenschaftlich fundiertes Werk" den größtmöglich falschen Titel gewählt hast: Es geht also lediglich um germanisches Heidentum, nicht aber um "heidnische Naturreligion". So nennst du´s aber im Titel; find ich etwas peinlich! Anders gesagt: Vermessen. Aber das kennt man ja...

(...) Es gibt kein einziges "objektives" Buch, auch nicht von Wissenschaftlern, trotz aller Bemühungen. Man kann immer nur seinen eigenen Standpunkt "objektiv" darstellen, den eines anderen nicht. (...)

Das ist so nicht richtig. Wissenschftliche Herangehensweise würde voraus setzen, dass man sachlich und möglichst umfassend die vorhandene Quellenlage wiedergibt, und sei es auch wenigstens in einem einführenden Kapitel zur Quellenlage und den diversen Strömungen einer "heidnischen Naturreligion". Das Prinzip der Wissenschaft ist eine größtmögliche Objektivität, dafür gibts entsprechende Methoden; sachlicher Überblick der diversen Bewegungen gehört dazu. - Sorry, Geza, du hast nicht nur den falschen Titel, sondern somit auch die inhaltlich falsche Verkaufsoffensive gewählt. Warum hast du dein Buch nicht einfach nur bspw. "Götter, Mythen, Jahresfeste - Aspekte einer zeitgemäßen germanischen Naturreligion." genannt? Das hätte doch viel besser getroffen, was du inhaltlich umsetzen wolltest. Warum versuchst du, etwas anderes vorzugeben, als es ist? So scheint es doch jetzt schon, als hättest du dich bemüht, alle Bewegungen einer "heidnischen Naturreligion" unter das Siegel Germanentum oder noch schlimmer "Gezatum" zu subsummieren. Das spricht alles nicht für dein Buch. Aber verkauf es, dein Buch, sollen´s die, die´s interessiert, lesen und - da sind wir uns ja einig: "ob sich die Heiden dann daran halten, ist eine andere Sache und allein deren Entscheidung"! Jepp, da haben wir einen Minimalkonsens gefunden!!

Gruß,
Micha.

PS: Von meiner Seite wars das nun zu deinem neuen Buch, weil wir beide hier ja keine weiteren Marketing-Rezensionen durchführen müssen.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Kore am 03. Dezember 2004, 20:02
Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm....
alsooo Buchtitel sind da ja eh so ne Sache. ;D
Laß mal nachdenken:
"Der Hexenkult als Urreligion der Großen Göttin", mein Favorit :sneaky:
oder Bücher von Vivianne Crowley, find ich auch sehr markante Titel. :thinking:
Oder "Der alte Pfad"
"The truth :wacky: about witchcraft" (von Scott Cunningham, die Wahrheit steht bestimmt nicht drin, aber was solls) usw.
Gibt da immer mal so Veröffentlichungen....
aber hey, ein Titel soll ja eh nur aufmeksam machen, gell?

An die rosa Bücher "hexen in zehn Tagen" denk..... :inquisitive:

Und zurück zu Geza, schaun mer mal, was drin steht.
Aber nich vor Weihnachten *g*

Grüße
Kore
Titel: Re: Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion
Beitrag von: Geza am 03. Dezember 2004, 23:31
Es geht also lediglich um germanisches Heidentum, nicht aber um "heidnische Naturreligion". So nennst du´s aber im Titel; find ich etwas peinlich! Anders gesagt: Vermessen.
Germanisches Heidentum ist Heidnische Naturreligion. Als Deutscher schreibe ich natürlich nicht über irgendein anderes Heidentum, z. B. das der Aborigines in Australien. Ich finde es eher peinlich, daß man heute nur wegen einer globalisierten multikulturellen politischen Einstellung nicht einmal unbehelligt sich ganz allein nur mit den eigenen Vorfahren befassen darf. Übrigens: Das Buch ist die Neufassung des seit 1988´vertriebenen Buches "Heidnische Naturreligion - Altüberlieferte Glaubensvorstellungen, Riten und Bräuche". Und da es Menschen geben könnte, die noch unter dem alten Namn bestellen, war es sinnvoll, den noch im Titel beizubehalten, denn das Buch setzt ja das erstere fort.

Zitat
  Wissenschftliche Herangehensweise würde voraus setzen, dass man sachlich und möglichst umfassend die vorhandene Quellenlage wiedergibt, und sei es auch wenigstens in einem einführenden Kapitel zur Quellenlage und den diversen Strömungen einer "heidnischen Naturreligion".
"wissenschaftlich fundiert" bedeutet nicht, daß es eines der zahlreichen rein wissenschaftlichen Bücher ist. Und unter "Wissenschaft" verstehe ich nicht nur Archäologie oder Skandinavistik, sondern auch Religionswissenschaft, Geisteswissenschaften usw. Auch eigene heidnische Forschungen seit etwa 100 Jahren habe ich - so sie haltbar sind - berücksichtigt.

Zitat
Warum versuchst du, etwas anderes vorzugeben, als es ist? So scheint es doch jetzt schon, als hättest du dich bemüht, alle Bewegungen einer "heidnischen Naturreligion" unter das Siegel Germanentum oder noch schlimmer "Gezatum" zu subsummieren.
Nun ist gerade nur der Titel bekannt, schon wird daran gemosert. Wie gesagt, fremde Kulturen interessieren hier wenig, und wenn ich mit unserer Sprache unsere Kultur bezeichne, dann muß ich nicht sämtliche ähnliche Erscheinungen weltweit miterwähnen. Es geht um die eine Religion der Germanen, nicht um neuheidnische Strömungen, die mit dieser Religion nichts zu tun haben (es aber vorgeben).
Überzeugt hast Du mich auch nicht, daß die (Schul-)Wissenschaft objektiv ist. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, daß sie sich ganz ähnlich wie die Kirchen immer der herrschenden Meinung und political corectness anpaßt, schließlich kommen von der Politik ja auch die Gelder. Das war im Dritten Reich genauso, wie es heute so ist. Es ist naiv, das nicht zu erkennen. Aus der "deutschen Volkskunde" wurde so ganz schnell eine "europäische Ethnologie", um den globalisierungsvorgaben zu entsprechen. Das ist nur eines von vielen Beispielen.

Lichtgruß, Geza
Titel: undnocheinmal.
Beitrag von: Micha am 05. Dezember 2004, 22:23
"Germanisches Heidentum ist Heidnische Naturreligion. Als Deutscher schreibe ich natürlich nicht über irgendein anderes Heidentum, z. B. das der Aborigines in Australien."

Aber, guter Geza, es gibt doch in Deutschland - oder sagenwa im deutschsprachigen Raum - weitaus mehr "heidnische Naturreligioenn" als die (neu-)germanischen Glaubensvorstellungen. Aber *gähn* das wurde hier im WuWe ja alles schon mal mit dir angesprochen...

"Ich finde es eher peinlich, daß man heute nur wegen einer globalisierten multikulturellen politischen Einstellung nicht einmal unbehelligt sich ganz allein nur mit den eigenen Vorfahren befassen darf."

Wer sind denn unsere eigenen Vorfahren?? Kelten, Germanen, römische Einflüsse?? Und die Germanen - lebten die etwa nur da, wo man heute von Deutschland / Östterreich usw. spricht?? Ach, Gezilein, auch das hatten wir doch hier alles grad vor kurzem. Ich vermute mehr und mehr: Dir gehts wirklich nicht um einen kommunikativen Austausch, sondern nur um Selbst-Darstellung.

"Übrigens: Das Buch ist die Neufassung des seit 1988 vertriebenen Buches "Heidnische Naturreligion - Altüberlieferte Glaubensvorstellungen, Riten und Bräuche". Und da es Menschen geben könnte, die noch unter dem alten Namn bestellen, war es sinnvoll, den noch im Titel beizubehalten, denn das Buch setzt ja das erstere fort."

Okay, dieser Punkt leuchtet mir ein - ändert natürlich nichts am Grundansatz, den ich kritisch sehe.

" "wissenschaftlich fundiert" bedeutet nicht, daß es eines der zahlreichen rein wissenschaftlichen Bücher ist. Und unter "Wissenschaft" verstehe ich nicht nur Archäologie oder Skandinavistik, sondern auch Religionswissenschaft, Geisteswissenschaften usw. Auch eigene heidnische Forschungen seit etwa 100 Jahren habe ich - so sie haltbar sind - berücksichtigt."

Na logo sind ReligionsWS ets. auch Wissenschaften... Hat das wer bezweifelt??
Deine "eigenen heidnischen Forschungen" kann ich nicht beurteilen.

"Nun ist gerade nur der Titel bekannt, schon wird daran gemosert."

Stimmt. Geht schon früh los, du hast Recht...

"Wie gesagt, fremde Kulturen interessieren hier wenig, und wenn ich mit unserer Sprache unsere Kultur bezeichne, dann muß ich nicht sämtliche ähnliche Erscheinungen weltweit miterwähnen. Es geht um die eine Religion der Germanen, nicht um neuheidnische Strömungen, die mit dieser Religion nichts zu tun haben (es aber vorgeben)."

Ja, aber dann mach das doch auch exakt so deutlich! Auch im Titel... - Ich fänds mindestens prägnanter! 

"Überzeugt hast Du mich auch nicht, daß die (Schul-)Wissenschaft objektiv ist. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, daß sie sich ganz ähnlich wie die Kirchen immer der herrschenden Meinung und political corectness anpaßt, schließlich kommen von der Politik ja auch die Gelder. Das war im Dritten Reich genauso, wie es heute so ist. Es ist naiv, das nicht zu erkennen."

Aber klar, die Wissenschaft und ihre Vormachtstellung ist durchaus sehr kritisch zu betrachten. Sie birgt Chancen und Gefahren.

"Aus der "deutschen Volkskunde" wurde so ganz schnell eine "europäische Ethnologie", um den globalisierungsvorgaben zu entsprechen. Das ist nur eines von vielen Beispielen."

Den Begriff "europäische Ethnologie gab es zumindest schon längst, ehe das große Wort "Globalisierung" in die politischen Lexika Einzug hielt. Namensänderungen in den ethnologischen / kulturanthropologischen Wissenschaften hatten vor allem damit zu run, dass sich die Ethnologie (Völkerkunde / Volkskunde...) ganz neuen Aufgaben zu stellen hatte, neue Forschungsausrichtungen und Methoden schuf und alte Paradigmnen aufgab usw. Unter "Krise der Ethnographie" wurden jahrelang neue Wege erprobt, wie man das "Andere" / das "Fremde" repräsentieren kann, ohne es zu diskriminieren (wie es jahrzehntelang geschah) usw. .... - Alles in allem: Es entstand eine neu-ausgerichtete Kulturwissenschaft, die mit vielen alten Zöpfen und Ideologien gebrochen hatte. Zum Glück! Nach der Nazizeit gabs glücklicherweise neue Forschergenerationen mit neuen Ansätzen.
Gerade in der (post-)modernen Ethnologie sind übrigens durchaus auffallend unangepasste Freigeister zu finden, die sicher nicht immer mit Staat und Wirtschaft konform gehen. Und Manche dieser Freigeister haben sogar Karriere an den Instituten gemacht. Erfreulicherweise!

"Lichtgruß, Geza"

Gruß,
Micha.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Micha am 05. Dezember 2004, 22:36
Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm....
alsooo Buchtitel sind da ja eh so ne Sache. ;D
(...)

Hallo Kore.
Klar! Titel sind so ne Sache. Mir fällt halt nur eine Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf, wenn von "Wissenschaftlich fundiertem Buch" die Rede, aber dann schon der Titel so wenig prägnant ist. Und wenn das Buch zudem offensichtlich d a s, was eigentlich der Titel "heidnische Naturreligion" aussagt, gar nicht thematisiert bzw. lediglich einen perspektivischen Ausschnitt davon. Und ich habe außerdem die Vermutung, dass in diesem Fall System dahinter steckt.
Ich misstrauischer, böööösarrr Mensch, ich...
;)

Und zurück zu Geza, schaun mer mal, was drin steht.

Ach so.... Ja, kamma machen. ;D

Liebe Grüße,
Micha.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Kore am 06. Dezember 2004, 12:55


 Und ich habe außerdem die Vermutung, dass in diesem Fall System dahinter steckt.
Ich misstrauischer, böööösarrr Mensch, ich...
;) 

Hmm  :pleased: ich möchte dieser Einschätzung nicht entgegenwirken.  ;D
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 08. Dezember 2004, 13:25
Hallo Micha,
Zitat
Aber, guter Geza, es gibt doch in Deutschland - oder sagenwa im deutschsprachigen Raum - weitaus mehr "heidnische Naturreligioenn" als die (neu-)germanischen Glaubensvorstellungen.

Was sollen denn das für welche sein? Moderne Druidenorden? Die haben ja bestenfalls eine celtische Bezeichnung gewählt, haben mit diesen aber wenig zu tun.

Zitat
Wer sind denn unsere eigenen Vorfahren?? Kelten, Germanen, römische Einflüsse?? Und die Germanen - lebten die etwa nur da, wo man heute von Deutschland / Österreich usw. spricht??

Zuerst: Es geht nicht um eine Religion „unserer Vorfahren“ weil diese unsere Vorfahren waren, es geht um diese Religion, weil sie unserer umgebenden und inneren Natur, unserer Kultur und unserer Mentalität entspricht. Da ist es egal, ob wir auch Celten im Stammbaum haben, oder sogar Römer. Unsere Sprache ist vom Germanischen gekommen, mithin war dies unserer kulturelles Standbein. Es hat hier für mich wenig Sinn, die Götter in einer Sprache anzurufen (nämlich in Celtisch oder Latein), die hier keiner mehr spricht. Unsere germanischen Vorfahren haben nun einmal die Celten vertrieben oder assimiliert; das mag man moralisch bewerten, wie man will, es ist Thatsache. Die paar Römer sind nur für Österreich und Südwestdeutschland interessant, allerdings gab es da auch nie eine echte Mischung.
Jedenfalls: Es gibt in Deutschland und Österreich keine „römischen heidnischen“ Gruppen, deren Anhänger vielleicht mein Buch als eine Anleitung ihres römischen heidnischen (eigentlich „paganen“) Glaubens mißverstehen könnten, auch keine Celtengruppen, die keine Druidenorden sind. Also besteht überhaupt keine Verwechslungsmöglichkeit.
Übrigens sind die  Worte des Titels das eine, das andere sind Bilder. Und auf dem Titelbild ist groß Óðinn dargestellt (und in Runen beschriftet). Spätestens wenn man dieses Titelbild gesehen hat, müßte man auf den Gedanken kommen, daß es um germanisches Heidentum geht, nicht um Römisches oder Celtisches. Wem das noch nicht reicht, der kann in einem Buchladen in das Buch hineinsehen (oder muß sich Kap. 1 und Inhaltsverzeichnis kostenlos von der Verlagshomepage www.kc-verlag.de herunterladen), und wird dann sehen, worum es geht. Auch bin ich ja als germanischer Priester bekannt, so daß man auch von meinem Namen her auf die Idee kommen könnte, daß es um Germanen geht. Wobei ich celtische Parallelen (etwa die Göttin Scathach bei Skaði) natürlich mit angegeben habe.

Zitat
Deine "eigenen heidnischen Forschungen" kann ich nicht beurteilen. 

Ich hatte „eigene heidnische Forschungen seit 100 Jahren“ geschrieben und die verschiedenen Heiden gemeint, die bestimmte Dinge erforscht hatten. Dazu gehöre ich zwar auch, aber nur als ein kleiner Theil unter vielen.

Lichtgruß, Geza


Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Kriss am 15. Dezember 2004, 01:27
du schreibst in deinem kapitel "heidetum" selbst darüber, dass "...bei den naturreligionen sind selbst alle werte von der natur abgesehen und mit ihr abgestimmt. ... die naturreligionen sind auch immer im werden, sie bleiben nicht statisch wie eine kunstreligion, die ja nachträglich an den lehren ihres gründers nichts mehr ändern kann. die naturreligion passt sich automatisch dem denken ihrer anhänger an und ist im steten wandel..."
das was DU jedoch fabrizierst mit unserem geliebten heidentum ist genau das gegenteilige, du machst daraus eine kunstreligion. du stellst die edda als "heiliges buch" da, du wirfst alle heidnischen überlieferungen ungeachtet ihrer herkunft in einen topf und behauptest dass das ein großes germansiches heidentum war. du achtest weder auf die natürliche entwicklung des heidentums in den letzten paar hundert jahren noch akzeptierst du, dass das germanische heidetum auch heute sich noch an das denken ihrer verehrer anpasst. ich denke da an die diskussion mit dem rauchenden wodan.
du akzeptierst lediglich deine eigene interpretation und wirfst allen anderen vor, falsch zu handeln, du lässt dich von wiccas "einweihen" und dann als allerjarsgode feiern, eine penetrante selbstbeweihräucherung.
ich kenne menschen, die "germanisches heidentum" familientradiert praktizieren und die lachen sich ins fäustchen über so eine vorgehensweise.


Kriss!

Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 16. Dezember 2004, 13:00
Hallo Kriss,

Das Heidentum ist schon eine Religion, die sich wandelt. Aber dieser Wandel kann natürlich nur von Menschen eingebracht werden, die dieses Heidentum überhaupt kennen und praktizieren, die Visionen suchen und finden und so diesen Weg ernsthaft gehen.
Meine Einschätzung ist die, daß von den Mitgliedern heidnischer Gruppen oder Foren bestenfalls 10 % diesen Weg ernsthaft gehen, die andern haben andere Motive (z. B. Mittelalterszene, Rollenspiele, Angeberei usw.). Also erst den Glauben kennenlernen und praktizieren, dann auch wandeln.

Zitat
du stellst die edda als "heiliges buch" da

Ich versuche die Edda genauso zu sehen, wie ein indischer Hinduist seine Veden sieht: Als Aufzeichnung heiliger Göttermythen. Dafür gibt es genügend Anzeichen (die Du auf www.ggg.de.vu unter "Die Edda" nachlesen kannst). Würdest Du einem Inder ausreden wollen, die Veden als heilige Schriften zu sehen? Wenn ja, warum? Vielleicht weil Du der Meinung bist, alles stammt ja doch nur von Menschen? Glaubst Du dann überhaupt daran, daß es auch Götter gibt, die solche Texte inizieren können?

Zitat
du wirfst alle heidnischen überlieferungen ungeachtet ihrer herkunft in einen topf und behauptest dass das ein großes germansiches heidentum war.

Ich will ja auch nicht z. B. den Glauben des Stammes der Svaer in der Zeit von 792 bis 818 rekonstruieren (wie das z. B. Forscher tun würden), sondern ich will heidnische Rituale, die noch heute praktikabel sind, wiederbeleben. Da kommt es nicht darauf an, in welchem Stamm das Ritual überliefert ist oder aus welcher Zeit die Quelle stammt. Es kommt nur darauf an, daß ich ein authentisches heidnisches Ritual finde. Ich bin also insofern eben doch kein Wissenschaftler, der viel mehr trennen und differenzieren muß.
Und daß die Germanen eine ziemlich einheitliche Religion hatten, sagt z. B. der Religionswissenschaftler Dr. Bemmann, aber auch Forscher wie Jan de Vries oder Wilhelm Grönbech sahen das so. Ich gehe sogar noch weiter: Auch heidnische Rituale anderer Kulturen (z. B. Nepal) unterscheiden sich oft nur geringfügig von den bei uns überlieferten Bräuchen.

Zitat
du achtest weder auf die natürliche entwicklung des heidentums in den letzten paar hundert jahren 

Doch ich berücksichtige auch volkskundliche Quellen dieser Zeit, aber echtes Heidentum wurde da ja nicht mehr ausgeübt, und die Ansätze für Neuheidentum sind zwar interessant, aber doch zu sehr vom völkischen Zeitgeist bestimmt. Ich kann ja wohl kaum die Rezeption als Quelle verwenden. Das wäre so, als wenn ein Mittelalterforscher auch die Mittelaltermarktszene als Quelle für mittelalterliche Denkweise heranziehen würde.

Zitat
ich denke da an die diskussion mit dem rauchenden wodan.

Wer Wodan zum Raucher umdefiniert (und dabei so tut, als stünde das in den Primärquellen), nur um sein eigenes Laster zu rechtfertigen (man merkt die Absicht und wird verstimmt), der betreibt Verfälschung, und daher verwehre ich mich dagegen. Ich finde es sogar abwertend, ja beleidigend. Nach meiner Vorstellung muß eine Religion den Menschen auch zum Guten anleiten und ihm helfen, seine Süchte und Krankheiten loszuwerden. Wenn man den Göttern aber derartige Süchte unterschiebt, dann würde die Religion dazu beitragen, daß diese Süchte sich weiter ausbreiten. Das darf man nicht zulassen.

Zitat
du akzeptierst lediglich deine eigene interpretation und wirfst allen anderen vor, falsch zu handeln,

Und Du? Akzeptierst Du etwa meine Interpretation? Wohl eher nicht. Jeder vertrittt nämlich immer zuerst seine eigene Meinung und Interpretation, würden andere meine Meinung und Interpretation vertreten, bräuchte ich mein Buch gar nicht zu schreiben.

Zitat
du lässt dich von wiccas "einweihen" und dann als allerjarsgode feiern, eine penetrante selbstbeweihräucherung.

Von meinen drei Einweihern war nur einer Wicca. Und "feiern" laß ich mich überhaupt nicht. Mit diesem Titel werde ich nicht gefeiert, sondern meist angegriffen.

Lichtgruß, Geza

Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 16. Dezember 2004, 17:30
Wenn man den Göttern aber derartige Süchte unterschiebt, dann würde die Religion dazu beitragen, daß diese Süchte sich weiter ausbreiten.

zumindest die shiva-anhänger in indien kiffen fleißig und behaupten, der gott tue das auch.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 16. Dezember 2004, 23:30
Hallo Dagaz,

Zitat
zumindest die shiva-anhänger in indien kiffen fleißig und behaupten, der gott tue das auch.
Deswegen bin ich ja auch kein Hinduist, sondern germanischer Heide.

Lichtgruß, Geza
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 17. Dezember 2004, 04:38
und ich bin eklektiker. bum shiva!
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Freyjatru am 17. Dezember 2004, 04:42
Hallo,


Zu den Indern... Mein Eindruck ist, dass sicher vieles sehr ähnlich ist. Besonders beeindruckt war ich beim Besuch eines Durga Tempels. Es ist schon erstaunlich, wie die Inder sie sehen. Die Parallelen zu unserer Freyja sind enorm.

Um es kurz zu machen: Wir wissen nicht, ob es in den germanischen Stämmen Goden gab, die sich "einrauchten". Tabak ist wohl auszuschließen, da wohl zur früheren Zeit nur der Hanf heimisch war.


Aber, wenn ich mir andere Religionen ansehe und stelle ich folgendes in den Raum: Der Met, darüber sind wir uns hoffentlich einig, ist der Nektar der Götter. In Indien gibt es dafür eine Entsprechung: Somras. Dieses Getränk ist den Göttern heilig. Auch wenn es durchaus Inder gibt, die der Meinung sind, dass der Alkohol den menschlichen Geist verwirrt und somit nur von Göttern getrunken werden soll, sehen es manche nicht so streng, wenngleich nicht unbedingt germanisch.


Ziehe ich weiter Parallelen, komme ich auf Shiva zu sprechen. Manche mögen zwar auch Parallelen zu Loki sehen, aber dennoch am ehesten kommt Shiva unserem Freyr gleich. Betrachtet man diverse Kunstwerke zu Shakti (Eine Form der Durga) und Shiva, wird dieses Bild noch verstärkt. Um deine konservative Haltung nicht zu verletzen, werde ich auf die Vergleiche mit dem Penis nicht eingehen...


Ich kenn viele, die Hanf als das Kraut der Freyja sehen und gerade im Bezug auf die Sinnlichkeit der Wanen, ist die Vermutung nicht unbegründet.

Wir wissen auch, dass besonders in naturbezogenen Strukturen, die Visionssuche durch Rauschmittel ein wesentliches Element war. Wichtig dabei ist: Diese Visionssuche mit dem "Zudröhnen" zu verwechseln.

Persönlich kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es unter all diesen vielen Stämmen über die Jahrhunderte keine Goden gab, die sich nicht irgendwann mal der Wirkung des Hanfes hingaben und genauso wird es welche gegeben haben, die die Wirkung dieses Krautes ablehnten.

Fazit:
Es bleibt nur mehr eines. Wenn jemand sagt: "Odin ist der rauchende Gott" dann halte ich das für gewagt, da diese Frage umstritten. Sagt jemand doch, ich sehe Odin als rauchenden Gott, weil... Ist das seine persönliche Ansicht und aus meiner Sicht ok!



Geza, nimm das jetzt nicht persönlich. Aber als ich gestern zufällig "Der Name der Rose" als Hörbuch hörte und mich gleichzeitig an den Film erinnerte, fehlt mir nur mehr der Disput eines verschollenen Buches des Snorri(statt Aristoteles) über die Komödie in den Diskussionen und ich nenne dich dann "ehrwürdiger Geza"  angelehnt an eine bestimmte Romanfigur.


F.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 17. Dezember 2004, 04:59
von den germanen weiß ichs nicht, aber die kelten haben ihren hanf z.b. in der wachau angebaut, auf den schönen sonnigen südhängen, wo heute der wein wächst. in griechischen und römischen ruinen wurden pfeifen gefunden, und tabak gabs in europa damals eben nicht. und in den siebzigern fanden archäologen im mittelmehr ein phönizisches handelsschiff, das unter anderem 100 kg haschisch geladen hatte, das noch immer von hervorragender qualität war. die wissenschaftler haben es - laut eigener aussage - vernichtet.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 17. Dezember 2004, 11:27
Hallo Freyjatru,

Unbestritten verwendeten unsere Vorfahren den Hanf, und zwar nahmen sie ihn in Schwitzhüten (Herodot) oder vielleicht auch als Rausch-Nahrung. Ich sage weder etwas gegen Rauschdrogen wenn sie kultisch und im verträglichen Maße religiös eingesetzt werden, noch habe ich Probleme mit sexuellen Fruchtbarkeitskulten. Die Inder waren da vor der englischen Zeit mal sehr freizügig, jetzt sind sie das genaue Gegentheil.
Aber ich verwehre mich dagegen, daß Cigarettensüchtige sich die Mythologie so hinbiegen, daß sie ihre Süchte (= Krankheiten) nun auch noch religiös legitimieren.
Thatsache ist, daß das Rauchen bei unseren Vorfahren überhaupt nicht bekannt war. Thatsache ist auch, daß Ódinn ein Gott auch des Atems ist, und diesen Atem durch Gifte zu verunreinigen steht zu Ódins Funktion  im krassen Gegensatz.

Lichtgruß, Geza
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Freyjatru am 17. Dezember 2004, 12:06
Unbestritten verwendeten unsere Vorfahren den Hanf, und zwar nahmen sie ihn in Schwitzhüten (Herodot) oder vielleicht auch als Rausch-Nahrung. Ich sage weder etwas gegen Rauschdrogen wenn sie kultisch und im verträglichen Maße religiös eingesetzt werden, noch habe ich Probleme mit sexuellen Fruchtbarkeitskulten. Die Inder waren da vor der englischen Zeit mal sehr freizügig, jetzt sind sie das genaue Gegentheil.

Danke für die Quelle zu Herodot. Das mit Indien kann ich bestätigen. Die Zeiten des Kamasutras sind lange vorbei.

Aber ich verwehre mich dagegen, daß Cigarettensüchtige sich die Mythologie so hinbiegen, daß sie ihre Süchte (= Krankheiten) nun auch noch religiös legitimieren.
Thatsache ist, daß das Rauchen bei unseren Vorfahren überhaupt nicht bekannt war. Thatsache ist auch, daß Ódinn ein Gott auch des Atems ist, und diesen Atem durch Gifte zu verunreinigen steht zu Ódins Funktion  im krassen Gegensatz.

Von diesem Standpunkt aus, stimme ich dir zu. Auch ich kann mir schwer vorstellen, dass Odin in Walstatt Zigaretten raucht. Persönlich würde ich auch die Wirkung des Hanfs weniger mit ihm assozieren, sondern wie gesagt mehr mit Freyr und Freyja.

F.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: merlin am 17. Dezember 2004, 13:59
Es wurde seit Urzeiten nicht nur Tabak geraucht sondern auch Steinklee und andere heimische Pflanzen, ausserdem was i net wos ihr gegn an guaten Joint hobts :freak:. im Ernst, Alle Dinge die ich zur Verdrängung von was weiss ich verwende sind zu "verurteilen" und wenns nur die "harmlose" Kronenzeitung (Bild) ist.

Und unsere Altvorderen haben diesbezüglich wahrscheinlich mehr gekannt als wir vermuten..., siehe z.B. Baumpilze, div. heimische Kräuter usw. Ob die sich jetzt "zugekifft" haben oder sie im rituellen Kontext verwendeten wissen wir nicht. Tja und nicht zu vergessen, die vielen vergorenen Safterln.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Kore am 17. Dezember 2004, 17:03
Aber mit verlaub, sie werden sich nicht andauernd das Hirn weggeblasen haben. Sonst wären sie wohl kaum ein dermaßes starkes Volk gewesen, dass die Römer in Bredoillie brachte.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 17. Dezember 2004, 19:20
Hallo Euch,

ich habe nichts gegen sinnvoll eingesetzte Rauschdrogen. Auch Wodan nutzt derartige Drogen (z. B. den Odroerir, den Wein/Met, bestimmte Kräuter z. B. Wödendunk=Wodans Stern=Wasserschierling, Berserkerdrogen wie Sumpfporst oder den Fliegenpilz), aber Er ist kein Raucher! Und daß man hier in Europa vor der Berührung mit der neuen Welt überhaupt jemals geraucht hatte, bezweifle ich. Derartige Funde sind mir nicht bekannt, und die erwähnten römischen Pfeifen könnten auch eine andere Funktion gehabt haben.

Außerdem glaube ich, daß das System selbst dafür sorgt, bestimmte Drogen (nicht nur Alkohol) in Umlauf zu bringen, um die "Untertanen" ruhig zu stellen und unliebsame Fragen und Aufruhr zu unterdrücken. Warum sind denn bestimmte Drogen gerade in der US-Armee so verbreitet, warum schafft es der Staat nicht, Drogenhandel zu unterbieten und z. B. gerade in den Haftanstalten erhält man sie noch leichter, als draußen.
Das sollten wir Heiden durchschauen und den Herrschenden einen Strich durch ihre kriminelle Rechnung machen.

Lichtgruß, Geza
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: A. am 17. Dezember 2004, 22:40
@ Geza:

Auch wenns offtopic geht....ein paar Sätze von mir kurz dazu.
Möchte aber noch sagen, daß ich Drogen generell ablehne....für mich persönlich.
Aber alleine dies wäre ein weiteres Thema.

Zum eigentlichen:
Hm, "Brot und Spiele" fällt mir zu Deiner Meinung ein.
Es braucht ein Mindestmaß an Gütern um das Volk, so wie Du schreibst,
ruhig zu stellen, dazu zählt zumindest Nahrung,(Ermöglichung der Stillung
primärer Bedürfnisse) die Möglichkeit einer Aufgabe nachzugehen, (Arbeit),
usw. sekundäre B. (nach Maslow zb.)...
...und eben die Option zu entspannen, Freizeit zu haben,
und diese zu genießen.
Oder eben vom Alltag durch diverse Mittel zu entfliehen.
Es gab speziell in den 80ern leider viel zu oft Psychopharmaka Verschreibungen
von Hausärzten...zum Glück ist hierbei die Sensibilität gestiegen..
und es wird heutzutage vermehrt auf Therapien unterschiedlicher Art
(im notwendigen Fall) zurückgegriffen.
Rauschmittel...sind vermutlich Bestandteil von Kulturen.
Zumindest die Option welche genießen zu können.
Ob dies jetzt Alkohol oder Tabak oder sonstwas ist...gleich.
Wobei aber...Substanzen die stark beeinflußen (extrem bewußtseinsändernd sind)
sehr wohl gesellschaftlich (im Gesamten, nicht in kleinen Kreisen) verpönt sind.

Daß ein offenkundiges System dahintersteht, oder gar Personen,
die dies aus politischen oder andersgearteten Motiven aktiv unterstützen,
bezweifle ich aber.

Du meinst, Drogen wären in der US-Armee so verbreitet.
Von welchem Teil der Armee sprichst Du?
Die US- Armee ist grob in drei Teile untergliedert,
sowie weiters regional in mehrere Coms.
Diese Teile arbeiten ziemlich unabhängig voneinander,
meistens sogar gegeneinander...(Rivalität unter den Verbänden),
sind aber auch über die Welt verstreut.
Was ich damit sagen will...Du kannst nicht behaupten
Drogen wären generell in der US-Armee verbreitet.
Das ist doch zu sehr pauschal geurteilt.

Was aber sicher der Fall ist...bei Einsätzen werden
vermehrt Psychopharmaka toleriert (und verteilt), wie auch
zb. je nach Krisengebiet, die Versorgung durch
heimische Rauschmittel.(toleriert)
Dies ist aber nicht im speziellen ein Ding der US-Armee...
das betrifft sämtliche Armeen der Welt.
Darüber alleine könnte jemand sicher eine Dissertation
schreiben, vielleicht tut sich ja mal wer die Mühe an.
Dies ist aber auch keine neue Erscheinung...
...und auch (ohne dies zu entschuldigen) kein Wunder.
Denn es ist zb. einem Menschen nunmal nicht
möglich drei Tage ohne Schlaf auszukommen.
(Wenn dies aber Bedingung ist, werden die
Verhältnisse dem angeglichen.)
Es hat eben jeder auch nur eine gewisse Schwelle,
bis zu der er leistungsfähig ist....und im Falle
des Falles...ist der einzelne Mann eben
nur ein Objekt, welches seine Arbeit zu verrichten
hat...nötigenfalls mit Mittel.

Die Frage, wieso es der Staat nicht schafft Drogenhandel
zu unterbieten...hm...zu wenig Kräfte dafür,
zu wenig Geld, der Job der speziell geschulten Beamten
ist zu wenig prästigeträchtig, hart und eben
wie schon gesagt, zu wenig bezahlt.
Hingegen haben die Drogenkartelle Geld und auch...Macht.
(Nur um einige Aspekte dazu anklingen zu lassen.)

In Haftanstalten erhält man Drogen nicht leichter.
Allerdings erhält man sie.
Wo potentielle Kunden sind gibt es auch Händler.
Nur kommt es hierbei auch sehr stark auf die jeweilige
Haftanstalt an. In einigen gibt es nur sowas wie
illegale Schnapsbrennereien....in anderen halt
kursieren "Medikamente" (eher üblich)
....oder eben sogar bis zum Heroin oder Koks etc.
Wer Geld hat...wird auch da einen Weg finden.
Traurig, ist aber so....und der, der nichts mehr
zu verlieren hat, für den ist es ein willkommenes Spiel.

Vielleicht kannst Du ja noch näher darauf eingehen,
was Du meinst mit "den Herrschenden einen Strich durch
ihre kriminelle Rechnung machen".

Ich sehe jedenfalls keine offenkundig Herrschenden,
die sich darüber allzu viele Gedanken machen.
Die betätigen sich eher anderswärtig kriminell...
[...Wirtschaftskriminalität oder Sonderstellungen
(sofern man dies als kriminell sieht *chch*) etc.]

Ciao,
           XVII








Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 18. Dezember 2004, 00:45
Hallo XVII,

ich meine mit dem "Strich durch die Rechnung machen", daß man beim Drogenkonsum  nicht mitmacht. Dadurch bleibt man selbstständig und kritisch, und ist in der lage, den Herrschenden ihr Spiel zu vermasseln. Ich meine aber nicht heimische natürliche Drogen rituell und in Maßen (also höchstens zu den 8 Jahresfesten) eingesetzt. Das kann man noch verantworten.
Ansonsten: Eingentlich ist das alles nicht das Thema hier.

Lichtgruß, Geza
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 18. Dezember 2004, 13:16
ich meine mit dem "Strich durch die Rechnung machen", daß man beim Drogenkonsum  nicht mitmacht. Dadurch bleibt man selbstständig und kritisch, und ist in der lage, den Herrschenden ihr Spiel zu vermasseln.

du wirst doch nicht am ende noch anarchist, geza?  ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 19. Dezember 2004, 10:52
Hallo D.,

bis zu einem bestimmten Maße war ich schon immer Anarchist.

Geza
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 20. Dezember 2004, 05:05
dieses gewisse maß tät mich jetzt interessieren.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 20. Dezember 2004, 10:13
Hallo Dagaz,

das ist hier nicht Thema, und ich gehe jetzt sowieso in die Julfereien (bis 3. 1.).

Frohes Fest und gutes neues Jahr,

Geza
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: dagaz am 20. Dezember 2004, 17:39
vielleicht können wir das ja dann im politik-forum weiterdiskutieren.
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Geza am 25. November 2008, 16:49
Information zu einer Neuerscheinung:

Kommentar zu den Götterliedern der Edda (Teil 1)

(http://www.kc-verlag.de/files/u1/edda_kommentare_klein.jpg)

Das wachsende Interesse vieler Menschen am alten Heidentum unserer Vorfahren, das damit verbundene Wiederaufleben des Alt-Heidentums und das Entstehen neuheidnischer Kulte (Ásatrú) zeigen, daß die heidnischen Mythen heute wieder auf größeres, religiös bedingtes Interesse stoßen und auf dem Wege sind, ihre einstige Bedeutung wiederzuerlangen.

Mittlerweile sind heidnische Gemeinschaften in mehreren Ländern Europas als Religionsgemeinschaften staatlich anerkannt und den Kirchen gleichgestellt. Deswegen wurde es notwendig, eine kommentierte Ausgabe der Götterlieder der älteren Edda aus heidnischer Sicht vorzulegen, die Grundlage für eine heidnische Deutung der Mythen bilden will und zur Arbeit in den heidnischen Gemeinschaften geeignet ist.

Eine neue Deutung der Edda auf einem heidnisch-religiösen Hintergrund! Der soeben erschienene erste Band der Reihe beschäftigt sich mit den Odinsliedern. Nach einer Einleitung zur Geschichte und Datierung der Edda und allgemeinen Deutungshinweisen werden folgende Lieder genauer betrachtet:

·                                 Völuspá

·                                 Grímnismál

·                                 Vafþrúðnismál

·                                 Hrafnagaldr Óðins

·                                 Vegtamsqviða

·                                 Hávamál

·                                 Loddfáfnismál

·                                 Rúnatalsþáttr Óðins

Ergänzt werden die Texte und Deutungen durch viele, zum großen Teil farbige Abbildungen u.a. aus alten Eddahandschriften und einem umfangreichen Index, um Namen und Personen in den Liedversen schnell auffinden zu können.

Dieses Buch wird der wissenschaftlichen Deutung der Edda neue Impulse geben.

Neményi, Géza von: Kommentar zu den Götterliedern der Edda - Teil 1, Die Odinslieder
ca. 264 S., Paperback viele, teils farbige Abbildungen, ISBN 9783894231330

Kann in jedem Buchladen oder beim Verlag für 29,80 Euro bestellt werden:

http://www.kc-verlag.de/neuerscheinung-goetterlieder-der-edda

Weitere Bücher von Géza von Neményi:

 

Die Wurzeln von Weihnacht und Ostern - Heidnische Feste und Bräuche (KC-Verlag 2006)

Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion (KC-Verlag 2004)

Heilige Runen - Zauberzeichen des Nordens (Ullstein 2004)

PS vom ForumsDrachen: wegen Doppelpostings wurde das vorherige Post von Geza gelöscht!
Titel: Re: Buchtipps
Beitrag von: Erik am 25. November 2008, 18:13
Schäm dich und lies deinen Ramsch doch selber, großer Gode!