Autor Thema: Zu den Chants im Ritual  (Gelesen 19935 mal)

Uhanek

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #32 am: 07. Mai 2008, 09:23 »
Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist, dass ich bei so einem Chant "klar und da" bleiben sollte ...
/>

/>Hi Anu,
/>
/>das solltest Du nur, wenn Du eine solche Praxis machen würdest  ;)
/>
/>Nach buddhistischem Verständnis sind Zustände des Abtauchens, der Dumpfheit, der Trance etc. ja kennzeichnend für unsere Existenz. Aus genau dem Grunde ist unsere Wahrnehmung eingeschränkt und leiden wir. Klarheit und Präsenz im nichtdualistischen Sinne hingegen bedeutet, dass wir immer tiefer zurückkehren ins So-Sein der Welt und das bedeutet Einswerdung mit der Gottheit. Wächst also diese Klarheit und Präsenz an, dann werden wir damit auch fähig, unser Potential zu entwickeln und in immer subtilere Bereiche des Daseins vorzudringen.
/>
/>Liebe Grüße
/>Uhanek
Sighs[/list]

merlin

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #33 am: 07. Mai 2008, 09:34 »
So ähnlich wie Georges I. Gurdjieff, der ja das "Erwachen", als Ziel angedacht hat?
Ewige Blumenkraft - et in Arcadia ego

Uhanek

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #34 am: 07. Mai 2008, 09:36 »
So ähnlich wie Georges I. Gurdjieff, der ja das "Erwachen", als Ziel angedacht hat?
/>

/>Na rate mal, wo er einen Teil seiner Ideen entnommen hat...
/>
/>"Buddha" heißt wörtlich "der Erwachte".
Sighs[/list]

Eldkatten

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #35 am: 07. Mai 2008, 10:42 »
Hallo uhanek,
/>
/>
(...)
/>Hier mal ein paar sehr friedvolle Aufnahmen. Es singt Ani Chöying Drölma, eine Nonne aus Nepal, die für ihre außergewöhnlich schöne Stimme bekannt ist.
/>(...)
/>
Sehr schön, danke  :) Sogar meine Katze hat aufmerksam gelauscht.
/>Das erinnert musikalisch auch an Joik (http://de.wikipedia.org/wiki/Joik), das ich durch Mari Boine, eine samische Sängerin, kenne. Warum auch nicht, hier ist ja auch schon festgestellt worden, dass sich musikalische Formen, wenn etwas bestimmtes augedrückt werden soll, sehr stark ähneln können.
/>
/>Das Kontemplieren über den Inhalt des Textes erkenne ich als Teil dieser meditativen Praxis durchaus an, ist aber für mich nicht unbedingt notwendig. Musik und Text sind für mich zwei völlig verschiedene Dinge, und ich würde mich eher morganes Haltung
/>
Für mich hat musik an sich auch etwas heiliges. Die welt ist für mich in ganz wichtiger hinsicht klang, auch wenn schwingung sich natürlich genau so auch in farben und formen zeigt. Nach plato stehen ja die musikalischen und mathematischen gesetze in enger verbindung zueinander oder drücken einander gegenseitig aus. Musik steht also für harmonie als solches, und nach plato ist das universum in harmonischen intervallen aufgebaut, die man auch hören kann, wenn man die töne hinunter -oder hinauf transponiert. Das finde ich faszinierend. So gesehen ist die welt musik.
/>
anschliessen. Die Musik nur als "Werkzeug" oder lediglch als "Vehikel" zu betrachten wäre mir fremd. Musik kann beides auch sein, geht nach meinem Verständnis und Gefühl aber weit darüber hinaus.
/>
/>Schönen Gruss
/>Herbert

/>Meine Beiträge geben ausschliesslich meine persönliche Meinung wieder, nicht die des Vereins Varnenum e.V (www.varnenum.de).

Anufa Ellhorn

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #36 am: 07. Mai 2008, 10:49 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>Uhanek, ich meinte auch ned, dass ich nu das genauso machen müsste - mir is nur schleierhaft, wie das hinbekommbar sein soll  :stunned:
/>Nochmal umformuliert möcht ich meine persönliche Wertigkeit von Musik versuchen (Eldkatten´s Beitrag hat mich nämlich drauf aufmerksam gemacht, dass ich unter Umständen flasch verstanden worden sein könnte :stunned:):
/>Musik als Technik betrachtet ist für mich ein Werkzeug. Dass daraus Dinge entstehen können, die mehr als heilig sind ist genauso eine Möglichkeit wie Kriegs- bzw Marschmusik. Selbes Prinzip - das der Musik; Schwingungen die Reaktionen in uns bewirken. Wie umfassend oder eingeschränkt ich das Werkzeug nun einsetze... persönliche Sache.
Bright blessings
/>Anufa

Uhanek

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #37 am: 07. Mai 2008, 11:09 »
@Anu und Eldkatten:
/>
/>Ich bin auch ein Musikliebhaber und sicher kann man Musik auch so erleben und einsetzen, wie Ihr es umrissen habt. Da habe ich gar kein Problem mit. Ich habe nur erzählt, wie wir es im buddhistischn Rahmen sehen und praktizieren.
/>
/>LG
/>Uhanek
Sighs[/list]

Anufa Ellhorn

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #38 am: 07. Mai 2008, 11:17 »
Well met, Uhanek ;)
/>
/>Genau darum gings mir ja bei meiner Frage: ich möcht immer wissen, wie andere etwas sehen/handhaben/machen/denken, weil ich´s faszinierend finde, wie sich die Dinge manchmal gleichen und auf der anderen Seite wie grundverschieden sie auch sein können.
/>Auch ein Grund, warum ich z. B. Kulturmixing nur mach, wenn ich auch den Eindruck habe, über die Kultur, von der ich mir was borge, die Hintergründe dessen zu kennen, was ich mir gern borgen würde. Schließlich kann es immer sein, dass was nur so aussieht als wäre es das Puzzlesteinchen, nach dem ich gesucht hab, de facto aber gaaaaans was anderes ist (und nur für mich so aussieht, weil ich nur die Hälft davon überhaupt seh)
/>
/>So als Beispiel in der Musik: mir versuchen etliche Leuts seit ziemlich langer Zeit nu Metallmusik näher zu bringen - mir ringelts dabei immer die Zehennägel auf und dellt´s die Trommelfelle ein. Mag ja gut sein, dass ein guter Teil der HeavyMetaller ne klassische Ausbildung haben und in jedem Orchester mitspielen könnten - bloß hilft mir das nix, wenn ich davon nix merk in der Musik. Wenn die allerdings manch eine Ballade schreiben und zum Besten geben, dannnnn merkt ma des scho!!! Genauso wie ma das bei manch einem anderen merkt, dass der noch nie wirklich Gitarre spielen gekonnt hat... vom Singen wolle mer da jetzt garnimmer reden, wenn ma mal ein bissl Einblick in die Technik von heut hat.
/>
/>Waaah, noch ein PS:
/>was mir dazu auch noch einfällt sind die "nu das is halt a alter Chant" Sichtweisen... an die ich mich auch noch erinnern kann. Allerdings weiß ich nicht, ob es das heut noch so gibt. In meiner Anfangszeit gab es einige Chants, die traditionell waren (und noch sind) und von denen keiner wusste, was das so genau heißen tät. Wenn ich allein auf sowas gestoßen wäre, hätt ich das nie im Ritual verwendet, muss ich ganz ehrlich sagen. *an die Stirn tipps* ich bin doch ned wahnsinnig und verwende was zum Energieaufstellen, von dem ich nedmal weiß was das heisst!!! 8). Auf der anderen Seite, solang es genügend Leuts mit "Intention" füttern... aber das ist dann wohl wieder ne andere Geschichte. Tät mich interessieren, wie das mit den Mantras ist... aber das wohl in einem eigenen Thread.
Bright blessings
/>Anufa

Uhanek

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #39 am: 07. Mai 2008, 11:20 »
Hi Anu,
/>
/>das ist sicherlich ein guter Ansatz.
/>
/>LG
/>Uhanek
Sighs[/list]