Autor Thema: Beziehung und Partnerschaft im Coven  (Gelesen 11674 mal)

Dimnara

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Beziehung und Partnerschaft im Coven
« am: 24. August 2008, 11:38 »

/>
/>An was ich die ganze Zeit denken muss: was wenn es zu sexuellen Handlungen innerhalb des Covens kommt? Es erscheint mir nicht so undenkbar, dass auch österreichische Coven Hieros Gamos usw. praktizieren. Sky Clad besitzt auch eine starke sexualmagische Komponente denke ich mal..
/>Das wären doch Dinge, die man einem Liebes- und Sexualpartner unbedingt mitteilen sollte.. Aber vermutlich auch Dinge, die wenn möglich coveninternes Wissen bleiben sollten.
/>
/>lg Dimnara
Alle Macht dem fliegenden Spaghettimonster! Pastafari 4ever!

eroX

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Re: hohepristerIn der wicca
« Antwort #1 am: 24. August 2008, 12:09 »
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« Letzte Änderung: 06. Dezember 2008, 23:15 von blink »
rien est vrai - tout est permis

Distelfliege

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Re: hohepristerIn der wicca
« Antwort #2 am: 24. August 2008, 13:16 »
>>Ich finde auf jeden Fall "Beziehungen" sehr seltsam, in denen normale Freunde und Freundinnen über den Partner gestellt werden.
/>
/>Naja, es geht eben nicht um "über den Partner stellen." Wieso stell ich einen Freund oder Freundin über meinen Partner, wenn ich nicht allen Kram der zwischen mir und Kumpels läuft, haarklein erzähle? Dabei wird doch dem Partner nichts weggenommen und es bricht ihm auch nichts ab dabei. Er hat auch seine eigenen Interessen, die er verfolgt ohne mir ständig Rechenschaft darüber ablegen zu müssen, und ich habe keineswegs das Gefühl, daß er diese Interessen damit "über mich stellt".
/>Es gibt schlicht Dinge, die sind trotz Partnerschaft jedes Menschen eigen Ding, und die hat man nicht pflichtgemäss offenzulegen. Wenn es den jeweils anderen interessiert, sind wir durchaus bereit, einander einzubeziehen und das Jeweilige, was für uns beide interessant ist, gemeinsam zu machen. Aber ansonsten ist es doch mein Bier was ich mach. Und was ich mit meinen Freundinnen mach ist auch mein Bier.
/>Alles andere wär für mich eine unangenehme Einengung und Anzeichen für ein gestörtes Vertrauensverhältnis in der Partnerschaft. 

WirrLicht

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Re: hohepristerIn der wicca
« Antwort #3 am: 24. August 2008, 15:11 »
MANN kann seiner freundin ruhig ein paar geheimnisse lassen.
/>SkyClad geht man auch in die sauna.
/>hallo? wir sind alle menschliche wesen, und haben alle so ungefähr den selben körper, oder?
/>in welchem jahrhundert leben wir denn, das partner sich in solchen beziehungen was vorschreiben?
/>sind wir hier bei den fundamentalistischen christen? im islam?
/>
/>*verständnislos guck*
/>
/>
Memento Mori - Carpe Diem

Tintifax

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Re: hohepristerIn der wicca
« Antwort #4 am: 26. August 2008, 09:41 »
MANN kann seiner freundin ruhig ein paar geheimnisse lassen.
/>SkyClad geht man auch in die sauna.
/>

/>genau meine meinung.
/>kann ich aber auch nur für mich und nicht für andere entscheiden.

Peter

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Re: hohepristerIn der wicca
« Antwort #5 am: 03. September 2008, 21:44 »
Es fragt sich halt, was man sich unter einer Liebesbeziehung vorstellt.
/>
/>Jemandem eine Religionsausübung zu verbieten ist in der Tat lächerlich. Und eine Religionsgemeinschaft ist eine art Familie, in der Vertrauen herrschen sollte.
/>
/>Was aber ist dann eine Liebesbeziehung? Manchmal scheint mir, das ist jemand den man zwar "liebt" (was immer das heißen mag), zu dem man aber nicht unbedingt Vertrauen haben muss. Das mutet eigentümlich an.
/>
/>Zu anderen Zeiten war es ganz unüblich, dass Menschen unterschiedlicher Konfession geheiratet haben - und darin scheint wohl ein gewisser Sinn zu liegen. Freilich war zu jenen Zeiten die Ehe noch eher eine art Partnerschaft - ein Miteinander war notwendig um die Aufgaben des Lebens zu bewältigen. Heute scheint es oft eher die sexuelle Attraktion und die Angst vor dem Alleinsein zu sein.
/>
/>lg
/>Peter
/>

Nightingale

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Re: hohepristerIn der wicca
« Antwort #6 am: 03. September 2008, 22:07 »
Hallo Peter
/>
/> An und für sich braucht es ja grade Vertragen, seinen Partnern nicht zu verbieten, etwas eigenes zu haben/machen (Religion, Freunde, etc.) was mit der Beziehung nichts zu tun hat und was man sich nicht gegenseitig erzählen muss. Jemand der kein Vertrauen in den Partner hat kann ja grade nicht zulassen, das der auch noch ein eigenes Leben lebt und nicht alle Lebensbereiche mit den Partner teilt. Die Angst vor dem Alleinsein ist mir vorallem da begegnet, wo dieses Vertrauen nicht vorhanden war. Von daher versteh ich dein letztes Posting nicht ganz.
/>
/>LG Nightingale
Es war die Nachtigall und nicht die Lerche,
/>Die eben jetzt dein banges Ohr durchdrang ...
/>http://en.wikipedia.org/wiki/Nightingale

Peter

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Re: hohepristerIn der wicca
« Antwort #7 am: 03. September 2008, 22:47 »
An und für sich braucht es ja grade Vertragen, seinen Partnern nicht zu verbieten, etwas eigenes zu haben/machen (Religion, Freunde, etc.) was mit der Beziehung nichts zu tun hat und was man sich nicht gegenseitig erzählen muss. Jemand der kein Vertrauen in den Partner hat kann ja grade nicht zulassen, das der auch noch ein eigenes Leben lebt und nicht alle Lebensbereiche mit den Partner teilt. Die Angst vor dem Alleinsein ist mir vorallem da begegnet, wo dieses Vertrauen nicht vorhanden war. Von daher versteh ich dein letztes Posting nicht ganz.
/>

/>Hallo Nightingale,
/>
/>  danke, das ist ein interessanter Denkanstoß.
/>Verbieten und zulassen sind wohl Vertrauensthemen, das sehe ich schon ganz ähnlich. Der Anspruch, "etwas eigenes zu machen" ist dann aber eher ein Abgrenzungsthema. Und mir scheint, dass sich beides gegenseitig bedingt und gleichermaßen unglücklich ist.
/>
/>Der Anspruch, alles miteinander teilen zu wollen, ist natürlich undurchführbar, und sich alles erzählen zu *müssen* ist dann die zwanghafte Steigerung davon und klingt auch recht ungesund.
/>
/>Aber gerade der Sachverhalt, dass solche Fragen aufkommen und diskutiert werden, läßt mich fragen, wie es denn mit dem Vertrauen aussieht. (Natürlich ist das jedem Menschen selber überlassen und geht mich eigentlich auch nichts an.) Und Vertrauen hat dabei weniger damit zu tun, den Partner allein in Urlaub fahren zu lassen oder derartiges, sondern Vertrauen meint da vor allem ein sich öffnen, sich offenbaren in Aspekten, mit denen man sich in anderen, weniger vertrauten Kreisen nicht zu offenbaren wagen würde (weil man sich schämt, unsicher ist oder dgl.)
/>Dieses Letztere könnten wir uns sowohl in einem (guten) religiösen Zirkel vorstellen wie auch in einer (guten) Partnerschaft. Von daher finde ich es irgendwie bizarr, beides gegeneinander auszuspielen.
/>
/>"Angst vor dem Alleinsein" war von mir ein etwas holprig gewählter Begriff, wo ich keinen besseren gefunden hab (aber ich muss ja nicht perfekt sein, oder?). Ich hab mich gefragt, was denn eigentlich nicht stimmt, wenn ein solcher Konflikt entsteht. Und offenbar scheinen Partnerschaften ja auch dann zu funktionieren, wenn kein besonderes Vertrauen (im obigen, zweiteren Sinn) besteht.
/>
/>lg
/>Peter
/>