Autor Thema: Die Banalität von Beziehungen  (Gelesen 21438 mal)

Peter

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #136 am: 09. August 2008, 00:08 »
Hallo Barbara!
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naja, der richtige Moment, so etwas zu sagen, wäre ja wohl eher dann, bevor es von trauter Zweisamkeit zu sehr trauter Zweisamkeit kommt.
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/>A-ha!  :stunned:  Das muss ich mir merken.
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genau. Was ebenso für alle Partnerinnen in spe gilt. Und wenn da als erstes halt ein paar verknorkste Ideen von wegen Kinderwunsch und goldener Kreditkarte und ewiger Liebe ausgeräumt werden müssen, so ist das eben der erste Schritt in einem gemeinsamen Lernprozess. Und sei dir sicher, wenn du so viel an einer Frau zu kritisieren findest, wird sie ebenso viel an deinen eigenen Verknorkstheiten finden.
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/>Na, jetzt schmeisst Du was durcheinander! Ich hab höchst selten was zu kritisieren gefunden, sondern ich bin kritisiert worden, und frage mich halt, was ich für die, denen ich so wie ich bin nicht recht war, hätte sein sollen.
/>Und dann kommt mir in den sinn, dass hinter der wiederkehrenden Erfahrung des nicht gut genug seins, hinter dem in die Defensive gedrängt werden, hinter der Frage wie man sich denn am besten verbiegen solle und hinter dem generellen Infragegestelltsein, dass also hinter all diesen Dingen, ganz früher mal, ich selber von mir aus auch bestimmte Vorstellungen, Visionen, Sehnsüchte hatte, Vorstellungen dessen was ICH mir wünschen täte...
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/>Und von daher find ich es durchaus lustig das Ding mal umzudrehen und meinerseits die Rolle dessen einzunehmen der Ansprüche hat. ;D
/>Und was die Ewige Liebe und die goldene Kreditkarte angeht - das wären durchaus Dinge gewesen die im Bereich des Möglichen lieben - nur eben nicht so wie die spießbürgerlichen Wertbegriffe sich das vorstellen, sondern wenn dann als gemeinsame Errungenschaft...
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/>Oder wie Morgane schreibt:
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Ein beliebter weg, um von eigener beziehungsunfähigkeit -, unwilligkeit oder kontaktschwäche abzulenken, ist, den schwarzen peter der anderen seite zuzuschieben.
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/>Die Frage ist dann einfach die wo man sich wohler fühlt: in dem Bewusstsein der eigenen Mangelhaftigkeit oder im Bewusstsein der eigenen Vorstellungen und Ansprüche.
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Zitat
dass du ja auch nicht wirklich bereit und willig bist, dich auf sowas einzulassen - und du blockst schon im Momenten ab, wo eine Frau durchaus bereit wäre, noch ein paar Schritte weiter zu gehen.
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/>Staun. Interessant. Ich denke ich bin einfach da wo ich mit dem Zauber abgeschlossen hab in der Erfahrung dessen dass die meisten Frauen überhaupt keinen Schritt zu gehen bereit sind, und ich die Situation ganz trocken betrachte.
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Stimmt. Allerdings ist das Umgekehrte - eine Beziehung um jeden Preis zu vermeiden, weil das kann eh nur schief gehen, und es ist eh keine/r gut genug, auch nicht besser und hilft weder dem Spieltrieb noch der Neugier. Mensch sein bedeutet halt auch, immer wieder mal mehr oder weniger ungeschickt vor sich hin zu wursteln, das Essen und die Finger zu verbrennen, und sich manchmal oberdoof anzustellen. Mensch sein bedeutet auch, immer wieder mal neue Vorstellungen kennen zu lernen. So rein theoretisch sind wir ja eine lernende Spezies, auch im Erwachsenenalter, und können die Vorstellungen, die uns die Eltern mitgaben, auch verändern.
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/>Eben, das denke ich mir auch! Deswegen hats mich ja so gewundert, dass ich in Beziehungsdingen meist einer reservierten zero-tolerance Philosophie begegne und vor allem dann Nähe und Akzeptanz erfahre, wenn das Ziel darin besteht mich als Mitglied für eine Sekte zu werben. Da gehts dann komischerweise...
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nein, dann brauchst du keine Beziehung, dann brauchst du eine Reinmache- und Bügelperson.  :wink1:
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/>Ja aber die sagt dir doch nicht welche Socken zu welcher Krawatte passen!  8)
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Dann suchst du dir wohl am besten jemand, der die extreme Satanistenphase schon ausgelebt hat
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/>Ja nu, dafür wär vielleicht grad *HIER* der richtige Platz, eh?
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hm. Guck dich doch mal nach Frauen um, die im Leben stehen... nach Unternehmerinnen. Handwerkerinnen. so richtig soliden, bodenständigen Weibern. Die werden allerdings dann kaum Lust haben auf endlos lange Diskussionen, sondern lieber gleich zur Praxis schreiten - und ob dir das dann zusagt...? ;D
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/>Eh, wofür? Für Sex oder für Projekt/Unternehmensgründung?
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/>Alles Liebe
/>Peter
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LaChatte

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #137 am: 09. August 2008, 09:09 »
Hi Peter
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Na, jetzt schmeisst Du was durcheinander! Ich hab höchst selten was zu kritisieren gefunden, sondern ich bin kritisiert worden, und frage mich halt, was ich für die, denen ich so wie ich bin nicht recht war, hätte sein sollen.

/>ja, und nun kritisierst du die Kritiksucht der andern. Und wenn du hättest herausfinden wollen, wie du für diese oder jene Person hättest sein sollen, hättest du sie wohl am besten gleich selbst gefragt - wenn du denn den Eindruck hattest, es sei der Mühe wert.
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Ich denke ich bin einfach da wo ich mit dem Zauber abgeschlossen hab in der Erfahrung dessen dass die meisten Frauen überhaupt keinen Schritt zu gehen bereit sind, und ich die Situation ganz trocken betrachte.

/>nun, ich halte die Idee, dass es gar keine Frauen gibt, die da gar keinen Schritt machen wollen, schlicht für falsch. Und, was dich betrifft, für ein bequemes Trostpflaster und ein Abschieben der Verantwortung - alle fünf Milliarden Frauen weltweit wollen eben nicht, wie der Peter will, also hats schon gar keinen Sinn mehr.  ;D Das ist nicht eine trockene (und womöglich gar rationale?) Betrachtung, das ist eine Ausrede.
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Ja aber die sagt dir doch nicht welche Socken zu welcher Krawatte passen! 

/>dann brauchst du eben einen Butler und einen Leibdiener.  8)
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Eh, wofür? Für Sex oder für Projekt/Unternehmensgründung?

/>wonach dir auch immer die Bedürfnisse stehen... damit du endlich deine schönen Theorien apropos interessanten neuen Beziehungsformen endlich mal in die Praxis umsetzt.
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/>grüsse, barbara

Werner

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #138 am: 10. August 2008, 00:03 »
Ich möchte Barbara voll und ganz zustimmen.
/>Lieber Peter, du meinst, dass alle Frauen so sind, wie die Wenigen, die du kennen gelernt hast. Du projizierst deine Erfahrungen, die aus deiner Persönlichkeit erwachsen, auf alle Frauen. Aufgrund deiner Vorgehensweise wirst du immer die gleichen Typen kennenlernen und meinst dann, dass alle so sind.
/>Also ich muss schon sagen, dass die meisten Frauen, die ich kenne, den Frauen, die du beschreibst, in keiner Weise entsprechen. Sicherlich, es gibt ein paar solcher Fälle. Aber von diesen Wenigen dann verallgemeinernd ein Urteil zu fällen, das halte ich schon für ein sehr zweifelhaftes Vorgehen.
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/>Schönen Gruß
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)