Autor Thema: Law of Attraction  (Gelesen 3420 mal)

Peter

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Re: Law of Attraction
« Antwort #16 am: 25. Juni 2008, 23:32 »
Hallo Nelja!
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Könnte man auch sagen, dass Synchronizitäten irgendwie mit diesem Gesetz der Anziehung zusammenhängen? Um mal bei dem Skarabäus-Beispiel von Jung zu bleiben: Hat da das Unterbewusste oder was auch immer verantwortlich war, dafür gesorgt, dass der Käfer angeschwirrt kommt, weil dieses Thema für die Dame gerade angesagt war?
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/>Da geb ich mal ein erfrischendes und klares Nein zurück.  :sneaky:
/>Zum Gesetz der Anziehung sag ich gleich noch was, aber in Deine Beschreibung von Synchronizitäten ist ein Fehler: Synchronizitäten sind akausal, sie folgen nicht dem Ursache-Wirkung-Prinzip. Wenn Du sagst, "dafür gesorgt" dann ist das eine Kausalität. Mit derselben Berechtigung könnte man aber ebensogut sagen, das Bewusstsein des Skarabäus hat  dafür gesorgt, dass er ein geeignetes Mensch vorfindet.
/>Das mag sich jetzt pingelig anhören, ist aber grad ein wesentliches Kennzeichen dieser Phänomene - dass man nicht ausmachen kann, was die Ursache und was die Wirkung ist.
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Zitat
Und lässt sich das Gesetz der Anziehung eigentlich mit den Erkenntnissen aus der Quantentheorie vereinbaren (ich muss dazu sagen, ich bin kein Physiker aber ich habe mal das Argument gehört, dass die Quantentheorie ein solches Gesetz eigentlich verunmöglicht)?
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/>Grundsätzlich hast Du an der Stelle das Problem, dass die Quantentheorie Aussagen über das Verhalten allerkleinster Teilchen etc. trifft, und überhaupt keine Aussagen über esoterische oder bewusstseinsmäßige Phänomene trifft. Vom Standpunkt der Physik gesehen ist es also per se unsinnig hier nach einer Vereinbarkeit zu fragen.
/>Es gibt allerdings die Auffassung, dass bestimmte Erkenntnisse der Quantentheorie eine geradezu erschreckende Ähnlichkeit mit bestimmten esoterischen Zusammenhängen haben (und ich teile diese Auffassung.)
/>Diese Analogien sind allerdings zumeinst etwas "twisty" (d.h. man kriegt davon nen Knoten im Hirn) wie eben auch die Quantentheorie. Das besagte "Gesetz der Anziehung" scheint mir dagegen recht geradeaus zu sein, und ich würde da schlicht gar keinen Zus.hang  zur Q.theorie sehen. Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass dieses G.d.Anziehung eine etwas heftige Vereinfachung von einem komplexeren Zus.hang sein könnte.
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/>lieben Gruß
/>Peter
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LaChatte

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Re: Law of Attraction
« Antwort #17 am: 26. Juni 2008, 08:06 »
Das gegensätzliche würde ich eher als ergänzung definieren, im sinne von komplementären projektionen. Beispiel: jemand sehnt sich unbewusst) nach befriedigung nicht erfüllter, kleinkindlicher bedürfnisse. Er/sie wählt dann einen partner, der diese bedürfnisse zu erfüllen scheint. Aber ob das diesem gesetz der anziehung entspricht, von dem hier die rede ist, glaube ich eher nicht. Für mich fällt das eher in den bereich der psychologie.
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/>Hallo!
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/>Ich würde das auch komplementär sehen: "gleich und gleich gesellt sich gern" - weil gerade dasselbe Thema aktuell ist - und "Unterschiede ziehen sich an", weil dieses eine Thema von verschiedenen Seiten angegangen wird. Rückseite und Vorderseite der Medaille begegnen sich.
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/>Psychologie und das Gesetz der Anziehung würde ich allerdings nicht trennen, schliesslich geht es bei der Anziehung um psychische Bedürfnisse... und PsychologInnen haben auch immer wieder KlientInnen, die Fragen stellen wie "warum hab ich immer Pech, warum gerade ich immer an die falschen Partner", also: warum ziehe ich Menschen und Situationen mit immer derselben Qualität an.
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/>grüsse, barbara

Bjarka

  • Gast
Re: Law of Attraction
« Antwort #18 am: 27. Juni 2008, 13:00 »
Das Gesetz der Anziehung scheint auf jeden Fall dort zu wirken, wo es um Begegnungen des inneren mit dem äußeren Bild geht. Wir begegnen dem, was wir in uns tragen. Wir ziehen mit unserem inneren Bild Ereignisse, Personen, Situationen an, die dieses Bild verkörpern, sozusagen als Materialisationen desselbigen auftreten. Natürlich nicht immer direkt in dieser Form, aber doch in sinngemäß entsprechender. Die äußeren Erlebnisse und Personen als Spiegel unseres Inneren quasi. Ich ziehe an, was ich in mir trage. Vor allem dann, wenn ich es verdränge.

Odin

  • Gast
Re: Law of Attraction
« Antwort #19 am: 15. Juli 2008, 20:51 »
Seid gegrüßt!
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/>Nun, ich hatte mit der kommerzialisierten Version, also „The Secret“ (LOA), 2004 in den USA meinen „Erstkontakt“. Bereits in der Intro des Videos wird darauf hingewiesen, dass es sich um altes Wissen handelt.
/>Prinzipiell, so denke ich, handelt es sich um nichts Neues.
/>Alleine schon ein Blick in das riesige Forum von PI (Powerful Intention) bestätigt wie groß das Interesse an diesem Thema rund um den Globus ist. Was mir bei PI aufgefallen ist, dass von Vielen in erster Linie der materielle Erfolg als das Wichtigste/Erstrebenswerteste schlechthin angesehen wird.
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/>Insgesamt finde ich das LOA-Gesetz, in dieser modernen Form, recht gut definiert. Dargestellt wird, dass es nicht darauf ankommt ob man etwas mag oder nicht – jener Umstand, der am stärksten/intensivsten/häufigsten/tiefsten  empfunden/gedacht/erlebt wird, manifestiert sich. Egal ob nun eine Situation/Lebensbedingung als „gut“ oder „schlecht“ empfunden wird, eben genau jenes Empfinden welches bei einer Person vorherrscht, wird sich manifestieren.
/>Hat jemand Angst vor bestimmten Situationen, so wundert er sich darüber eben genau mit jenen Ereignissen/Situationen immer wieder konfrontiert zu werden, obwohl er diese absolut nicht haben möchte. Das Ganze wirkt auch umgekehrt – jemand der glücklich/erfolgreich ist, und sich jene Ereignisse/Situationen stets, innerlich in seinen Bildern durch Denken und Fühlen in seinem Bewusstsein hält, wird dann auch genau immer wieder in solche Situationen stolpern – andere werden dann sagen „na, er ist halt ein Glückskind, mir passiert so was nie“ – und damit geschieht es dann auch wirklich nie…
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/>Hinweise auf die Wirksamkeit dieses Gesetzes finden sich in der Bibel (der „Glaube“) oder in den unterschiedlichen magischen Traditionen. Wird ein Spruch/eine Handlung gewirkt, so sollte sich der Magier vorstellen was er erreichen möchte, und dann, nach Durchführung des Rituals, nicht mehr allzu viel an das erstrebte Ergebnis denken. Je mehr das Ergebnis als bereits gegeben angenommen wurde/wird (Stichworte: Vertrauen/Glauben/Sicherheit), desto sicherer war/ist das Ergebnis – und dann war/ist der Magier „mächtig“ da sich der Spruch/die Handlung manifestierte.
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/>Beispiele finden sich auch in den Martial Arts – wenn es gilt ein Brett zu zerschlagen, so sollte man sich in seinem Geist jenes Brett als bereits zerbrochen vorstellen und so zur Handlung schreiten – dann klappt es.
/>Ähnliche Ansätze finden sich im Schamanismus, der Psychotherapie (Visualisierungsübungen, Fantasiereisen, Self-fulfilling prophecy), bei diversen Heilern, im Yoga, Zen, tibetischen Buddhismus…
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/>Wirkungsvolles Beten funktioniert nach dem gleichen Prinzip – das Gewünschte soll als bereits erfüllt gesehen werden und dazu gilt es das absolute Vertrauen zu haben.
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/>Die „neuen“ Coaching-Methoden bauen darauf auf: sieh’ das Erwünschte als bereist realisiert, lebe, fühle und handle danach.
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/>Auf die Schnelle fallen mir da einige Quellen ein: die Bibel (z. B. Altes Testament, immer wenn die Israeliten zweifelten, so „strafte“ sie Jahwe mit „Misserfolg“, gleiches Prinzip, anders ausgedrückt im Neuen Testament), Prentice Mulford, Jane Roberts, Rene Egli, „What The Bleeb Do We Know“…
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/>Manche Dinge gelangen jedoch auch nicht zur Manifestation da irgendwo ein oder mehrere, meist nicht sehr bewusste (oder zumindest nicht gerne gesehene) Glaubenssätze, zu Wirkung kommen… was die Erklärung für nicht manifestierte Vorstellungen ist…
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/>LG - Odin
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