Autor Thema: Heidnische Gemeinschaftsprojekte  (Gelesen 10878 mal)

morgane

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #48 am: 23. Oktober 2008, 07:49 »
Hi!
/>@Peter: Ich verstehe gerade nicht so richtig, was *aufoktrouierte* begleitung sein soll. Du hast so deine probleme mit therapeuten und therapie. Das bleibt dir unbenommen und ist wahrscheinlich eine authentische persönliche erfahrung. Aber palliativmedizin und sterbebegleitung ist doch ein ganz anderer schuh!
/>Angehörige und wahrscheinlich auch betroffene sind doch meistens sehr entlastet, wenn jemand sie bei siechtum und sterben professionell begleitet. Da heißt auch, dass jemand mit einer gewissen, professionellen distanz, die widerstrebenden gefühle und ängste der betroffenen auffängt und anspricht und auch natürlich ganz handfeste hilfe bei der körperlichen versorgung anbietet.
/>
/>Diese hilfe wird ja auch keinem aufgezwungen, sondern sie ist eine dienstleistung, die bewusst in anspruch genommen werden kann. Und ich glaube schon, dass es dabei auf gewisse, erlernbare fertigkeiten, ankommt, ganz abgesehen von der persönlichen kompetenz. Was spricht also gegen eine *mietbegleitung*, wenn gerade diese professionelle distanz gewährleistet, dass sich jemand nicht in den strudel widerstreitender emotionen hinein ziehen lässt, wie das bei angehörigen zumeist der fall ist, sondern kühlen kopf bewahrt. Das ist absolut notwendig und nicht zu vergleichen mit gleichgültigkeit. Stell dir mal einen arzt vor, der vor lauter persönlicher betroffeneheit keine operation durchführen könnte!
/>
/>lg morgane
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

Uhanek

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #49 am: 23. Oktober 2008, 10:30 »
@morgane:  :thumbsup:
/>
/>Ich kann mich nur anschließen und auch nochmal festhalten: Im Bereich der Hospizarbeit (eingeschlossen auch die Trauerbegleitung) wird nicht aufoktroyiert, vielmehr orientieren sich die Begleiter an den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Sterbenden, wie auch der trauernden Angehörigen, und unterstützen sanft die Prozesse der Ablösung und des Übergangs auf den unterschiedlichsten Ebenen.
/>
/>Im Zentrum der Sterbebegleitung steht der oder die Sterbende. Im Zentrum der Trauerbegleitung steht die oder der Trauernde. Die Professionalität der Begleiter/innen besteht in einer Vielzahl von Kompetenzen, die in der Unterstützung der Sterbenden und Trauernden gemäß ihren Bedürfnissen und der sich ergebenden Notwendigkeiten zur Anwendung gebracht werden können.
/>
/>Das gilt übrigens für Hospizarbeit generell, gleichgültig auch, ob es sich um katholische/evangelische, buddhistische oder was auch immer sonst für Hospize handelt. Und das wären wohl auch Anforderungen, die eine entsprechende "heidnische" Einrichtung erfüllen müßte - inklusive der Fähigkeit, einen "Heiden", der auf dem Sterbebett wieder katholisch wird, völlig problem- und vorbehaltlos diesem spirituellen Bedürfnis gemäß zu unterstützen.
/>
/>Uhanek
Sighs[/list]

Uhanek

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #50 am: 23. Oktober 2008, 11:29 »
Was aber wohl grundsätzlich für jedes Groß- und Gemeinschaftsprojekt unabdingbar ist, das ist eine Fähigkeit zur Hingabe, das gemeinsame Ziehen an einem Strang und Kommunikation. Tödlich hingegen sind irgendwelche Egonummern.
Sighs[/list]

dr. no

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #51 am: 23. Oktober 2008, 11:37 »
no
« Letzte Änderung: 28. Oktober 2008, 07:00 von Schattenspeer »

Uhanek

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #52 am: 23. Oktober 2008, 11:53 »
Na ja, da ist ja jetzt gleich mal sehr schön dargestellt, weshalb derartige "heidnische" Projekte wie etwa ein "Heidnisches Hospiz" zum Scheitern verurteilt sind :laugh: :laugh: :laugh:
Sighs[/list]

McClaudia

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #53 am: 23. Oktober 2008, 13:17 »
Slania,
/>
/>uiuiui
/>
/>ich habe Peter irgendwo zugestimmt, mit der Mietdingsda, was man zahlt. So wie er das ausgedrückt hat, hab ich folgendes Bild im Kopf gehabt: Mensch braucht was, guckt wo nach, zahlt gschwind jemanden, der macht das WEGEN DER KOHLE (und sonst nix) und fertich. Das fände ich lächerlich, aber auch nicht so krass, weil wer so was will, der soll.
/>
/>Dass bei so heiklen Dingen wie Sterbebegleitung (und ich meine nicht die Totenfolge einer eisenzeitlichen Sklavin!  ;D ) das ganze wahrscheinlich eh nicht so abläuft bzw. es nicht sollte, ist klar. Und ich finde es gut und wichtig, dass Menschen in Krisen- und Übergangssituationen, wenn sie es wollen, Menschen haben, die ihnen dabei helfen.
/>
/>Ich hoffe, dass ich das jetzt irgendwie klarstellen konnte.  :)
/>
/>Ich distanziere mich daher auch von Peters Aussage, dass das was mit aufdrängen oder bevormunden oder so zu tun hat. Das wäre nur der Fall, wenn jemand GEGEN seinen Willen so eine Zwangsbeglückung erführe, was aber in unserer Gesellschaft eh nicht so der Fall ist (abgesehen von der Kindstaufe und ähnlichem...)
/>
/>subuta
/>
/>Mc Claudia
/>
"Freiheit ist die Freiheit sagen zu dürfen,
/>dass zwei plus zwei gleich vier ist."
/>(Winston Smith in George Orwell's 1984)

Uhanek

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #54 am: 23. Oktober 2008, 14:03 »
@McClaudia: Nach dem, was Du im Lauf der Zeit in diesem Forum hier geschrieben hast, hatte ich vermutet, dass es so zu verstehen war.
/>
/>LG
/>Uhanek
Sighs[/list]

rivka

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #55 am: 23. Oktober 2008, 16:00 »
Heidnische Gemeinschaftsprojekte? Wie das Wurzelwerk ???
Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
/>
/>(Nietzsche)