Autor Thema: Heilzauber ohne Zustimmung?  (Gelesen 15526 mal)

Uhanek

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Re: Heilzauber ohne Zustimmung?
« Antwort #8 am: 19. Mai 2008, 16:00 »
Hi Eldkatten,
/>
/>der problematisch erscheinende zweite Satz bezieht sich auf den ersten, wo von Amuletten und Energieübertragungen spricht, d.h. von inneren und spirituellen Methoden. Äußere Methoden werden nicht aufgezwungen, sondern vom Patienten erbeten.
/>
/>LG
/>Uhanek
Sighs[/list]

Uhanek

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Re: Heilzauber ohne Zustimmung?
« Antwort #9 am: 19. Mai 2008, 16:02 »
...setzt aber eine gewisse selbstreflektion voraus, ich denk da an das helfersyndrom. Idealzustand wäre ja die konsequenzen zu wissen.
/>

/>Hi Merlin,
/>
/>natürlich wird dabei Selbstreflektion vorausgesetzt.
/>
/>LG
/>Uhanek
Sighs[/list]

morgane

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Re: Heilzauber ohne Zustimmung?
« Antwort #10 am: 19. Mai 2008, 16:50 »
Hi!
/>Also, ich schließ mich da mal ganz vorbehaltlos uhanek an, diese haltung scheint mir sinnvoll, auch als nicht - buddhist.
/>lg morgane
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

Anwen

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Re: Heilzauber ohne Zustimmung?
« Antwort #11 am: 19. Mai 2008, 16:59 »
Hallöli!
/>Grundsätzlich halt ich auch nix davon, jemandem ungefragt was zu schicken.
/>Hab aber eine nette Möglichkeit gefunden, ein bißchen zu tricksen:
/>Man schickt der Person Heilenergie mit dem Zusatz " wenn er/sie sie für sich in Anspruch nemen möchte. Ansonsten soll die Energie allen zur Verfügung stehen, die sie brauchen". Keine Sorge, die good vibes sind nicht umsonst geschickt.
/>lg Anwen

rivka

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Re: Heilzauber ohne Zustimmung?
« Antwort #12 am: 19. Mai 2008, 17:08 »
Vom schamanistischen Standpunkt kann ich dazu nichts sagen, weil diese interessatne Frage ja nun mal im Schamanenforum steht und nicht im Feinstofflichen :(°
/>
/>Wenn ich nu aber trotzdem was sagen darf: ich weiss wie gesagt nicht, wie die schamanische Betrachtungsweise ist, aber meine ist so, dass ich als Person keineswegs die Ursache für die Heilung bin, so sie denn erfolgt, sondern der Gott (in meinem Falle hab ich ja diesen multizuständigen einen) dessen "Mittler" ich sozusage darstelle. Wozu brauche ich also das Einverständnis der Person? Ich brauche das Einverständnis meines Gottes, und bingo.
/>
/>Mit irgendeiner Art von Bevormundung lässt sich das nicht vergleichen, weil man niemanden bevormunden kann, der gar nichts davon erfährt. Anders sähe das aus, wenn ich als Person für die andere Person sichtbar handeln würde (reden ist auch handeln). Dann kommen psychologische Mechanismen ins Spiel. Dazu brauche ich der Person Einverständnis, weil es sonst auf Manipulation hinausliefe. Kurz: je mehr Ego meinerseits im Spiel ist, desto mehr Einwilligung brauche ich.
/>
/>Natürlich könnte man einwenden, dass auch mein Gott lediglich so eine Art aufgeblähte Ego-Projektion darstellt. Da müsste ich logisch passen und könnte nur sagen, hoffentlich nicht.
/>
/>Da ich aber in meinem Weltbild davon ausgehe, dass dem nicht so ist, leite ich Heilenergien auch ungefragt weiter - sind eh nicht meine Heilenergienen, und ich habe sie auch nicht als meinen "Besitz"; wenn sie also "da" sind, wenn ich einer Person helfen möchte, dann deshalb, weil sie mir zugestellt worden sind, und der Absender wird schon wissen, warum.
/>
/>Wenn ICH so ganz aus meinem eigenen Wunsch und Willen heraus entscheide, jetzt den-oder-den heilen zu wollen - ohne meinen "wahren Willen", ohne "Be-Geisterung", sozusagen  - dann passiert eh nix - oder der Mensch wird auch ohne meine gütige Mithilfe gesund.
Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
/>
/>(Nietzsche)

Eldkatten

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Re: Heilzauber ohne Zustimmung?
« Antwort #13 am: 19. Mai 2008, 17:36 »
Hallo Uhanek,
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/>
(...)
/>der problematisch erscheinende zweite Satz bezieht sich auf den ersten, wo von Amuletten und Energieübertragungen spricht, d.h. von inneren und spirituellen Methoden.
/>(...)
/>
Das hatte ich schon verstanden. Aber wenn das Amulett oder Mandala in irgendeiner Weise wirkt - wovon ja auszugehen ist, sonst wäre es ja kein Amulett - , sehe ich keinen Unterschied zwischen einer unaufgefordert "aufgedrückten" (formuliere ich jetzt bewusst so harsch) spirituellen Behandlung und einer ebensolchen äusseren. Ich würde ja noch nicht mal jemandem aus eigener Entscheidung und ohne zu Fragen ein Bild in die Wohnung hängen oder eine Kunstskulptur aufstellen (wobei ich die Frage mal beseite lasse, dass diese ja auch eine Wirkung haben), geschweige denn etwas mächtigeres.
/>
/>Hallo rivka,
/>
/>
(...)
/>meine ist so, dass ich als Person keineswegs die Ursache für die Heilung bin, so sie denn erfolgt, sondern der Gott (in meinem Falle hab ich ja diesen multizuständigen einen) dessen "Mittler" ich sozusage darstelle. Wozu brauche ich also das Einverständnis der Person? Ich brauche das Einverständnis meines Gottes, und bingo.
/>(...)
/>
Verstehe ich das - und den Rest deines Beitrages - richtig so, dass sobald ich aus eigener Entscheidung jemanden magisch/schamnistisch beeinflusse, das ethisch fragwürdig ist (unabhängig von der Frage, ob es überhaupt wirkt), wenn ich aber im Auftrag eines Gottes/einer Göttin handle, dann sei das ok, weil es ja nicht meine Entscheidung ist? Dem könnte ich nicht so recht folgen. Wenn eine Gottheit den Wunsch hat, einen Menschen zu heilen - oder ihm zu schaden - wird sie das nach meinem Verständnis von Gottheiten auch ohne die Mithilfe von anderen Menschen tun. Wenn aber die Vermittlung eines Menschen notwendig ist - um Energien zu kanalisieren oder zu übertragen - halte ich es trotzdem für richtiger, den Empfäger/die Empfängerin zu fragen. Auch Gottheiten sollten nicht gegen den erklärten Willen anderer Wesen handeln. Ob sie sich ungebeten in das Leben der Menschen einmischen sollten, finde ich auch eher fragwürdig. Es war zum Beispiel nicht sonderlich nett von Gott, Maria einfach mal so per Bote verkünden zu lassen, dass sie jetzt schwanger sei und einen gottgezeugten Sohn gebären würde (wohlgemerkt, nicht als Frage ante factum, ob sie dazu bereit sei). Naja, aber das ist eigentlich ein ganz andere Thema.
/>
/>Was ich jetzt nicht ganz verstehe ist, wo eigentlich das Problem damit besteht, jemanden zu fragen oder wenigstens zu informieren, ob man jetzt eigene Energien schickt oder göttliche vermittelt. Ich finde, in einerm solchen "Ich weiss es besser, was gut für ihn/sie ist" steckt schon eine Menge Arroganz und Egozentrik. Oder?
/>
/>Schönen Gruss
/>Herbert

/>Meine Beiträge geben ausschliesslich meine persönliche Meinung wieder, nicht die des Vereins Varnenum e.V (www.varnenum.de).

rivka

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Re: Heilzauber ohne Zustimmung?
« Antwort #14 am: 19. Mai 2008, 18:20 »
Zitat
Auch Gottheiten sollten nicht gegen den erklärten Willen anderer Wesen handeln. Ob sie sich ungebeten in das Leben der Menschen einmischen sollten, finde ich auch eher fragwürdig. Es war zum Beispiel nicht sonderlich nett von Gott, Maria einfach mal so per Bote verkünden zu lassen, dass sie jetzt schwanger sei und einen gottgezeugten Sohn gebären würde (wohlgemerkt, nicht als Frage ante factum, ob sie dazu bereit sei). Naja, aber das ist eigentlich ein ganz andere Thema.
Hallo Eldkatten,
/>
/>die Bemerkung, dass Gottheiten nicht gegen den erklärten Willen von Menschen handeln sollten, entstammt deinem Weltbild, nicht meinem  ;)
/>
/>Ich gehe davon aus, dass (ein) Gott besser weiss als ein Mensch, was zu tun ist. Darum fragt man ja Götter und Geister um Rat. Götter, die sich nicht ungebeten in das Leben der Menschen einmischen können und die sich stets dem Willen des Menschen unterordnen - ja, wozu brauch ich die eigentlich? Ab damit in den kosmischen Papierkorb, denn was da übrigbleibt, sind Götter in Diensten des Menschen, so ne Art astrale Heinzelmännchen, und der Mensch als Gott der Welt. Warum nicht? Ist nur zufällig nicht das, was ich glaube (oder glauben kann).
/>
/>Und ich sehe wirklich nicht, was es schaden soll, Heilenergien zu schicken, solange ich psychologische Beeinflussung vermeide. Und was das Handeln ohne den Menschen betrifft...das ist wieder ein anderes Thema. (Ich gaube zum Beispiel nicht, dass man Gott und den Menschen so auseinanderdividieren kann...wenn Gott durch den Menschen handelt, handelt er, genaugenomen, ohne den Menschen.
/>
/>Das Problem zu fragen oder zu informieren besteht hauptsächlich (in meiner Erfahrung) einmal darin, dass man den Betreffenden nicht erreicht, wenn er z.B. im Krankenhaus ist, man ihn nicht gut genug kennt, wenn man ihn mit der Frage in Panik versetzen würde (was bei schizophrenen Personen leicht der Fall ist) und so weiter und so weiter und zum andern darin, dass man nun wirklich nicht als Wunderheiler bekannt werden möchte. Wenn sowas nämlich öfter als einmal klappt, dann kannste dir den Mund fusselig reden, die Leute werden es früher oder später - eher früher - weitererzählen, und zwar in der Fassung, dass DU irgendwas bewirkt hast. Wenn man das nicht möchte, fragt man lieber nicht.
/>
/>
Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
/>
/>(Nietzsche)

EuMin

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Re: Heilzauber ohne Zustimmung?
« Antwort #15 am: 19. Mai 2008, 18:37 »
mhmmm wenn ich dazu auch meinen eigenen Senf posten darf...
/>
/>Wenn ich das von einer energetischen Seite betrachte, dann erscheint mir das alles immer wieder auch ein bisschen manipulativ, denn, wie schon des öfteren hier erwähnt, sind ja nicht alle wirklich darin versiert und ausgebildet und auch wenn sie es gut meinen, denke ich, dass Menschen, die noch nicht wirklich darin geübt sind, Heilungszauber oder wie auch immer man das nennen möchte zu schicken, eben selbst "draufzahlen" können und es dann möglichweise auch wieder gerne an denjenigen zurückschicken, von dem das Ganze kam... so ich hoffe, man konnte mir folgen...  :confused:
/>
/>Ausserdem ist da noch ein weiterer Punkt: Ich weiß nicht, ob ich mich der gutgemeinten Form von Manipulation aussetzen möchte, denn was geschieht, wenn da noch andere Dinge (vom "Heiler") hinzu kommen, während meine Krankheit evtl. schwindet?
/>Also ich persönlich hab da immer wieder so meine Bedenken diesbezüglich...
/>
/>Ein anderer Punkt ist auch noch der des Glaubens - das ist wohl hier der Wichtigste:
/>Ist ja so ähnlich wie in der Therapie: wenn Arzt und Klient daran glauben und davon überzeugt sind, wird es helfen. So auch vielleicht im Senden von heilender Energie. Wenn der Heiler stark genug dran glaubt, dann wirds wohl auch auf die ein oder andere Art hinhauen, selbst wenn der/die HeilerIN nur das Ergbenis sieht...  :wink1: (ist ja auch eine Möglichkeit)
/>
/>Soviel dazu.
...die Wahrheit von heute ist der Irrtum von morgen..

Sei!