Autor Thema: Fortsetzung Diskussion zum Thema "Zukunft des WuWe"  (Gelesen 8097 mal)

rivka

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Re: An alle interessierten Autoren und bereits oder to-be RubrikBetreuer
« Antwort #32 am: 08. Dezember 2008, 22:13 »
Tja, dann.
/>Mir ist es im Grunde genommen auch wurscht, wer was (nicht) versteht.
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/>Ich weiß z.b. was Vorstandswahlen, Abstimmungen etc, pp. sind, Rivka. Ich verstehe schon, wie du und andere (z.b. jetzt Highmoe) zur Schlussfolgerung "Diktatur" etc. kommen, oder auf die Schlussfolgerung "keine Mitbestimmung, Willkür, blabla". Versteh ich völlig. Du brauchst es also nicht weiter auszuführen - abgesehen von deiner persönlichen Motivation, die dich einerseits dazu bringt, Purple Beifall zu klatschen, und andererseits dich dazu bringt, genau das zu tun, was Purple so schlimm findet, versteh ich durchaus, was du meinst.
Distel, ich KANN Lady Purple gar nicht Beifall klatschen, denn ich kenne sie nicht. Punktum. Ich stimme manchen Texten zu und anderen nicht - und zwar ohne gross drauf zu schauen, wer die Texte vefasst hat. Selbst, wenn ich die Person kenne. Selbst, wenn die Person zufällig Uhanek wäre ;D
/>
/>
Zitat
Ich nehm ja zur Kenntnis, daß dir jetzt noch ein weiterer Grund eingefallen ist, wieso du beim Online-Magazin mitmachst. Was ich nach wie vor nicht verstehe, ist, wie du mitmachen kannst, (aus welchen Gründen auch immer) und es gleichzeitig gut findest, wenn jemand schreibt, daß weiteres mitmachen schlecht ist/eine Schweinerei/Verarsche, etc.
/>Das kommt mir reichlich unlogisch vor.
Mir auch. "Schweinerei" und "Verarsche" würde ich nämlich nicht sagen. Aber da ich es weder logisch noch koscher finde, zuerst Vereinsziele zu behandeln, als seien sie sakrosankt, um sie dann doch ("der Not gehorchend" - wie gesagt: warum werden Gesetzesvorgaben höher geschätzt als die Ansicht beteiligter Menschen?) zu ändern, stimme ich dem GEFÜHL, das imho hinter diesen Worten steckt, gefühlsmässig zu: wie auch schon gesagt, ich fühlte mich ebenfalls betuppt.
/>
/>Das spräche also gegen eine weitere Teilnahme am Magazin. Da aber auch Vieles dafür spricht, habe ich mich dazu entschlossen - aus den bekannten Gründen, denen ich wahrscheinlich noch ein paar hinzufügen könnte ( ;D ), weiterzumachen. Eindeutige Situationen, das heisst solche, in denen nicht manches für etwas und manches dagegen spräche, sind mir eigentlich bis jetzt eher selten vorgekommen, also finde ich nicht, dass ein Abwägen von Vorteilen und Nachteilen und eine darauf gegründete Entscheidung was Besonderes ist.
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/>
/>
Zitat
*Achso, zur politischen Bildung ein klitzekleiner Hint: König wird man ja meist durch Geburtsrecht.
/>Wie wird/wurde man ordentliches Mitglied der Wuwe-Redaktion? Geburtsrecht?
Na, dann lass uns über Diktaturen reden, und nicht über Monarchien ;D Nicht über den Adel, sondern über die Nomenklatura. Wie wird man Mitglied der Nomenklatura in Staaten, wo eben nur die Nomenklatura was zu sagen hat + das Volk gar nichts?
/>
/>Wie auch schon gesagt und wie Reinhard Mey sang: MEHR als zwei sind eine Gruppe. Und zwei sind schon gar kein handlungsfähiger noch rechtskräftiger Verein.  Wenn zwei sagen "Wir, der Verein Wurzelwerk" dann kommt das aber eben doch dem pluralis majestatis verdammt nahe.
/>
/>
Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
/>
/>(Nietzsche)

rivka

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Re: An alle interessierten Autoren und bereits oder to-be RubrikBetreuer
« Antwort #33 am: 08. Dezember 2008, 22:19 »
P.S.: noch @ Distel: Weisst du, mich erinnert das wirklich an die KK. Da sind einige Sachen auch immer noch verboten, aus dem einzigen Grund, weil sie aus Prinzip von Anfang an verboten waren, auch wenn das Verbot inzwischen (siehe z.B. Empfängnisverhütung, Verbot der) mehr schadet als nutzt.
/>
/>Weisst du, in meinen Augen ist ein Prinzip kein Grund.
Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
/>
/>(Nietzsche)

Distelfliege

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Re: An alle interessierten Autoren und bereits oder to-be RubrikBetreuer
« Antwort #34 am: 08. Dezember 2008, 22:32 »
Zitat
Distel, ich KANN Lady Purple gar nicht Beifall klatschen, denn ich kenne sie nicht. Punktum. Ich stimme manchen Texten zu und anderen nicht

/>Naja, ich meinte schon das, was sie schreibt - war das jetzt so schwer zu verstehen?
/>
/>
Zitat
Na, dann lass uns über Diktaturen reden, und nicht über Monarchien

/>Wenn mich nicht alles täuscht, läuft es in einer Diktatur innerhalb der Nomenklatura nicht demokratisch oder konsensmässig ab, sondern alles hört auf den Diktator und seinen Befehl. Wenn du also diesen Vergleich bringen möchtest, dann erläutere mir doch zunächst,  inwiefern er überhaupt treffend ist.
/>
/>Zu dem Vergleich mit der "KK" (katholische Kirche? Ich bin mir relativ sicher, aber schreib doch solche Worte einfach aus, ich bin da keine Insiderin..):
/>Wieso meinst du, daß der einzige Grund der ist, daß es "schon immer so war"?
/>

highmoe

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Re: An alle interessierten Autoren und bereits oder to-be RubrikBetreuer
« Antwort #35 am: 09. Dezember 2008, 07:37 »
*Achso, zur politischen Bildung ein klitzekleiner Hint: König wird man ja meist durch Geburtsrecht.
/>Wie wird/wurde man ordentliches Mitglied der Wuwe-Redaktion? Geburtsrecht?

/>Zur historischen Bildung: Nein, das ist nicht völlig richtig. Es gab reichlich gewählte Könige und Kaiser. Aber wenn sie dann mal dran waren, blieben sie es. Und sie haben ihre Kanzler und Minister berufen, was nicht hieß, dass diese sich nicht vielleicht auch selber bewerben konnten. Aber die Entscheidung darüber wurde "von oben" getroffen. Insofern bleibe ich dabei, dass das Beispiel gar nicht so schlecht ist.
/>
/>Der "gute König" kann auch seine Leute zu Themen befragen etc. - trotzdem bleibt die Entscheidungsgewalt ausschließlich bei ihm.
/>
/>Es gibt Momente, in denen auch die Demokratie an ihre Grenzen kommt, dann muss man als "guter König", aber manchmal auch als gewählter Repräsentant gegen eine Mehrheitsentscheidung handeln. Beispiel: Minderheitenschutz.
/>
/>Haimo

Anufa Ellhorn

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Re: An alle interessierten Autoren und bereits oder to-be RubrikBetreuer
« Antwort #36 am: 09. Dezember 2008, 12:22 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>Da ich grad den ersten Tag von einem Seminar wieder zurück bin - hab ich das erst jetzt alles nachgelesen und werde den Thread auch gleich teilen...
Bright blessings
/>Anufa

rivka

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Re: An alle interessierten Autoren und bereits oder to-be RubrikBetreuer
« Antwort #37 am: 09. Dezember 2008, 17:20 »

/>
/>Naja, ich meinte schon das, was sie schreibt - war das jetzt so schwer zu verstehen?
Nein, gar nicht. Mir lag nur an der sauberen, also auch sprachlichen, Trennung.
/>
/>
/>
Zitat
Wenn mich nicht alles täuscht, läuft es in einer Diktatur innerhalb der Nomenklatura nicht demokratisch oder konsensmässig ab, sondern alles hört auf den Diktator und seinen Befehl. Wenn du also diesen Vergleich bringen möchtest, dann erläutere mir doch zunächst,  inwiefern er überhaupt treffend ist.
Ich versuch's.
/>
/>Also, ein normaler Verein wäre für mich einer, in dem alle Mitglieder auf Grund der Tatsache, dass sie Mitglieder sind, Stimmrecht haben. Wenn bestimmt wird, dass nur mitarbeitende Mitglieder ein Stimmrecht haben, und dass auch nicht jede Art von Mitarbeit als Mitarbeit zählt, sondern nur die in der Redaktion, und auch nur, wenn sie über ein Jahr lang stattfindet, dann habe ich, in Gestalt der Redaktion, eben eine Nomenklatura. In einer bestimmten, akuten Situation wie dem Auftauchen von Trollen, die im Forum schreiben und unter denen die Menschen zu leiden haben, die sich dort engagieren - die dort Mitarbeit leisten, würde ich sagen (eine Mitarbeit, die aber vom Verein nicht anerkannt wird, egal, ob eine/r nun Mitglied ist oder nicht) - stellt sich heraus, dass eine Entscheidung der Nomenklatura (der Redaktion) getroffen wird, unter der nicht sie selbst zu leiden hat (in erster Linie) sondern unter der andere, nämlich die Forenschreiber zu leiden haben, und zwar ohne Aussicht, über ihre eigene Situation im Forum bestimmen zu können - abgesehen davon, dass sie gehen können, natürlich. Wenn ich aber Strukturen, die mich in erster Linie betreffen, nicht ändern kann, ja, noch nicht einmal einen Einfluss darauf nehmen kann, dann ist die Situation, in der ich mich befinde,, ganz offenbar eine undemokratische. Die Bedingung, die die Nomenklatura (die Redaktion) stellt, um ein Stimmrecht zu erlangen - Antrag auf Aufnahme und ein Jahr Mitarbeit - ist für den im Forum Arbeitenden einfach überzogen und in der Kürze der Zeit auch gar nicht zu leisten. Wenn also die Forenteilnehmer/innen unter einer Entscheidung der Redaktion leiden, die sie nicht beeinflussen können, weil sie de facto von Entscheidungen ausgeschlossen werden, weil ihre Arbeit als eine betrachtet wird, mit der sie sich ein Stimmrecht über ihre eigene Situation nicht verdienen können, dann habe ich offenbar die Situation der priviligierten Klasse, die über eine weniger priviligierte entscheidet, und zwar nicht, weil diese weniger priviligierte Klasse weniger beiträgt, sondern weil ihre Beiträge sie nicht priviligieren können - ein Jahr zuverlässige Mitarbeit im Forum entspricht offenbar nicht einem Jahr zuverlässiger Mitarbeit in der Redaktion, womit deren Elitestellung gesichert ist und man einen Verein als Klassengesellschaft hat (http://de.wikipedia.org/wiki/Nomenklatura).
/>
/>
Zitat
Zu dem Vergleich mit der "KK" (katholische Kirche? Ich bin mir relativ sicher, aber schreib doch solche Worte einfach aus, ich bin da keine Insiderin..):
/>Wieso meinst du, daß der einzige Grund der ist, daß es "schon immer so war"?
/>
Weisst du einen vernünftigen Grund dafür, die Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen minder zu achten beziehungsweise als "Sünde" zu ächten?
/>Weisst du einen vernünftigen Grund dafür, Kondome zu verbieten und AIDS zu verbreiten?
/>
/>
/>Doch kommt Zeit, kommt Rat. Selbst die katholische Kirche hat sich mindestens in der Praxis ihrer Dogmatik als flexibler erwiesen denn die Praxis des Wurzelwerks in Bezug auf die dogmatischen Sätze: Nur Mitglieder der Redaktion haben ein Stimmrecht und Wir sperren niemanden.
Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
/>
/>(Nietzsche)

Distelfliege

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Re: Fortsetzung Diskussion zum Thema "Zukunft des WuWe"
« Antwort #38 am: 09. Dezember 2008, 17:33 »
Hi Rivka,
/>
/>Natürlich fällt mir kein vernünftiger Grund ein wieso homosexuelle Liebe oder Kondome verboten sein müssten. Aber was hat das mit dem Thema Wurzelwerk zu tun? Für das Nichtsperren sowie die Hürden, die der Mitbestimmung im Wege stehen, gibt es imho vernünftige Gründe. Also sehe ich nicht daß hier einem Dogma oder Prinzip um des Dogmas oder Prinzips willen gehuldigt würde.
/>
/>Danke für deine Ausführungen zur Nomenklatura, ich sehe das nicht so wie du. Warum nicht? Dazu suche ich doch glatt mal einen Beitrag von Eldkatten heraus, indem er sehr schön zeigt, daß das Wurzelwerk-Forum keine staatliche Institution und auch kein Staat oder Ähnliches ist: hier entlang
/>So. Also die durschnittliche ForenbenutzerIn hier, wird hier weder zensiert, noch von einer Nomenklatura einer Diktatur unterdrückt, weil das hier kein Staat ist.
/>

rivka

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Re: Fortsetzung Diskussion zum Thema "Zukunft des WuWe"
« Antwort #39 am: 09. Dezember 2008, 18:25 »
Hi Rivka,
/>
/>Natürlich fällt mir kein vernünftiger Grund ein wieso homosexuelle Liebe oder Kondome verboten sein müssten. Aber was hat das mit dem Thema Wurzelwerk zu tun?
Nun, du hattest gefragt: "Wieso meinst du, daß der einzige Grund der ist, daß es "schon immer so war?" Ich habe mit meiner Antwort versucht anzudeuten, was ich gerne nochmal im Klartext sage: Ich meine, dass der einzige Grund, manche Dogmen aufrecht zu erhalten, der ist, dass es sie gibt, der ist, dass es eben "schon immer so war". Wobei es nicht so ist, dass ich die Haltung der katholischen Kirche in Sachen Empfängnisverhütung und Homosexualität nicht begründen könnte, nur: diese Begründungen hätten, bei aller logischen Nachvollziehbarkeit, einen allerdings gravierenden Nachteil, oder eigentlich zwei: sie wären unmenschlich und den gerade herrschenden Verhältnissen unangepasst. (Ich sage das auch im Hinblick auf die in Rede stehenden  WuWe-Dogmen.)
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/>
Zitat
Für das Nichtsperren sowie die Hürden, die der Mitbestimmung im Wege stehen, gibt es imho vernünftige Gründe. Also sehe ich nicht daß hier einem Dogma oder Prinzip um des Dogmas oder Prinzips willen gehuldigt würde.
Für Dogmen gibt es oft vernünftige Gründe. Allerdings können sich die Dinge so entwickeln, dass das ursprünglich Vernünftige unvernünftig wird: "Vernunft wird Unsinn / Wohltat Plage" wie es im Faust heisst. Wenn aber die Aufrechterhaltung eines Dogmas anfängt, Menschen zu plagen, und besonders, wenn die Geplagten nicht die sind, die es aufrecht erhalten, dann bedarf das Dogma entweder einer Änderung oder einer angepassten Handhabung. Natürlich gibt es für das Nichtsperren vernünftige Gründe; es gibt aber auch vernünftige Gründe dagegen, die gehört und in einem demokratischen Prozess berücksichtigt werden sollten. Dass ein Dogma um seiner selbst Willen aufrecht erhalten wird, merkt man gewöhnlich an der Formulierung: "Wir machen das nicht, weil die Vorschriften so sind; wir machen das nicht, weil es eben so dasteht; wir machen das nicht aus Prinzip. So oder ähnlich glaube ich hier aber argumentiert gehört zu haben. Ein zweites Erkennungsmerkmal eines Dogmas ist, dass irgend etwas ein für allemal so sein soll. (Gerade in den naturnahen Heidentümern sollte es sich aber herumgesprochen haben, dass "everything she touches changes")
/>
/>Einen vernünftigen - demokratisch nachvollziehbaren - Grund dafür, in einem Verein bestimmte Mitglieder in die Mitbestimmmung einzubeziehen und andere nicht, oder quasi nur den Vorstandsmitgliedern eine Stimme zu geben, sehe ich nicht, womit ich nicht sagen will, dass ich gar keine Gründe für so ein Vorgehen sehe. Aber die Gründe, die ich da sehe (mit Sicherheit sehe ich nicht alle) gefallen mir mehrheitlich nicht, weil sie etwas mit dem zu tun haben, was Starhawk "Macht über" nennt, und mit etwas, dass ich Misstrauen oder Mangel an Vertrauen nennen würde (auch wieder merkwürdig grad in Heiden- und Hexenkreisen).
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/>
Zitat
Danke für deine Ausführungen zur Nomenklatura, ich sehe das nicht so wie du. Warum nicht? Dazu suche ich doch glatt mal einen Beitrag von Eldkatten heraus, indem er sehr schön zeigt, daß das Wurzelwerk-Forum keine staatliche Institution und auch kein Staat oder Ähnliches ist: hier entlang
/>So. Also die durschnittliche ForenbenutzerIn hier, wird hier weder zensiert, noch von einer Nomenklatura einer Diktatur unterdrückt, weil das hier kein Staat ist.
Ich habe nirgends behauptet, dass Forenbenutzer hier zensiert würden (noch dass das WuWe ein Staat sei - ich habe es  nur mit den Prinzipien eines Staatswesens verglichen, was etwas anderes ist!). Allerdings behaupte ich, dass, wenn die zwei Personen, die den stimmberechtigten Teil des Vereins Wurzelwerk ausmachen, aus Prinzip die Forenbevölkerung der destuktiven Energie von "Trollen" ausliefern, man durchaus von einer Unterdrückung der Forenmitglieder reden kann, die ja nun "zusehen müssen, wie sie damit fertig werden, weil das eben auch zur heidnischen Welt gehört" - so oder ähnlich ist's ja gesagt worden. Mit der Massnahme, die "Trolle" nicht zu sperren, hat man die Forenmitglieder sozusagen zwangsbeschäftigt (mit der argumentativen Widerlegung nämlich, oder dem Einhaltgebieten, oder, im Falle der Moderation, mit Verschieben und Editieren), und Zwangsbeschäftigung (und Zwangsvergesellschaftung!) dieser Art fällt für mich schon irgendwie in die Kategorie "Unterdrückung", denn ich hätte mit meiner Forenzeit wahrlich was Besseres anzufangen gewusst. Wenn die Alternative dann am Ende ist: Der "Böse"  bleibt, der "Gute" geht  (der Troll fühlt sich wohl, der Rest fühlt sich unwohl)- weil er nämlich keinen weiteren Repressalien durch die dogmatisch erlaubten Trolle ausgesetzt werden möchte) - wie würdest du das nennen?
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/>Edit-PS zu Mitarbeit und Stimmrecht:
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/>Eben diese Unterteilung in Arbeit, die einem ein Stimmrecht einbringt und der, die das nicht tut, empfand ich als ungerecht. Ein paar hundert konstruktive Forenbeiträge? Kein Stimmrecht. Rubrikenbertreuung? Kein Stimmrecht. Artikel schreiben (oder sogar einen ganzen Roman)? Kein Stimmrecht.
/>Was aber wäre der virtuelle Teil des WuWe (mit dem RL-Teil hab ich nix zu tun) ohne diese Arbeit, die nicht als stimmrechtswürdige Mitarbeit gewertet wird?
/>Eben.
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/>
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2008, 18:58 von rivka »
Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
/>
/>(Nietzsche)