Autor Thema: Politik-Prostitution-Drogenhandel  (Gelesen 14375 mal)

Wælceasig

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #32 am: 03. September 2008, 21:33 »
Bei der Prostitution dagegen besteht die eigentliche Berufstätigkeit im Betrug: dem Erwecken der Illusion, dass ein Wunsch nach Intimität erfüllt werden könnte.
/>

/>Meinst du nicht, das ist eher Selbstbetrug naiver Männer, die die Dienstleisung in Anspruch nehmen? 

Lucia

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #33 am: 03. September 2008, 22:06 »
Bei der Prostitution dagegen besteht die eigentliche Berufstätigkeit im Betrug: dem Erwecken der Illusion, dass ein Wunsch nach Intimität erfüllt werden könnte.
/>

/>na, ich denke mal, der durchschnittskunde weiß, was er bekommt.
/>und wer glaubt, bei einer prostituierten intimität zu erhalten, der glaubt sicher auch bei einer masseurin, die betatscht ihn bloß, weil sie auf ihn steht.
/>
/>lucia
Masturbation verspricht mehr als der Sex hält (Pascal Yorks)

Peter

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #34 am: 03. September 2008, 22:11 »
Meinst du nicht, das ist eher Selbstbetrug naiver Männer, die die Dienstleisung in Anspruch nehmen? 
/>

/>Ei ja, darüber könnte man diskutieren.
/>
/>Nur wird ein Angebot in meinen Augen nicht besser dadurch dass man erklärt die Dummen wären ja selber schuld wenn sie drauf reinfallen.
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/>Eine ähnliche Mechanik gibts beim Glücksspiel, mit der Folge dass das Problem erkannt wurde und der größte organisierte Verbrecher, eben der Staat, es kurzerhand monopolisiert hat. Da haben wir dann das nette Konstrukt, dass exzessive Nutzungsweisen pathologisiert werden als sog. "Spielsucht" - womit immerhin zugegeben wird dass das Angebot krankheitserregend ist - denn ohne Angebot könnte es diese Krankheit ja nicht geben.
/>Die Sehnsucht nach Intimität für krankhaft zu erklären wird man sich vermutlich etwas schwerer tun.  ;D
/>
/>Und ich sehe meine Argumentation eben nicht auf die Prositution beschränkt, sondern alle jene Strategien die darauf abzielen sich an den Ängsten und Sehnsüchten Anderer zu bereichern. Dass das ein Kampf gegen Windmühlen ist ist mir auch klar, aber schweigen mag ich dennoch nicht.
/>
/>lg
/>Peter
/>

otterchen

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #35 am: 03. September 2008, 22:21 »
Und ich sehe meine Argumentation eben nicht auf die Prositution beschränkt, sondern alle jene Strategien die darauf abzielen sich an den Ängsten und Sehnsüchten Anderer zu bereichern. Dass das ein Kampf gegen Windmühlen ist ist mir auch klar, aber schweigen mag ich dennoch nicht.
/>

/>Gut, da waren wir ja schon ... ich meine Politik, Bauwesen (zumindest Bauträger) und zumindest noch Rechtsanwälte sind bestimmt schlimmer als alle "Damen mit besonderen finanziellen Anforderungen" ... wobei es ja im Grunde genommen schon ein Armutszeugnis unserer Gesellschaftsform ist, das es letztere zwei Berufsgruppen überhaupt gibt !
--- du kannst mir keine angst machen, ich habe kinder ---

vitom

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #36 am: 04. September 2008, 01:41 »
Bei einigen Betrachtungsweisen zum Thema Prostitution werden Fakten ausgeblendet, die aus meiner Sichtweise dazugehören und darum zu Handen von jungen Mitlesenden hier noch erwähnt seien: Bei der Tierart Mensch, und meines Wissens nur bei diesen Grosshirnbesitzenden, kann das Versetzen eines männlichen Artgenossen in einen Zustand höchster sexueller Erregung ein Abenteuer mit unvorhersehbarer Weiterentwicklung bedeuten. Das Spektrum ist bekannt zwischen Sexualdelikt bis hin zur ewigen Liebe. Von einem anonymen Erstkontakt, was bei Prostitution in der Regel zutrifft, ist daher dringend abzuraten, weil dies schlicht lebensgefährlich sein kann. Wer das tut, muss zumindest den natürlichen Selbstschutz, sofern der überhaupt noch vorhanden ist, zu Gunsten einer Gier (nach Bargeld) ausgeschaltet haben.
/>
/>Eine Kurzgeschichte zum Thema
Die keltische Religion - Meine Vorstellung von einem trinitären Monismus setzt ein unistisches [magisches] Weltbild voraus

Wælceasig

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #37 am: 04. September 2008, 06:34 »
Nur wird ein Angebot in meinen Augen nicht besser dadurch dass man erklärt die Dumen wären ja selber schuld wenn sie drauf reinfallen.
/>

/>Vielleicht ist es aber das, was man von erwachsenen, mündigen, halbwegs intelligenten Menschen erwarten kann, dass da nicht überall einer ist, der ihnen erklärt, wo sie ihre eigenen Wünsche auf etwas projizieren, und wo nicht. 
/>
/>Soll der Staat denn alles verbietet, was den Bürgern schaden könnte?
/>Da sind sie, was das Rauchen betrifft, ja schon auf dem richtigen Weg. (Es ist ja nicht so, dass man nicht wüsste, das Rauchen schadet, weshalb ja in den USA krebskranke Raucher die Tabakindustrie verklagen) Vielleicht können sie auch das Essen rationieren, da es ja immer wieder Menschen gibt, die zu viel konsumieren, da sie damit unerfüllte Sehnsüchte zu stillen versuchen, und vom Verkäufer und Staat billigend in Kauf genommen wird, dass sie adipös werden? 
/>

dr. no

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #38 am: 04. September 2008, 07:40 »
no
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2008, 00:03 von Schattenspeer »

Dimnara

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #39 am: 04. September 2008, 11:26 »

/>
/>Ich denke, dass Prostituition nur in sehr wenigen Fällen wirklich mit den Sehnsüchten der Kunden spielt. Ich denke den meisten ist klar, dass es einfach um den Handel Sex-materielle Güter geht.
/>Prostituition gibt es immerhin auch im Tierreich. Da steht der Kurs für einen Akt eben bei einer Ananas. (bei Schimpansen) :laugh:
/>Die Evolution hat sich nicht umsonst Kryptogamie "ausgedacht".  :sneaky:
/>
/>lg Dimnara
/>
Alle Macht dem fliegenden Spaghettimonster! Pastafari 4ever!