Autor Thema: Grundgedanken zur Polarität  (Gelesen 28152 mal)

Werner

  • WurzelWerk GastAutor/in
  • **
  • Beiträge: 1948
  • Geschlecht: Männlich
Re: Grundgedanken zur Polarität
« Antwort #8 am: 31. Mai 2008, 05:58 »
Hallo Vitom
/>
/>Zum Begriff der Seele kann ich nur sagen, es gibt so viele Definitionen dafür, wie es Menschen gibt. Sicherlich kann man dann verschiedene Meinungen noch in Gruppen einteilen (z.B. die christliche Bedeutung oder die Bedeutung, die viele Naturvölker haben usw.) und somit die vielen Ansichten etwas einschränken, aber auch dann gibt es immer noch sehr viele verschiedene Meinungen.
/>
/>Ich gehe mit dir einig, dass man als Seele vielleicht das bezeichnen kann, was in der Quantenphysik  Information ist. Ich sage "vielleicht", denn sicher kann das ja niemand wissen.
/>In diesem Falle wäre dann Seele die zweite Seite des Menschen. Eine Einheit, aber gleichzeitig zwei. Diese sind nicht zu trennen und existieren immer zusammen.
/>Statt Seele spreche ich jedoch lieber von Spirit, aus obigen Gründen der vielfältigen Definitionen von Seele. Obwohl viele Leute mit dem Wort Spirit auch nicth glücklich sind. Aber immerhin finde ich den Ausdruck besser als Seele. Doch das ist meine Empfindung. Das Wort sollte ja auch nicht gar zu wichtig sein. Obwohl man sich bei Diskussionen zwingend auf gleiche Bedeutung von Worten einigen sollte, sonst wird ein Chaos draus.
/>
/>Die Quantenphysik hat jedoch über die sogenannte Information noch nicht ausreichend Kenntnis. Deshalb ist es auch nicht (oder noch nicht) möglilch, mit absoluter Sicherheit davon zu sprechen, dass Information als individuelle Information ewig ist.
/>Für mein Verständnis ist es sie nicht. Für diese Annahme habe ich einige Gründe.
/>
/>- Wenn Wissenschaftler eine neue Substanz entwickeln (besonders in der Medizin geschieht dies laufend), dann dauert es oft sehr lange, bis man zu einem Ergebnis kommt. Denn lvon einer neuen, also noch nicht existent materiellen Seinsform gibt es auch noch keine Information. Sobald jedoch die Substanz gefunden bzw. entwickelt ist, taucht irgendwo in der Welt ganz unabhängig in in keinem Zusammenhang mit der anderen Forschung, diese Substanz plötzlich auch auf. Ich sehe darin einen Hinweis, dass die Information aus der ersten Entwicklung nun vorhanden ist und diese dann auch irgendwo auf der Welt auch auftreten kann und sich die materielle Seite davon entwickeln kann. Denn auch die materielle Form kann ohne die Information gar nicht existieren. Dies wurde ja mit den Quarks recht gut erforscht. Rupert Shelldrake hat sich sehr ausführlich zwar nicht ganz auf der Basis der Quantenphysik, sondern mehr aus empirischer Erfahrung, mit diesen Phänomenen befaßt und nennt das, was man in der Quantenphysik Information nennt,  das "morphogenetische Feld".
/>
/> Ein weiterer und sogar noch viel einleuchtender Hinweis ist, dass die Information nicht von dem materiellen Teil losgelöst werden kann. Das ist ja gerade das Wesen der Polarität. Nun kann aber doch jeder Mensch sehen, dass alles, was auf der Erde existiert, irgendwann einmal auch stirbt. Und zwar gilt dies für einzelne Individuen (bei Lebewesen wie z.B. auch beim Mensche) oder Individualitäten (bei Dingen). Zwar werden dann immer wieder neue Individuen geboren oder sie entstehen, jedoch ist auch dieses neue Entstehen irgendwann einmal beendet. Jeder weiss von ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten. Jeder weiss auch, dass unsere Erde, unser Sonnensystem und auch alle Sterne einmal verschwinden werden. Sicherlich nicht alle auf einmal. Alles hat seine eigene Lebensdauer und somit geschieht nie alles auf einmal.
/>Was einmal ausgestorben ist, kommt nie wieder.
/>Wenn die Information nicht verschwinden würde, dann müßte doch alles immer wieder und für immer gleich weitergehen. Das tut es aber nicht.
/>Ein Grundprinzip ist, dass nichts so bleibt, wie es ist. Also wird auch die Information sich auflösen, so wie die Materie.
/>
/>Ein ewiges Leben für den Einzelnen und auch für jede Individualität gibt es somit nicht. Jedoch gibt es die Ewigkeit im Sinne von dem ewigen Weitergehen von Kommen und Gehen, Geburt (oder Entstehung) und Tod (oder Vernichtung). Insofern kann davon sprechen, dass sowohl die Materie wie auch den Spirit ewig gegeben hat und auch ewig geben wird. Jeoch in sich immer wandelnd und nie gleichbleibend. Also ewig nur in der Gesamtheit, nicht im Einzelnen.
/>
/>Entstehung und Vernichtung sind jedoch nicht das, was wir in unserer dualistischen Sicht bisher unter Geburt und Tod verstanden haben. Denn alles ordnet sich wieder neu (also sowohl Information wie Materie) und somit entstehen immer neue Dinge. Die können manchmal ähnlich sein wie die vorigen, aber das muss nicht unbedingt so sein. Es können ganz neue und sehr verschiedene Dinge dabei herauskommen. Dieses ewige Weitergehen (Professor Dürr spricht von dem ständigem Wirken von allem) ist die wahre Ewigkeit und auch die einzige wahre Wirklichkeit (das Wort kommt von wirken!). Sowohl die Materie wie auch der Spirit wird niemals verschwinden, sondern sich immer neu gestalten, neu zusammensetzen. Manchmal ähnlich wie vorher, manchmal ganz neu. Jedoch stirbt die Individualtät von allem was ist, aus. Jedoch nur das Individuelle verschwindet. Nicht das Ganze. Aber das ganze hat keine Individualität. Das muss man unbedingt beachten.
/>
/>Im dualistischen Denken hat man sich ausgedacht, dass man als Individuuem ewig weiter leben wird. Dafür gibt es überhaupt keinen Anhaltspunkt. Das sind also nur Wunschvorstellungen der Menschen, die sich selbst zu wichtig nehmen. Diese Fantasie wird dann zum Glauben und der Glaube ist dann für diese Menschen die Wirklichkeit. Sehr komisch, nicht wahr?
/>
/>Somit gibt es überhaupt kein Weiterleben einer Individualität, sowohl im materiellen wie im spirituellen Bereich.
/>
/>Ob man dies nun auch so sieht wie ich oder nicht, ist absolut unwichtig. Denn unser Wissen ändert überhaupt nichts an der Ewigkeit und auch nichts daran, ob wir als Ich weiterleben oder nicht. Auf das Leben hier in diesem Augenblick und in diesen wenigen Jahren, die wir uns als ICH bezeichnen, kann unsere Einstellung jedoch schon erhebliche Auswirkungen haben. Welche Auswirkungen Religionen haben, das kann ja jeder sehen. Insofern kann es schon von Bedeutung sein, was das Weltbild der meisten Menschen ist, insbesondere, wenn sich dann große Gruppen bilden, sich einbilden, die Wahrheit gepachtet zu haben und dann auch noch Macht ausüben mit ihrer Ideologie. Denn dementsprechend ergeben sich dann ganz bestimmte Dynamiken, die für andere Menschen manchmal angenehme, meisten jedoch eher unangenehme Folgen haben. Denn Ideologien werden fast immer zur Machtausübung (ob in brutaler und direkter Weise oder auch auf dem sanften Weg) mißbraucht.
/>
/>Soweit mal meine Gedanken zum Thema Seele.
/>
/>Schönen Gruß
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

morgane

  • Zweitwohnsitz WurzelWerk
  • *******
  • Beiträge: 3045
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Grundgedanken zur Polarität
« Antwort #9 am: 31. Mai 2008, 08:09 »
Hi!
/>M.e. entsteht der begriff der dualität aus der kindlichen entwicklung, parallel dazu wäre die geistesentwicklung der menschheit allgemein.
/>Etwa um das zweite lebensjahr herum beginnt sich das kind als ein ICH zu begreifen, dass dem DU der welt gegenüber steht. Hier ICH dort NICHT ICH. Alle gegensätze leiten sich aus dieser grundsätzlichen erkenntnis her. Der dualitätsgedanke scheint also ein produkt der ich - entwicklung zu sein. Er ist ja auch ganz brauchbar als unterscheidungswerkzeug:
/>
/>- was mir gut tut = gut
/>- was mir nicht gut tut = böse
/>
/>Der (verständliche) kurzschluss ist aber, diese merkmale auf die metaphysische ebene zu heben. Dort hat das m.e. nichts zu suchen. Aber wir menschen machen eben alles uns gleich, auch die *götter*. Wir schließen von unseren befindlichkeiten auf das kosmische. Das ist ein witz, verständlich aber letztlich sehr beschränkt. Diese geisteshaltung betrachte ich als vorüber gehend. Wir müssen irgend wann erwachsen werden und diese kindliche haltung überwinden.
/>
/>Was polarität anlangt, bin ich mir nicht sicher. Sie scheint eine *tasache* zu sein. Da ich aber mittlerweile weiß, dass auch *tasachen* eine form unserer wahrnehmung und unseres denkens sind, würde ich mich auf die *wirklichkeit* dieses phänomens nicht berufen. Vorderhand benütze ich diesen begriff aber noch, weil er mir stimmig erscheint. Aber: alles fließt. Wer weiß, wie ich das in meinem nächsten leben sehen werde  ;)?
/>
/>lg morgane 
/>
/>  
/>   
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

vitom

  • Zweitwohnsitz WurzelWerk
  • *******
  • Beiträge: 843
  • Geschlecht: Männlich
Re: Grundgedanken zur Polarität
« Antwort #10 am: 31. Mai 2008, 14:29 »

/>Was polarität anlangt, bin ich mir nicht sicher. Sie scheint eine *tasache* zu sein. Da ich aber mittlerweile weiß, dass auch *tasachen* eine form unserer wahrnehmung und unseres denkens sind, würde ich mich auf die *wirklichkeit* dieses phänomens nicht berufen.
/>   
/>

/>Hallo morgane
/>
/>Polarität selber ist eben keine Tatsache, sondern bezeugt die aus zwei Teilen bestehenden ganzen Tatsachen, welche im kulturellen Wortschatz unmittelbar einleuchten und nicht getrennt werden können (oben/unten etc.). Das gehört zum Weltbild, zur Root-Ebene. Die Wahrnehmung der Realität, Wirklichkeit, Transzendenz etc. gehören erst danach zur Weltanschauung.
/>
/>Ein einfaches Beispiel: Wenn ich sage, ich glaube daran, dass es etwas für den Menschen Unbekanntes gibt, ist das vollkommen korrekt in der Polarität bekannt/unbekannt. Wenn ich aber sage, es gibt etwas [unbekanntes], welches die Welt beeinflusst, verletzt das die Polarität von bekannt/unbekannt, weil unbekannt auch unbekannt ist und keine Eigenschaften zugeordnet werden können.
/>
/>Generell: Dass von den Menschen Gedachtes lediglich Gedanken von Menschen sind, das ist von der Natur der Sache her einfach folgerichtig und ist für mich gar keiner Erwähnung würdig (Wahrheit als Tatsache gibt es nicht, bzw. gehört zum Dualismus). Das ist also kein vermeintliches Argument, mit dem man Polarität vermeiden könnte.
/>
/>
/>Gruss vitom - Irrtum vorbehalten
/>
Die keltische Religion - Meine Vorstellung von einem trinitären Monismus setzt ein unistisches [magisches] Weltbild voraus

Werner

  • WurzelWerk GastAutor/in
  • **
  • Beiträge: 1948
  • Geschlecht: Männlich
Re: Grundgedanken zur Polarität
« Antwort #11 am: 01. Juni 2008, 00:28 »
Hallo Morgane
/>
/>Du sprichst ein weiteres Thema an, in dem du sagst "Da ich aber mittlerweile weiß, dass auch *tasachen* eine form unserer wahrnehmung und unseres denkens sind, würde ich mich auf die *wirklichkeit* dieses phänomens nicht berufen".
/>
/>Dieses weitere Thema befaßt sich mit der Wahrnehmung. Da geistern heute viele falsch verstandene Meinungen in der Weltgeschichte herum, die teilweise sogar von der Quantenphysik kommen, jedoch total falsch von Laien interpretiert werden.
/>Selbstverständlich hat jeder Mensch und auch jedes Tier eine andere Wahrnehmung. Mit anderen Worten: Was ich sehe, das mußt nicht du auch sehen. Und selbst wenn wir beiden denselben Baum anschauen, dann ist es mehr als wahrscheinlich, dass mein Eindruck ein anderer ist als deiner.
/>Das Wort Wahrnehmung sagt es eigentlich schon sehr deutlich: "Wir nehmen etwas für wahr!" Also eine Annahme, kein Beweis!
/>
/>Von dieser Erkenntnis ausgehend haben dann viele Leute den falschen Rückschluß gezogen, dass es DEN Baum gar nictht gibt (heute im radikalen Advaita so propagandiert!). Aber selbst wenn man nicht so radikal denkt, dann zieht man meistens den Rückschluss, dass es ein reales Bild vom Baum nicht gibt, denn jeder sieht ja was anderes und für eine Blattlaus ist der Baum nicht einmal erkennbar, denn sie kennt nur viel Grün (das Blatt), von dem sie lebt.
/>Was vollkommen richtig ist, das ist die Tatsache der verschiedenen Wahrnehmung. Jeder Mensch nimmt was adnere wahr und meint dann fälschlich, dies sei die volle Wahrheit. Aber dies und auch die oben genannten Rückschlüsse sind Gedankenkonstrukte. Wenn man sich von all diesen Gedankenkonstrukten - also von dem, was Menschen sich ausdenken oder vorstellen - lösen kann, dann ist die Frage nach der echten Realität gar nicht mehr wichtig. Es ist also ganz gleichgültig, ob der Baum hauptsächlich aus Blättern und Holz besteht, ob er einen "schönen" Wuchs hat, ob er uns Holz liefert, ob er Früchte bringt, wie er chemisch zusammengesetzt ist und was weiss ich sonst noch was. Der Baum ist dann ein Baum und damit fertig. Er ist eine Ralität, auch wenn einzelne Menschen immer nur einen kleinen - oder vielleicht sogar einen großen - Teil davon sehen.  Und selbst wenn niemand ihn als Baum bezeichnen würde und es keine Benennungen gäbe, dann wäre er das, was er ist. Diese Grunderkenntnis fand sogar einen Niederschlag in der Bibel (da stehen manchmal auch ganz interessante Wahrheiten drin, wie in vielen anderen Büchern auch!) indem Gott sagt: Ich bin, der ich bin.
/>Alles ist, was es ist. Egal wie wir es sehen oder benennen.
/>
/>Wenn wir glauben, dass unsere Wahrnehmung irgend einen Einfluss auf das Sein von irgend etwas hat, dann zeugt das wieder mal nur von unserem egozentrischen Denken. Und wieder muss ich sagen: Dieses egozentrische Denken verhindert das Erkennen des Ganzen. Denn es trennt alles zwischen mir und dir, wie du ja so treffend von der Entwicklung des Kindes gesagt hast.
/>Um bei diesem Beispiel des Kleinkindes zu bleiben: Was ein Kind mit 3 Jahren erfährt und erlebt, das ist ja erst der allererste Anfang der menschlichen Entwicklung. Wir tun jedoch so, als wäre diese Ich-Erkenntnis die große Menschheitserfindung und der große Durchbruch überhaupt und halten daran fest unser ganzes Leben lang, als wären wir erst 3 Jahre alt. Das ist schon fast lächerlich. Aber die meisten Menschen merken das gar nicht.
/>Natürlich sind wir ein Individuum und somit ist das Erkennen, dass ich eine eigene Person bin und dass mein Schmerz nicht der Schmerz meiner Mutter oder sonst von irgendjemand ist, das ist in der Tat eine wichtige Entwicklungsstufe. Aber nur eine Stufe, die eigentlich weiter führen sollte und zu der Erkenntnis führen könnte, dass wir zwar vorübergehend ein Individuum sind, jedoch nicht die ganze Welt. Diese ist nämlich das "Alles". Also alles zusammen genommen ist die Welt. Und unser Ich ist nur eine kleine Momentaufnahem, so wie ein Schnappschuss mit dem Fotoapparat. Dieses gemachte Foto zeigt zwar mich. Aber schau es mal in 50 Jahren an und frag dich dann, wer dieser Mensch von damals eigentlich war. Und selbst wenn du sofort ansiehst, dann ist dieser kleine Moment, diese Geste, dieser Blick und alles, was auf dem Foto zu sehen ist, nur ein Bruchteil von einer Sekunde das, was du gerade in diesem winzigen Moment getan hast. Wenn du grad ein ganz blödes Gesicht machst auf dem Foto, dann mußt du nicht unbedingt ganz blöd sein.
/>Du sagst ganz richtig, dass die Menschen - betrachtet als die Menschheitsgeschichte oder -entwicklung - allmählich erwachsen werden sollten. Im Moment sieht es noch nicht so aus, als wären wir nahe daran, auch wenn ein paar Menschen schon anfangen, anders zu denken.  Man kann es natürlich nicht wissen, oft geschehen auch ganz schnelle Entwicklungen. Mals sehen, wies weiter geht. Ich werde den Durchbruch sicher nicht mehr erleben.
/>
/>Wie Vitom schon sagte, ist Polarität keine Tatsache. Sie ist ein Prinzip. Sie ist etwas, das nicht der Beweise bedarf und auch nicht von einer Wahrnehmung abhängt. Das Sein des Baumes hängt zwar auch nicht von unserer Wahrnehmung ab, aber mit der Polarität ist es zusätzlich doch noch etwas anders. Denn so viel man auch drüber diskutieren wird, sie kann nicht widerlegt werden. Denn ein "oben" ohne das "unten" gibt es nicht. Was will man da noch diskutieren oder widerlegen?
/>
/>Noch einen kleinen Gedanken zum Sein und Nicht-Sein. Oder - wie Vitom gerne sagt: Das Bekannt und Unbekannte.  LaoTse, den ich als wirklich genialen Weisen betrachte, nennt das Unbekannte das Tao. Gleichzeitig ist Tao jedoch auch der Weg. Und sein kleines Vermächtnis, das Tao-Te-King heißt: Der Weg der Tugend.
/>Laotse sagt: "Das Tao kann man nicht benennen. Wenn man es benennt, ist es nicht mehr das Tao."
/>Man kann es nicht benennen, weil es das Unbekannte ist. Sobald man es erhkannt hätte, würde man es benennen können und dann wäre es nicht mehr das Unbekannte.
/>Ich sage zwar "Spirit" dazu, so wie Laotse es das Tao nennt, aber das ist keine Beschreibung und somit keine Benennung. Irgend ein Wort müssen wir haben, auch das Wort "das Unbekannte" ist im Prinzip eine Benennung. Nur sollte man sich dann damit zufrieden geben.
/>Und weiter sagt er: "Das Tao tut nichts und doch wird alles getan."
/>Damit macht er deutlich, dass er mit dem Tao nicht im Entferntesten das meint, was wir als Gott oder Götter meinen. Denn von Gott meint man zu wissen, dass er ja genau das Gegenteil von dem ist, was LaoTse meint. Nämlich, dass er erschafft, erhält, alles kontrolliert, allmächtig ist, übernatürliche Kräfte hat, dass nichts geschieht ohne seinen Willen, und so weiter. 
/>Das Tao oder das Unbekannte oder wie ich es nenne, der Spirit, ist die Entsprechung zur Materie. Spirit erschafft nicth, tut nichts. Und doch wird alles getan. Nämlich in der anderen Entsprechung, in der Materie. Da wird ständig gemacht und getan.
/>Interessant bei diesen Betrachtungen ist allerdings, dass es offensichtlich immer wieder "Unter-Polaritäten" gibt (das ist nun eine neue Wortschöpfung von miir, also nicht im Lexikon nachsehen, ob es so etwas gibt). Nämlich in der materiellen Entsprechung gibt es immer wieder neue Polaritäten. Somit gibt es in der Materie Aktivität und Ruhe. Oder Tag und Nacht. Aber alles hat dann doch wieder gleichzeitig auch den anderen Pol, nämlich Spirit.
/>Nun mags wohl ein wenig kompliziert werden.
/>Aber trotzdem sind mal diese Gedanken ganz gut. Denn was ich nun entwickelte in meinen Gedanken und in meiner Betrachtungsweise, das wird nun tatsächlich zur Philosophie. Man sollte also schon unterscheiden zwischen dem Grundprinzip der Polarität und was man dann weiterhin daraus ableitet. Der Grundgedanke hat mit Philosophie nichts zu tun, jedoch dann die Ableitung davon wird zur Philosophie. Diese ist jedoch von einer Religion noch meilenweit entfernt und ich hoffe, dass es nie zu einer neuen Religion kommen wird. Das wäre in der Tat fürchterlich und kaum auszudenken, dass dann alles - mit anderen Vorzeichen zwar - wieder von vorne angeht mit Glauben und Lehren und Vorschriften und Regeln und Übungen und Maßnahmen und all dem Quatsch.
/>Harmlso und sogar sehr hilfreich wäre es jedoch, wenn man die Erkenntnisse - nämlich dass nichts getrennt ist und man keine Götter braucht und dass niemand mehr wert ist als jemand anderer usw. - als einen Weg zur Tugend (Taoismus!) betrachten würde und dann das Leben danach ausrichten würde. Das wäre unglaublich schön und wir hätten dann wieder das Paradies zurückgewonnen.
/>Ob die Menschen jedoch jemals das ereichen werde, sieht im Moment noch nicth sehr erfolgversprechend aus. Aber man sollte die Hoffnung niemals aufgeben.
/>
/>Schöne Grüße und schönen Sonntag
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Wælceasig

  • Zweitwohnsitz WurzelWerk
  • *******
  • Beiträge: 3224
Re: Grundgedanken zur Polarität
« Antwort #12 am: 01. Juni 2008, 07:54 »
Denn so viel man auch drüber diskutieren wird, sie kann nicht widerlegt werden. Denn ein "oben" ohne das "unten" gibt es nicht. Was will man da noch diskutieren oder widerlegen?
/>

/>Ein schönes Beispiel, dass es nicht nur kein "oben" ohne "unten" gibt, sondern dass es auch ganz konkret kein "oben" oder "unten" gibt, sondern dass das nur leere Begriffe sind, die der Mensch sich erdacht hat, um seine Umwelt zu klassifizieren. Der Astronauten in der Schwerelosigkeit des Alls entscheidet willkürlich dass, da wo seine Füße hinzeigen, "unten" sein muss, ohne dass das außerhalb seines Verstandes irgendeine Realität hätte.
/>Genau so ist es mit Tag und Nacht. Der Mensch halt willkürlich Zeit eingeteilt und 24 Stunden als Tag festgelegt, wovon dann 12 Stunden als "Lichter Tag" gelten. (Das das der Realität in keiner Weise entspricht, sieht man ja an den "längeren" Tagen im Sommer, und den "kürzeren" im Winter.)
/>Der Mensch hätte auch genauso gut einen 10 Stundentag festlegen können, ohne das das die Realität irgendwie interessiert hätte.
/>Auch gibt es kein "hell" oder "dunkel". Es gibt nur eine Skala "verschiedene Lichtintensität".
/>
/>
/>
Zudem habe ich den Eindruck, dualistisch denkende, also "gläubige" Menschen, können durch das entweder/oder des Weltbildes vermutlich keine Mitte der Betrachtung erfassen und sehen dadurch, ebenfalls vermutlich, auch die Zusammenhänge der Natur nicht. Da wird noch heute falsch von vier Elementen geredet, so als ob Feuer nicht schon immer Oxidation, Transformation gewesen wäre.  um sich leichter in seiner Umwelt zurecht zu finden.

/>Richtig, es geht darum, Dinge zu erfinden, die dazu dienen, sich leichter in der Umwelt zurecht zu finden: Es gibt keine vier Elemente. Auch keine drei, wie du wohl meinst.
/>Und die Einteilung "vier Elemente" als "falsch" zu bezeichnen ist absurd. (Wie war das mit den kleingeistigen oder "gläubigen" Menschen, die so in der Dualität - oder war's etwa sogar die Polarität? :thinking:  verstrickt sind, dass sie nur entweder(richtig)/oder(falsch) sehen können? :wink1: )
/>In der chinesischen Kultur gibt es fünf Elemente. Auch das ist nicht "richtiger" oder "falscher" als die klassische europäische Einteilung in 4 Elemente - sondern beides ist nichts weiter als eine menschengemachte Klassifikation. Ich könnte genauso gut sagen, dass es 666 Elemente gäbe oder Millionen, wenn das im Rahmen einer in sich schlüssigen Philosophie stattfindet, ist das "richtig".
/>
/>
Laotse sagt: "Das Tao kann man nicht benennen. Wenn man es benennt, ist es nicht mehr das Tao."

/>Richtig.  ;D
/>
/>
Man kann es nicht benennen, weil es das Unbekannte ist.

/>Falsch.
/>
/>Denn in dem du Laotses Aussage, "Das Tao, das man beschreiben kann, ist nicht das Tao!" missachtet hast, und es als "das Unbekannte" benennst, hast du es schon wieder dual gemacht, denn wenn es "das Unbekannte" wäre, wäre es nicht "das Bekannte", und somit nur eine Seite, ein Teil von etwas ganzem und nicht mehr das Tao.
/>
/>
/>Bin schon wieder weg, Jungs - wollte bestimmt nicht mit missio- äh, diskutieren, sondern nur mal darlegen, dass ihr etwas genauer sein solltet.
« Letzte Änderung: 01. Juni 2008, 08:38 von Wælceasig »

LaChatte

  • Zweitwohnsitz WurzelWerk
  • *******
  • Beiträge: 1604
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Grundgedanken zur Polarität
« Antwort #13 am: 01. Juni 2008, 08:03 »
Hi zusammen!
/>
/>
Ein schönes Beispiel, dass es nicht nur kein "oben" ohne "unten" gibt, sondern dass es auch ganz konkret kein "oben" oder "unten" gibt, sondern dass das nur leere Begriffe sind, die der Mensch sich erdacht hat, um seine Umwelt zu klassifizieren. 

/>ich würde diese Begriffe nicht "leer" nennen - sie benötigen einfach noch eine Präzisierung, in Bezug worauf dieses oben und unten gemeint ist. Sie sind lediglich nicht absolut gültig.
/>
/>
/>
Auch das ist nicht "richtiger" oder "falscher" als die klassische europäische Einteilung in 4 Elemente - sondern beides ist nichts weiter als eine menschengemachte Klassifikation. Ich könnte genauso gut sagen, dass es 666 Elemente gäbe oder Millionen. 

/>
/>Vermutlich ist es sinnvoller, die Einteilung nach "brauchbar für..." oder "unbrauchbar für..." zu machen. Die vier europäischen Elemente sind brauchbar für Alchemisten, die hundert-und-einige Elemente sind brauchbar für Chemiker, die fünf chinesischen sind brauchbar für Praktizierende der chinesischen Medizin, die vier Grundkräfte sind brauchbar für Physiker. Und in Bezug auf die jeweiligen Kontexte lässt sich dann schon sagen, welche Anzahl sinnvoll ist und warum, und in Bezug auf den Kontext gibts dann auch "richtig" und "falsch". Es gibt nun mal vier Grundkräfte im Kontext der Physik, und nicht fünfundzwanzig.
/>
/>
/>
/>
Wie Vitom schon sagte, ist Polarität keine Tatsache. Sie ist ein Prinzip. Sie ist etwas, das nicht der Beweise bedarf und auch nicht von einer Wahrnehmung abhängt. Das Sein des Baumes hängt zwar auch nicht von unserer Wahrnehmung ab, aber mit der Polarität ist es zusätzlich doch noch etwas anders. Denn so viel man auch drüber diskutieren wird, sie kann nicht widerlegt werden. Denn ein "oben" ohne das "unten" gibt es nicht.

/>könnte man sagen, Polarität ist eine Methode, die Welt zu strukturieren? Oder lieg ich da jetzt ganz falsch?
/>
/>grüsse, barbara
/>
/>

Wælceasig

  • Zweitwohnsitz WurzelWerk
  • *******
  • Beiträge: 3224
Re: Grundgedanken zur Polarität
« Antwort #14 am: 01. Juni 2008, 08:21 »
ich würde diese Begriffe nicht "leer" nennen - sie benötigen einfach noch eine Präzisierung, in Bezug worauf dieses oben und unten gemeint ist. Sie sind lediglich nicht absolut gültig.

/>Sie sind nur nicht nicht absolut gültig, sondern sie wiedersprechen sich auch, da sie eben nicht "real" sind. Wenn Mensch A) im Tal steht, und Mensch B) in der Mitte eines Berges, dann ist für A) der ganze Berg "oben", für B) nur das Stück bis zum Gipfel. Das Stück zwischen Tal und Bergmitte ist also gleichzeitig "oben" und "unten".
/>Oder um beim Astronauten zu bleiben: Wenn sein Kollege gerade mit dem Kopf in der Richtung schwebt, wo der erste Astronaut seine Füße hat, dann ist oben sowohl oben als auch unten und umgekehrt.
/>
/>
Vermutlich ist es sinnvoller, die Einteilung nach "brauchbar für..." oder "unbrauchbar für..." zu machen.

/>Genau das wird ja auch gemacht. Seit 1661 versteht die Chemie unter den Elementen nicht mehr die vier Stück, die irgendwelche ollen Griechen mal erdacht haben, sondern nicht mehr zerlegbare Reinstoffe, von denen es mitlerweile hunderte gibt. (Keine Ahnung wie viele genau, es kommen ja immer mehr hinzu.)
/>Aber wie du sagst - es sind zweckmäßige Einteilungen - wie so viele vermeindliche Polaritäten - die der Mensch erfindet, und die genauso wenig real oder absolut sind wie andere menschliche Geisteskonstrukte auch.
/>
/>Besonders nett auch zu sehen am Kreis. Wenn ich die vermeindlichen Polaritäten "links" und "rechts" habe, die von dem 0 Grad aus immer extremer werden: Bei 360 Grad ist der extremste Grad "links" gleich dem extremsten Grad "rechts". Die Polarität gibts nicht mehr. 

Werner

  • WurzelWerk GastAutor/in
  • **
  • Beiträge: 1948
  • Geschlecht: Männlich
Re: Grundgedanken zur Polarität
« Antwort #15 am: 01. Juni 2008, 09:02 »
Hallo Waelcaesig
/>
/>Du hast nicht ganz richtig gelesen. Ich sagte nämlich, dass man das Unbekannte nicht beschreiben kann. Dass man ihm einen Namen gibt (nämlich das Unbekannte) ist ein notgedrungenes Vorgehen. Denn wenn man über solche Dinge mit anderen Menschen sprechen will, ohne auch nur ein Wort für etwas zu haben, dann kann man doch wohl nicht einmal andeuten, was man meint. Dass man es nicht beschreiben kann, das ist der Kern der Sache. Dein Auseinanderfieseln ist Wortglauberei.
/>Interessant ist auch, dass du offensichtlich alles sofort in Kategorien einteilst "Gut" und "Falsch". Ein schönes Beispiel für den Dualismus gibst du auf diese Weise.
/>Jemand, der alles nur dualistisch sieht, kann eigentlich kein Gesprächspartner für jemand sein, der das Grundprinzip der Polarität erkannt hat. Eine Verständigung kann niemals zustande kommen, zumindest nicht, solange der Gesprächspartner immer alles nach dualistischen Grundsätzen (wie z.B falsch und richtig) untersucht. Man vergleicht dann nämlich Äpfel mit Birnen.
/>
/>Ich habe nochmals im TaoTeKing nachgesehen, was dort wörtlich steht. Ich zitiere:
/>"Das Tao, das sich aussprechen läßt, ist nicht das ewige Tao. Der Name, der sich nennen läßt,ist nicht der ewige Name"
/>
/>Das "Aussprechen" ist offensichtlich in der Bedeutung von Beschreibung gemeint. Denn wenn LaoTse vom Tao spricht, dann ist das ja ein Wort. Er würde sich selbst widerlegen, wenn er damit nicht die Beschreibung meinen würde. Übrigens sind Übersetzungen aus dem Chinesischen - insbesondere wenn es 2500 Jahre alt ist - sehr, sehr schwierig und wenn man meint, alles nur Wort für Wort aneinander reihen zu können, dann kommen meistens Widersprüche dabei heraus. Man muss sich unbedingt in den ganzen Text hineindenken und zu verstehen versuchen, was der Schreiber in der Gesamtheit wirklich sagen wollte. Dies fällt uns heutigen Menschen besonders schwer, denn wir sind so erzogen und geprägt worden, dass wir im Detail denken und nicht mehr das Ganze erkennen können. Die Postings hier sind ein sehr guter Beweis dafür. Denn das Zerlegen von Texten (indem man Sätze oder auch nur einzelne Worte aus dem Text herausnimmt und zitiert und nur diese Details beurteilt) ist hier sehr verbreitet. Der Sinn für die Gesamtaussage eines Textes geht dabei vollkommen verloren.  
/>
/>Deine Einwände von "oben" und "unten" zeigen ebenfalls, dass du überhaupt nicht verstanden hast, worum ies bei der Polarität geht. Es geht nicht darum, dass es im Weltall und auch sonst ohne Bezugspunkt nirgends ein oben und unten gibt (was natürlich stimmt), sondern es geht darum, dass es hier um Entsprechungen geht. Denn nur wenn man etwas als "oben" bezeichnet (egal, ob von sich aus oder von der Erde aus oder vom Raumschiff aus betrachtet), dann muss es auch das "unten" geben. Ob es wirklich und naturgegeben das Oben oder Unten gibt, ist dabei unwichtig.
/>Oder nimm männlich und weiblich. Wenn es keine Tiere oder Menschen mehr gibt und niemand mehr Mann oder Frau ist, dann gibt es Männlich und Weiblich auch nicht mehr. Siehst du nun, was Polarität ist? Nämlich kein Naturvorkommen, siondern ein Faktum, dass es Entsprechungen gibt. Das sind Dinge oder Eigenschaften, die sich gegenseitig bedingen. Welche Eigenschaften oder Dinge das sind, das ist unwichtig.
/>Für dein Beispiel vom Kreis gilt dasselbe. Wenn du sagst, die Polarität gibt es nicht mehr, dann gehst du davon aus, dass die Polarität ein Naturereignis oder so etwas ist. Aber das ist die Polarität nicht, sondern sie ist ein Prinzip. Und zwar ein allumfassendes. Sie ist das, was wir "Leben" oder "Energie" nennen oder vielleicht auch das, was die Chinesen mit Chi bezeichnen. Nämlich eine Kraft (Spannung !) von einem Pol zum anderen. Die Ur-Spannung, aus der alles entsteht, ist Spirit und Materie. Oder mit den Worten der Quantenphysik: Die Quarks und die Information. Oder vom Atom aus gesehen: Der Kern und die Neutronen, Elektronen und Protonen. Das ist gleichzeitig ein Beispiel von innen und aussen. Wenn wir all das nur in der Welt der Materie betrachten (wie z.B. im Atom), dann sehen wir auch gleichzeitig, dass diese Prinzipien immer auch in den weiteren Entwicklungen vorkommen bis hin zu Tag und Nacht, Männlich und Weiblich. Das sind eigentlich uralte Erfahrungen, denn schon seit Jahrtausenden war es eine Tatsache in der hermetischen Lehre, dass es bestimmte Grundsätze gibt, nämlich die Entsprechungen. Z.B. wie oben, so unten - wie innen, so aussen - wie im Großen, so im Kleinen. Interessant ist, dass heute die Quantenphysik all diese Dinge "neu" entdeckt!
/>
/>
/>Hallo Barbara
/>
/>Du fragst: "könnte man sagen, Polarität ist eine Methode, die Welt zu strukturieren? Oder lieg ich da jetzt ganz falsch?"
/>
/>Nach meiner Meinung ist es keine Strukturierung, sondern ein Erkennen eines Prinzips. Strukturiert wird die Welt nicht, wenn wir etwas erkennen. Wenn ich etwas strukturiere, dann "erfinde" ich etwas und  folge dann sehr wahrscheinlich im Rahmen dieser Strukturierung einigen Regeln. Es kann zum Schubladendenken führen. Ein Erkennen jedoch ist ganz und gar wertfrei. Ein Erkennen hilft lediglich uns selbst, unser Verhalten etwas zu ändern. Weil nämlich viele unwichtige Dinge wegfallen (wie z.B. Regelungen!) und keinen Sinn mehr machen. Z.B. Religion. Es macht keinen Sinn, für einen Gott Gutes zu tun. Es macht aber Sinn, anderen Menschen zu helfen und überhaupt alles zu tun, um die Welt zu einem angenehmeren Platz zu machen. Sicherlich kann man das auch tun, indem man aus religiösen Gründen Gutes tut. Nur wenn man es nur deshalb tut, um von Gott belohnt zu werden, dann handelt man im Prinzip egoistisch und das kann schlimme Folgen haben. Unter anderem führt es zur Heuchelei, was man ja oft beobachten kann. - Ausserdem legt man sich sehr fest und schränkt sich selber ein, wenn man sgtrukturiert, wie z.B. in dem Starren Denken in Gut und Böse, Falsch und Richtig und so weiter. Wie gesagt, es entsteht ein Schubladendenken in Kategorien, die man sich (oder auch die Gesellschaft allgemein) geschaffen hat.
/>
/>Schöne Grüße
/>Werner
/>
/>
/>
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)