Autor Thema: Buchtipps  (Gelesen 13300 mal)

dagaz

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Re: Buchtipps
« Antwort #32 am: 02. Dezember 2004, 16:33 »
wahrscheinlich wird es wie sein runenbuch eine menge wissenswertes enthalten, aber auch einiges mit vorsicht zu genießendes.
Ich denke, also bin ich gefährlich![/b]

Micha

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Re: Buchtipps
« Antwort #33 am: 02. Dezember 2004, 18:33 »
(...) ehrlich gesagt, bis jetzt war es ruhig hier. wir müssen ihn ja nicht wieder anheizen, dass er hier wieder seine ansichten durch die gegend schmeisst und es dann wieder zum geza-chaos kommt.(...)
/>

/>Hallo Kriss,
/>
/>naja, e i n e s will ich Geza zu Gute halten: Bei aller Gezazentrik ist er offenbar ein kommunikativer Mensch. Ich weiß zwar nicht, ob er anderen auch ein bisschen zuhört oder nur sich selbst mitteilen möchte, aber schlimmer finde ich die Leute, die gar nicht mehr mit Anderen reden. Also - ein bisschen "Geza-Chaos" von Zeit zu Zeit schadet vielleicht gar nichts.
/>Das Schwierigste an ihm ist halt seine Selbst-Überschätzung (Allhersjablabla), wenn die nicht wäre, wäre er vermutlich ein ganz interessanter Gespächspartner; vielleicht wirds ja noch...
/>
/>Gruß
/>:)
/>Micha.
/>

Kriss

  • Gast
Re: Buchtipps
« Antwort #34 am: 02. Dezember 2004, 19:43 »
naja, e i n e s will ich Geza zu Gute halten: Bei aller Gezazentrik ist er offenbar ein kommunikativer Mensch. Ich weiß zwar nicht, ob er anderen auch ein bisschen zuhört oder nur sich selbst mitteilen möchte, aber schlimmer finde ich die Leute, die gar nicht mehr mit Anderen reden. Also - ein bisschen "Geza-Chaos" von Zeit zu Zeit schadet vielleicht gar nichts.
/>Das Schwierigste an ihm ist halt seine Selbst-Überschätzung (Allhersjablabla), wenn die nicht wäre, wäre er vermutlich ein ganz interessanter Gespächspartner; vielleicht wirds ja noch...
/>

/>die frage ist, ist er kommunikativ, weil er die gezatsichen lehren verbreiten möchte?
/>hat auch was von einem loki/wodan, der mal ein bißerl chaos reinbringt, damit sich wieder was rührt....  :laugh:
/>
/>wenn ich ganz bösartig sein will, überschätzen sich hier im forum mehrere leuts...bei geza sehe ich eher seinen aggressiven lehrhintergrund und seine penedrante (!) selbstüberschätzung auch...
/>hat aber auch was...  ;D
/>
/>baba
/>Kriss!
/> :stunned:

Micha

  • Gast
Re: Buchtipps
« Antwort #35 am: 02. Dezember 2004, 21:23 »
...bei geza sehe ich eher seinen aggressiven lehrhintergrund und seine penedrante (!) selbstüberschätzung auch...

/>Tja, dem füge ich hinzu, dass er jedenfalls nicht der Typus Mensch ist, dem ich MACHT wünschen würde!!
/>
/>Nun ja, ich verliere aber dennoch nicht den Glauben daran, dass Menschen lernfähig sind, und das ist ja das Gute, dass wir Menschen - geistige Gesundheit vorausgesetzt - v o n e i n a n d e r etwas lernen können! Das setzt Kommunikation voraus, also - nicht aufgeben ;D...
/>
/>Schaun wa doch mal, wie sich der Loki-Faktor so weiter entwickelt...
/>
/>:pleased:
/>Liebe Grüße,
/>Micha.

Geza

  • Gast
Re: Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion
« Antwort #36 am: 03. Dezember 2004, 10:16 »
mir persönlich erschienen deine Postings hier immer viel zu einseitig, so dass es mir schwer fällt, mir dein Buch als einigermaßen objektives "Einführungsbuch in das Heidentum" vorzustellen. Denn du vertrittst ja immer nur einen sehr eingeschränkten T e i l a s p e k t der vielfältigen heidnischen Bewegungen. Mag sein, dass dein Buch-Titel da ein wenig Objektivität und umfassende Herangehensweise vorgibt, die du im Buch dann womöglich gar nicht umsetzen kannst, sondern doch nur wieder deine ureigene Sicht der Dinge erläuterst?
Es gibt kein einziges "objektives" Buch, auch nicht von Wissenschaftlern, trotz aller Bemühungen. Man kann immer nur seinen eigenen Standpunkt "objektiv" darstellen, den eines anderen nicht. Und man kann auch nur den eigenen Standpunkt verantworten. Selbst gute Forscher wie Jan de Vries bringen z. B. 10 Übersetzungen eines mythologischen Begriffs, stellen aber eine davon im Text groß heraus, die andern neun stehen wie Curiosa in den Anmerkungen. Simek läßt sämtliche Hinweise und Werke, die den Eddaliedern ein hohes Alter bescheinigen, also wissenschaftliche Sichtweisen, die seiner widersprechen, schlicht weg. So ist das, und das ist nichts Schlechtes. Ich werde mich hüten, Dinge, die ich unsinnig finde (wie z. B. das neuheidnische "Hammer-Ritual") in meinem Buche auch nur zu erwähnen. Wer solche Rituale propagiert, der muß sie schon selbst in Büchern oder anders bekanntmachen, die Arbeit nehme ich ihm nicht ab.
/>
Zitat
wenn ich den Titel "Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion" lese und dann noch die Ankündigung "wissenschaftlich fundiertes Einführungswerk" erhalte, dann würde ICH jedenfalls ein Werk erwarten, das a l l e n bedeutenderen Bwegungen einer "heidnischen Naturreligion" gleichermaßen gerecht wird, einen neutral-sachlichen Überblick über (prä-)historische und zeitgemäße heidnische Bewegungen ermöglicht, einen übersichtlichen udn unvoreingenommenen Eindruck unterschiedlicher heidnischer Mythologien schafft
Nach meiner Meinung gibt es verschiedene heidnische Religionen, die sich untereinander viel mehr unterscheiden, als z. B. die verschiedenen christlichen Gruppen und Kirchen. Darum halte ich es für wenig sinnvoll, diese andern heidnischen Religionen mit aufzunehmen. Nach meiner Ansicht gab es nur eine heidnisch Religion bei unsern Vorfahren (die geringen Unterschiede von Stamm zu Stamm kann man durchaus vernachlässigen), und diese habe ich versucht, zu beschreiben, zu interpretieren und zu rekonstruieren. Das bedeutet nicht, daß damit jeder automatisch in die Richtung des Alt-Heidentums gedrängt wird. Laß mich das mal mit der modernen Kunst vergleichen: Wenn Du Maler bist, und naturalistisch malen kannst, also alles gut gelernt hast, kannst Du trotzdem abstract malen, wenn es Dir besser gefällt. Wenn Du aber gar nicht die Ausbildungsgrundlage hast, also nicht naturalistisch malen kannst, kannst Du auch nicht abstract malen. Ein Fachmann sieht den Unterschied, wenn ein Kleinkind einen Strich gemalt hat, oder ein Picasso. Der Strich wird anders.
/>So soll also mein Buch Grundlagen vermitteln, ob sich die Heiden dann daran halten, ist eine andere Sache und allein deren Entscheidung.
/>
/>Lichtgruß, Geza

Micha

  • Gast
Re: Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion
« Antwort #37 am: 03. Dezember 2004, 13:34 »
(...) Nach meiner Meinung gibt es verschiedene heidnische Religionen, die sich untereinander viel mehr unterscheiden, als z. B. die verschiedenen christlichen Gruppen und Kirchen. Darum halte ich es für wenig sinnvoll, diese andern heidnischen Religionen mit aufzunehmen. Nach meiner Ansicht gab es nur eine heidnisch Religion bei unsern Vorfahren (die geringen Unterschiede von Stamm zu Stamm kann man durchaus vernachlässigen), und diese habe ich versucht, zu beschreiben, zu interpretieren und zu rekonstruieren. (...)

/>Oweh, Geza, dann muss ich dir jetzt schon bescheinigen, dass du für ein angeblich "wissenschaftlich fundiertes Werk" den größtmöglich falschen Titel gewählt hast: Es geht also lediglich um germanisches Heidentum, nicht aber um "heidnische Naturreligion". So nennst du´s aber im Titel; find ich etwas peinlich! Anders gesagt: Vermessen. Aber das kennt man ja...
/>
/>
(...) Es gibt kein einziges "objektives" Buch, auch nicht von Wissenschaftlern, trotz aller Bemühungen. Man kann immer nur seinen eigenen Standpunkt "objektiv" darstellen, den eines anderen nicht. (...)

/>Das ist so nicht richtig. Wissenschftliche Herangehensweise würde voraus setzen, dass man sachlich und möglichst umfassend die vorhandene Quellenlage wiedergibt, und sei es auch wenigstens in einem einführenden Kapitel zur Quellenlage und den diversen Strömungen einer "heidnischen Naturreligion". Das Prinzip der Wissenschaft ist eine größtmögliche Objektivität, dafür gibts entsprechende Methoden; sachlicher Überblick der diversen Bewegungen gehört dazu. - Sorry, Geza, du hast nicht nur den falschen Titel, sondern somit auch die inhaltlich falsche Verkaufsoffensive gewählt. Warum hast du dein Buch nicht einfach nur bspw. "Götter, Mythen, Jahresfeste - Aspekte einer zeitgemäßen germanischen Naturreligion." genannt? Das hätte doch viel besser getroffen, was du inhaltlich umsetzen wolltest. Warum versuchst du, etwas anderes vorzugeben, als es ist? So scheint es doch jetzt schon, als hättest du dich bemüht, alle Bewegungen einer "heidnischen Naturreligion" unter das Siegel Germanentum oder noch schlimmer "Gezatum" zu subsummieren. Das spricht alles nicht für dein Buch. Aber verkauf es, dein Buch, sollen´s die, die´s interessiert, lesen und - da sind wir uns ja einig: "ob sich die Heiden dann daran halten, ist eine andere Sache und allein deren Entscheidung"! Jepp, da haben wir einen Minimalkonsens gefunden!!
/>
/>Gruß,
/>Micha.
/>
/>PS: Von meiner Seite wars das nun zu deinem neuen Buch, weil wir beide hier ja keine weiteren Marketing-Rezensionen durchführen müssen.
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2004, 13:41 von Micha »

Kore

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Re: Buchtipps
« Antwort #38 am: 03. Dezember 2004, 20:02 »
Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm....
/>alsooo Buchtitel sind da ja eh so ne Sache. ;D
/>Laß mal nachdenken:
/>"Der Hexenkult als Urreligion der Großen Göttin", mein Favorit :sneaky:
/>oder Bücher von Vivianne Crowley, find ich auch sehr markante Titel. :thinking:
/>Oder "Der alte Pfad"
/>"The truth :wacky: about witchcraft" (von Scott Cunningham, die Wahrheit steht bestimmt nicht drin, aber was solls) usw.
/>Gibt da immer mal so Veröffentlichungen....
/>aber hey, ein Titel soll ja eh nur aufmeksam machen, gell?
/>
/>An die rosa Bücher "hexen in zehn Tagen" denk..... :inquisitive:
/>
/>Und zurück zu Geza, schaun mer mal, was drin steht.
/>Aber nich vor Weihnachten *g*
/>
/>Grüße
/>Kore

Geza

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Re: Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion
« Antwort #39 am: 03. Dezember 2004, 23:31 »
Es geht also lediglich um germanisches Heidentum, nicht aber um "heidnische Naturreligion". So nennst du´s aber im Titel; find ich etwas peinlich! Anders gesagt: Vermessen.
Germanisches Heidentum ist Heidnische Naturreligion. Als Deutscher schreibe ich natürlich nicht über irgendein anderes Heidentum, z. B. das der Aborigines in Australien. Ich finde es eher peinlich, daß man heute nur wegen einer globalisierten multikulturellen politischen Einstellung nicht einmal unbehelligt sich ganz allein nur mit den eigenen Vorfahren befassen darf. Übrigens: Das Buch ist die Neufassung des seit 1988´vertriebenen Buches "Heidnische Naturreligion - Altüberlieferte Glaubensvorstellungen, Riten und Bräuche". Und da es Menschen geben könnte, die noch unter dem alten Namn bestellen, war es sinnvoll, den noch im Titel beizubehalten, denn das Buch setzt ja das erstere fort.
/>
/>
Zitat
  Wissenschftliche Herangehensweise würde voraus setzen, dass man sachlich und möglichst umfassend die vorhandene Quellenlage wiedergibt, und sei es auch wenigstens in einem einführenden Kapitel zur Quellenlage und den diversen Strömungen einer "heidnischen Naturreligion".
"wissenschaftlich fundiert" bedeutet nicht, daß es eines der zahlreichen rein wissenschaftlichen Bücher ist. Und unter "Wissenschaft" verstehe ich nicht nur Archäologie oder Skandinavistik, sondern auch Religionswissenschaft, Geisteswissenschaften usw. Auch eigene heidnische Forschungen seit etwa 100 Jahren habe ich - so sie haltbar sind - berücksichtigt.
/>
/>
Zitat
Warum versuchst du, etwas anderes vorzugeben, als es ist? So scheint es doch jetzt schon, als hättest du dich bemüht, alle Bewegungen einer "heidnischen Naturreligion" unter das Siegel Germanentum oder noch schlimmer "Gezatum" zu subsummieren.
Nun ist gerade nur der Titel bekannt, schon wird daran gemosert. Wie gesagt, fremde Kulturen interessieren hier wenig, und wenn ich mit unserer Sprache unsere Kultur bezeichne, dann muß ich nicht sämtliche ähnliche Erscheinungen weltweit miterwähnen. Es geht um die eine Religion der Germanen, nicht um neuheidnische Strömungen, die mit dieser Religion nichts zu tun haben (es aber vorgeben).
/>Überzeugt hast Du mich auch nicht, daß die (Schul-)Wissenschaft objektiv ist. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, daß sie sich ganz ähnlich wie die Kirchen immer der herrschenden Meinung und political corectness anpaßt, schließlich kommen von der Politik ja auch die Gelder. Das war im Dritten Reich genauso, wie es heute so ist. Es ist naiv, das nicht zu erkennen. Aus der "deutschen Volkskunde" wurde so ganz schnell eine "europäische Ethnologie", um den globalisierungsvorgaben zu entsprechen. Das ist nur eines von vielen Beispielen.
/>
/>Lichtgruß, Geza