Autor Thema: Politik-Prostitution-Drogenhandel  (Gelesen 14221 mal)

Atalante

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #8 am: 02. September 2008, 22:41 »
@ Otterchen: Inwiefern widerspricht das dem, was ich geschrieben habe? Wer tatsächlich Sex will, wird zu Prostituierten gehen, damit macht man sich dann auch nicht strafbar. Bei einer Vergewaltigung geht es höchstens am Rande um Sex, insbesondere aber um Gewalt und dafür wird sich der Täter jemanden aussuchen, der schlicht seiner Vorstellung vom typischen Opfer entspricht. Da das zwei verschiedene Suchschemata sind, glaube ich eben nicht, dass Prostitution Vergewaltigungen verhindert. Dieses "da müssen halt ein paar daran glauben, damit der Rest ungeschoren davon kommt" scheint mir noch aus dem 19. Jahrhundert zu stammen, wo die Dirnen und Dienstmädchen herhalten mussten, damit die "anständigen Mädchen" jungfräulich in die Ehe gehen konnten (bzw. mussten). 
/>
/>
/>
Nur...eine -gute - Dienstleisterin schafft es eben, ihrem Kunden genau dieses von Dir beschriebene Gefühl zu vermitteln, -ohne- das jemand darunter leiden muß.
/>
Wenn wirklich niemand drunter leidet, dann hättest Du meine Argumentation erledigt. Dafür fehlt mir allerdings das Vorstellungsvermögen, dass die "Dienstleisterin einer Vergewaltigung" nicht leidet. Den Punkt werden wir hier auch nicht wirklich klären können, fürchte ich.

Naseweis

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #9 am: 03. September 2008, 00:02 »
Hoi eald,
/>
/>ich nehm mir mal stellvertretend heraus zu sagen: Du warst nicht gemeint. ;)
/>
/>Grüße
/>Kai
/>
/>Edit: Wenn ich schon dabei bin @Atlante:
/>
Zitat
Den Punkt werden wir hier auch nicht wirklich klären können, fürchte ich.

/>So siehts aus...^^

otterchen

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #10 am: 03. September 2008, 06:15 »
@ Otterchen: Inwiefern widerspricht das dem, was ich geschrieben habe?

/>Wo bitte steht das ich Dir widersprechen muss/will ???
/>
/>
Dieses "da müssen halt ein paar daran glauben, damit der Rest ungeschoren davon kommt" scheint mir noch aus dem 19. Jahrhundert zu stammen, wo die Dirnen und Dienstmädchen herhalten mussten, damit die "anständigen Mädchen" jungfräulich in die Ehe gehen konnten (bzw. mussten).

/>Auch wenn Du für meinen Geschmck hier etwas sehr überzeichnest aber ja, genau das meinte ich mit "krankem  Umgang mit Sexualität"
/>Ich möchte Dir ja nicht zu nahe treten, aber vielleicht wäre es förderlich, wenn Du hier auf die Menschen eingehst wie sie wirklich sind und was sie schreiben, und nicht so, wie du sie gerade brauchst um das zu schreiben, was du schreiben willst und sonst nicht ins Klischee passen ... nur so ein Gedankenansatz ;)
/>
/>des furchtbar frauenfeindliche otterchen - ungeheuer
/>
/>P.S.: noch ein Versuch wieder zum Ausgangspunkt des Aufregers zurückzukehren:
/>Vermutlich gibt es prozentuell gesehen mehr ehrliche Huren als ehrliche Politiker ... insofern ist Anufa´s Vergleich - so finde ich - etwas unfair ... s/w-Denken hilft hier nicht weiter, denn: ... als Politiker würde ich vermutlich sagen, dass die Menschen die Wahrheit gar nicht hören wollen ... und als Hure würde ich auf die Aussage antworten: "Süsser, Du hast einfach keine Ahnung wovon du redest"
« Letzte Änderung: 03. September 2008, 06:45 von otterchen »
--- du kannst mir keine angst machen, ich habe kinder ---

Brighid

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #11 am: 03. September 2008, 08:23 »
.. es ist doch ganz im sinne des kapitalismus, dass man sich körperliche liebe kaufen kann, weil für langsames kennenlernen und ausgehen und so hat der mensch doch eh keine zeit mehr (oder darf keine haben) ... in NY boomt übrigens gerade die männliche prostituierte (callboy) für karrierefrauen ... aber lass mich raten, DAS ist für dich ganz was anderes.
/>es gibt/gab sicher gesellschaftsformen, wo es prostitution nicht gibt/gab, weil eben natürlicher mit sexualität umgegangen wird, aber auch das ist eine andere geschichte =)
/>

/>Prostitution kommt/kam in so gut wie allen Kulturen vor und ist mindestens seit der Antike sowohl im sakralen als auch nicht sakralen Rahmen nachgewiesen und definitiv keine Ausformung des Kapitalismus.
/>
/>By the way, das Wort "Hure" gilt seine gesamte sprachgeschichtliche Entwicklung durch als Schimpfwort - weswegen ich hier mal ganz schnell aufhören würde, mit solchen durch die Gegend zu werfen.
/>
/>Gruß, Brigh
Der Weg entsteht beim Gehen.

dr. no

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #12 am: 03. September 2008, 08:34 »
no
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2008, 22:17 von Schattenspeer »

Anufa Ellhorn

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #13 am: 03. September 2008, 09:14 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>>(eald) Ich verstand das von Anufa eigentlich eher gerade als eine vergleichende Kritik des [stellenweisen] Vorgehens in jenen Bereichen als solches, weniger als per se Verurteilung dessen. Sprich als Kritik daran »wie« (und vor allen Dingen mit welchen Mitteln halt) dem Geschäft nachgegangen wird,  »wie« Drogen gehandelt oder vice versa "Frischfleischnachschub" für die Rotlichtszene aquiriert wird wenn »freiwillig« den Bedarf oder etwaige Sonderwünsche nicht zu decken vermag.
/>
/>Erstmal Danke eald, genauso hatte ich es gemeint!!
/>
/>Hunterlady, ich kenn mich im Milieu ein bissl aus (zwar ned mehr auf dem neusten Stand, aber ich denke nicht, dass sich in den letzten fünfzehn Jahren essentiell etwas geändert hat). Mir ging´s darum, dass ein nicht geringer Teil der Prostitution sich aus Zwangsprostituierten rekrutiert (die entweder anschaffen müssen, weil sie sonst ihre Familie ned druchbringen, ihre Drogensucht ned finanziert bekommen oder von Zuhältern/Schleppern windelweich geprügelt werden). Ich nehme nicht an, dass heute die Mehrzahl der Huren Frauen sind, die aus Spaß an der Freud auf dem Strassenstrich stehen... natürlich gibt es solche und es hat sie immer gegeben, was ich auch gut finde, weil das imho auf FREIWILLIGER Basis ein Beruf wie jeder andere ist. Allerdings könnte mensch dann genauso sagen, dass Haushälter im alten Rom unproblematisch war, weil ja ned ALLE Sklaven waren (und/oder ned ALLE Sklaven schlecht behandelt wurden).
/>
/>>(Brighid) By the way, das Wort "Hure" gilt seine gesamte sprachgeschichtliche Entwicklung durch als Schimpfwort - weswegen ich hier mal ganz schnell aufhören würde, mit solchen durch die Gegend zu werfen.
/>
/>Brigh, vielleicht sehr vor Deiner Zeit, aber zu meiner Zeit hat Domenica dafür heftig Sozialarbeit betrieben, dass das Wort "Hure" als Berufsbezeichnung etabliert wird. Heute heisst das glaub ich Sexarbeiterin... wenn ich mich ned täusche.
/>
/>>(Schattenspeer) und ich glaube, prostitution ist nicht nur einer der ältesten, sondern auch schönsten im wahrsten sinn lustigen berufe, die es gibt.
/>
/>Vielleicht sollte mensch sich da mal an die Soziologen wenden - die haben da sicher aussagekräftige Studien dazu (und ich glaub kaum, dass die diese Sichtweise groß untermauern würden...)
Bright blessings
/>Anufa

morgane

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #14 am: 03. September 2008, 09:42 »
Hi!
/>Wie prostitution heute angesehen und meistenteils betrieben wird, ist sicher häufig ein ziemlich schmutziges geschäft (menschenhandel). Aber gab es da nicht im klassischen griechenland die HETÄRE, eine hoch angesehene, gebildete gesellschaftsdame, die sich die männer auch aussuchte, und bei der sie als *bittsteller* schlange standen? Das ist doch ein wesentlicher unterschied, meine ich.
/>Ansonsten möchte ich da nicht weiter werten. Angebot und nachfrage bestimmen hier den markt, wie überall im geschäftsleben.
/>
/>lg morgane
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

Akhu Tönpa

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Re: Politik-Prostitution-Drogenhandel
« Antwort #15 am: 03. September 2008, 09:44 »

/>By the way, das Wort "Hure" gilt seine gesamte sprachgeschichtliche Entwicklung durch als Schimpfwort - weswegen ich hier mal ganz schnell aufhören würde, mit solchen durch die Gegend zu werfen.
/>
/>

/>
/>"In den letzten Jahren hat das Wort durch die Aktivitäten verschiedener Huren-Vereinigungen (Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen, Huren wehren sich gemeinsam), die sich bewusst so nennen, eine gewisse Aufwertung bzw. Neutralität erhalten. Die Mitglieder der holländischen Prostituierten-Gewerkschaft benennen sich sogar mit einem gewissen Stolz als Huren."
/>
/>http://de.wikipedia.org/wiki/Hure