Autor Thema: Zu den Chants im Ritual  (Gelesen 19941 mal)

Uhanek

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Distelfliege

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #49 am: 14. Mai 2008, 12:59 »
Uhanek, deine verlinkten Sachen sind echt toll.
/>
/>Aber denkt dran: Hier ist kein umgefallener Dudelsack-Thread, hier ist kein Thread wo es um anhören und Konsum geht, sondern um erschaffen, um selber machen, um Singen!
/>Das ist ja gerade das marode an "unserer Kultur", daß Musik quasi synonym ist mit etwas, das ich "laufen lasse".
/>
/>"now playing" Links in Blogs. Playlists. "Ich höre das und das" als identitätsstiftende Geschichte... ich höre, ich lasse etwas laufen, aber mein künstlerischer Ausdruck, meine Stimme, wo ist sie?
/>
/>Neue Regel: Verlinkt werden hier bitte NUR und ausschliesslich Stücke, die man entweder selbst aufgenommen hat oder die man selbst auch singt in ähnlicher Form, also nur Hörbeispiele - KEINE Sachen zum "anhören". Seht diesen Thread als Enklave des kreativen Menschen an, und wenn ihr schreibt, verschiebt euren Standpunkt zuerst auf den eines Menschen, der sich ausdrückt, der sich musikalisch äussert... und schreibt aus der Sicht dieses Menschen :)
/>
/>thx
/>Distel
/>
/>
/>

Uhanek

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #50 am: 14. Mai 2008, 13:15 »
Hi Distel,
/>
/>okay, sorry. Ich habe die Sachen hier verlinkt, weil ich persönlich es seit jeher immer sehr inspirierend fand zu hören, wie die Stimme eingesetzt werden kann. Das hat mir sozusagen die Furcht vor der eigenen Stimme genommen. Als Aufforderung zum passiven Konsumieren war es nicht gemeint.
/>
/>LG
/>Uhanek
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Distelfliege

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #51 am: 15. Mai 2008, 01:38 »
Keine Angst, ich weiß doch daß du in den besten Absichten gepostet hast - sollte nur ne allgemeine Erinnerung sein, damit das Thema auch nicht in der Folge ins allgemein-Musikalische "abdriftet", was ja sicher auch erschöpfend und interessant wäre, sondern damit es halt auch im Grossen und Ganzen "bei uns bleibt" - also bei uns als Menschen die in Ritualen z.b. mit Musik  umgehen und singen.

WildWeib

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #52 am: 17. Mai 2008, 09:18 »
Besser spät als nie,
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/>
Bei dem Gesang den ich meine, singe ich nicht mittels Gesangstechnik oder Übung selber, also ich bestimme nicht vorher oder währenddessen, wie und was ich singe, ich leihe meine Stimme her. Wenn "es" also schlecht singt, dann hilft es nix, wenn "ich" übe. Wenn jemand üben müsste, dann bin nich ich das, also meist liegts an mangelnder Kommunikation.

/>Ach, du meintest Impro. Ja, ich denk da kann ich dir zustimmen. Ich würde von mir selbst auch sagen, dass ich das nur zu geringen Anteilen selbst steuere. Da passt das schon gut, was du gesagt hast.
/>
/>
/>
Zitat
Vorsicht intime Frage: Ist das bei irgendwem mal in die Hose gegangen, weil der Chant aus ner fremden Kultur war und man nicht gewusst hat, was man da singt?

/>Nein, weil ich das wenn irgend möglich vermeide. Betrifft aber auch Lieder, die ich "außerrituell" zum Spaß singe - weil das für mich wie gesagt nur sekundär einen Unterschied macht. Es gibt ein, zwei Ausnahmen; das sind Lieder, die ich einfach so schön finde und von der Tonlage her auch prima mitsingen kann, dass ich mich da schwer zurückhalten kann. Ich hoffe dann einfach das Beste. Ich mach's nicht gern und dementsprechend selten, aber manchmal ist es einfach stärker als ich.... aber rituell würde ich keine Texte nehmen, die mir unbekannt sind.
/>
/>Gruß
/>Wilde

Phoenix

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #53 am: 30. Mai 2008, 08:57 »
Heyyy... Wenn ich mich traue, kann ich SINGEN!  :pleased:  :pleased:  :pleased:  :pleased:
awkward is beautiful; machine is machine
/>(fetish)

Atalante

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Re: Zu den Chants im Ritual
« Antwort #54 am: 30. Mai 2008, 10:28 »
Heyyy... Wenn ich mich traue, kann ich SINGEN!  :pleased:  :pleased:  :pleased:  :pleased:
/>

/>Jaaaa! Aber sicher doch!!! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: *mitfreu*
/>
/>Ich glaub, jetzt schreib ich doch noch was dazu. Am Anfang dieses Threads hab ich mich noch gewundert, wo das Problem liegt, weil man ja einfach nur loslegen und singen muss. In meiner Heimat-Frauen-Ritualgruppe hatten wir am Anfang einzig das Problem, wo wir genug Chants herbekommen. Singen und Tanzen sind wichtige Bestandteile der Rituale, undenkbar ohne! Ich kann mich nicht erinnern, dass sich je eine geniert hätte zu singen. Und wir sind nicht gerade eine Auswahl von der Opernbühne. Seitdem wir allerdings ein paar begnadete und z.T. auch gut ausgebildete Stimmen dazu bekommen haben wird es auch mühelos und improvisiert mehrstimmig. Jede singt halt das, was ihr gelegen kommt, Haupt- oder andere Stimme oder improvisierte Ergänzungen. Es ergibt sich, es fließt, anders kann ich es nicht beschreiben. Auch Lautstärke, gemeinsamer Schluss etc. ergibt sich alles von selbst. Das Singen war irgendwie etwas, worüber frau nie nachdenken musste. Und toll klingt es auch immer.
/>Nun bin ich leider weit weg von dieser Gruppe. Aber wir sind gerade dabei, an meinem aktuellen Wohnort auch so etwas zu machen. Und da bin ich bisher die einzige Singwütige gewesen, keine andere hat sich erweichen lassen, mitzusingen. Da hab ich erstmal kapiert, dass das ein Problem sein kann, dass sich jemand nicht traut zu singen. Aber tollerweise ist jetzt doch noch eine dabei, die auch gerne singt. Ich hoffe, wir können da ermutigend wirken... Gesänge sind so toll im Ritual, man nimmt sich einfach viel, wenn man darauf verzichtet. Es muss ja nicht bühnenreif sein, es muss - wie soll ich sagen? - einfach nur echt klingen. Man geht in den Klang rein, nicht in Trance oder so, sondern man verbindet sich durch den eigenen Gesang mit den Tönen, dem Gesamtklang, den SängerInnen, der Grundstimmung des Lieds, ggf. auch mit dem Textinhalt, wenn man sich in der Imagination darauf einlässt (und der Text verständlich ist). Kann man ganz schwer beschreiben, man ist auf jeden Fall sehr intensiv anwesend. Wie heißt nochmal diese Veranstaltung? "Schwingungsfeld"? Das in etwa ist es.