Autor Thema: Ritual oder nicht Ritual -  (Gelesen 6052 mal)

DoctorF.

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Re: Ritual oder nicht Ritual -
« Antwort #8 am: 18. August 2008, 18:30 »
Für mich persönlich gilt ähnliches wie das, was kürzlich von Schattenspeer gepostet wurde: Bei einem Ritual muß ich spüren dass da richtig Energie bewegt wird. Bei reinen "Verehrungsritualen" bin ich auch immer wieder mal dabei, aber besondere Sehnsucht danach hab ich nicht.
/>
/>Rituale wozu:
/>1) Um z.b. magische Arbeit bewußt vom Alltagsleben abzugrenzen
/>2) Um die Wirksamkeit von magischer Arbeit zu erhöhen.
/>
/>Bei eigenen Ritualen gibt's einen losen Rahmen, der schnell besprochen wird, aber nur nicht zu viel Basteln und Kopfarbeit. Z.b. einigt man sich, die Elemente anzurufen, dann eine magische Arbeit und zum Schluß eine Verabschiedung und ein Dank. Die Texte sind nicht vorbereitet, jeder spricht spontan was ihm zu dem Thema einfällt (z.b. Element oder Arbeit). WICHTIG SIND NICHT DIE WORTE SONDERN DAS ERLEBEN.
/>
/>Der Vergleich mit der Waschmaschine hinkt für mich etwas; Bei technischen Geräten gibt es nur eine bestimme Menge von Möglichkeiten, die der Verstand erfassen muß, um das Gerät korrekt bedienen zu können. Bei Magie/Ritualen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die dazu führen können, den gewünschten Geisteszustand für die gewünschte Arbeit zu erreichen. Beispiel: Ohne Waschpulver wird das Ding nicht waschen. Ohne Anrufung von Elementen kann ein Ritual aber sehr wohl funktionieren. Dass jemand gar nicht weiß, wie er was bewirken kann, ist unrealistisch; wenn man sich irgendwo in einer Szene bewegt und schon mal an Ritualen teilgenommen hat, wird man mehr als genug Anregungen bekommen, aus der man sich die Elemente aussuchen kann, auch Bücher (Fachliteratur sowie Romane!) bieten jede Menge Anregungen. Im Nachhinein muß man halt - wie immer bei magischer Arbeit - das Ergebnis und den Erfolg ehrlich beurteilen und damit weitergehen.
Diese drei Theorien mögen noch so verschieden sein, aber sie haben eins gemeinsam: Sie erklären die beobachteten Tatsachen - und sind völlg falsch.

Anufa Ellhorn

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Re: Ritual oder nicht Ritual -
« Antwort #9 am: 18. August 2008, 21:33 »
Well met, DocF ;)
/>
/>Jetzt mal von mir frei übersetzt
/>
/>>Bei Magie/Ritualen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die dazu führen können, den gewünschten Geisteszustand für die gewünschte Arbeit zu erreichen. Beispiel: Ohne Waschpulver wird das Ding nicht waschen. Ohne Anrufung von Elementen kann ein Ritual aber sehr wohl funktionieren. Dass jemand gar nicht weiß, wie er was bewirken kann, ist unrealistisch; wenn man sich irgendwo in einer Szene bewegt und schon mal an Ritualen teilgenommen hat, wird man mehr als genug Anregungen bekommen, aus der man sich die Elemente aussuchen kann, auch Bücher (Fachliteratur sowie Romane!) bieten jede Menge Anregungen.
/>
/>Bei Musik gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten ein Instrument auch zu bedienen ohne Notenlesen und technisches Wissen um das Instrument kommt sehr wohl ein Ton raus. Dass jemand garkeinen Ton rausbekommt ist unrealistisch; wenn man sich irgendwo im Umfeld von Radio oder Fernseher bewegt oder schon mal in einem Konzert war, wird man mehr als genug Anregungen bekommen aus denen man sich Griffe und Melodien aussuchen kann, auch Bücher bieten jede Menge Anregungen  :sneaky: :wink1: :laugh:
/>
/>Und ich mein das jetzt nicht ätzend sonder völlig ernst, weil ich da keinen Unterschied seh!!!
/>
/>
Bright blessings
/>Anufa

Atalante

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Re: Ritual oder nicht Ritual -
« Antwort #10 am: 18. August 2008, 22:37 »
Also ich wollte dorthin, wo Leuts ausser nem "Normalokirchlichen Background mit a bissl Esowissen aus zwei drei Büchern" NIX im Körberl haben aus dem sie aussuchen könnten...
/>
Na, dann fühl ich mich doch noch angesprochen. Hatte ich mich nach Deinem ersten Posting nicht, denn ich habe keine Tradition angefangen, erst recht keine, die sich auf "reale geschichliche Tatsachen" gründet. Und von einem "grad so und nicht anders" kann bei mir auch keine Rede sein. Ich hatte allerdings außer "zwei drei Büchern" schon Rituale von anderen erlebt und mir ist davon besonders das Singen und Tanzen hängengeblieben, das gehört für mich - gerade zu Jahreskreisfesten - einfach dazu. Auch wenn die Leute, mit denen ich aktuell feiere, von Singen und Tanzen leider nicht so viel halten.
/>
/>Normalerweise mache ich Rituale, um mich zu verbinden. Dabei muss ich nicht spüren, dass Energie bewegt wird, sondern eher das Gefühl haben, dass Kontakt besteht - zur jahreszeitlichen Strömung, zu Wesen oder zur Umgebung, die ja auch belebt ist. Ich kann das leider nicht so gut beschreiben. Raus aus der Alltagswahrnehmung stimmt auf jeden Fall. Jahreskreisfeste verstehe ich als Punkte, an denen man Pause macht und einen Schritt zurücktritt (raus aus dem Hamsterrad), um zu sehen, wo man gerade steht, was gerade ansteht (jahreszeitlich und persönlich), in welche Richtung man sich bewegt, bzw. bewegen will. Allerdings muss ich zugeben, dass ich viel mehr spontane Rituale mache und selten welche zu Festzeiten (da hab ich meist grad keinen Bock oder zu viel um die Ohren).
/>Wenn ich allein bin, schnappe ich mir ein paar Zutaten und gehe los. Das Ritual wird dann nach Gusto, zuviel Planung ist für mich nichts, da verliere ich dann oft den Faden.
/>Wenn wir zu mehreren sind, dann bereiten meist zwei das Ritual für alle vor. Aber auch dann selten "nach Buch", sondern eher nach Inspiration. Die Symbolik muss aber in sich stimmen, in dem Punkt hatten wir beim ersten "Selbstgeplanten" ganz schöne Differenzen. Wir gehen auch nicht so weit, Formulierungen festzulegen, das ist immer spontan. Geplant wird nur der Ablauf. Wenn das Ritual nachher nicht ganz zur Situation passen sollte, dann sind wir da auch flexibel. Obwohl, sooo oft kommt das auch nicht vor, dass wir was ändern, meist passt das Geplante schon.
/>
/>Seltener mache ich einen gezielten Zauber zu einem bestimmten Zweck. Das meist nur, wenn ich keinen direkten Weg sehe, etwas zu ändern und außerdem das Gefühl habe, dass ich etwas tun muss - einfach, weil mich eine Sache gedanklich nicht loslässt. Da gehe ich dann auch intuitiv vor, stecke aber viel Zeit, Überlegung und Gefühl rein. Wenn ich die Sache genug "in meinem Herzen bewegt" habe, gipfelt das dann in einer Symbolhandlung, die lang und aufwendig sein kann oder auch nicht, je nachdem. Das Ganze muss für mich passen und in sich stimmig sein. Es könnte aber auch anders sein, wenn sich das andere genauso stimmig anfühlen würde.
/>(Ab und zu wünsche ich auch einfach spontan. "Göttin, ich bräuchte x Euro, könntest Du Dich drum kümmern?" hat auch schon funktioniert. Ich bekam dann kurz drauf einen rasch zu erledigenden Job, der genau das gewünschte Geld brachte. Das ist aber dann eher das Gegenteil von einem Ritual.)
/>
/>Joa, das war's eigentlich schon.

morgane

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Re: Ritual oder nicht Ritual -
« Antwort #11 am: 19. August 2008, 08:01 »
HI!
/>Da möcht ich doch zu bedenken geben, dass nicht nur ritualmagie unter dem ritualbegriff läuft, sondern auch alltägliches, das immer so und auf diese bestimmte art und weise und zu bestimmten zeiten getan wird (zu bett gehen, zähne putzen, sex  :sneaky:.......). Der ritualcharakter ist m.e. an diesen parametern fest gemacht: ritualisierter ablauf, zeit,u.u. auch symbolhandlung. Wenn man sich z.b. die zähne putzt oder sich wäscht, fühlt man sich auch psychisch sauber. Wenn man dabei gewohnt wäre, auf einem bein zu stehen und mantren zu rezitieren, und man täte dies einmal nicht, wäre das ritual nicht wirkmächtig, nicht, weil sauberkeit dann nicht stattfände, sondern weil man sich nicht gleichermaßen sauber fühlte.
/>
/>Umgelegt auf ritualmagie kommt es dann darauf an, dass man sich auf bestimmte abläufe prägt, die im unterbewusstsein verankert, dann von dort her ihre wirkung entfalten. Ob man dabei jetzt die wächter der türme im ......... anruft oder die ahnen oder den großen wakan tanka oder den finger ans linke ohrläppchen legt, ist sekundär. Die hauptsache ist, man hat einmal erlebt, dass *es* funktioniert und macht es dann immer so, weil man an die wirkung glaubt. Dieser glaube wiederum verstärkt die wirkung uswusf.
/>
/>Wenn man allein arbeitet, ist es völlig schnurzpieps, wie und wann man etwas macht. In einer gruppe muss man sich natürlich auf bilder, symbole, verbalisierungen usw. einigen, sonst zerstreuen sich die energien wie ein sprühregen, statt ein wasserstrahl zu sein. Deshalb die verschiedenen trads., von denen jede ihre gleiche berechtigung hat. Man kann sich aussuchen, zu welcher man die größte affinität hat. Aber man sollte sich doch mehr der weniger in einer davon bewegen, weil: siehe oben.
/>
/>lg morgane
/>
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

Anufa Ellhorn

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Re: Ritual oder nicht Ritual -
« Antwort #12 am: 19. August 2008, 10:19 »
Wel met, morgane ;)
/>
/>Genau diese Überlegungen gehören imho natürlich auch dazu - allerdings bin ich mir sicher, dass sie nicht für ALLE dazugehören  :laugh:... genau das wollte ich ja mit diesem Thread mal anregen.
/>WAS wäre sinnvoll zu beachten, wenn mensch ein Ritual schnitzt? Warum ist manches sinnvoll und anderes nicht oder eher unwahrscheinlich? Was heisst funktionieren überhaupt? etc ppp  ;D
Bright blessings
/>Anufa

morgane

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Re: Ritual oder nicht Ritual -
« Antwort #13 am: 19. August 2008, 11:18 »
Hi!
/>Nur mal so aus dem handgelenk heraus würde ich meinen, dass ein ritual sich auf allen ebenen auswirken sollte. Beispiel:
/>
/>ich erwirke FÜLLE (nicht körperfülle  :wink1:).
/>1. ich fokussiere meinen geist darauf, alles zu haben, was ich benötige.
/>2. ich fühle mich wohlhabend, d.h., ich versetze mich in den emotionalen zustand der fülle.
/>3. ich erhalte, was ich brauche.
/>
/>Zuallererst werde ich natürlich GANZ GENAU festlegen, was für mich fülle bedeutet, mit visualisierung und pipapo, vielleicht ein sigill zeichnen, ein feines essen für nachher bereiten, öle und/oder räucherung dem ensprechend mischen, den altar oder kessel entsprechend schmücken usw., also alles, was mich in den zustand der zufriedenheit versetzen hilft, nützen.
/>
/>Es gibt aber auch einfach rutuale, z.b. die jahreszeiten feste, die mich in harmonie mit den qualitäten der zeit versetzen helfen sollen. Oder *ausbrüche* von reiner lebensfreude, wo ich mich einfach bedanke für alles, oder....
/>Ganz zweckfrei sind meine rituale niemals.
/>
/>lg morgane
/>
/>
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

McClaudia

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Re: Ritual oder nicht Ritual -
« Antwort #14 am: 19. August 2008, 12:32 »
Slania,
/>
/>
Grad bin ich wieder mal in einen Thread gestolpert, in dem das Thema "Ritual, wie mach ma´s" angesprochen wurde. Da ich in dem Forum vornehmlich lurke, weil ich fachspezifisch zum Thema per se wenig beizutragen hätte  :laugh: und mit Ansagen bezgl. meiner "Spezialgebiete" dann mich auch ned groß einmischen will... schau ich mal, ob das Thema für uns hier interessant ist.
/>

/>Blöde Frage - war das im Celtoi-Forum?  ;)
/>
/>
Wenn ich eine "Tradition" die zwar neu "gegründet" ist, sich aber auch auf realen geschichtlichen Tatsachen gründen soll, zusammenbastle, was mach ich für Rituale?
/>

/>Du wahrscheinlich keine, weils eh nicht Deine Tradition ist!  ;D 8)
/>
/>Im Prinzip hast Du Dir Deine Frage schon selbst beantwortet.  :smile: Man guckt in die Quellen, was da ist, und fängt dort mal an. Fürs Keltische gesprochen wären da die 4 Jahreskreisfeste, ein Mistelschneideritual, ein Sonnwendritual für Manannan, ein Epona-Fest. Des Weiteren kleine Riten, die im Alltag inkludiert sind, wie Morgen- und Abendgebet, kleine Segensprüche für diverse Arbeiten, Vorhaben und Anliegen, Divinationen, Flüche und Segen für alles Mögliche (das Übliche an Wünschen wie Gesundheit, Geld, Kinder, Liebe, Frieden etc. war damals wie heute wohl sehr ähnlich  ;D )
/>
/>Das Was ist also schnell geklärt. Viel spannender beim Recon ist die Frage des WIE wegen notorischem Quellenmangel. Hier ist man einfach kreativ aber immer mit Besinnung auf Harmonie und Authentizität im Hinblick auf die Quellen.
/>
/>
In meiner Ausbildung und Praxis hat sich da ein ziemlich sinniger "Fragenkatalog" ergeben, der sich zuallererst mal damit beschäftigt, wozu denn diese Rituale überhaupt generell GUT sein sollen. Dann erst geht´s etwas mehr ins Detail.
/>Für mich stellt sich nun die Frage, ob sich jemand sonst noch solche Fragen stellt  :laugh:
/>Strickt Ihr Euch Rituale?
/>

/>Ja klar, siehe oben. Das Warum ist schnell beantwortet: Ein Ritual ist im religiösen Kontext (in dem ich mich bewege) eine komplexe Form der Götterverehrung bzw. des intensiven Zusammenkommens von Gottheiten und Menschen. Nicht alles ist ein Ritual (meine Definition ist von so nem gscheiten Buch: Ritus = Ritualteil, also ein kleines Ritual, das für sich oder als Ritualteil fungieren kann - zahlenmäßig mach ich also sehr viele Riten aber nur wenige Rituale). Den Grund kann ich für Rituale, also die großen Dinger direkt aus den Quellen beziehen: Die vier Feste bzw. deren Sinn oder auch das Mistelritual sind sehr gut beschrieben. So feiere ich Samhain den Jahresbeginn und die Ahnenverehrung, Imbolc Reinigung und Schutz des Hauses und der Gemeinschaft, Beltaine Heilung und Schutz vor Übel/Krankheiten, Lugnasad Wettspiele, Verträge, uvm. So grob mal. Das Vegetationsmäßig kommt da natürlich noch dazu als Ehre für die Natur und deren Gaben.
/>
/>
Wenn ja wie und warum grad so und nicht anders?
/>

/>Meine Rituale wachsen mit mir mit. Mein Imbolc-Ritual von vor zwei Jahren schaut anders aus (und aus heutiger Sicht recht unrund  :laugh: ) als das von heuer. Ich lass mich inspirieren, und da die Feste (Rituale zum Jahreskreis) immer mit anderen Leuten stattfinden, höre ich natürlich auch auf Feedback und wachse daran. Es soll immer authentisch keltisch sein - aus meiner heutigen religiösen Sicht, versteht sich. Das ist mir das Wichtigste. Und es soll ne runde Sache sein, die allen Beteiligten was bringt - das ist das zweite ganz Wichtige.
/>
/>
Wozu sind Eure Rituale da? Wozu überhaupt Rituale??
/>

/>Siehe oben. Riten, Zeremonien, Rituale, Feiern, Andachten, Innehalten..... finde ich für ALLE Menschen wichtig, auch für Atheist/innen (dann sinds natürlich atheistische Rituale). Es ist eine Atempause vom Alltag, markiert Lebenszyklen oder sonstiges, steigert die Lebensfreude, die soziale Integrität, schafft Kreativität, bildet sich zu einer Tradition, einem Fixpunkt im Leben, an dem man sich halten kann.
/>
/>subuta
/>
/>Mc Claudia
"Freiheit ist die Freiheit sagen zu dürfen,
/>dass zwei plus zwei gleich vier ist."
/>(Winston Smith in George Orwell's 1984)

McClaudia

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Re: Ritual oder nicht Ritual -
« Antwort #15 am: 19. August 2008, 13:03 »
Slania Anu,
/>
/>
Und wenn ich ausser ein paar Büchern und der Erfahrung mit katholischen Messen nix im Körberl hab, dann wird das mit "aus dem Bauch heraus" imho schon a bissl schwierig...
/>Wasch mal mit der Waschmaschine aus dem Bauch heraus, wenn Du noch nie was von ner Wama gehört hast  :wink1:
/>Also wo ich eher hin will ist die Frage, was mensch den wissen/können/beachten/anschauen sollte, wenn mensch ein Ritual machen will oder Rituale für eine Tradition erfinden will. Wenn einer Musik machen will, dann ist ja auch eine sinnvolle Grundvoraussetzung, dass er ein Instrument spielen oder zumindest singen  kann (und zwar so, dass die anderen das auch als Musik erkennen - FALLS er natürlich mich anderen zusammenspielen will :laugh:)
/>.....................Also ich wollte dorthin, wo Leuts ausser nem "Normalokirchlichen Background mit a bissl Esowissen aus zwei drei Büchern" NIX im Körberl haben aus dem sie aussuchen könnten...
/>

/>Also mit ner Waschmaschine würde ich aus schon genannten Gründen ein Ritual nicht beschreiben. Instrument passt schon besser, vor allem dann, wenn es sich um komplizierte aufwändige Rituale in einer Tradition handelt, wo man vorher mal 20 Jahre lernen muss, bis man das auf die Reihe kriegt, und alles auswendig können muss usw.  ;D Bei einer einfacheren Ritual-Version, wie ich sie mach, würde es reichen, eine gewisse STIMMUNG, HARMONIE, ENERGIE in der Gruppe hinzukriegen, zu bewegen. Ein gelungenes Ritual (nur aufs Ritual bezogen, nicht auf eventuelle Ergebnisse von Magie) ist für mich dann gelungen, wenn, wie Atalante so schön beschrieben hat, das Gemeinschaftsgefühl da ist, wenn sich alles RUND und RICHTIG anfühlt, das Ritual / die Gottheiten innerhalb des Kunstwerks Ritual eine harmonische Eigendynamik entwickeln. Also auf dem Klavier klingt von einem Laien gespieltes Stück, was er gelernt hat besser als was Kompliziertes, was er nur ansatzweise kann. So ähnlich im Ritual.
/>
/>Wegen Background. AAAAAAAAAALSOOOOOOOOOOOOOO. Ich würde mal ganz einfach behaupten, dass sowas nicht vorkommt, denn
/>
/>1. ein absoluter Neuling mit Null Erfahrung kommt selten auf die Idee, eine neue Tradition zu gründen
/>1a. Wenn schon, wird er/sie sich, wenn er/sie ein bisserl Hirnschmalz hat, sich sehr intensiv mit dem beschäftigen, was er/sie für die Gründung braucht
/>woraus 1b folgt, dass er/sie dann kein absoluter Neuling mehr ist, nicht?
/>
/>2. Sehr viele Traditionen gibt es schon. Auch im Recon Bereich. Wer www hat, wird fast alles finden, was das Herz begehrt. Und dort schließt man sich den Leuten einfach mal an und guckt und lernt und probiert.
/>Daraus folgt auch 2a., dass man gebildeter wird, mehr Ahnung hat und kein Neuling mehr ist.
/>
/>Sollte jetzt jemand auf die arge Idee kommen, und zum Beispiel einen Steinzeitkult erwecken wollen, wo es abgesehen von ein paar netten Megalithen, Gräbern und Frauenstatuetten nicht viel gibt wird er oder sie was ganz Neues basteln und sich erst recht mit ähnlichen Traditionen mal beschäftigen müssen, das heißt, die Nase in ethnologische und religionswissenschaftliche Bücher reinstecken oder im Neuheidentum gucken, was andere machen. Oder er/sie ist so vollkrass kreativ und inspiriert, dass ihr/ihm eh alles mögliche dazu einfällt.
/>
/>Fazit: In der heutigen Zeit sollte es für normal intelligente Menschen nicht soooo schwer sein, sich vom "dummen" 2-Bücher-und-sonst-nix-wissen-Menschen hin zum zumindest Zweckgebildeten Menschen hin zu entwickeln.
/>
/>Sollte eine/r Unwissender oder Wenigwissender wirklich Rituale machen, ohne zu wissen was, und DAMIT ZUFRIEDEN SEIN (das heißt, keine Lust auf Weiterbildung bekommen), wäre das in meinen Augen schon recht verwunderlich, finde ich.
/>
/>subuta
/>
/>Mc Claudia
/>
"Freiheit ist die Freiheit sagen zu dürfen,
/>dass zwei plus zwei gleich vier ist."
/>(Winston Smith in George Orwell's 1984)