ThemenForen => Polaritäten => Thema gestartet von: Werner am 04. Mai 2005, 07:11

Titel: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Werner am 04. Mai 2005, 07:11
Hallo alle

Holztiger hat in der Weibercraft vor einiger Zeit einen sehr interessanten Beitrag gebracht, den ich gerne weiter behandeln würde. Ich denke, das Thema paßt in die Polaritäten am besten rein.
Es ging Holzi in diesem Beitrag um spezifisch männliches Verhalten. Ich zitiere mal auszugsweise Einiges aus diesem Posting:

*****....aggressionspotential und lust, 10 frauen hintereinander zu vernaschen...also dieses "typisch mann"....ja das gibt es und ich kenne das auch an mir....da ist kein feines gefühl drin, da gibt es nur lustvolle gier auf sex, personenungebunden und manchesmal lust auf zerstörung, auf kampf.für mich ist es eine feinfühlige gratwanderung, diesen niederen instinkten manchesmal freien lauf zu lassen, doch sind das dinge die ich aus folgendem grund ganz für mich allein haben möchte...

...ich möchte mit der groben, gefühllosen art niemanden verletzten, also trag ich das "nur lust auf sex ohne gefühl" mit mir ganz allein aus*gg*...selbst wenn ich das gern mal mit einer frau erlebt hätte, ich glaub ich könnt das nicht aus respekt vor dem weiblichen geschlecht...das war schon immer so, seit ich sexuell aktiv bin*gg*....******


Soweit das Zitat von Holzi.

Über die Aggression und den Zerstörungsdrang kann ich nicht viel sagen. Ich kenne das eigentlich nicht an mir. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich schon immer viel körperlich getan hab, sei es durch Arbeit oder Sport oder viel Wandern. Ich denke, dass sich hier das Potential an Aggression abbaut. Nur wenn dieser Drang nach Bewegung und körperlicher Tätigkeit nicht möglich ist, dann könnte es zu einem Stau kommen, der sich dann in Aggression oder Zerstörungswut ausdrückt. Männer haben mehr die Notwendigkeit, sich körperlich zu betätigen als Frauen. Das ist im männliche Körper vorprogrammiert.

Die angsprochene lustvolle Gier nach Sex kennt wohl jeder Mann. Vielleicht ist das Wort "Gier" ein wenig übertrieben. Ich würde es lieber "starkes Verlangen" nennen. "Gier" ist so negativ belastet. Während ich an einem starken Verlangen eigentlich nichts Schlechtes sehe. - Allerdings kann dieses Verlangen schon sehr stark sein und wenn dann keine Möglichkeit zur sexuellen Ausübung vorhanden ist, dann kann es große Probleme geben. Dieses Thema hat Tolstoi in seinem Buch "Kreuzersonate" beschrieben.
Dieses starke Verlangen nach Sex und der nahezu unwiderstehlich Drang nach einem Orgasmus und nach Entleerung, der Ejakulation, ist bedingt durch die männliche Biologie. Es ist tatsächlich ein großer Druck vorhanden, der dadurch zustande kommt, dass der Samen ständig prodziert wird und sich in den Samenbläschen - das sind Ausbuchtungen im Samenleiter - staut. Dieser Stau ist für den Druck verantwortlich. Frauen kennen diese Notwendigkeit nach Sex nicht in diesem Masse.
Wenn keine Möglichkeit zur sexuellen Ausübung vorhanden ist, dann kommt es zur automatischen Leerung in einem unwillentlichen Vorgang, den man "feuchten Traum" nennt.

Diese Vorgänge sind normal und Teil des Mannseins. Da es sich hierbei um eine rein körperliche Notwendigkeit handelt, ist es zu verstehen, dass hierbei nicht  liebevolle Gefühle, Sanftheit oder Zärtlichkeit automatisch mit dabei sind. Besser gesagt: Nicht unbedingt mit dabei sind, jedoch dabei sein können! Freilich kann man total überwältigt werden von den sexuellen Gefühlen, aber das kann auch einer Frau geschehen. Dass man einer Frau bei diesem intensiven Erleben weh tun muss oder sie in aggressiver Weise behandeln MUSS, das stimmt nicht. Jedenfalls kann ich mir das nicht vorstellen, dass das so sein muss.

Ich stimme Holzi nicht zu, dass dieses Hereinnehmen von Gefühlen nicht möglich ist. Ich glaube, dass man diese starken Gefühle schon auch mit Zuneigung zu einer Partnerin verbinden kann und diese Gefühle auch teilen will und dann auch sicherlich teilen kann. Die Frage ist also eher: WILLl ich mich ganz mitteilen und WILLl ich mein ganzes Wesen preisgeben oder will ich etwas zurückhalten?

Ja, ich will sogar so weit gehen und sagen: Wenn ein Mann das nicht mit einer Frau teilen will, dann wird diese Frau niemals den Mann in seiner Ganzheit und mit allen Facetten seines Seins kennenlernen. Das ist doch eigentlich sehr schade und ich meine sogar, dass wir Männer unserer Geliebten etwas vorenthalten, wenn wir das für uns allein behalten. Es ist ähnlich wie mit der Menstruation bei der Frau. Es gibt Frauen, die halten diesen Vorgang vor ihren Männern geheim. Das finde ich schade, denn wenn ich meine Geliebte ganz kennenlernen will, dann will ich doch alles von ihr miterleben und miterfahren. Und deshalb will ich auch alles von mir mit ihr teilen.

Ich verstehe zwar schon irgendwie, was Holzi meint, wenn er sagt, er wolle diese rein sexuellen Triebe nicht teilen. Aber andererseits kann man sicherlich auch liebevolle Gefühle mit hereinnehmen. Ich könnte mir vorstellen, dass die kirchliche Beeinflussung, dass Sex schlecht ist, hier mit hereinspielt und sicherlich viele Männer prägt und beeinflußt. Holzi spricht ja auch von dem "Respekt vor dem weiblichen Geschlecht". Dies impliziert, dass er seine Triebe als schlecht und niedrig betrachtet. Wenn wir uns davon freimachen, dann sieht das alles ganz anders aus.

Ausserdem meine ich, dass auch diese Erlebnisse für eine Frau sehr beglückend sein können. Eben aus dem Grund des Teilens. Und ausserdem kann ein Mann, indem er sich so total hingibt und den Sex in so intensiver Form erlebt, seine Geliebte durchaus mitreissen in diesen Strudel der Gefühle und in ihr Gefühle wachrufen, die sie vielleicht sonst gar niemals erleben würde. Denn auch in der Frau lebt die Wildheit und sie will sich auch fallen lassen können und sich ganz ihren Gefühlen hingeben können. Und sie will sich auch den  Gefühlen des Partners hingeben. Das sind doch wunderbare Erfahrungen, die man teilt! Gerade das Teilen ist doch das Kennzeichen der Liebe. Wie soll sich eine Frau fallenlassen, wenn sich ihr Geliebter nicht ganz seinen sexuellen Trieben hingibt? Wäre wirklich mal interessant, wie ihr Frauen das seht!
Wenn man sich dann ausgetobt hat, dann kann man ja auch wieder ganz sanft und zärtlich sein. Und das ist dann auch wieder wunderschön. Und man fühlt sich verstanden und geliebt.
Diese hier beschriebenen Unterschiede zwischen Mann und Frau sind die tiefsten und wichtigsten Unterschiede. Alle anderen Unterschiede, z.B. das viel zitierte Einparken, räumliches Verstehen, sprachliche Ausdrucksmöglichkeit und dergleichen mehr, sind kleine und unbedeutende Unterschiede und sie können fast wegfallen, so unwichtig sind sie. Aber diese hier genannten Beispiele im sexuellen Verhalten und Empfinden sind die Ur-Unterschiede zwischen Mann und Frau. Wie schade, wenn wir das nicht teilen würden! Niemals werden wir uns verstehen, wenn wir uns in diesen Grund-Unterschieden nicht kennenlernen!

Also ich bin nicht für die Trennung, sondern für das Gemeinsame, wie immer es auch ist! Mal wild, mal lieb, mal ruhig und sanft, dann lang und innig und dann wieder schnell und heftig. Ja, das ist alles auch die Polarität! Und deshalb ist dieses Thema hier goldrichtig aufgehoben!

Liebe Grüße
Werner
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Holztiger am 04. Mai 2005, 07:59
sag mal werner spinnst du ein bisschen?
...so ein bisschen von hinten rum?
das funktioniert nicht, nicht bei mir, also konfrontiere ich dich damit, dass ich erstens nicht will, dass du mich zitierst und dann ohne mein wissen dinge in mein wesen interpretierst.
zweitens mangelt es diesem posting in deiner üblichen manier an meinungsfreiheit, denn wenn eine frau nicht alles teilen will, ich aber schon, so wäre das mein problem und nicht ihres...ich hatte zb. wunderschöne partnerschaften mit frauen, die ihre tage für sich behalten wollten.
deine sinnerzwingende art grenzt an nötigung und egomanie.
sei nicht so entsetzlich klug, es sind schon klügere als du ins gefängnis gekommen.
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Faith0709 am 04. Mai 2005, 08:46
@werner

ich glaube die unterschiede sind nicht so krass, denn wenn ich jetzt mal von mir aus gehe, haben auch frauen träume und phantasien die sex nicht mit liebe verbinden, sondern da geht es nur um sex und sonst gar nichts.
 ebenso ist es mit dem orgasmus, der während der nacht z.b. in verbindung mit einem intensiven traumerlebnis entsteht, auch das kenne ich. dies erfolgt während des schlafes ohne jegliches zutun und ist eigentlich sehr angenehm.
vielleicht reden frauen nur nicht so viel darüber und leben diese dinge auch nicht so aus wie manche männer, ist wahrscheinlich erziehungssache und eine sache der rolle der frau in der gesellschaft. früher wäre ja eine frau die über solche dinge offen gesprochen hätte vermutlich als hure hingestellt worden, gelinde ausgedrückt.
und auch heute kommen solche dinge nicht immer gut an. wie leicht wird man da als frau gleich schief angesehen, wenn frau sich über diese dinge frei äußert.

lg
Faith
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: cinis am 04. Mai 2005, 09:30
von Werner: "Holzi spricht ja auch von dem "Respekt vor dem weiblichen Geschlecht". Dies impliziert, dass er seine Triebe als schlecht und niedrig betrachtet. Wenn wir uns davon freimachen, dann sieht das alles ganz anders aus."

Ähm heisst das jetzt, wenn ich Respekt vor dem anderen Geschlecht habe, ich meine Triebe als schlecht und niedrig betrachte?  :stunned: :bomb: :wall: :dizzy:
Respekt is doch gesund und gut, oder? Egal ob Weiblein vor Männlein oder umgekehrt
Und wenn ich mich frei mache davon, also keinen Respekt vor dem anderen Geschlecht habe, und wild drauflos meine Geschlechtspartner mit meinen teilweise überschwenglichen oder abstrakten Trieben direkt konfrontiere, dann is es gut so?
Es gibt auch viele Menschen, die haben gerade in Ihren Fantasien und Gedanken abstrakte Vorstellungen von Sex u. Befriedigung. Und nicht jeder möchte, dass das Gegenüber diese Vorstellungen mit einem im praktischen Sinne teilt...
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Holztiger am 04. Mai 2005, 15:08
es freut mich ja viel mehr, wenn eine frau versteht, worum es mir in dem thread gegangen ist, das bedeutet mir mehr, als wenn ein alter mann nicht versteht, weil er garnicht verstehen will 8)

teilen bedeutet für mich, auf den kleinsten gemeinsamen nenner hin die dinge aufzubauen...dieser faktor ist je nach partner mal grösser, mal kleiner...so kann man in einer beziehung sehr ruhig und sanft sein, in einer anderen laut und wild...

 der anspruch, mit einem partner alles teilen können zu müssen, das führt meiner meinung nach nur zu überforderung, weil der mensch nicht so konzipiert ist, wie sich das auswirkt sieht man ja :-X :laugh:

nicht bös sein werner, nix für ungut, bei einem flotten dreier wollt ich dich echt nicht mitdabeihaben...wenn du meinst, dass ich deswegen meine triebe als schlecht und niedrig betrachte, bitteschön, ich werde meine meinung nicht ändern, deine spielart gefällt mir nicht :sneaky:

lg,
holzi
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Whitesnake am 04. Mai 2005, 16:53
Ich glaube auch das es nicht funktioniert. Ich kann mit meinen Partner nicht alles teilen, ich habe andere Interessen, andere Erfahrungen wie er usw....auch beim Sex ist es jetzt so, das er weiß was mir gefällt und ich weiß was ihm gefällt. Aber deswegen teilen wir ja nicht. Jeder hat trotzdem seine eigene Welt und das ist gut so. Sicherlich wenn ich etwas mehr Geld habe, kauf ich ihm etwas, was ich weiß das er sich wünscht oder braucht usw...
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Nirsaya am 04. Mai 2005, 21:20
Servus!  :)

So erstmal: Ich denke, genau wie Faith, dass diese "Gier nach Sex", diese Lust auf Sex frei von emotionalen Bindungen nicht nur den Männern eigen ist. Ich glaub Frauen haben das genau so... (zumindest ich...  :-X) Nur vielleicht, sagen sies ned so oft oder so...
Ich finds schön, wie Holzi es sagt, aus Respekt vor den Frauen!  :pleased:
Nur, naja ich denke mir nur Holzi, (weiß jetzt ned ob du gebunden  bist, oder frei) vielleicht fühlte ja auch mal ne frau auf genau diese weiße, genau zu diesem Zeitpunkt für dich... Wär das dann jetzt ned was anderes? ???

Wie das mit dieser Lust auf zerstörung ist. Ich denke auch das haben die Frauen, einfach mal den Drang was an die Wand zu werfen was kaputt zu machen und zu schreien... Manchmal einfach den Drang zu haben, etwas zu zerstören oder auch jemandem weh zu tun...

Die Frage ist halt, ob mans rauslässt, oder doch aus Respekt vor anderen, und auch vor sich selbst, zurückhält und versucht, dem Drang auf andere Weiße herr zu werden...


Überhaupt, im Grunde sind sich Männer und Frauen doch gleich. Diese Triebe denk ich haben wir alle. Nur leben wir sie vielleicht verschieden, bringen sich unterschiedlich zu ausdruck... ABer ob das an der Erziehung oder an den Genen etc. liegt weiß ich auch nicht recht. Vielleicht kommt da alles zusammen. ???


So das wars. Ich hoff ich hab jetzt ned irgend etwas miss verstanden... (wär ja nix neues  ;D)


Alles Liebe

Estel
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: shambir am 04. Mai 2005, 22:07
Hallo Werner!

Ich habe nun mehrere Threads von dir gelesen und werde nun auch mal meinen Senf dazu abgeben...

1. Habe ich das Gefühl, daß dich persönlich das Thema Sexualität sehr beschäftigt, warum auch immer, sei nun dahingestellt...

2. Der Titel heißt: mit dem Partner teilen... was für mich persönlich bedeutet, daß ich sehr wohl auch einen Teil für mich habe, sonst hätte ich ja nichts mehr zum Teilen - oder sehe ich das jetzt falsch?

MEINE Wahrheit ist einfach, ich habe mein Leben und je nachdem, wie mein Gegenüber, also in diesem Fall auch mein Partner ist, werde ich mich ihm öffnen, hingeben, meine - was auch immer - mit ihm teilen (das muß jetzt nicht nur die Sexualität betreffen) denn ich denke sehr wohl, daß diese alleine nicht die Partnerschaft oder Intensität einer Beziehung ausmacht...

So, das war jetzt mein Senf
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Werner am 05. Mai 2005, 00:19
Hallo alle

Ich habe erwartet, dass dieses Thema Kontroversen hervorruft. Das war ja auch beabsichtigt. Denn aus solchen Kontroversen kann man sehr viel lernen.
Leider wurde auch dies oder jenes missverstanden.
Vielleicht hat shambir das, was ich eigentlich sagen wollte, am Schönsten gesagt, nämlich:
"EINE Wahrheit ist einfach, ich habe mein Leben und je nachdem, wie mein Gegenüber, also in diesem Fall auch mein Partner ist, werde ich mich ihm öffnen, hingeben, meine - was auch immer - mit ihm teilen (das muß jetzt nicht nur die Sexualität betreffen) denn ich denke sehr wohl, daß diese alleine nicht die Partnerschaft oder Intensität einer Beziehung ausmacht..."
Selbstverständlich macht die Sexualität nicht die ganze Partnerschaft aus. Aber ich bin Realist und weiss, dass ohne befriedigende Sexualität keine Partnerschaft eine Überlebenschance hat. Es sei denn, beide sind keine sexuellen Wesen. Ich kenne jedoch niemand, der so ist. Zur Sexualtät weiter unten gleich noch mehr.

Und das weitere Zitat, ebenso wichtig nach meiner Meinung:
"Der Titel heißt: mit dem Partner teilen... was für mich persönlich bedeutet, daß ich sehr wohl auch einen Teil für mich habe, sonst hätte ich ja nichts mehr zum Teilen - oder sehe ich das jetzt falsch?"

Teilen heißt ja keinesfalls, dass man alles weggibt. Teilen heitß auch: Mitteilen. Nämlich sich mitteilen. Mit dem anderen etwas teilen.
Wer einen Partner hat, der nicht zum Teilen bereit ist, dann geht es natürlich nicht. Dann wäre ein solches Teilen auf Aufzwingen. Und dann stimme ich sogar Holzi zu, dass in diesem Falle der Respekt vor dem anderen das verhindern sollte. Ich ging halt von dem Idealzustand aus, dass beide zum Teilen bereit sind. Denn das Teilen empfinde ich als den Idealzustand einer Partnerschaft. Dass nicht jede Partnerschaft dieses hohe Ideal erreicht, das ist mir schon klar. Deshalb können andere Partnerschaften auch "recht schön" sein.

Ob man nun etwas nur für sich behält oder behalten will, das ist wahrscheinlich Geschmacksache. Und natürlich auch in der Persönlichkeit eines Menschen begründet. Es gibt halt Menschen, die bereit sind, alles zu teilen und es gibt Menschen, die dazu nicht bereit oder vielleicht sogar nicht einmal dazu in der Lage sind.
Ja, und dann kommt es dazu, dass jemand (wie Holzi) sagt: Deine Spielart gefällt mir nicht.
Nun gut, das ist nicht zu ändern. Jeder Mensch hat eine andere Spielart.
Allerdings, Holzi, frage ich mich, warum man jemand, der eine andere Spielart hat, gleich ins Gefängnis schicken will oder ihm sagen muss, dass er spinnt. Ist das nicht ein wenig gegen die Regeln, denen wir hier eigentlich doch in aller Regel folgen?
Und übrigens, wenn jeder, der ein Zitat von einem Posting bringt, erst den Autor fragen müßte, dann gäbe es keine Zitate mehr!
Also, bitte, bleibe ein wenig auf dem Teppich, auch wenn ich dich nerve (habe für das Nerven sogar Verständnis, nicht aber für Ausfälligkeiten). Ich bin jetzt nicht beleidigt, ich sage nur, dass mir diese Tonart nicht gefällt und ich so ein Verhalten auch nicht sinnvoll finde, um sachlich zu diskutieren. Solche Dinge zerstören immer alles. Das haben wir doch schon mehr als genug erfahren.

Nochmals zu shambir:
Ja, du hast Recht, das Thema Sex ist wichtig. Es ist kein Geheimnis, dass es neben dem Trieb nach Nahrung der wichtigste Trieb des Menschen ist. Wer das verleugnet oder nicht wahrhaben will, der macht sich was vor. Leider sind diese Dinge immer noch ein Rest von unserer christlichen Erziehung.
Ich persönlich finde es viel besser und ehrlicher, wenn man die Dinge beim Namen nennt und das, was wichtig ist auch als wichtig bezeichnet, also so heuchlerisch zu tun, als sei das alles unwichtig - schlimmer noch, zu meinen oder durchscheinen zu lassen, es sei schlecht oder dreckig oder abartig.
Ich frage mich, wann wir endlich von diesen Prägungen der Kirche wegkommen!

LG
Werner
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: 93! am 05. Mai 2005, 00:56
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Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Werner am 05. Mai 2005, 05:00
Hallo Entropie

Ja, ich verstehe schon, wie du das meinst.
Aber mit diesen schnellen und kurzen sexuellen Erlebnissen geht auch einiges verloren. Sex wird daurch zum Freizeitvergüngen.

Nun gut, das kann es ja auch sein.

Aber ich will mal einen anderen Gedanken dagegen setzen:

Wenn wir uns sexuell austauschen, dann geben wir ganz viel von uns her. Es ist das Intimste, was wir haben. So etwas will ich nicht einfach schnell mal so nebenbei mit jemand teilen.
Ja, für mich ist Sex schon etwas Besonderes. Und deshalb will ich das nur mit meiner Frau teilen. Nur dadurch kann man dieses tiefe und befriedigende menschliche Gefühl erleben.
Vieleicht ist das heute anders. Vielleicht ist dieses Gefühl verloren?

Diese Leichtigkeit, die du ansprichst, das kann man in einer festen Partnerschaft ja auch erleben. Ja, man sollte es eigentlich immer so erleben. ABer gleichzeitig auch tief.
Ja, jetzt weiss ich nicht, ob du mich verstehen kannst?

Wenn man sich jahrelang oder gar jahrzehntelang kennt, dann braucht man ohnehin nicht darum herumreden. Dann genügt eine Berührung oder ein Blick und man weiss, was der andere will und wie er oder sie das aufnimmt. Da braucht es überhaupt keine Worte mehr. Diese tiefe Kennen ist das Schönste, das ich mir vorstellen kann. Ich kann mir diese Leichtigkeit nicht mit einem Menschen vorstellen, den ich nur flüchtig kenne.

LG
Werner
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Holztiger am 05. Mai 2005, 09:43
@werner

zitieren is ja ok, dann aber so übel zu interpretieren...ohne den verfasser darüber zu informieren, dass er auch dazu stellung nehmen könnte, falls er das überhaupt will...naja...ich denk mir dazu meinen teil und in dem fall hab ich es dir halt auch gesagt...das mit dem gefängnis ist ein russisches sprichwort, das du falsch verstanden hast...es ist ja grad die meinungsvielfalt, die wir hier alle schätzen, ein anderer mag deinen stil lieben...sachliche diskussion ok, falls dir was unklar ist an den dingen die ich schreib, kannst du mich auch fragen anstatt mir deine alleserklärende kirchliche verklemmtheit anzudichten, da werd ich sauer und dann reagier ich auch etwas eigen :sneaky:

und sonscht...

...ob das was anderes wäre, wenn mir eine frau gegenüber so empfindet? hmmm...
das erinnert mich spontan an etwas...an eine freundin, die ihren freund regelmässig betrogen hat im sommer...betrogen deshalb, weil sie streng auf treue geschworen haben...mit ihr hab ich oft über sex geredet, genau über diese dinge, die man in einer beziehung dem partner zuliebe vielleicht nicht auslebt oder aber auch, dass es nicht "typisch männlich" sondern auch für eine frau ganz normal ist, mal einfach nur bock auf sex zu haben, ohne sich dabei grossartig gedanken über das morgen zu machen...nicht alles so tierisch ernst nehmen..nachdem wir uns schon länger gekannt haben, hat mich genau diese freundin total damit überrascht an einem abend von wegen "störts dich wenn ich dir ein bisschen näher komm"...  :P ...war eine geile nacht und wir haben stundenlang, die ganze nacht durch ziemlich oft miteinander geschlafen, was man ja normalerweise auch nicht macht in einer beziehung, zumindest nicht jede nacht bis zur totalen erschöpfung*gg*...am nächsten tag total arge kreislaufbeschwerden...das hat voll gepasst, für sie genauso wie für mich und mehr ist nicht draus geworden, da blieben keine fragen offen...aba wie oft erlebt man sowas?*gg*

wenn man aber jemanden nicht kennt, gibt es hundert fragen, die man nicht gleich beim ersten kennenlernen stellt meistens und das ist auch gut so*gg*
der wesentliche charakter eines ons ist wohl nicht viel zu reden, schnell zur sache zu kommen...
das hatte ich einmal mit dem irrtum, dass jenem mädl überhaupt nichts klar war, halt nicht so wie mir und damit hab ich sie ganz schön verletzt...sie meinte bei ihr daheim wäre es halt schon so, dass wenn man miteinender schläft, dass man dann auch zamm ist...

viele typen scheissen sich in der beziehung überhaupt nichts...ich denk über sowas dann halt nach und finds halt nicht so toll, jemandem wehzutun, nur um sex gehabt zu haben wobei ich diesen anspruch nur für mich erheb, ich bin da kein moralist, der sagt, dass ein ons jetz schlecht wär bzw. gleiches recht für mädls wie für jungs, eh klar....redet man aber zuviel, dann kann man das ganze sowieso vergessen.
wenn ich mir so anhör, was freunde und freundinnen so an enttäuschungen erleben mit ons, denk ich mir dann oft, dass sich das ganze eigentlich nur im kopf abspielt...und weil auch sowas kurzes und schnelles wie ein ons etwas ist, das man mit einem partner teilt, wird es kompliziert, wenn man nicht offen über die dinge redet...

lernt man wen kennen, den man reizvoll findet, ist es allerdings ja nicht nur der gedanke an sex,...so zumindest meine erfahrung...

doch...einfach nur sex...die vorstellung im kopf macht mir manchmal spass und da find ich garnichts schlechtes dran...in der realität braucht es dann meist aber doch etwas mehr , an reiz, an vertrautheit, an...whatever...damit da vielleicht was draus wird und genau das ist der punkt wo ich dann halt sag, da mach ich meine "wilden phantasien", die ich mit einem partner nicht teile, lieber mit mir selber aus...da gibts keine missverständnisse und ich hab auch spass beim sex mit mir, ganz allein, völlig unkompliziert ;D

lg,
holzi
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Betty am 05. Mai 2005, 16:03
Teilen, Mitteilen ist in ner Partnerschaft schon wichtig, nicht nur im Hinblick auf Sex. Aber ich finde es genauso wichtig ein paar Geheimnisse ganz für mich allein zu haben. Dinge, die ich niemlas irgendjemandem preisgeben würde. Das muss nix grossartiges sein, (nee, ich hab niemand ermordet, auch keine Bank ausgeraubt ;D), aber es gibt schon Phantasien, Gedanken,Dinge, die ich gesagt oder getan habe, die nur mir allein gehören. Und das respetktiere ich bei anderen auch. Zuviel Nähe kann auch erdrücken. Ich hab mal den schönen Satz gelesen, man soll in einer Partnerschaft drauf achten, dass der Wind immer noch zwischen beiden hindurch wehen kann.
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Werner am 06. Mai 2005, 00:09
Hallo Holzi
Jetzt komme ich dahinter, dass du was ganz anderes gemeint haben könntest (sicher bin ich mir allerdings immer noch nicht). Insbesondere das letzte Posting von Betty hat mich auf diese Fährte gebracht.
Tut mir leid, manchmal versteht man sich halt nicht, weil die Ausdrucksweise fremd ist. Vielleicht ist es der Generationenunterschied und somit die andere Ausdrucksweise? Weiss nicht, könnte sein. Ist ja nur mal so ein Gedanke. Jedenfalls verstehe ich bei Betty immer jedes Wort, aber bei dir gibt es immerzu Missverständnisse. Aber es gibt ja auch verschieden Wellenlängen. Wir passen halt nicht so gut zusammen.

Jedenfalls sehe ich jetzt, dass du von Gedanken, Phantasien und dergleichen geredet hast. Von mir aus auch von Selbstbefriedigung. All das ist natürlich für mich kein Problem.

Ich verstand dich so, dass du deine Wildheit im Sex vor lauter Rücksichtnahme oder gar "Respekt" mit deiner Partnerin nicht teilen wolltest. So kam das bei mir rüber. Hätte ich gezweifelt, dass es nicht so sein könnte, hätte ich nachgefragt. Aber deine Aussagen waren von mir aus gesehen ganz klar. Also tut mir leid, das war ein ganz arges Missverständnis.

Oder habe ich jetzt schon wieder alels missverstanden???

Ein weiterer Grund für Missverständnisse könnte auch das Wort "Partnerschaft" sein. Wenn ich von einem Partner spreche, dann meine ich jemand, mit dem ich zusammenlebe für längere Zeit, Jahre vielleicht. Sonst würde ich das nicht als Partnerschaft bezeichnen.
Mag sein, dass ihr hier von Partnern sprecht, wenn es um eine flüchtige Bekanntschaft geht oder um ONS. Wenn dem so wäre, dann würden wir ja ständig aneinander vorbei reden! Ausschliessen will ich das nicht.

Hallo an die anderen

Ich habe mir noch ein paar Gedanken gemacht, warum shambir von mir meint, Sex sei für mich sehr wichtig.
Ja, ich sagte schon, dass Sex wichtig ist. Aber sicher für mich nicht wichtiger als für andere.

Etwas anderes ist für mich wichtig und das hat natürlich mit Sex auch zu tun. Nämlich die Liebe beim Sex. Die Verbundenheit. Deshalb lehne ich einen ONS ab. Ich kann das leider nicht einmal nachempfinden, wie das ist, mit einer Frau, die man kaum kennt, ins Bett zu gehen und alles zu teilen. Ich glaube, es swürde mich eher grausen als dass ich es interessant fände. Ich könnte nicht, oder auch nicht einmal ein wenig zu teilen mit einer relativ fremden Frau, was nach meinem Empfinden das Intimste ist, das ich habe.
Es ist also für mich ganz besonders wichtig, dass Sex mit der Liebe verbunden ist, dass Sex der größte Ausdruck der Liebe ist. Dass dies eine Möglichkeit ist, ganz nah zu sein und sich - wie es im Alten Testament so schön heißt -  zu erkennen.
Sex als Freizeitbeschäftigung oder nur so mal zum Spass und zwischendurch, das finde ich nicht gut. Denn das raubt dem Sex die Schönheit, die Tiefe, die Intimität. Sex ist eben nicht dasselbe wie zusammen Essen oder so etwas.

Ich bin hier wahrscheinlich sehr altmodisch in dieser Ansicht. Aber ich weiss, dass es auch sehr junge Menschen gibt (alle meine Enkel z.B.), die ebenso denken. Also kann  es nicht nur altmodisch sein. Denn meine Enkel sind 18-22, also wirklich junge Menschen von heute.
Das heißt jetzt alles nicht, dass man sich in einem Partner irren kann. Irren ist menschlich. Und es heißt auch nicht, dass man unbedingt bei einem Partner bleiben muss, wenn es nicht - oder nicht mehr - klappt. Jedoch ist für mich eine Bereitschaft für längere Zeit zusammen schon wichtig und die Voraussetzung für Sex.

Wenn wir Sex so freizügig mit allen möglichen Menschen geniessen, dann ist das wie eine Inflation. Er wird immer weniger wert.
Ich weiss, dass Viele heute anders denken. Aber ich sehe auch, dass viele ältere Leute heute, die damals in den 60-ern ihre sogenannte Freiheit und den freien Sex und das Austoben mit allen möglichen Partnern so lautstark hinausposaunt haben, heute sehr unglücklich sind. Es sind Menschen, die mir sehr nahe sind und die ich sehr gut kenne, deshalb kann ich mir das Urteil erlauben.
Diese Menschen leben in Depression, da sie die Einsamkeit nicht mehr ertragen. Denn nach einer echten Partnerschaft hatten sie ja gar nicht Ausschau gehalten in ihren wilden Jahren. Und auf einmal war es zu spät. Es gab keine Partner mehr! Sie waren zu alt geworden.

Und wenn ich mir dann mein eigenes Leben ansehe und wie zufrieden und glücklich und auch gesund und energiegeladen ich bin und ebenso meine Frau und vergleiche mit diesen anderen Menschen, die jeden Tag ihre Pillen schlucken, damit sie den nächsten Tag überstehen, dann komme ich einfach zu der Erkenntnis, dass mein Weg der richtig war.
Und dann erzähle ich euch davon. Aber das nennt man dann "belehren". Dabei will ich niemand belehren, sondern nur darauf hinweisen, welche Folgen ein bestimmtes Verhalten hat.
Mit der natürlichen Lebensweise (siehe den anderen Thread) ist es ebenso. Ich will niemanden belehren. Ich will nur sagen, dass man gesünder ist, wenn man natürlicher lebt und somit auch später im Alter noch Freude am Leben hat.
Viele werden das alles nicht lesen und hören wollen. Ist ja in Ordnung. Ich zwinge ja keinen, meine Postings zu lesen.
Wenn dann aber jemand schreibt, ich solle doch bitte mal ein Rezept schicken, wie mal selbst Brot backen kann, dann freue ich mich. Denn dann hat wenigstens diese eine Person etwas von meinem Posting gehabt.

Das war mir mal ein Bedürfnis, diese Dinge klarzustellen.
Liebe Grüße
Werner
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Holztiger am 06. Mai 2005, 08:50
betty bringts hier auf den punkt und ganz richtig werner, ein ganz grobes missverständnis...die dinge sind halt nicht immer die, die sie zu sein scheinen, vielleicht lernst du ja was draus;)

es gibt indigene kulturen, da dürfen sich die jungen ohne einschränkung miteinander aufführen, wie es ihnen spass macht...
nachdem sie sich sexuell ausgetobt haben, wählen sie ihre lebenspartner...und das funktioniert.

bei uns heiraten viele mit 20 und kommen mit 30+ drauf, dass sie etwas nachzuholen haben, was oft scheidung, schulden und viele andere probleme nach sich zieht.

gerade darum halte ich es für so wichtig, sich erst einmal auszuleben und sich dann erst über längerfristige partnerschaft gedanken zu machen, sich nicht zwanghaft in erwartungen hineinzupressen sondern die dinge vielmehr langsam auf sich zukommen zu lassen und dabei immer beobachten...wie gehts mir damit...passt das so für mich, anstatt "werde ich den erwartungen gerecht" und sich genau darüber auch mitzuteilen...um eben  auch zu wissen, was der partner will...bei einem offeneren umgang mit solchen dingen kann man sich viele troubles ersparen, ich beobachte an mir selbst, dass ich da noch einiges dazulernen kann...

dieses ausleben hat aber nichts mit den phantasien zu tun, die ich in dem posting angesprochen hab...10 frauen hintereinander zu vernaschen, omnipotenz, frauen wie ein objekt zu behandeln...ja das gibts und solche gedanken sind mir halt auch nicht fremd...
teilen möchte ich das jedoch nicht, der lustgewinn daran ist etwas, das mir allein gehört, eben aus respekt vor dem weiblichen geschlecht. bei sex mit einem partner verwöhne ich gern, da ist mein lustgewinn vielmehr, die individuelle weibliche extase zu erwecken und das geht halt nicht so schnell wie selbstbefriedigung, alles klar? 8)

lg,
holzi
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: cinis am 06. Mai 2005, 11:19
aber gibts nicht auch viele "ältere" Menschen, die sich auch erst mit 50 oder 60 getrennt haben? Und dann "einsam" sind? Vielleicht sind manche Menschen einfach nicht dazu geeignet, in einer Partnerschaft zu leben?
Tja, und die Männer sterben meistens früher als die Frauen - nicht nur wegen des meistens vorkommenden Altersunterschiedes. Dann ist die Frau ja auch einsam, vielleicht oft jahrelang?
Muss ich unbedingt unglücklich und einsam sein, wenn ich keinen Partner habe?
Alles hat irgendwann ein Ende. Egal wie, aber ich muss mir im Klaren sein, dass es morgen aus sein kann. Egal aus welchem Grund. (das heisst jetzt nicht, dass ich mich fertig mache deswegen - im Gegenteil) Auch wenn man mit 40 oder 50 erst einen Partner findet, heisst das noch lange nicht, dass man mit dem mit 80 noch zusammen ist (und in 40 Jahre kann noch verdammt viel passieren) Man darf an Trennungen nur nicht hängenbleiben und glauben das Leben sei ohne dem Partner wertlos. Deshalb finde ich es verdammt wichtig, neben der Partnerschaft auch ein eigenes Leben zu führen, eigene Interessen, eigene Gedanken.
MACHEN WIR UNS NICHT SELBER IM GEDANKEN EINSAM?

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Sex mit "flüchtigen Bekannten" verdammt spannend sein kann. Natürlich hab ich mir da meine Partner auch gut ausgesucht (also keine ganz wildfremden) aber es gab darunter auch einen, der kein Wort Deutsch oder Englisch gesprochen hat...hehe, ich muss heute noch grinsen wenn ich daran denke. Und es war verdammt gut - bin auch in seinen Armen eingeschlafen und wieder aufgewacht. Es war wie ein kleiner Traum - beide wollten es so. (Vielleicht ist es manchmal auch besser, wenn man sich nur mit Blicken und Taten verständigt als mit Worten  ;D) Mit manchen anderen nicht anders.
Vielleicht hatte ich da auch Glück, denn von meinen bisherigen Sexualpartnern war ich nur mit drein zusammen *g* - aber jeder hat mich mit großem Respekt behandelt. Wie was besonderes.
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Holztiger am 06. Mai 2005, 12:00
hey cinis;)

das mit dem ende ist auch so ein punkt...ganz wichtig...ich führ mir das auch immer wieder vor augen...das ende meines lebens steht da ganz oben...das ende einer partnerschaft... steht auf dem weg dahin...
was das alleinsein angeht...seh ich ganz genauso...man kann allein sein und muss deswegen noch lange nicht einsam sein...
gerade bei partnerschaften, die sowieso, aus welchen gründen auch immer, bewusst und zeitlich begrenzt sind, führ ich mir das vor augen und...geniesse dadurch jeden tag...umso mehr...sei es eine urlaubsaffaire...mir käme es auf jedenfall nicht in den sinn, wenn es grad passt, dann bloss nichts miteinander anzufangen, weil....whatever
das eigene leben leben, sich nicht über beziehungen definieren...und geniessen...wobei ich es schon als etwas besonderes sehe, wenn es da menschen gibt, mit denen man ein längeres stück weg gemeinsam geht und ebenso menschen, denen man nur kurz an einer kreuzung begegnet...ich kenn mich gut in der geisterwelt aus, frauen aber überraschen mich immer wieder und zwar so, dass ich garkein kuchenrezept habe so wie werner zb ;D...einerseits hätt ich so ein rezept gern, besonders wenn mir alles um die ohren fliegt, andererseits doch nicht und da ich frauen einfach spitze find, verzicht ich lieber auf rezepte und geniesse die dinge, so wie sie sind*gg*
ich denk mir zwar schon oft, dass ich mich auch einestages in die riege der familienväter einreihen und mit einer frau, die ich liebe, alt werden mag, aber ich hab da nicht so einen druck, dass ich in angst und panik verfall, wenn dem nicht so ist und alles ganz anders kommt...
ich bin mir da zumindest durchaus bewusst, dass ich kein familienvater bin, weil ich halt noch nicht so weit bin und das ist auch ok und ich hab dabei echt nicht dass gefühl, dass mir deswegen etwas abgeht :P

was die flüchtigen begegnungen angeht...ich finds ja eh voll ok...wenn es dabei etwas übles gibt, dann sind das nur die gedanken derer, die das moralisch verdammen.....ich kann halt nur sagen, dass ich sowas nie wirklich zusammengebracht hab, selbst wenn ich es wollte :laugh: ...immer erst ein bisschen mehr zeit als einen abend gebraucht hab, jemanden näher kennenzulernen(wobei es mir da auch schon öfter mal passiert ist, dass mir mit dem näherkennenlernen die lust vergangen ist), die menschen sind halt alle aus einem anderen holz gestrickt*gg*

lg,
holzi
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: cinis am 06. Mai 2005, 12:09
 ::)
Hallo Tigga,
darf ich mal fragen wie alt du bist?
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: cinis am 06. Mai 2005, 12:14
also wenn ich es nur "darauf angelegt" habe, ein sexuelles Erlebnis mit jemanden zu haben, wollte ich garnicht so genau wissen, wie der wirklich ist. Denn so teile ich nur den Moment mit demjenigen, und der Rest ist ein großes Geheimnis, in das man sich viel hineindichten kann, so bleibt man ohne Vorurteile, und so war es für mich wirklich wie ein Märchen. Also eiinfach nur eine wunderschöne Nacht, ohne negative Worte, Gedanken oder Erlebnisse. Und demjenigen gegenüber hatte ich keine Verpflichtungen oder sonstiges. Einfach nur Träumen. Es mag natürlich für jeden anders sein. Ich möchte es aufjedenfall nicht missen. Also wenn ich sogenannte "one night stands" (ich finde die Beschreibung mit diesen Wörten aber eher nicht wirklich ansprechend) nicht gehabt hätte, würde ich sagen, hätte ich was versäumt.  8)
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Holztiger am 06. Mai 2005, 12:29
tja cinis...das mit dem garnicht so genau wissen wollen klingt als vorraussetzung für einen ons ja ganz gut...
ich hab da bloss diese extrem empathische ader, die das ein bisschen verhindert*gg*
manche leute haben sogar schon geglaubt, ich würde sie über einen gemeinsamen bekannten oder so kennen, weil ich einfach so - sehr intime details aus ihrem leben reinbekomm und sie darauf angesprochen hab...was solls...das is halt der nachteil von der gschicht*gg*...mittlerweile sprech ich die leute nimmer an, ich blend das aus, es sei denn ich werd gefragt oder es ist wirlich nützlich...beim näherkommen isses jedoch vorbei mit der empathie-ausblendoption*gg*
ich bin übrigens fast ein dritteljahrhundert alt, ganz genau scharfe 30, falls dus ganz genau wissen magst  :)

lg,
holzi
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: rivka am 06. Mai 2005, 15:49
Hallo + MM@all

Werner: Frauen kennen diese Notwendigkeit nach Sex nicht in diesem Masse.
Äh. Bist du da ganz sicher? Ich halte inzwischen die unerschöpfliche Potenz + Lust des Mannes für eine der erfolgreichsten Legenden des Patriarchats....jahrhundertelang ist es den Jungs gelungen, ihre sexuellen Inferiritäten unter den Teppich des kulturverordneten Schweigens zu kehren, der zum Glück löchrig geworden ist, + so erfährt man/frau, dass, vom sexuellen Vermögen + der Lust auf Sex her gesehen, nicht wenige Frauen es vorziehen würden, mehr als einen Mann zu haben, weil der eine einfach nicht so oft kann, wie sie möchten - eine Frau kann also jederzeit (naja, vielleicht nicht JEDER Zeit) mit mehreren Männern teilen, wohingegen ich es sehr aufschlussreich finde, dass es zum Beispiel den Muslimen im Prinzip erlaubt ist, mehrere Frauen zu haben, unter der Bedingung, dass sie keine ihrer Frauen sexuell vernachlässigen, weshalb es denn dann männlicherseits bei einer Frau bleibt, im Prinzip ;D

Es ist ja nicht umsonst so, dass eine Frau eine Nebenbeziehung ihres Partners oft deswegen entdeckt, weil dieser im heimischen Bett nichts mehr zu Stande bringt. Könnte einer Frau nie passieren 8)



Holztiger: der anspruch, mit einem partner alles teilen können zu müssen, das führt meiner meinung nach nur zu überforderung, weil der mensch nicht so konzipiert ist, wie sich das auswirkt sieht man ja.
Ja, das seh ich auch so. Wenn mein Partner zu mir sagt: "I want to share this with you! hört sich das oft genug für mich eher an wie eine Drohung ;) und ich denk: Scheisse, soll das heissen, dass ich mir diesen Film wirklich ansehen muss, diesen Artikel wirklich lesen? Besonders, wenn ich gerade schreibe + mit meinen Gedanken in einer ganz anderen Welt weile, fühle ich mich einfach, unter dem Deckmäntelchhen des Teilenwollens, anderen Prioritäten untergeordnet.
 

Werner: Aber ich bin Realist und weiss, dass ohne befriedigende Sexualität keine Partnerschaft eine Überlebenschance hat.
Lieber Werner, ich war zwanzig Jahre glücklich verheiratete, und ich finde es heute noch dankenswert, dass mein Mann und ich FREUNDE waren. Dreizehn Jahre von diesen zwanzig hatten wir keinen Sex, aber zwanzig von den zwanzig Liebe, + ich wüsste nicht, etwas vermisst zu haben :)
 

Chris: aber gibts nicht auch viele "ältere" Menschen, die sich auch erst mit 50 oder 60 getrennt haben? Und dann "einsam" sind? Vielleicht sind manche Menschen einfach nicht dazu geeignet, in einer Partnerschaft zu leben?
Tja, und die Männer sterben meistens früher als die Frauen - nicht nur wegen des meistens vorkommenden Altersunterschiedes. Dann ist die Frau ja auch einsam, vielleicht oft jahrelang?
Muss ich unbedingt unglücklich und einsam sein, wenn ich keinen Partner habe?
Alles hat irgendwann ein Ende. Egal wie, aber ich muss mir im Klaren sein, dass es morgen aus sein kann. Egal aus welchem Grund. (das heisst jetzt nicht, dass ich mich fertig mache deswegen - im Gegenteil) Auch wenn man mit 40 oder 50 erst einen Partner findet, heisst das noch lange nicht, dass man mit dem mit 80 noch zusammen ist (und in 40 Jahre kann noch verdammt viel passieren) Man darf an Trennungen nur nicht hängenbleiben und glauben das Leben sei ohne dem Partner wertlos. Deshalb finde ich es verdammt wichtig, neben der Partnerschaft auch ein eigenes Leben zu führen, eigene Interessen, eigene Gedanken.
MACHEN WIR UNS NICHT SELBER IM GEDANKEN EINSAM?


Ich glaube, dass, wer nicht wirklich ALLEIN leben kann, ohne EINSAM zu sein, auch nicht GEMEINSAM leben kann, ohne abhängig zu sein. Abhängigkeit + Anhänglichkeit sind aber nicht Liebe, obwohl sie oft mit dieser verwechselt werden. Wenn mir wer sagte, er könne ohne mich nicht leben, würde ich mich schleunigst aus dem Staub machen.
 

Chris: Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Sex mit "flüchtigen Bekannten" verdammt spannend sein kann. Natürlich hab ich mir da meine Partner auch gut ausgesucht (also keine ganz wildfremden) aber es gab darunter auch einen, der kein Wort Deutsch oder Englisch gesprochen hat...hehe, ich muss heute noch grinsen wenn ich daran denke. Und es war verdammt gut - bin auch in seinen Armen eingeschlafen und wieder aufgewacht. Es war wie ein kleiner Traum - beide wollten es so. (Vielleicht ist es manchmal auch besser, wenn man sich nur mit Blicken und Taten verständigt als mit Worten  ) Mit manchen anderen nicht anders.
Vielleicht hatte ich da auch Glück, denn von meinen bisherigen Sexualpartnern war ich nur mit drein zusammen *g* - aber jeder hat mich mit großem Respekt behandelt. Wie was besonderes.


Diese Erfahrung habe ich auch gemacht...genau so :pleased:


LG + BB
riv



P.S.: Mir scheint, dass in diesem ganzen Gespräch über das Teilen implitiert wird, dass man/frau nur mit EINER Person zur Zeit teilen könne. Das glaube ich nicht.

LG
 
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: windrider am 06. Mai 2005, 17:21
@Rivka

"Ich halte inzwischen die unerschöpfliche Potenz + Lust des Mannes für eine der erfolgreichsten Legenden des Patriarchats....jahrhundertelang ist es den Jungs gelungen, ihre sexuellen Inferiritäten unter den Teppich des kulturverordneten Schweigens zu kehren, der zum Glück löchrig geworden ist, "

Ohweh. :sad1: Der Mann, ein Missgriff der Schöpfung. ;D

"dass es zum Beispiel den Muslimen im Prinzip erlaubt ist, mehrere Frauen zu haben, unter der Bedingung, dass sie keine ihrer Frauen sexuell vernachlässigen, weshalb es denn dann männlicherseits bei einer Frau bleibt, im Prinzip"

Ahja. Wo steht denn das bitte ? Mein Tipp für ein erfülltes Sexualleben und weibliche Selbstverwirklichung: Moslem heiraten
(am besten einen der schon 2 Frauen hat, das bürgt für Qualität) :laugh:

Es gab da mal eine Diskussion am runden Tisch in welcher ich zum Schluss kam dass das männliche Begattungsvermögen eng mit dem Thema Polarität verknüpft ist. In der Zwischenzeit wurde das experimentell überprüft und die Resultate sprechen eine recht eindeutige Sprache. Wie das im Detail zusammenhängt kann ich hier leider nicht ausbreiten weil's nämlich ein Mysterium (TM :laugh:) ist und das muss jeder für sich selber finden. Was mich wundert ist,dass der alte Polarfuchs noch nix dazu gesagt hat. Oder ist ihm das gar entgangen ? Hm ?

Im Grossen uns Ganzen bin ich jedenfalls geneigt Dir rechtzugeben Rivka denn das was du so von Dir gibst deckt sich mit den Aussagen
der meisten Frauen mit ein bisschen Erfahrung. Aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich sagen dass das sexuelle Bedürfnis der Frauen nach der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs gemessen nicht unbedingt grösser ist nach dessen Qualität gemessen allerdings schon.  ;D Daraus resultieren auch die angesprochenen Probleme. Wie diese zu lösen sind muss Mann allerdings selbst rausfinden
(s.o.) oder andernfalls in den sauren Apfel beissen :laugh: und auf tatkräftige Unterstützung durch Briefträger und Stromableser
hoffen. Nur Deine Vergleiche (Moslems) und Verallgemeinerungen (sexuelle Inferioritäten) die gefallen mir nicht.

Liebe Grüsse
Windrider       


 
 


 
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: rivka am 06. Mai 2005, 17:30
Hallo Windrider,

ganz schnell im Abflug: Verallgemeinern wollte ich bestimmt nicht, aber ich glaube, mich zu erinnern, dass es diese Bedingung der Erfüllung der sexuellen Bedürfnisse der Frau(en) eines Mannes tatsächlich gibt, kann sein, es steht irgendwo im Koran, und ich fand + finde diese Einstellung sehr vernünftig - das hat doch nichts mit Verallgemeinerung zu tun?

Was die sexuelle "Unterlegenheit" betrifft, so ist sie tatsächlich biologisch vorhanden: die Frequenz der Orgasmen bei einer Frau ist potenzeill höher, und eine Frau benötigt keine Ruhepause, um sich nach einem Geschlechtsverkehr für den nächsten zu erholen - eine Pause, die sehr junge Männer auch noch kaum benötigen, die aber mit zunehmendem Alter länger wird.

Jedenfalls, so lange sie darauf bestehen, ihren Penis zu benutzen :stunned:


LG riv
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: windrider am 06. Mai 2005, 18:21
Hallo

"ganz schnell im Abflug: Verallgemeinern wollte ich bestimmt nicht, aber ich glaube, mich zu erinnern, dass es diese Bedingung der Erfüllung der sexuellen Bedürfnisse der Frau(en) eines Mannes tatsächlich gibt, kann sein, es steht irgendwo im Koran, und ich fand + finde diese Einstellung sehr vernünftig - das hat doch nichts mit Verallgemeinerung zu tun?"

Na. Das war ein schlechter Vergleich denn so isses nie gelaufen und so läufts auch heute nicht.....

"Was die sexuelle "Unterlegenheit" betrifft, so ist sie tatsächlich biologisch vorhanden: die Frequenz der Orgasmen bei einer Frau ist potenzeill höher, und eine Frau benötigt keine Ruhepause, um sich nach einem Geschlechtsverkehr für den nächsten zu erholen - eine Pause, die sehr junge Männer auch noch kaum benötigen, die aber mit zunehmendem Alter länger wird."


Naja, wahrscheinlich hast eh recht. Eine Frau sexuell wirklich zufriedenzustellen ist echt keine leichte Aufgabe aber da gehts jüngeren Männern (<25) meist auch nicht besser. Um jetzt mal ein bissl sarkastisch zu werden: es hängt halt wie so oft im Leben an der Motivation ;D.

"Jedenfalls, so lange sie darauf bestehen, ihren Penis zu benutzen"

Ich würde schon s e h r drauf bestehen. :wink1: Der Rest mag ja auch recht nett sein ist imho aber "Beiwerk" (so wie der Schlagrahm beim Apfelstrudel hmmm)

LG
W.


Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Betty am 07. Mai 2005, 09:25
Hängt vielleicht auch einfach mit dem Training zusammen, so wie bei jedem Sport. ;D
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: rivka am 07. Mai 2005, 14:09
Der Rest ist Beiwerk? Mein Gott, Windrider :stunned:
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Betty am 07. Mai 2005, 20:32
Wieso? :confused:
Gibt auch Frauen, die Apfelstrudel lieber ohne Schalgrahm mögen. :pleased: Manch eine hat ne puristische Ader und beschränkt sich gern aufs wesentliche. ;D
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Werner am 08. Mai 2005, 01:42
Also was ich hier alles gelesen habe, das ist schon sehr bedenklich.

Ich werde mich aus verschiedenen Gründen an dieser Diskussion nicht mehr beteiligen.

Sex ohne Gesicht und Namen, das ist purer Konsum. Wenn keine Liebe dabei ist, dann ist das der reine Materialismus.

Ja, Sex ist was Heiliges. Aber nur, wenn die Liebe mit dabei ist. Sonst, wie gesagt, Konsum, nach dem Motto: Ich will alles haben. Und das nach Möglich gleich jetzt sofort! So wie man heute alles konsumiert: Freizeit, Urlaub, Essen. So auch den Sex.

Jemand sagte: Ich will diese Erlebnise (Sex ohne Liebe, ONS etc.) nicht missen!

Ja, dass dies auch starke Erfahrungen sind, das zweifle ich nicht an. Auch in einem Mercedes zu fahren, ist eine tolle Erfahrung.
Ist es schlimm, wenn ich diese nicht mache? Oder wie wichtig sind solche Erfahrungen?
Ich hatte viele Jahre einen Mercedes. Ja, damals war das toll. Ich hätte damals auch gesagt, dass ich diese Erfahrung nicht missen will. Aber heute frage ich mich: Was hatte ich eigentlich wirklich davon? UInd was habe ich heute noch davon? Bin ich heute ein anderer Mensch und bin ich weiser oder erfahrener, weil ich einen Mercedes und dann eine Audi hatte?

Erfahrungen jedoch, die mit der Liebe zusammenhängen, die bleiben. Die machen mich heute noch glücklich. Nur darauf kommt es an.

Und all das Gerede von der Potenz der Frauen und wer nun mehr Sex haben kann oder wann wieder einen Orgasums oder wie oft und ob es schwierig für einen Mann ist, eine Frau zufrieden zu stellen! Was soll das denn alles. Das alles ist Materialismus und Technik.

Wenn man sich liebt (wie Goethe so schön sagte: Wenn sich das Herz zum Herzen findet), dann geht das alles fast von selber. Da ist es keine Schwierigkeit, eine Frau (oder auch einen Mann) zufrieden zu stellen. Das geschieht einfach ganz von alleine! Wenn man sich anstrengen muss, dann stimmt etwas nicht. Dann fehlt der wichtigste Bestandteil einer Partnerschaft: Die Liebe.
Wer nur Sex ohne Liebe erlebt und dies sogar noch ganz bewußt will und sucht, der hat seinen Körper von seiner Seele abgetrennt. Es ist Dualismus, Trennung von Körper, Geist und Seele.
Die Liebe fragt nicht. Sie ist einfach da.
Und die Liebe bezieht sich auf den Körper, den Geist und die Seele. Alles ist EINS.
Wer den Körper von Geist und Seele loslöst, der hat seinen Körper als Besitz. Der lebt in ständiger Trennung. Er ist nicht ganz.
Das Traurige dabei ist: Diese Menschen merken das nicht einmal.

Es gibt nichts, was schöner ist auf dieser Welt als die Liebe und die Ganzheit. Das Getrenntsein ist Zerrissenheit. Leider ein typisches Beispiel der heutigen Menschen.

Ja, die Liebe ist auch Abhängigkeit. Und das wollen viele heute nicht.
Aber das kommt daher, dass sie Abhängigkeit falsch interpretieren.
Die Abhängigkeit in der Liebe heißt nicht, dass man nicht alleine sein kann. Solche Menschen, die niemals alleine sein können und sich an irgend jemand ranmachen, nur damit sie nicht alleine sind, die sind zu bedauern. Und solche Menschen sind NICHT zur Liebe fähig.
Schon gleich gar nicht heißt Abhängigkeit, dass man jemanden besitzt. Wer besitzt, liebt nicht!
Nur wer sich freiwillig und ohne Rückhalt hingeben kann, der liebt. Nur wer keine Forderungen stellt, der liebt.

Abhängigkeit in dem Zusammenhang mit Liebe heißt: Man kann nur lieben, wenn jemand da ist, der diese Liebe teilt.

Mehr kann ich und will ich auch nicht mehr zu diesem Thema sagen.
Ich nehme an, die meisten werden mich gar nicht verstehen. Aber das kann ich nicht ändern und es wird sich auch nicht ändern, wenn ich noch 10 Seiten schreibe.
Es wird einige geben - und wenn es noch so wenige sind und wenn auch nur solche sind, die hier nur mitlesen und nichts schreiben - die mich verstehen. Für die habe ich dies alles geschrieben. Auch wenn es nur ein Mensch sein sollte, dann war es gut.

Liebe Grüße
Werner
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: windrider am 08. Mai 2005, 08:02
Der Rest ist Beiwerk? Mein Gott, Windrider :stunned:

Missverständnis, Rivka. :laugh:

LG.
W
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: windrider am 08. Mai 2005, 09:41
Ach Werner Du alte Käsereibe......

"Also was ich hier alles gelesen habe, das ist schon sehr bedenklich."
Für wen ? Für Dich ? Oder allgemein ? Schwachfug !!

"Sex ohne Gesicht und Namen, das ist purer Konsum. Wenn keine Liebe dabei ist, dann ist das der reine Materialismus"
Auch ONS haben Gesichter und Namen und die Liebe taucht in vielen Gestalten auf. Hast Du ein Problem mit Materialismus ?
Dann bis Du bei den Heiden falsch aufgehoben.

"Ja, dass dies auch starke Erfahrungen sind, das zweifle ich nicht an. Auch in einem Mercedes zu fahren, ist eine tolle Erfahrung."
Ähm, der Vergleich HINKT GANZ GEWALTIG. Aber für Dich mag's ja ok sein. Was fährst denn zur Zeit, Traktor ?   :laugh:

"Und all das Gerede von der Potenz der Frauen und wer nun mehr Sex haben kann oder wann wieder einen Orgasums oder wie oft und ob es schwierig für einen Mann ist, eine Frau zufrieden zu stellen! Was soll das denn alles. Das alles ist Materialismus und Technik."
Das Werner sind Fakten des Daseins. Wir sprechen von unseren Erfahrungen. Wenn Du Dir die Mühe machst nachzusehen wirst du draufkommen dass wir nicht die einzigen sind im Lauf der Menschheitsgeschichte.

Zum Thema Weibliche Potenz:

"60 und 60 Männer befriedigten sich in ihrem Schoß
120 Männer konnten sie nicht ermüden."

"Mein Schoß, das Horn, das Boot des Himmels,
Es ist voller Begierde wie der junge Mond
Mein unbearbeiteter Acker, er liegt brach
Wer wird meinen Schoß pflügen?
Wer wird meinen Acker pflügen?
Wer wird meine feuchte Erde pflügen?"

Zum Thema Technik:

"MAN is divided into three classes, viz. the hare man, the bull man, and the horse man, according to the size of his lingam.
Woman also, according to the depth of her yoni, is either a female deer, a mare, or a female elephant.
There are thus three equal unions between persons of corresponding dimensions, and there are six unequal unions, when the dimensions do not correspond, or nine in all, as the following table shows:"

Ich hätte noch so an die 7777 Beispiele.......

"Wer nur Sex ohne Liebe erlebt und dies sogar noch ganz bewußt will und sucht, der hat seinen Körper von seiner Seele abgetrennt. Es ist Dualismus, Trennung von Körper, Geist und Seele."

Du unterstellst wieder mal grausig - und sülzst. Auch wenn Du's vielleicht nicht hören magst: Die Unganzheitlichkeit  :sneaky: lässt sich nicht dadurch übertünchen dass kräftig die Einheit beschworen wird. Du kannst zwar den alten Weisen Mann raushängen lassen aber Du bist es nicht.   

"Liebe Grüße an alle diejenigen, die wissen, was Liebe ist.
An alle anderen: Nur einfache Grüße"

Jaja. Da muss wahrscheinlich schon ein Unterschied sein.  :laugh: Werner sei so gut: sag uns doch Du was Liebe ist. Wie's aussieht bist du der
klügste und weiseste Mensch der sich die letzten paartausend Jahre den Kopf darüber zerbrochen hat. (Ausser Goethe, aber bei dem hat in der Hinsicht nicht viel geklappt.....)

Aber wenn er schon mal hier ist:

Und wenn’s euch Ernst ist, was zu sagen,
Ist’s nötig, Worten nachzujagen?
Ja, eure Reden, die so blinkend sind,
In denen ihr der Menschheit Schnitzel kräuselt,
Sind unerquicklich wie der Nebelwind,
Der herbstlich durch die dürren Blätter säuselt!

Simple Greetings
W.
 



Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: rivka am 09. Mai 2005, 12:46
Lieber Werner,

ich verstehe unter Liebe nicht unbedingt etwas, das auf einen Partner gerichtet ist. Verstehst du? Ich LIEBE. Punktum. Schluss. Liebe braucht keinen Partner, genauso wenig, wie eine Kerze etwas braucht, das sie beleuchtet, um zu brennen.
Sex ohne Liebe? Wie soll ich das anstellen? Sex ist Leben, und ich liebe das Leben.
Den Begriff One-Night-Stand mag ich auch nicht sonderlich, vielleicht, weil ich den Verdacht habe, dass hier + da doch eine Konsummentalität dahintersteckt, und die kann ich nicht leiden.
Sprechen wir also von einer flüchtigen Begenung. Einer traumartigen Begegnung. Ein Wesen erscheint, eine liebende Umarmung findet statt, das Wesen verschwindet. So etwas ist schön + unvergesslich + hat mit deinem Mercedes nicht das Geringste zu tun. Der Wert und die Liebe einer körperlichen Vereinigung bemisst sich nicht nach Masstäben von Beziehungsdauer, und die Treue, von der du implizit sprichst, drückt sich hier aus als Treue zum Leben und zur Liebe - recht eigentlich als Selbst-Losigkeit, als reines Geben ohne (Besitz-)Ansprüche.

Selbst, wenn eine solche Begegnung neben einer bestehenden Partnerschaft sich ergibt: was nehme ich denn meinem Partner weg? Seit wann ist Liebe eine begrenzte Ressource?

Was mich darauf bringt: du scheinst unter "Liebe" vorzugsweise oder ausschliesslich die monogame Ehe zu verstehen? Unter Treue die Teue zu einer und nur einer Person?

Ich finde das merkwürdig. Ich selbst halte Treue für selbstverständlich: Wenn ich einem Menschen, impliziz oder explizit, Treue versprochen habe, dann halte ich mich daran, dann bleibe ich und verlasse denjenigen(diejenige nicht. Das gilt für alle meine Freunde. Das gilt auch für diejenigen meiner Freundschaften, die das Körperliche einbeziehen.

Natürlich, wenn ich unter Treue eine strikte, exclusive Zweipersonenbindung verstehe, dann habe ich nur die Wahl, zu bleiben oder zu gehen, nur mit dieser Person zu schlafen oder zu betrügen. Aber wenn ich mehr als einen Menschen liebe, warum sollte ich das nicht zum Ausdruck bringen? Wenn ich mich fühle, als könnte ich die ganze Welt umarmen, warum nicht einen Menschen, in dem mir in diesem Moment die ganze Welt begenet?

"Wenn man sich liebt" sagst du. Ich sage: Wenn man liebt.
Wie gesagt.

Was die weibliche Potenz betrifft, oder sollte ich sagen: die Lust, oder: das Verlangen - was passiert denn, wenn ich in einer lebensfrohen Gefühlslage all die Verantwortung, diese Liebe zu empfangen, einem, meinem, Partner aufhalse? Liebe deinen Nächsten WIE dich selbst, heisst es irgendwo. Soll ich also meinen Partner unzufrieden oder unglücklich machen, indem ich ihm sozusagen seine Grenzen vorführe und als inkarnierter, frustrierter Vorwurf herumlaufe?
Oder soll ich mir nichts anmerken lassen und mich statt dessen selbst quälen?
Oder soll ich nicht doch lieber jeden von uns SEIN lassen?

Von "anstrengen müssen" hat nun schon überhaupt niemand geredet, am allerwenigsten ich.

Und: nein, Liebe ist NICHT Abhängigkeit. Sicher, in einer Partnerschaft (wie in einer Elternschaft, einer Freundschaft, oder, was das betrifft, "selbst" wenn ich ein Tier halte oder eine Pflanze), gehe ich eine Verantwortung ein, aus freiem Willen. Im Rahmen dieser Verantwortung und der Pflichten, die ich jemandem gegenüber übernehme, oder die jemand mir gegenüber übernimmt, kann es ein abhängiges Verhältnis geben: das Kind hängt ab von den Eltern, der Kranke vom Gesunden, der Arme vom Wohlhabenden. Aber die LIEBE in oder hinter dieser Verantwortung hat ja gar nichts mit Abhängigkeit zu tun: in allen diesen Verhältnissen, die ich genannt habe, besteht gerade in dem Aspekt der Liebe diese Abhängigkeit NICHT; der Kranke mag von mir abhängig sein, aber seine Fähigkeit, zu lieben, ist es nicht.

Und festhalten sollte man schon gar niemand wollen (erst recht nicht in Abhängigkeit). Jemanden zu lieben, heisst für mich, ihn gehen zu lassen, wohin er will. (O.K. Sagen wir: ich arbeite daran :-X )

Liebe und Ganzheit? Liebe IST Ganzheit und ich sehe nicht recht, wie sie "zerrissen" werden sollte. Wer will mich hindern, ihn/sie zu lieben? Wer?
"Liebe und tu, was du willst" hat Augustinus, glaube ich, gesagt, und mit Sicherheit + Absicht nicht: liebe diese oder jene Person ;)

Du sagst:
Zitat
Nur wer sich freiwillig und ohne Rückhalt hingeben kann, der liebt. Nur wer keine Forderungen stellt, der liebt.
Aber wenn du die Bedingung der Monogamie stellst, ist das ein Rückhalt und eine Forderung in meinen Augen :confused:

Genauso, wie nur für die Leute zu schreiben, die dich verstehen :)

LG riv




Hallo Windrider,

danke für die Zitate :) :) :) !
Mit dem Materialismus, so, wie er sich uns heute darstellt, hab ich's allerdings auch nicht. Wohl aber mit der Materie ohne -ismus ;)

LG + BB
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Holztiger am 09. Mai 2005, 13:19
"Also was ich hier alles gelesen habe, das ist schon sehr bedenklich.

Ich werde mich aus verschiedenen Gründen an dieser Diskussion nicht mehr beteiligen."

...und dann folgt wieder eine alte tapete, wie üblich in meterware ...wozu wenn du dich eh nicht mehr beteiligst?
eine letzte rettungsbotschaft in das verlorene all?

wenn du es bedenklich findest, dann denk mal nach, alter weiser mann...deine erfahrung ist deine erfahrung und die wird dir niemand wegnehmen, du darfst sie gern behalten;) ...es gibt soviele verschiedene sichtweisen, wie es menschen gibt, mal mehr, mal weniger verkrampft auf dem weg zur freiheit...zu lieben, weil man einfach liebt, ohne brauchen...

ein pferd und ein esel können sich noch paaren, mit einer giraffe und einem esel sieht es da schon anders aus...
so finden sich schon die richtigen zusammen bei all den milliarden menschen, die es da gibt...es besteht die möglichkeit, dass es keine absolut ideale beziehung gibt,- wohl aber eine beziehung, die für einen gerade augenblicklich passt...manche menschen entwickeln sich gemeinsam, andere gehen auf unterschiedlichen wegen nach 5 monaten auseinander, who knows?....ich stell mir gerade den 15jährigen werner vor, der vom 60 jährigen werner belehrt wird .....ich sehe>>> mord und totschlag :-X :laugh: 

ein mensch, der mich liebt, kommt immer wieder zurück zu mir.
wenn ich einen menschen liebe, möchte ich jeden augenblick bereit sein, ihn ohne wenn und aber gehen zu lassen, wenn er mag, ein ende, zeitliche begrenzung immer vor augen.
das ist keine leichte aufgabe und wird immer wieder wehtun, aber wer hat gesagt, dass es so einfach ist, zu lieben?

wenn sich partner fesseln anlegen, so erleben sie eine fesselnde beziehung und das ist auch ok, bloss sollten gerade diese leute punkto selbstloser liebe lieber schweigen, gell werner :)

lg,
holzi
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: cinis am 09. Mai 2005, 13:36
jup, werner,  ich sagte ich will die ons nicht missen!

und ich glaube sehr wohl, dass ich durch solche Erfahrungen etwas weiser geworden bin. Für mich aufjedenfall. Das Gefühl das auch Gefühle vollkommen sein können... wirklich Wahnsinn. Nicht zu vergleichen mit einer Tafel Schokolade. Oder dem Monatsgehalt.  8) :-X
Oder vielleicht gibt es ein anderes Wort für "weiser" - erfahrener vielleicht. Erfahrener mit den Gefühlen. Mit lebensechten Gefühlen. Und wie es schon gesagt wurde: es gibt viele Wege, die Liebe zu erfahren...ich kenne auch welche...ons, Partnerschaft, Freundschaft, usw...

Und warum ist jeder, der ein bisserle genießt, das Leben genießt - wir haben ja nur eines (das evt. nächste fängt ja wieder bei 0 an) gleich ein materialistischer Mensch? Bin ich deshalb ein schlechter Mensch? Bin ich schlecht, nur weil ich arbeiten gehe, spare für diverse tolle Dinge, das Angebot nutze? Es kann sich halt nicht jeder leisten, in der Pension auf eine Insel auszuwandern, die (was ich weiss) garnicht so billig zum Leben ist...und du bist wahrscheinlich auch nicht rübergeschwommen oder gepaddelt, sondern geflogen...mit nem futuristischen Flugzeug  ;D
Bin ich ein schlechter Mensch, nur weil mir der frische Kren ausgeht und ich mir einen im Glas kaufe, um meine Blunz´n (auch Blutwurst genannt) zu essen?
Bin ich ein schlechter Mensch, nur weil ich eine für mich Vollkommenheit der Gefühle kennengelernt habe? (es gibt sicher viele verschiedene Arten, wie sowas aussehen kann)
Wer hat die monogamie Erfunden? Also ich werde das Gefühl nicht los, dass dieses Ein-Partner Leben speziell für Frauen erfunden wurde...früher schlimmer als jetzt. Und da wären wir wieder bei den Christen...aber egal. Um bei dem Thema TEILEN zu bleiben: ich muss ja nicht alles teilen, was andere denken... 8)
Ausserdem: für mich waren immer die Menschen weise, die viel wissen, aber andere Menschen so lassen wie sie sind, andere Meinungen (solange niemandem dabei Schaden zugefügt wird) akzeptieren, als gleichwertig betrachten, und nicht versuchen das Gegenüber von der eigenen Meinung zu überzeugen.
LEBEN UND LEBEN LASSEN
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Betty am 09. Mai 2005, 17:30
Leben und leben lassen - soweit so gut ;)
Nur ist heute leider meist damit gemeint, ich tue, was ich will, ich will fun, nach mir die Sintflut, ausser mir selbst ist mir alles andere wurscht. Und dann hauts nicht mehr hin. Mein ich jetzt nicht bezügl. Sex, sondern so allgemein.
@Cinis
Das war jetzt auch nicht auf dich bezogen, sondern auf die Aussage "leben und leben lassen", meine Gedanken dazu.
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Werner am 10. Mai 2005, 03:47
Ich lasse jeden leben, so wie er/sie will.
Ich sage nur meine Meinung. Und das darf hier jeder!

LG
Werner
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Aurora am 10. Mai 2005, 04:56
Jeden so leben lassen, wie er will........

Das ist gut! Aber was machst du, wenn du siehst, dass dieser "Weg" ins Chaos führt....? :stunned:
Besonderst schwierig ist es, dieses Motto einzuhalten, wenn du diesen Menschen liebst........
Wie viel Druck darf man ausüben ? Wann muss man sich zurückziehen? :-X

Aurora
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: cinis am 10. Mai 2005, 06:59
guten morgen,
das mit dem leben und leben lassen war so gemeint, dass man grundsätzlich die Handlungen oder speziell Gedanken eines anderen Menschen nicht ändern kann. Ich kann Wege aufzeigen, wie es besser sein könnte, aber zwingen kann ich niemanden.
Den Satz "solange niemand dabei zu Schaden kommt" hätte ich besser platzieren sollen. Denn der war mir wichtig...
Wenn der Weg ins Chaos führt...ich kenne sowas, habe sojemanden auch daheim sitzen. Mit Druck geht garnix...Ich kann helfen, Wege zeigen, Möglichkeiten zeigen wie es noch gehen könnte.
Es is schwierig, hier was zu sagen, was auf alles zutrifft, denn das kann man nicht...jeder is anders, jede Situation ist anders.
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Werner am 10. Mai 2005, 07:13
Hi Aurora

Ja, so eine Situation ist extrem schwierig. Wenn man sieht, dass jemand in Gefahr ist, sollte man eingreifen.
Aber erstmal ist die große Frage: Wie eingreifen?
Und dann ist die zweite Frage: Könnte ich mich nicht täuschen und die Gefahr ist gar nicht gegeben?
Jeder Mensch kann ja irren.

Andererseits gibt es natürlich schon eindeutige Situationen, wo man aus Erfahrung weiss, dass etwas zwangsläufig so und nicht anders kommen wird.
Aber trotzdem wird man nicht immer helfen können. Ein erwachsener Mensch hat die eigene Verantwortung für sein Verhalten und natürlich dann auch die Konsequenzen zu tragen.

Wenn man einen Menschen liebt und man sieht, dass er in das Verderben läuft, das ist natürlich ganz schlimm. Aber so schlimm es auch ist, man wird ein Unglück nicht immer verhindern können, wenn der andere nicht will. Das heißt nicht, dass man nicht alles versuchen sollte, was man kann. Aber wenns dann schief läuft, dann sollte man sich nicht schuldig fühlen, dass man nicht genug getan hat.

Ist alles leichter gesagt als getan, ich weiss. Aber mehr kann ich leider dazu auch nicht sagen!

Holzi, du amüsierst mich zur Zeit mit deinen Fehlinterpretationen. Aber macht nichts! Du darfst mich gerne so sehen, wie ich nicht bin.

Liebe Grüße
Werner
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Holztiger am 10. Mai 2005, 07:32
ich glaub viel zu lachen hast du sonst eh nicht, werner :confused: ...also schön wenns dich amüsiert :)
damit lass ich dich eh schon wieder in frieden deine berg und inselpredigt sprechen...ich wünsche dass so eine missverständnisaktion nimmer vorkommt, werner... die meinung deiner frau zu deinen universalen man sollte- allerweltsweisheiten würd mich ja immernoch interessieren, schad dass sie sich nicht äussert...

lg,
holzi
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Betty am 10. Mai 2005, 09:18
Wenn wir jemand lieben, Partner, Kinder , dann sind wir immer geneigt, sie vor Unglück zu bewahren. Ist verständlich, aber Lebenserfahrung erwächst auch aus schmerzlichen Erlebnissen. Und wenn wir jemand lieben müssenwir demjenigen genau das auch zugestehn. Viellicht ist es wichtiger hinterher immernoch für ihn dazusein, als von vornherein jedes Unglück abzuwenden.
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: cinis am 10. Mai 2005, 10:26
umso mehr man versucht, jemandem zu überzeugen, dass er am falschen Weg ist, umso weniger wird dieser darauf hören. Wird wahrscheinlich noch jeder aus seiner Kindheit kennen, oder? Na und jetzt versuch einen Erwachsenen davon zu überzeugen...Und wenn es so schlimm wird, dass man damit nicht mehr klarkommt (speziell jetzt in einer Partnerschaft) dann muss man einen Schlussstrich ziehen...bevor man sich selber zum seelischen Krüppel macht. :help: :freak: Klingt hart, ist aber leider so. Um beim Thema zu bleiben: man muss nicht alles teilen...
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Aurora am 10. Mai 2005, 12:56
..........Hmmmm! Da bin ich ja dann "gesegnet"....

Problemperson 1
habe ich vor vielen Jahren geheiratet - war der Meinung, dass es Liebe ist - und habe nun, nach 15 Jahren  endlich kappiert, dass ich ihn nicht ändern kann.........und.... dass ich einen Mann will und kein 4.Kind!!
Diese Erkenntnis war so lange halbwegs erträglich, bis ich vor einigen Monaten

Problemperson 2
nach 20 Jahren wiedergetroffen habe....Vor "langer Zeit" hatten wir eine "kurze Episode"... unsere Wege trennten sich....und nun PENG! "Dieser" Mann hat nur dermaßig starke Bindungsängste (ich nenn's das "einsamer Wolf Syndrom"), dass er trotz chemischer und "sonstiger" Anziehung zwischen uns..... weder mit mir noch mit einer anderen weiblichen Person eine feste Bindung eingehen will.... Wir wären, in meinen Augen, das perfekte Paar... Aber wahrscheinlich liegt auch das, wie alles im Leben im Auge des Betrachters.......... Oder der Zeitpunkt passt noch immer nicht?.......

In mir drin brodelts und die Sehnsucht "frisst" mich fast auf.............
und bevor ich explodiere schreib ich z.B. solche Texte..:

Sehnsucht……………

Sehnsucht brennt in meinem Herzen,
nach des Liebsten zarter Hand.
Sehnsucht lässt mein Inneres schmerzen,
denn ich hab’ kein Liebespfand.

Sehnsucht treibt mich an zu Taten,
die ich nie zuvor geschafft.
Sehnsucht zwingt mich doch zu warten,
und ich brauche noch mehr Kraft.

Sehnsucht lässt mein Herz weit fliegen,
bis in Länder namenlos.
Sehnsucht täglich neu besiegen,
ohne Tränen, schwer und groß.

Sehnsucht bringt die bitt’re Süße
auf die Zunge mir ganz zart.
Sehnsucht nach der Liebe Küsse,
auf die ich schon so lange wart’.

Sehnsucht blüht in meinem Innern,
hält mich vom Verzweifeln ab.
Sehnsucht hat auch ihre Dornen;
Schmerz ich dann im Herzen hab.

Sehnsucht schreit nach einer Stimme,
die im Traum ich hab’  vernommen.
Sehnsucht lässt die Hoffnung glimmen,
dass der große Tag wird kommen.

Sehnsucht ! Kannst du auch mal schweigen?
Nur ganz kurz, ich bitte dich.
Dass ich kann mich schwach dann zeigen,
ohne Kraft. Zerbrich mich nicht!

Oh mein Herr! Du hast geschaffen
auch die „Sehnsucht“  als Gefühl.
Gib mir nun die richt’gen Waffen,
dass mein Herz wird nicht ganz kühl……


„AURORA“


Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Werner am 10. Mai 2005, 23:12
Hi Aurora

Was für ein schönes Gedicht.
Aber leider kann ich dazu gar nicht mehr sagen. Ich fühle mit dir, das ist alles.
Es gibt nicht immer einen Ausweg. Manchmal muss man lange warten.

Aber ich glaube trotz allem, dass irgendwann auch für dich das Warten aufhört. Du wirst nie zu alt um doch noch die Liebe zu erleben.

Ich halte dir die Daumen!

Liebe Grüße
Werner
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Aurora am 11. Mai 2005, 06:48
Guten Morgen Werner!
Ich lass mich nicht unterkriegen.... Hoffnung erhält am Leben!
Danke für's Daumen-halten........... Ich kann jede Unterstützung brauchen, die ich bekommen kann!!!!!!!!! ;)
Aurora
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: derSebastian am 13. August 2006, 17:04
Für mich besteht eine Partnerschaft aus zwei selbstständigen Wesen, die gerade und stark (wie zwei Bäume) im Leben stehen und ein Stück ihres Weges gemeinsam gehen.

Ihre Kronen mögen sich zu einem guten Teil überschneiden, aber dennoch hat jeder seine Bereiche für sich alleine. Da besteht auch einfach kein Bedarf sie zu "teilen" bzw. eine Gemeinsamkeit daraus zu machen.

Denn imo verträgt sich auch der zwanghafte Versuch, von nun an das Leben völlig gemeinsam zu verbringen und aus 2ganzen "ich", 1einziges gemeinsames "wir" zu machen nur mit wenigen menschlichen Persönlichkeiten..

Wenn nur einer der Beiden keine emotionale "Schlingpflanze" (sorry für diesen blöden Vergleich) ist, dann artet die Geschichte immer in eine Befreiungsaktion des Anderen aus..

derSebastian
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Werner am 19. September 2006, 22:44
Es gibt zwei Typen von Menschen: Nomaden und Seßhafte.

Die Nomaden können nicht verstehen, wie jemand ein Leben lang in nur einem Haus leben kann. Er findet dies eine starke Einschränkung, denn er meint, nur frei zu sein, wenn er ungebunden ist.
Der Seßhafte kann sich nicht vorstellen und nicht verstehen, dass jemand die Schönheit eines eigenen Hauses nicht lieben kann. Er fühlt sich frei in seinem Haus und in keiner Weise eingeschlossen. Denn er hat eine andere Vorstellung von Freiheit.

Der Nomade bedauert den Seßhaften, weil er so unfrei ist.
Der Seßhafte bedauert den Nomaden, weil er keine Ruhe und keine Befriedigung in der Stille und Schönheit eines eigenen Heimes kennt.

Der Seßhafte ist ein Mensch.
Der Nomade ist ein Mensch.

Wer sollte dem anderen vorschreiben, was die wahre menschliche Natur ist???
Für den Nomaden ist es das Nomadisieren.
Für den Seßhaften ist es die Suche nach einer festen Bleibe.

Werner
Titel: Re: Mit dem Partner teilen
Beitrag von: Dimnara am 19. September 2006, 22:52


Schöne Worte Werner.  :thumbsup:

lg Dimnara