Autor Thema: Die Banalität von Beziehungen  (Gelesen 21586 mal)

EuMin

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #8 am: 25. Juli 2008, 18:08 »
...mir gefällt da der Ausdruck "bauen" noch etwas besser, da "arbeiten" für mich einen etwas schalen Beigeschmack hat, wobei man beim "bauen" dann ja wirklich großes vollbringen kann, sofern beide daran interessiert und beteiligt sind...
/>
/>Ein Eingehen aufeinander, ständige Weiterentwicklung beider Seiten, kann durchaus zu langen positiven Beziehungen führen, vor allem, wenn man einander auch respektiert und eben gerne Anteil hat, an dem, was der/die andere tut. Tja und dann gäbs wohl auch noch den eigenen "privaten" Bereich, den jede/r, meiner Meinung nach, ruhig haben darf oder sogar soll - man muss ja nicht 24 Stunden/Tag aufeinander kleben...
/>
/>Und noch vieles mehr, aber da denke ich, kann man auch etwas auf die Frage nach der Definition der Liebe hinweisen - hat sicherlich auch hier mit Einfluss...
/>
/>Lieben Gruß
/>EuMin
...die Wahrheit von heute ist der Irrtum von morgen..

Sei!

Werner

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #9 am: 25. Juli 2008, 23:56 »
Ich finde auch den Begriff "bauen" für angebracht. Bei "arbeiten" denke ich immer, dass irgend etwas nicht stimmt. Vorausgesetzt, man findet die Arbeit als mühsam. Es gibt ja auch Leute, die finden Arbeit nicht mühsam. Wer also gerne arbeitet, der mag auch gerne an seiner Beziehung arbeiten. Trotzdem werde ich den faden Geschmack nicht los, wenn ich höre, dass jemand an seiner Beziehung arbeiten muss. Das ist bauen viel positiver und das gefällt mir dann schon viel besser.
/>Wenn eine Beziehung mühsam wird, dann ist es meines Erachtens zwar vielleicht möglich, mit viel weiteren Mühsalen daran zu arbeiten, aber ob man dann zu einem guten Ergebnis auf lange Sicht kommt, möchte ich mal anzweifeln.
/>Eine Beziehung sollte eigentlich von der Freude aneinder getragen sein und nicht von Mühen. Gemeinsam bauen, das macht Spaß. Gefällt mir!
/>
/>Schönen Grüße
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Dimnara

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #10 am: 26. Juli 2008, 12:50 »

/>
/>Auch wenn der Text vielleicht überzogen dargestellt ist, erkenne ich doch sehr viele Paralellen zu Beziehungen darin, die ich so beobachte, oder sogar selbst miterlebt habe:
/>
/>Anfänglich wird die Frau vergöttert. Rosarote Brille. Niemand ist so toll wie sie. Mann hat ständig Lust auf Sex.
/>Mann erkennt, dass die Frau auch nur ein normaler Mensch mit Fehlern ist, aber es kommen Gefühle auf und Mann hat das Gefühl die Frau als vollständiges Wesen zu lieben. Sex ist noch immer toll, aber gefühlsbetonter.
/>Mann verliert langsam das sexuelle Interesse an der Frau. Er hat sie noch immer gern, aber die anderen Frauen werden langsam immer interessanter. Früher oder später trifft Mann dann wieder auf eine Frau bei der er eine rosarote Brille trägt und das Spiel beginnt von Neuem.
/>
/>Leichte Abwandlungen etstehen natürlich dadurch wie die Frau den Mann behandelt. Dennoch meine ich dieses Grundmuster bisher in allen Beziehungen gefunden zu haben.
/>
/>lg Dimnara
Alle Macht dem fliegenden Spaghettimonster! Pastafari 4ever!

Nightingale

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #11 am: 26. Juli 2008, 15:14 »
Sorry wenns hart klingt:
/>Wie sich das anhört, hast du bisher vorallem Männer kennengelernt, für dir du vorallem als Unterleib interessant warst, denn
/>wenn die anderen Frauen aus sexuellen Gründen interessanter wurden und du dann abgemeldet warst wirds wohl so gewesen sein, sonst wärst du ja nicht abgemeldet gewesen.
/>Schließe ich jetzt mal so ganz dreist.
/>Die anderen gibts auch. Viel Glück beim finden.
/>LG
/>Nightingale
Es war die Nachtigall und nicht die Lerche,
/>Die eben jetzt dein banges Ohr durchdrang ...
/>http://en.wikipedia.org/wiki/Nightingale

Werner

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #12 am: 26. Juli 2008, 23:13 »
Jeder Mensch hat eine ganz bestimmte Persönlichkeit. Und im Rahmen dieser seiner/ihrer eigenen Weltvorstellung lebt diese Person. Und somit ist die Gefahr sehr groß, dass man immer mit der gleichen Sorte Mensch verkehrt. Und dann hat man immer dieselben Erfahrungen, mit nur wenig Abweichungen.
/>
/>Das trifft natürlich für Männer und Frauen gleicherweise zu.
/>
/>Ich kenne eine Frau, die hat immer die gleichen Erfahrungen mit Männern. Immer geht es nach gleichem Muster. Zuerst ist sie ganz verliebt und er ist der große Held. Dann gehts langsam in Richtung: Er ist zwar immer noch recht toll, aber es gibt ein paar Fehler. Und dann kommt unweigerlich der Moment, wo sie nur noch die Fehler sieht. Und dann gehts auseinander un sie sucht sie einen Neuen. Und das Spiel geht von vorne los.
/>
/>Nun kommt aber der Hammer: Sie behauptet, weil sie schon so viele Männer kennt und miterlebt hat, wüsste sie nun, wie "DIE" Männer sind. In Wirklichkeit hat sie nur immer die selbe Sorte Männer gesucht und war immer nur von angeberischen und großspurigen Männern fasziniert. Andere haben sie gar nicht interessiert. Also musste sie immer dieselben Erfahrungen machen. Makaber dabei, dass sie dann infolge ihres vermeintlichen großen Überblicks  meint, DIE Männer zu kennen und auch noch damit angibt. Dabei kennt sie nur eine ganz bestimmte Sorte Männer, denn die anderen hat sie niemals erlebt.
/>
/>Wie gesagt, solche Muster gibt es bei Männern und Frauen gleicherweise. Ich hatte mal einen Freund, bei dem lief es ganz ähnlich ab. Nach 28 Frauen meinte er, er wüsste nun, wie "die" Frauen sind.
/>
/>Schönen Gruß
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Anufa Ellhorn

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #13 am: 27. Juli 2008, 11:21 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>Ohne persönliche Bezüge herzustellen...  :)
/>
/>>Anfänglich wird die Frau vergöttert. Rosarote Brille. Niemand ist so toll wie sie. Mann hat ständig Lust auf Sex.
/>Mann erkennt, dass die Frau auch nur ein normaler Mensch mit Fehlern ist, aber es kommen Gefühle auf und Mann hat das Gefühl die Frau als vollständiges Wesen zu lieben. Sex ist noch immer toll, aber gefühlsbetonter.
/>Mann verliert langsam das sexuelle Interesse an der Frau. Er hat sie noch immer gern, aber die anderen Frauen werden langsam immer interessanter. Früher oder später trifft Mann dann wieder auf eine Frau bei der er eine rosarote Brille trägt und das Spiel beginnt von Neuem.
/>
/>Imho läuft das auf beiden Seiten er Beziehungspartner in 80% der Fälle genauso ab!! Bloß mit dem Unterschied, dass Frauen sich mit einer "nicht sooooo tollen und interessanten" Beziehung meist wesentlich leichter "abfinden"  :sneaky: :devilish:
/>
/>20% der Leuts sind sich bewusst, dass sie an einer Beziehung arbeiten müssen, weil es sonst keine wird und es ist einzig die Frage wem welcher Aufwand realistisch erscheint und wer bereit ist wieviel an sich selbst zu stricken  :laugh:
Bright blessings
/>Anufa

Dimnara

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #14 am: 27. Juli 2008, 11:37 »
@Nightingale:
/>
/>Bei den Beziehungen, die mich persönlich betroffen haben würde ich das nicht so sehen. Sonst wäre es für mich schon gar nicht mal zu einer Beziehung gekommen. ;) Eine Beziehung ist für mich ein seltener Sonderfall, wenn da eben mehr da ist als ausschließlich, oder hauptsächliches sexuelles Interesse.
/>Für mich ist allerdings Sex ein wichtiger Faktor in einer Beziehung zwischen Mann und Frau und ich vertrage es nicht wenn die "Sexfrequenz" nachlässt. In meinen Augen ist  sexueller Interesseverlust (ok Verlust klingt hart, aber zumindest weniger Interesse) ein typisch männliches Phänomen. Ich kenne genügend Männer bei denen das so ist, aber keine Frauen.
/>Zugegebenermaßen würde das auch biologisch recht viel Sinn machen.
/>
/>@Anufa:
/>
/>Klar läuft es auf beiden Seiten so ab, dass man irgendewann einmal erkennt, dass der Partner auch "nur" ein normaler Mensch ist. Ehrlich gesagt kenne ich es aber genau umgekehrt, nämlich das sich Männer aus Bequemlichkeit mit den "nicht so tollen" Beziehungen abgeben und Frauen Schluss machen wenn es ihnen nicht mehr passt. Frauen zeigen zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis bei diesem Punkt wesentlich mehr Initiative.
/>Beziehungsarbeit ist schön und gut und sicherlich auch wichtig, ich frage mich allerdings nur ob sie auch bei Aspekten fruchtet, die biologisch anders determiniert sind.
/>Und bei aller (gegenseitigen) Liebe kann und sollte man wohl aus einem Kreis nie ein Quadrat machen..
/>
/>@Werner:  Ich denke, die Muster entstehen durch persönlichen Geschmack. Jeder Mann und jede Frau findet nun mal einen bestimmten Typ des gegensätzlichen Geschlechts anziehend. Das fängt beim Äusserlichen an und betrifft sicherlich auch den Charakter.
/>Aber sollte man denn die persönlichen Präferenzen verändern? Kann so etwas überhaupt klappen?
/>Ich stimme dir allerdings zu, dass es vermessen ist von einer geringen "Stichprobe" auf alle Männer, oder Frauen zu schließen.
/>
/>lg Dimnara
Alle Macht dem fliegenden Spaghettimonster! Pastafari 4ever!

Anufa Ellhorn

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #15 am: 27. Juli 2008, 11:47 »
Well met, Dimnara ;)
/>
/>Dann doch etwas persönlicher...
/>
/>Ich bin der Ansicht, dass das auch eine Alterfrage ist  :laugh:
/>Ist frau jung (entweder tatsächlich oder einstellungsmässig) dann ist sie imho wesentlich weniger geneigt uninteressante Beziehungen zu akzeptieren als jemand der "älter" ist. Schlichtweg, weil der Marktwert der Jugend wesentlich besser steht und viele Ältere auf der Schiene laufen "besser ne laue Beziehung (quasi WG mit gelegentlichem Gewohnheitssex) als garkeine". Erst so in den letzten 20 Jahren gibt´s deutlich immer mehr Frauen, die sich dafür entscheiden lieber allein zu leben als in ner lauen oder gar echt unnötigen Beziehung...
/>
/>>In meinen Augen ist  sexueller Interesseverlust (ok Verlust klingt hart, aber zumindest weniger Interesse) ein typisch männliches Phänomen. Ich kenne genügend Männer bei denen das so ist, aber keine Frauen.
/>
/>Vielleicht wieder eine Frage Deines sozialen Environements?? Ich persönlich kenne sowohl privat als auch durch meine Beruf wirklich MASSIG Frauen, die ihre Libido schlichtweg abgedreht oder auf Sparflamme runtergeschraubt haben (eh sinnlos weil nicht sinnvoll oder erfüllend auslebbar)...
/>Bei Männern ist das imho bloß deutlicher sichtbar  :laugh:
/>
/>>Beziehungsarbeit ist schön und gut und sicherlich auch wichtig, ich frgae mich allerdings nur ob sie auch bei Aspekten fruchtet, die biologisch anders determiniert sind.
/>
/>Ich seh noch keine Punkte, die biologisch determiniert wären und die der Beziehungsarbeit im Weg stünden  :stunned: :thinking: Was wären denn solche Punkte??
Bright blessings
/>Anufa