Autor Thema: Handgestrickt  (Gelesen 11234 mal)

morgane

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Re: Handgestrickt
« Antwort #16 am: 18. Februar 2008, 16:58 »
Das labirynth und den platz auf dem es liegt, finde ich wunderschön.....Wie macht ihr das, dass das gras nicht immer drüber wächst? Regelmäßig mähen? Das stelle ich mir mühsam vor.
/>
/>lg morgane
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

Brighid

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Re: Handgestrickt
« Antwort #17 am: 18. Februar 2008, 17:23 »
wollt ich anzetteln und hatte halt gehofft, dass sich noch ein paar mehr dran beteiligen würden

/>Ich glaube das Hauptprob is dran, dass wahrscheinlich viele in Wohnungen wohnen... 8)
/>sooo leicht isses nicht, seinen eigenen Outdoor-Tempel im Garten zu haben... *seufz*, dazu muss mal Garten her... ;)
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Distelfliege

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Re: Handgestrickt
« Antwort #18 am: 18. Februar 2008, 19:48 »
Also, zum Labyrinth...
/>Es existiert seit einigen Jahren... muss 2002 gewesen sein. Oder doch schon 2001? Hab ich vergessen ;)
/>
/>>>mich würde z. B. auch noch interessieren, warum genau denn sowas überhaupt für Euch in Frage gekommen ist.
/>
/>Wir wollten damals total gerne so ein Labyrinth bauen. Es gibt eine Labyrinthseite, die auch begehbare Labyrinthe in Deutschland auflistet. Zuerst haben wir einige begehbare Labyrinthe in Berlin besucht, sozusagen in die Labys anderer Leute "getourt". Eins war dabei, was mich besonders beeindruckt hat. Eine Künstlerin hat es auf dem Gelände einer Kirchenruine, die wiederum mitten in einem Kreisverkehr stand (war eine große Insel im Kreisverkehr) und die wiederum total zugewachsen und verwildert war, gebaut. Es war stark zerstört. Wir haben es zuerst wieder hergerichtet, wie es mal war (vom Foto her beurteilt, das im Netz gewesen war).
/>Dann sind wir da reingegangen und ich fand es der Hammer, wie sehr man in der Mitte ist, wenn man sich in ein Labyrinth hineinspiralt, also in der eigenen Mitte und in der Mitte der Welt, irgendwie. Die Autos, die im Kreis aussen rum fuhren, waren durch das Blattwerk der Wildnis nicht zu sehen, aber die kreisenden Geräusche, ich kam mir vor wie ein Stern mit Planetensystem.
/>
/>Ich hatte zu der selben Zeit meinen Verweilort verloren, eine verlassene Zugabstellhalle, die auf einem überwucherten Gelände stand. Das Gelände war planiert worden für ein Autohaus/Baumarkt, keine Ahnung. Ich habe einen neuen Verweil-Ort gefunden, der genauso wild war und eben "Niemandsland" und dort habe ich dann erstmal zwei Andere mitgenommen, und dort haben wir dann beschlossen, können wir endlich "unser" Labyrinth bauen. Das Bauen dauerte ein paar Stunden, das ist eh sehr schnell, wenn man bedenkt wieviel Steine man dafür hinlegen muss.
/>Und dann war es so als wäre es schon immer da gewesen.
/>
/>>>So nach dem Motto "zerwas brauch ma denn sowas" und auch ob das Labyrinth noch eine Bedeutung hat für Euch (für alle dieselbe, für jeden ne andere etc pp)
/>
/>Eigentlich haben wir zuerst einfach bauen wollen. Die Nutzung ergab sich dann später *g*
/>
/>Für mich hat es die Bedeutung "Kultplatz" weil wir da viel gekultet haben. Ausserdem habe ich es nie als "unser Eigentum" gesehen. Als unser Grüppchen auseinanderging, zum Beispiel, habe ich nie das ganze "für mich" haben wollen... auch wenns schwer fiel - und über die Jahre haben viele, viele Leute, die per Mail den genauen Ort wissen wollten, eine Wegbeschreibung erhalten. Leider hab ich auch einige Mails vergessen zu beantworten :( aber das war Verpeiltheit, keine Absicht.
/>Solche Labyrinthe finde ich, sollten schon öffentlich sein, ich bin ja auch dankbar wenn ich die Aufbauten von Anderen erleben darf. Ritualplätze mit Altären können ruhig privat sein, aber Labyrinthe, das ist für mich was Anderes.
/>
/>Heute ist es so, daß gerade im letzten Jahr ich da kaum mehr da war, und nachdem ich mich die ganzen Jahre um den Platz gekümmert habe, weil ich diejenige war, die halt am nächsten dran wohnte, überlege ich manchmal ob ich nicht jemanden suchen soll der das weiterhütet, aber - wer wohnt da schon näher dran, hat dann auch noch Interesse - ich denke mal, entweder, "wir" oder eben ich - hüte es halt weiter, oder es wird irgendwann auch "verschwinden", oder es wird von anderen "übernommen".
/>
/>Da wir unsere Katze in diesem Wäldchen begraben haben, ist im Moment mein Männe derjenige, der ab und zu den Ort besucht.
/>Als "Verweilplatz" hat sich der Wald da als nicht so geeignet herausgestellt - weil einfach doch einige Freaks dort ihr Unwesen treiben. Zu mehreren ist es super, also als Freaks-Gruppe unter anderen Freaks... oder zum Durchwandern und etwas Suchen/Finden...
/>Im Moment ist es auch so daß sich in direkter Nachbarschaft zum Labyrinth ein Heini eine Waldbehausung eingerichtet hat und dort wohnt. War im November noch so. Vielleicht ist er aber nicht so hartgesotten und für den Winter ausgezogen... Ich würde da ungern laut herumritualisieren, und dem Heini seine häusliche Privatsphäre stören, solange er da eben wohnt.
/>
/>Unseren Feier+Feuerplatz, der vom Labyrinth ca. 100 m entfernt lag, haben wir die letzten Jahre immer mit einer russischen Familie geteilt, die da tagsüber einfach zum grillen und relaxen war. Abends war der Platz dann unser.
/>Ausserdem gibt es dort noch einen Pyro-Wald-Öhi, so ein älterer Herr mit langem weißem Bart, der baut auch so seine Feuerstellen mit 1,5 m Durchmesser...
/>Das ist dort ein richtiges Sozialsystem, und einen Platz darin zu haben erfordert schon eigentlich daß man auch regelmässig dort ist.
/>
/>>>Das labirynth und den platz auf dem es liegt, finde ich wunderschön.....Wie macht ihr das, dass das gras nicht immer drüber wächst? Regelmäßig mähen? Das stelle ich mir mühsam vor.
/>
/>Die Fotos sind schon älter, alle aus dem Baujahr 1.
/>Mittlerweile ist Gras drübergewachsen. Ich habe vor 2 Jahren mal die Steinreihen um eine Lage erhöht, so daß man sie trotz Gras noch gut sehen kann. Ausserdem musste die Mitte umgebaut und vergrössert werden, weil erwähnter Pyromanen-Opa in der Mitte Feuer machen können will.
/>
/>Tjo, aber ich denke auch: wenn man den Platz verlässt, verändert sich auch was. Die Entwicklung geht dann seinen Gang - ohne einen ;)
/>
/>Es wäre schade um den Platz, wie gesagt, find mal einen Ritualisierplatz mitten in Berlin wo weder Polizei noch sonstwer sich an Lärm und so weiter stört - aber da muss man am Ball bleiben, wegen dem dortigen Freaks-Sozialgefüge... man muss sich seinen Platz da verdienen - und dazu fehlen mir grad total die freien Ressourcen.
/>
/>

morgane

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Re: Handgestrickt
« Antwort #19 am: 19. Februar 2008, 08:42 »
Hi!
/>Das mit der ödland - community gefällt mir. Solche plätze kommunizieren eben mit denen, die in resonanz mit ihnen gehen.
/>
/>Wir sind auch seit zwei jahren dabei, ein labirynth auf unserer wiese zu bauen. Aber jetzt sind andere sachen dazwischen gekommen, und das l. wartet auf seine fertigstellung. Mittlerweile habe ich schon neue pläne, nämlich den großen findling direkt auf der europ. wasserscheide, gleich hinter unserem haus, zu *verkulten*. Er liegt schon auf tschechischem gebiet, aber das sollte neuerdings ja kein problem mehr sein....
/>
/>lg morgane
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Anufa Ellhorn

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Re: Handgestrickt
« Antwort #20 am: 19. Februar 2008, 11:47 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>>(Distel) Eigentlich haben wir zuerst einfach bauen wollen. Die Nutzung ergab sich dann später *g*
/>
/>DAS ist für mich ein Schlüssel, auf den ich gewartet hatte. Genau das seh ich nämlich auch so!!
/>Mein Ansatz (durch die Erfahrung der Jahre geprägt):
/>
/>Religion hat in vielen Weltgegenden etwas mit "Gemeinschaft" zu tun (erst letzte Woche stolperte ich über ein Interview mit einer liberalen Rabbinerin aus Berlin, die meinte, dass Religion als solche für sie einen gemeinschaftsstiftenden Charakter habe, als Kennzeichen für Religion quasi) und gemeinsam etwas zu bauen, das ist mehr oder minder der greifbare Ausdruck einer Gemeinschaft - der auch für jeden sichtbar und be-greifbar ist.
/>
/>Der Zugang, den Distel beschrieben hat
/>1. Platz finden
/>2. Platz be-leben (auch mit anderen gemeinsam) und nicht bloß an-eignen
/>3. Platz weitergeben/verlassen
/>finde ich mehr als spannend, wenn wirklich ein Konzept draus wird... *grübel*
/>
/>>(Distel) Es wäre schade um den Platz, wie gesagt, find mal einen Ritualisierplatz mitten in Berlin wo weder Polizei noch sonstwer sich an Lärm und so weiter stört - aber da muss man am Ball bleiben, wegen dem dortigen Freaks-Sozialgefüge... man muss sich seinen Platz da verdienen - und dazu fehlen mir grad total die freien Ressourcen.
/>
/>Da kann ich mich durchaus reinfühlen und das ist auch ein Faktum, das mir sehr zu denken gibt :thinking:
/>Ist das ein Zeichen für "Heiden", dass sie kaum genügend "Zusammenhalt" auf die Reihe kriegen um sowas gemeinsam zu übernehmen, gerade eben weil es für den Einzelnen oftmals und verständlich zu viel ist?? Zur Sicherheit: ich will jetztn nicht die oftmals dann übliche "Wer isn woran Schuld" Diskussion anzünden (was ja eh keinen Sinn macht, weil jeder gute Gründe hat so zu handeln wie er es tut!!!), sondern mir gehts darum, einen quasi Blick von außen auf diese Sachverhalte (die sich imho wieder und wieder repetieren!!!) zu werfen um da vielleicht einen roten Faden oder sowas zu erwischen...
/>
/>Jede "Kirche" hat ein Gebäude, jede Gemeinde (von Zeugen Jehova bis was weiss ich wohin) hat einen gemeinsamen Platz - warum ist das bei Heidens nicht/kaum möglich?? Oder IST es möglich? Unter welchem Bedingungen, welchem Voraussetzungen??
/>
/>Spannendes Thema das!! Und vor allem ein ganz großer Unteschied für mich, ob ich einfach einen Platz für MICH suche um meine Spiritualität zu leben oder einen Platz für ein "Wir" suche...
/>
/>
Bright blessings
/>Anufa

Lucia

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Re: Handgestrickt
« Antwort #21 am: 19. Februar 2008, 12:00 »
Jede "Kirche" hat ein Gebäude, jede Gemeinde (von Zeugen Jehova bis was weiss ich wohin) hat einen gemeinsamen Platz - warum ist das bei Heidens nicht/kaum möglich?? Oder IST es möglich? Unter welchem Bedingungen, welchem Voraussetzungen??
/>

/>mag da der unterschied vielleicht sein, das die zeugen gemeinsam einen ort nutzen. eine christliche gemeine ihre kirche nutzen, etc. etc.
/>das aber - um als beispiel jetzt beim labyrinth zu bleiben - hier leute aus unterschiedlichen richtungen einen platz genutzt haben. sich kurzfristig zu einer gruppe zusammengefunden haben, solange zusammen blieben, wie es passte und sich dann wieder getrennt haben.
/>also ich weiß zum beispiel von den meisten, die bei unseren ritualen mitgemacht haben, nicht, welcher richtung sie anhängen. war mir auch wurscht. und ich glaub auch, das viele von denen - auch mit denen man immer noch zusammen arbeitet, sich austauscht - nicht wissen, was meine richtung ist. also jetzt abgesehen davon, das ich halt schamanisier... mein glauben kennt keine. und ich von ihnen halt auch nicht.
/>
/>also seh ich da den unterschied zwischen "loser verbund unterschiedlicher strömungen vs. enge verbundenheit einer richtung".
/>
/>lucia
Masturbation verspricht mehr als der Sex hält (Pascal Yorks)

Distelfliege

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Re: Handgestrickt
« Antwort #22 am: 19. Februar 2008, 13:15 »
Hi Anu,
/>
/>Also dieses "warum kriegen Heiden das nicht auf die Reihe" - ist denk ich mal ein kleeeeeein wenig... öhm... wegentwickelt vom Ursprungsthema - wo es um "beeindruckte" und "wilde" Orte ging.
/>Für mich ist der Zusammenhang zwar zu sehen, also mit "Wir" und "Gemeinde" und WO trifft sich die Gemeinde, wo schafft man Plätze oder auch nicht. Aber es ist nicht mehr die ursprüngliche Frage ;)
/>
/>Als frühere Hausbesetzerin fällt mir dazu stark auf, daß Legalität von Plätzen mit finanziellem Aufwand, Vorschriften und hohem Organisationsgrad verknüpft ist, der sehr viele Kräfte bindet. Vor 10 Jahren in meinem Bezirk gab es noch z.b. den besetzten "Abenteuerspielplatz", das war eine sehr große Baulücke, die mit Hütten, einem Brennofen, einer Feuerstelle, Bauwägen, Kletterwand, und einfach viel viel Frei-Raum verändert worden war. Die Community die diesen Platz unterhielt, konnte ihre Energie direkt dort reinstecken, also direkt sich um den Platz kümmern, ohne groß Verwaltung, Vorschriften usw. - und viele haben sich auch sehr engagiert.
/>
/>Das große Problem was ich sehe ist, daß heute von Menschen, die solche Orte machen wollten, ein sehr hoher Organisationsgrad erwartet wird. Wenn diese Orte legal sein sollen. Man braucht Landbesitz (muß ja nicht gleich Eigentum sein) und man braucht Genehmigungen, man braucht auch ein Konstrukt damit nicht alles an ein, zwei Privatpersonen hängen bleibt, und das bindet wahnsinnig Energie.
/>Und soviel Energie ist grad bei Leuten die auch noch sehen müssen, wo das Fressen und die Miete herkommt, selten übrig. Mitte der 90er Jahre wurde in unserem Bezirk so gut wie jeder besetzte Raum entweder staatlicherseits zerstört oder in die Legalität gerettet, und man kann sagen, daß 80% der Energie, die davor direkt in Projekte geflossen ist, nun in der Organisation und dem schlichten "Legal-halten" der Projekte gebunden ist und nach aussen betrachtet drei Viertel der "Aussenwirkung" oder einfach drei Viertel der nutzbaren, offenen Räume für Alle verloren gegangen sind.
/>
/>Was damals immer das große Problem der lieben Polizei war, war zusammengefasst: "Ja, bei euch ist ja nie wer verantwortlich". Das heißt, die haben immer einen Chef gesucht, der verantwortlich war und der dann jeden Furz, der in einem besetzten Raum gelassen wurde, zu verantworten hat, und den gabs dann nicht.
/>Ich sehe das als Riesenproblem, um legal zu werden, muss man einen Chef konstruieren, und wenn das ein Vereinsvorsitzender ist. Und dieser verantwortliche Chef muss dann wiederum dafür sorgen, daß in dem Raum dies und jenes nicht passiert, sonst ist er einfach dran und wird angezeigt - und das bindet wahnsinnig Energie und zwingt zu einem Organisationsgrad nach Innen, den ich persönlich als Zumutung empfinde.
/>
/>Dieser hohe Organisationsgrad ist für mich keine Option, das käme nur in Frage wenn es z.b. reiche altruistische Heiden gibt, die sich Ländereien kaufen oder anmieten und dort öffentliche Tempel bauen und allen zur Verfügung stellen, ansonsten sind die verbliebenen Optionen:
/>- Temporäre Räume = Anmietung für 1 Wochenende oder so
/>- Clandestine Räume = Privatwohnungen, Privatgarten, Ödland-Communities, Untergrund.
/>
/>Ist alles ne Sache des Lebensumfelds und wie viele Dinge unter einem Dach Platz haben. Z.b. gibt es hier in Berlin und im Umland Wagenburgen, Hüttendörfer usw. wo Menschen leben und sich aus-leben können in einem, wo Menschen auch arbeiten, leben, und sich aus-leben können z.t. in einem. Dadurch daß die eigenen Lebens-Umfelder nicht so zersplittert sind und man nicht in drei oder vier Sphären gleichzeitig existiert, wird auch vieles möglich, und eine sehr stark verbesserte "Energie-Ausbeute" ist das Ergebnis.
/>
/>Wenn ich z.b. an einem Ort wohne, an einem zweiten Ort arbeite und meine FreundInnen sind an dritten Orten, habe ich kaum eine Chance, daß ich noch einen vierten Ort zum religiösen Feiern beleben kann.
/>Wenn ich am selben Ort lebe und arbeite, erhöht sich die Chance, und wenn ich dazu noch am selben Ort lebe, arbeite, und meine sozialen Kontakte habe, erhöht sie sich nochmal, und wenn ich am selben Ort lebe, meine FreundInnen habe und meine spirituellen Orte dann ist es auch noch locker verschmerzbar woanders zu arbeiten, usw.
/>
/>Dh. Nest bauen, Freundschaften pflegen, Arbeiten, Kultur (Spiritualität, Kunst, Religion) machen - das erfordert alles Aufmerksamkeit und ist meiner Meinung nach nur möglich wenn man zwei oder mehr Bereiche "in einem" packt, ansonsten nimmt man sich zu viel vor.
/>
/>Und das ist für mich keine Frage von "in Resonanz mit Orten gehen" sondern da gehts ums nackte Überleben, um "wer stiehlt dir eigentlich deine Lebenszeit" um "Wem gehört die Welt"!
/>
/>Ich finde es ganz wichtig, daß man diese Probleme nicht privatisiert und individualisiert und dann soll jeder damit selbst klarkommen - weil der niedrige Organisationsgrad und die hohe persönliche Autonomie von Heiden scheint mir ein "Wert an sich" der nun mal in Konflikt mit den offiziellen Zugangsvorraussetzungen zu öffentlichen Heidenorten steht. Opfert man diesen Wert, wäre der Konflikt ganz leicht gelöst. Würde ich aber nicht wollen. Siehe das, was Lucia auch geschrieben hat.

--- last exception handler ---

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Re: Handgestrickt
« Antwort #23 am: 19. Februar 2008, 13:29 »
--- last exception handler ---
« Letzte Änderung: 21. Dezember 2008, 20:42 von Baldur »