Autor Thema: Die Banalität von Beziehungen  (Gelesen 21689 mal)

Anufa Ellhorn

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #128 am: 08. August 2008, 08:25 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>Für mich ist die einzige Schwierigkeit immer die Vermischung von derartig vielen Ebenen  :stunned:
/>1. Wir haben Instinkt und es ist auch bei Viechern so, dass der auf ganz bestimmte Merkmale "anspringt" (ein Vogel muss zerscht ein Suuuupernest gebaut haben, eine Katz muss bsonders attraktiv rollig sein, ein Hirsch muss zerscht die anderen Hirschen verjagen, ein Schimpansenweibchen braucht einen großen roten Hintern, ein tasmanischer Teufel muss erst Fressen anbringen etc pp). Da haben wir schon zwei Komponenten, die körperliche und die materielle
/>2. Wir haben Hirn und das macht es dann noch schwieriger, weil das nicht auf das zielt was IST sondern auch das was in Zukunft SEIN SOLL (zumindest bei Frauen!!) und nicht zu knapp auf das, was lt. Gesellschafts- oder Sozialisationsform zu SEIN HAT.
/>
/>Und deshalb schauts imho so aus wie es ausschaut... in den unterschiedlichen Kombinationen  ;D
Bright blessings
/>Anufa

Manfred

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #129 am: 08. August 2008, 09:01 »
:laugh: Nu als Frau les ich aus sowas, dass es sich um jemand handelt, der sehr wohl über Kosten-Nutzen nachdenkt und zwar im täglichen Leben (und da kenn ich eigentlich aus Erfahrung nicht allzuviele Leuts, die das tun!!). In Gemeinschaften ist sowas für mich die Grundvoraussetzung für ein halbwegs sinnvolles Zusammenleben - die BASIS sozusagen. Wer das mal auf der Reihe hat, kapiert zu haben, dass in einer Gemeinschaft eben jeder drauf achten sollte so wenig Mist als möglich zu produzieren, weil das dann für alle von Vorteil ist. Auch dass kommuniziert werden kann, warum jemand was tut oder nicht tut - denn das zeigt, dass sich derjenige damit schon auseinander gesetzt hat - ebenfalls etwas, das ich als nicht allzu häufig ansehen tät.
/>......

/>Also ich sehe zwischen "im sitzen pinkeln" und "wenig Mist produzieren" = Das Leben auf die Reihe bekommen keinen Zusammenhang sondern eher so was wie eine Zusatzanforderung Deinerseits weil das für Dich wichtig ist.
/>
/>

/>"Smile, it kills time between disasters!!!"
/>

Distelfliege

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #130 am: 08. August 2008, 09:47 »
Ich muss gestehen, ich mache mir über Sitzpinkeln nie Gedanken. Zuhause wie auf Arbeit sind die gemeinsamen sanitären Anlagen in einem akzeptablen Zustand und anderswo gibts eh getrennte Toiletten. Und weil wohl der Mann zuhause wie auch meine männl. Kollegen nicht überall rumurinieren, daß alles stinkt davon, ist das auch nie ein Thema und es wird auch nie drüber diskutiert. Ich denke mal, wichtig wird das Thema erst, wenn man das Problem des herumpinkelns hat und sich ekelt. Wenn man das Problem gar nicht erst hat, weil eh alle im sitzen pinkeln, gibts auch nichts drüber zu diskutieren..... *grins* 
/>
/>Wenn ich allerdings in einem bestimmten, hier anonym erwähnten Haus zu Besuch bin, in dem ich früher mal selbst gewohnt habe, fällt mir das schon auf, daß der kleine Raum, in dem das Klo ist, total beissend nach Ammoniak stinkt. Das geht auch nicht mehr raus. Die Wände sind Kork. Urinspritzer aus fast drei Jahrzehnten *haha* Wenn sie das in den Griff bekommen wollten, müssten sie da mal renovieren, alles von den Wänden reißen, und die Wände am besten dann komplett mit Kacheln machen. Aber ist ja nicht mein Problem. *schulterzuck*
/>

morgane

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #131 am: 08. August 2008, 09:59 »
O.T.
/>Könnte es sein, dass männliche wesen dazu neigen, ihr revier zu markieren?  :sneaky: Es könnte sie dann möglicherweise seelisch kastrieren, wenn sie im sitzen pinkeln müssen/sollen :wink1:
/>lg morgane
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

Anufa Ellhorn

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #132 am: 08. August 2008, 10:45 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>Maaaah - das Sitzpinkeln/Stehpinkeln war doch nur EIN Beispiel, derer es zigtausend gibt  ::) und ich teil da auch nicht zwischen Männers und Frauen!!! Ich kenn versiffte Klos bei Frauen UND bei Männern (aber Männer scheint´s halt weniger zu stören und kommt deshalb imho wesentlich öfter vor!). Ich hätt auch von unabgewaschenem und verschimmeltem Geschirr in der Abwasch oder Mistkübeln, die ma schon riecht, wenn ma zur Eingangstüre reinkommt reden können. Oder von Rechnungen, die schon die dritte Mahnung haben und dann folglich abgeschaltenem Telefon... oder oder oder
/>
/>All das ist echt für niemanden interessant (und hat es auch nicht zu sein!!) sofern es sich um einen Singlehaushalt handelt aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie eine GEMEINSCHAFT (wurscht nu aus wievielen Personen) mit derartigem Vorgehen existieren sollte. Viele WGs (eigentlich fast alle, die ich persönlich mal kennenlernen durfte, was allerdings schon gut 15 Jahre her ist!!) funzten nach dem Prinzip TEAMwork (TollEinAndererMachts) und es wuchsen fröhliche Pelzhauben auf Tellern und Kaffeetassen, am Küchenboden waren Schuhe angeraten (weil die konnt ma sich im Notfall dess Klebenbleibens ausziehen :sneaky:) etc pp ODER Möglichkeit Nummer 2 es fand sich immer einer dem das sooo auf den Sack ging, dass er das Hausmädchen für das ganze gemeinsam genutzte Haus machte. Seh ich beides als ned sehr erwachsen an, aber damals waren die Leuts, die ich da so kennenlernte genauso wie ich ja auch noch ned erwachsen  :laugh:
/>
/>>(Manfred) ... wie eine Zusatzanforderung Deinerseits weil das für Dich wichtig ist.
/>
/> :thinking: für mich ginge es tatsächlich nicht ohne diese Voraussetzungen - aber ich ab auch beobachtet, dass es sinnvolles und vor allem stabiles Zusammenleben ohne diese Voraussetzungen bei anderen nicht gibt. Sollte es das wo geben, tät ich das gern kennenlernen, wiel mir das halt noch nicht untergekommen ist  :)
/>
/>Die Distel hat es imho wieder mal schön rausgearbeitet - wenn keine Pische an der Wand pickt, dann gibts das Problem und die Diskussion drum ned (und dabei ist imho völligst wurscht ob jemand im Stehen pinkelt und dann einmal die Woch die Fliesen putzt oder es halt vorzieht im Sitzen zu pinkeln um die Arbeit ned zu haben :laugh:) Natürlich ist klar, dass diese Standards vorher geklärt werden müssen!!!! Weil wie sie ja schön erzählt hat, gibts auch Wohnungen, in denen das anders gehandhabt wird und für die Bewohner scheint das dann ja so zu passen - die handhaben es eben anders!
/>
/>Mir ging´s eher um die Herangehensweise, WIE die Lebensumstände angegangen werden... falls das schlecht rausgekommen sein sollte :sneaky:
Bright blessings
/>Anufa

Nordana

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #133 am: 08. August 2008, 18:42 »
Ich schlage vor, dass wir für das Sitzpinkeln und Stehpinkeln einen neuen Thread aufmachen  :tongue3: 
/>Es wäre doch schade, wenn wir an diesem Thema ein paar Postings später vorbeigehen ;D
/>
/>Also ich muss zugeben: Hockenpinkeln ist auch noch so ein Faktor. Das muss frau dann nämlich in der Natur machen. Habe ich erst in der Türkei so richtig gelernt. Übrigens: Sitzen tun ja auch nicht alle auf der Welt, oder? Man gedenke der Grubenklos in Südeuropa ....
/>
/>Grubenklos währen somit eine geschlechtsneutrale Lösung. Putzen muss man aber auch immer noch.
/>
/>Liebe Grüße!
/>
/>Nordi

/>Alqamar & Ryoko - mäh mäh

Peter

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #134 am: 08. August 2008, 22:43 »
Maaaah - das Sitzpinkeln/Stehpinkeln war doch nur EIN Beispiel, derer es zigtausend gibt
/>

/>Also bitte - DAS war doch absehbar!!
/>
/>
Zitat
Viele WGs (eigentlich fast alle, die ich persönlich mal kennenlernen durfte, was allerdings schon gut 15 Jahre her ist!!) funzten nach dem Prinzip TEAMwork (TollEinAndererMachts) und es wuchsen fröhliche Pelzhauben auf Tellern und Kaffeetassen, am Küchenboden waren Schuhe angeraten (weil die konnt ma sich im Notfall dess Klebenbleibens ausziehen :sneaky:) etc pp
/>

/>Ja, das kenne ich auch - und da gibts dann immer jemand wo schuld an der Situation ist: die Regierung oder die Illumianten oder die Kapitalisten oder die Nazis...
/>Und man hat ganz tolle Ideen wie man die bekämpfen könnte...
/>
/>
Zitat
aber ich ab auch beobachtet, dass es sinnvolles und vor allem stabiles Zusammenleben ohne diese Voraussetzungen bei anderen nicht gibt. Sollte es das wo geben, tät ich das gern kennenlernen, wiel mir das halt noch nicht untergekommen ist  :)
/>

/>Ganz einfach: Mietnomadentum - da braucht man gar nix putzen. Und als WG geht das sogar ganz besonders prima, weil jedesmal ein anderer den Mietvertrag macht...
/>
/>Sowas ist halt immer eine Frage des Konzepts und der Prioritäten und der dementsprechenden Strategie - und wer über Stehpinkler diskutiert hat offenbar sonst nix wichtiges vor im Leben...
/>
/>Alles Liebe
/>Peter
/>

Peter

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Re: Die Banalität von Beziehungen
« Antwort #135 am: 08. August 2008, 23:34 »
Ich schlage vor, dass wir für das Sitzpinkeln und Stehpinkeln einen neuen Thread aufmachen  :tongue3: 
/>Es wäre doch schade, wenn wir an diesem Thema ein paar Postings später vorbeigehen ;D
/>

/>Unbedingt.  :laugh:
/>
/>
Zitat
Also ich muss zugeben: Hockenpinkeln ist auch noch so ein Faktor. Das muss frau dann nämlich in der Natur machen. Habe ich erst in der Türkei so richtig gelernt. Übrigens: Sitzen tun ja auch nicht alle auf der Welt, oder? Man gedenke der Grubenklos in Südeuropa ....
/>

/>Ich war schon am überlegen was ich täte wenn ich so eine Diskussion live hätte. Schätze ich hätte ziemlich schnell nen Boschhammer aufgetrieben, die Kloschüssel ausgebaut und Modell Benares installiert...
/>
/>lg
/>Peter
/>
/>Zum Bildanhang: Wasserwirtschaft am Ganges - man beachte die öffentliche Badeanstalt (ganz vorn), Waschsalon (dahinter) und Milchviehhaltung (Bildmitte).
/>