Autor Thema: Heidnische Gemeinschaftsprojekte  (Gelesen 12251 mal)

MB

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #40 am: 22. Oktober 2008, 22:10 »
@Peter - Hallo, jemand zuhause *klopfklopf* ?
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/>Es geht nicht darum, etwas aufoktruiert zu bekommen, sonder darum, was ein mensch sich aussucht, was er will! Freie Wahl der Begleitung, freie Wahl wie und was er dafür geben möchte.
Bin Fuffzisch! Babbele se langsam!

Uhanek

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #41 am: 22. Oktober 2008, 22:13 »

/>
/>Genau, das mein ich mit Besserwisserisch.
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/>
/>
/>Es geht nicht um die Entlohnung.
/>
/>
/>
/>Mach Du mich nicht für Deine Hangups verantwortlich.
/>
/>

/>
/>Es ist "Besserwisserisch", wenn ich auf deine eigenen Worte verweise? Und Entlohnung ist etwas ganz anderes, als Bezahlung? Ah ja.
/>
/>Übrigens danke der Nachfrage, aber nein, ich habe keinen "Hangup". Im Gegenteil, mir gehts blendend  :smug:
Sighs[/list]

Peter

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #42 am: 22. Oktober 2008, 22:16 »
Das verstehe ich auch gerade nicht recht.
/>

/>Ja. Verstehe. Denk drüber nach, und wenn du mal in der lage bist einem anderen Menschen anders als belehrend zu begegnen (und ihm dabei noch das Wort im Mund rumzudrehen) dann erklär ichs Dir auch.
/>

Uhanek

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #43 am: 22. Oktober 2008, 22:17 »
Ach ja. Zur Sache inhaltlich nichts beizutragen, also wieder mit der Psychonummer kommen  :laugh:
/>
/>Und ich habe hier niemandem die Worte "im Munde herumgedreht". Ich habe dich vollständig zitiert.
/>
/>
Sighs[/list]

Peter

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #44 am: 22. Oktober 2008, 22:27 »
@Peter - Hallo, jemand zuhause *klopfklopf* ?
/>
/>Es geht nicht darum, etwas aufoktruiert zu bekommen, sonder darum, was ein mensch sich aussucht, was er will! Freie Wahl der Begleitung, freie Wahl wie und was er dafür geben möchte.
/>

/>Ja natürlich is jemand zuhause, mensch.
/>Es ist nicht so klar zu unterscheiden, was "aufoktroiuert" ist und was nicht. Und man macht auch so seine Erfahrungen mit denen die "es gut mit einem meinen". Ich denke, ein "Professioneller" wird immer eine gewisse Neigung haben, sich an seiner "Fachkompetenz" zu orientieren und Dinge zu erklären, die eigentlich nicht erklärt, sondern akzeptiert werden sollten.
/>Bei dem "dafür geben" bin ich noch überhaupt nicht - mir gehts um viel grundlegendere Dinge, nämlich um das Selbstverständnis. Das "dafür geben" ist dabei eigentlich nur ein kleiner Aspekt in der Manifestierung des Selbstverständnisses auf der Materiellen Ebene. Aber wenn Leute sich dann grad daran aufhängen, dann spricht das eigentlich auch schon Bände...
/>

Peter

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #45 am: 22. Oktober 2008, 23:13 »
So, nochmal von vorne.
/>
/>
Holla, Peter, McC - diese Aussagen kann man auch extrem falsch verstehen ... was ist daran lächerlich, einen Service in Anspruch zu nehmen, wenn er angeboten wird ?
/>

/>Ich weiss nicht was man daran falsch verstehen kann, und in einem gewissen Sinn möchte ich es auch nicht wissen, denn ich denke in eben dieser Art des Falschverstehens tun sich -aus meiner Sicht- Abgründe auf in die ich grad nicht unbedingt schauen möchte.
/>
/>
Zitat
Mag ja sein, dass dies etwas ist, das Euch Beiden nicht zusagt - aber wo ist der Unterschied zwischen Sterbe-, Geburts- oder Heiratsbegleitung, wie sie bereits existiert (Sakramente, Taufe, Hochzeit)? Priester und Pfarrer werden für ihren Job bezahlt, das Hospizpersonal ebenfalls
/>

/>Es ist eben kein Unterschied (ausser dem dass man über den verständnislosen Priester bei Taufe und Hochzeit hinterher noch lachen kann - und oft auch tut).
/>Für manche Menschen ist halt ihr Glaube, und die Mysterien des Lebens, eine Herzens- oder Seelenangelegenheit. Und da ist es dann viel wertvoller, wenn man bei den bedeutsamen Schritten von jemand begleitet wird der einem in diesen Anschauungen nahesteht, als von einem Professionellen der seinen Job macht.
/>Aber manche Menschen verstehen das scheinbar nicht.
/>
/>Es ist aber auch kein Unterschied, ob du dir eine Mietbegleitung holst weil du nicht allein auf eine Party gehen magst, weil du nicht allein Sex haben willst, oder weil du nicht allein sterben willst.
/>
/>
Zitat
davon mal abgesehen, das ich es (heute, und unter Berücksichtigung der momentanen Gesellschaftsstruktur!) nicht (mehr) lächerlich oder ehrenrührig finde,
/>

/>Diese "momentane Gesellschaftsstruktur" ist eben nicht berücksichtigbar!
/>
/>Du hast weiter oben geschrieben:
/>
Zitat
Dies [eine umfassende Gemeinschaftskultur] ist aber im heutigen Zeitalter ... absolut veraltet und nicht mehr lebbar.
/>

/>Wenn es denn so ist, dass der Mensch keine Gemeinschaft mehr braucht, dann ist das nicht eine Frage von Zeitalter und Gesellschaftsstruktur, sondern dann hat der Mensch mit dem elemetarsten und tiefgründigsten Motiv der Existenz gebrochen. Dann ist nicht weniger als die Schöpfung selber sinnlos geworden. Und das Leben sowieso.
/>
/>Und von da aus gesehen ist es eben für mich lächerlich, darüber nachzudenken wie man das entstandene Defizit durch geeignete "Services" abdecken könnte.
/>Und über die Geld-Werte gar nicht erst zu reden. Abgesehen davon gibts doch eh schon flächendeckende Dienstleistungsangebote, die Übergangsriten für Heiden/Wicca sogar kostenlos anbieten.
/>
/>Lieben Gruß
/>Peter
/>

Uhanek

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #46 am: 22. Oktober 2008, 23:38 »
Für manche Menschen ist halt ihr Glaube, und die Mysterien des Lebens, eine Herzens- oder Seelenangelegenheit. Und da ist es dann viel wertvoller, wenn man bei den bedeutsamen Schritten von jemand begleitet wird der einem in diesen Anschauungen nahesteht, als von einem Professionellen der seinen Job macht.
/>

/>Ist doch okay, bleibt doch jedem unbenommen, in allen erdenklichen Lebenslagen solche Wege zu finden, die ihm so ganz individuell als die sinnvollsten erscheinen. Man kann sich bei Zahnweh ja auch selbst mit der Kneifzange behandeln. Diese persönliche Entscheidung sagt allerdings gar nichts über den Berufsstand der Zahnärzte aus. Da gibt es gute und weniger gute. Sie haben grundsätzlich den Vorteil, dass sie sich, anders als die meisten anderen Menschen, recht lange und intensiv mit Zähnen und Zahnmedizin beschäftigt haben. Und die meisten Menschen dürften es vorziehen, sich bei Zahnweh an einen Zahnarzt zu wenden.
/>
/>Aus den gleichen Gründen wenden sich viele Menschen z.B. an Psychologen, wenn sie psychische Probleme haben.
/>
/>Und ist es in irgendeiner Weise verachtenswert oder ehrenrührig, dass Zahnärzte oder Psychologen oder jeder andere Berufsstand für ihre Arbeit auch bezahlt werden? Und wenn ja, wieso?
Sighs[/list]

Peter

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Re: Heidnische Gemeinschaftsprojekte
« Antwort #47 am: 23. Oktober 2008, 00:50 »
wie du so unnachahmlich abfällig bemerkst, Mietbegleitung
/>

/>Die Idee stammt nicht unmittelbar von mir, sondern erfolgt in Assoziation mit und Anlehnung an den Begriff Mietkind:
/>Als er fünf Jahre alt war, verschwand sein Vater; seine Mutter hielt die Belastung ein Jahr lang aus, dann wich sie zurück in den Schutz der Alkoholnebel. Aber der Junge war widerstandsfähig. Man entschied, daß er ein ideales Mietkind abgeben könnte: offensichtlich schlau, ziemlich ruhig, in seinen Gewohnheiten säuberlich und mit einigermaßen guten Manieren. Und so lebte er von sechs bis zwölf Jahren in einer Reihe moderner, fescher, manchmal luxuriöser Firmenwohnungen, die von kinderlosen Ehepaaren belegt waren, die gerade zeitweilige Aufgaben in dieser Stadt auszuführen hatten. Im allgemeinen mochten diese 'Eltern' ihn ganz gern, und ein Paar erwog sogar ernsthaft eine Adpotion, aber dann nahm es doch davon Abstand, ein Kind mit anderer Hautfarbe auf Dauer an sich zu binden.
/>John Brunner, The Shockwave Rider, 1975, unbedingt lesenswert.
/>