Autor Thema: Die Banalität von Beziehungen  (Gelesen 21700 mal)

Dimnara

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #16 am: 27. Juli 2008, 11:55 »

/>Es gibt sicherlich Frauen, die weniger Interesse an Sex haben und es mag vielleicht sogar sein, dass Frauen im Schnitt weniger Lust auf Sex haben als Männer (das liegt aber meiner Meinung nach an den Nebenwirkungen der Pille, die fast jede nimmt und an der mir unverständlichen sexuellen Anspruchslosigkeit, die manche Frauen an den Tag legen), dennoch habe ich den Eindruck, dass die Intensität des sexuellen Verlangens bei Frauen auch in einer längeren Beziehung auf einem konstantem Niveau bleibt.
/>
/>Biologische Aspekte? :
/>
/>Zum Beispiel, dass Männer per se nicht unbedingt darauf ausgelegt sind monogame Beziehungen zu führen.
/>Umso schlimmer, dass Männer mit mehr Testosteron desto beziehungsunwilliger werden.
/>
/>lg Dimnara
Alle Macht dem fliegenden Spaghettimonster! Pastafari 4ever!

Anufa Ellhorn

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #17 am: 27. Juli 2008, 12:17 »
Well met, Dimnara ;)
/>
/>>Zum Beispiel, dass Männer per se nicht unbedingt darauf ausgelegt sind monogame Beziehungen zu führen.
/>Umso schlimmer, dass Männer mit mehr Testosteron desto beziehungsunwilliger werden.
/>
/> :laugh: wer sagt denn auch, dass eine Beziehung monogam sein MUSS?? Monogamie hat imho nur dann was mit Beziehung zu tun, wenn beide Partner das so definieren... das seh ich ja als Beziehungsarbeit (gemeinsam einen Weg zu finden Beziehung auch für beide erfüllend lebbar zu machen!!)
/>
Bright blessings
/>Anufa

Dimnara

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #18 am: 27. Juli 2008, 13:06 »

/>Mir ist schon klar, dass es auch andere Beziehungen als monogame gibt. Aber gerade wenn beide Partner polygam sein dürfen und von einer Seite das sexuelle Interesse abnimmt kann das nicht gutgehen, oder?
/>
/>lg Dimnara
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Anufa Ellhorn

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #19 am: 27. Juli 2008, 13:11 »
Well met, Dimnara ;)
/>
/>Nöö, das seh ich eigentlich genau andersrum  :laugh: - wenn beide polygam veranlagt sind (oder auch nur keinerlei Exklusivrechte in Hinblick auf sexuelle Befriedigung haben/haben wollen - is ja auch möglich  :sneaky:) dann kommt es ausschliesslich darauf an, was mann/frau so ne Beziehung "wert" ist. Arbeit steckt imho überall dahinter und ohne kenn ich absolut keine Beziehung die auch nur irgendwie funzen oder länger als ein paar Monate dauern würde (ähäm und ja natürlich auch als Beziehung erkannt werden würde, weil jahrelange Bumsgemeinschaften, wo mensch sich halt trifft, wenn grad Lust am Ruder ist und sonst nix Gemeinsam hat, das würde ich nicht als Beziehung sehen...)
Bright blessings
/>Anufa

morgane

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #20 am: 27. Juli 2008, 13:22 »
Hi!
/>Wenn das nicht zu intim ist - wer hat schon polygame beziehungen über einen längeren zeitraum hinweg gehabt oder kennt leute, die das befriedigend lebten?
/>Ich selbst hatte einmal gute bekannte, die in einer dreierbeziehung ehemäßig zusammen lebten. Es ging sogar zwei bis drei jahre lang gut. Man kann auch gar nicht sagen, ob die dreierkonstellation ausschlag gebend für die trennung war. Zweierbeziehungen halten oft auch nicht länger.
/>Ich selbst habe überhaupt keine erfahrung mit polygamen beziehungen. Ich könnte mir das auch nicht vorstellen. Deswegen interessieren mich immer erfahrungen von anderen.
/>
/>lg morgane
/>
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

vitom

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #21 am: 27. Juli 2008, 15:31 »
Die Intimität ist ein Problem bei solchen öffentlichen Diskussionen, weil gegebenenfalls manches unter den Datenschutz fallen kann. Wie Anufa Ellhorn bereits erwähnte, ist vieles auch altersbedingt. Ich meinerseits habe die als "zweiten Frühling" bezeichnete körperliche Abänderung als Mann bereits erlebt und kann im Rückblick diese Erfahrung berücksichtigen.
/>
/>Davon ausgehend, den Menschen mit einem angeborenen (biologischen) sozialen Wesensmerkmal der Kooperation zu betrachten, vermute ich hinter dem gemeinsamen Nenner von Beziehung, also dem was angeblich alle wünschen, das Selbstwertgefühl. Dabei "ticken" nach meiner Erfahrung Frauen anders wie ich als Mann. Während es für mich als Mann überhaupt kein Problem darstellt, meine persönliche sexuelle Befriedigung von einem zufällig beteiligten anderen Menschen zu trennen, machen, nur als Beispiel, nach meinen Beobachtungen, offenbar viele alleinstehende Frauen im Alter von bereits etwa über 40 dann entgegen einer anfänglichen Entwicklung plötzlich eine persönliche Beziehung zum Thema, selbst wenn es sich um einen schon in fester Beziehung lebenden Mann handelt.
/>
/>Auch Polygamie betrachte ich vom blossen Sex zwecks Befriedigung getrennt. Für mich ist bereits eine einzige Beziehung als Partnerschaft anspruchsvoll genug, weil eine gegenseitiges "lieb haben" optimal während 24 Stunden pro Tag wirksam und unteilbar ist. Klar ist auch alles andere möglich, aber für mich dann nicht mehr das Höchste der Gefühle im Sinne eines Selbstwertes. Darum definiere ich meine "Liebe" als den Stolz, die Ehre zu haben ... das funktioniert meines Erachtens nur gegenseitig monogam, das Geschlecht spielt dabei überhaupt keine Rolle und der Sex zwecks Befriedigung ist dabei lediglich ein (angeborener) Zusatz.
/>
/>Gruss, vitom
Die keltische Religion - Meine Vorstellung von einem trinitären Monismus setzt ein unistisches [magisches] Weltbild voraus

Distelfliege

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #22 am: 27. Juli 2008, 17:00 »
>>Für mich ist allerdings Sex ein wichtiger Faktor in einer Beziehung zwischen Mann und Frau und ich vertrage es nicht wenn die "Sexfrequenz" nachlässt. In meinen Augen ist  sexueller Interesseverlust (ok Verlust klingt hart, aber zumindest weniger Interesse) ein typisch männliches Phänomen. Ich kenne genügend Männer bei denen das so ist, aber keine Frauen.
/>
/>Hi Dimnara, Ich bin so eine Frau. Aber ich nenne das nicht "sexuellen Interesse-Verlust". Ich hab einfach von Hause aus nicht so ne hohe Sexfrequenz. Im Stadium der 1. Verknalltheit erhöht sich diese, danach sinkt sie wieder auf ihr "natürliches Niveau" ab und pendelt sich dort ein. *ggg* Ich kenne auch andere Frauen, wo das so ähnlich abläuft.
/>
/>>>Beziehungsarbeit ist schön und gut und sicherlich auch wichtig, ich frage mich allerdings nur ob sie auch bei Aspekten fruchtet, die biologisch anders determiniert sind.
/>
/>Naja, wie denn? Anufa meint z.b. Frauen machen eher auf "Abwarten" und du meinst, die Männer warten eher ab und die Frauen machen eher Schluß. Du meinst, sexueller Interesseverlust sei typisch männlich, andere meinen, das wäre typisch weiblich. Das mit der Poly- und Monogamie "biologisch" - wenn das so wäre, dann wäre die Lebensform der meisten Leut wirklich zum scheitern verurteilt... und man sollt sich Gedanken machen über andere Formen von Beziehungen. Es gibt aber auch Leute, die sich da offenbar über die Biologie hinwegsetzen können *g*
/>
/>Also, ich denke schon, daß sich zwischenmenschliche Probleme auch so äussern, daß man weniger Lust auf Sex mit der Person hat. Da frag ich mich: Gehts dann auseinander, weil es zu wenig Sex gibt, oder gibts zu wenig Sex, weil es anfängt, auseinander zu gehen?
/>
/>Und manche Leute knasten sich in Beziehungen auch regelrecht ein, und behandeln sich gegenseitig nicht mehr wie eigenständige Menschen, sondern wie ein Anhängsel des eigenen Selbst. Da könnt ich mir auch vorstellen, daß die Libido abstirbt.
/>
/>ciao
/>Distel
/>
/>

Nelja

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #23 am: 27. Juli 2008, 17:49 »

/>>>Beziehungsarbeit ist schön und gut und sicherlich auch wichtig, ich frage mich allerdings nur ob sie auch bei Aspekten fruchtet, die biologisch anders determiniert sind.
/>
/>Naja, wie denn? Anufa meint z.b. Frauen machen eher auf "Abwarten" und du meinst, die Männer warten eher ab und die Frauen machen eher Schluß. Du meinst, sexueller Interesseverlust sei typisch männlich, andere meinen, das wäre typisch weiblich. Das mit der Poly- und Monogamie "biologisch" - wenn das so wäre, dann wäre die Lebensform der meisten Leut wirklich zum scheitern verurteilt... und man sollt sich Gedanken machen über andere Formen von Beziehungen. Es gibt aber auch Leute, die sich da offenbar über die Biologie hinwegsetzen können *g*
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/>Also, ich denke schon, daß sich zwischenmenschliche Probleme auch so äussern, daß man weniger Lust auf Sex mit der Person hat. Da frag ich mich: Gehts dann auseinander, weil es zu wenig Sex gibt, oder gibts zu wenig Sex, weil es anfängt, auseinander zu gehen?
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/>Und manche Leute knasten sich in Beziehungen auch regelrecht ein, und behandeln sich gegenseitig nicht mehr wie eigenständige Menschen, sondern wie ein Anhängsel des eigenen Selbst. Da könnt ich mir auch vorstellen, daß die Libido abstirbt.
/>
/>ciao
/>Distel
/>
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/>Hi Distel,
/>
/>ich kann Dir nur vollkommen zustimmen!
/>
/>Grüßle
/>Nelja
"Hätte ich keinen Namen für das, was ist, wäre ich umgeben von Wundern." - Jörg Starkmuth