Autor Thema: "Gaben" und Auserwählte?  (Gelesen 3469 mal)

Dimnara

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Re: "Gaben" und Auserwählte?
« Antwort #8 am: 20. August 2004, 11:24 »

/>
/>Hihi, ich komme aus einer Familie in der schon immer alle, besonders mütterlichseits, und besonders die Frauen sehr feinfühlig waren.
/>Es waren immer ein paar Frauen dabei, die es stärker zugelassen haben und ein paar die es weniger zugelassen haben, aber vorhanden war es immer. Und nein, ich habe keine Roma in der Familie von denen ich wüsste.  ;D
/>Sie haben den Frauen im Krieg die Karten gelegt und gesagt ob ihre Männer wiederkehren, oder einfach andere Dinge gewusst und manche Leute haben sich gefürchtet, andere nicht und manch einer hat sie vielleicht einmal Hexe genannt.
/>Und Wunder über Wunder, es kam auch bei mir hervor, besonders stark in der Pubertät und es machte mir teilweise Angst.
/>Und nein, ich bin nicht auserwählt *sfg*, und kenne jetzt viele Menschen die auch diese Fähigkeiten oder andere haben. Ich habe sie gesucht.  ;) Und es beruhigt mich ungemein, dass ich nicht allein bin. Auserwählt zu sein ist so anstrengend. Immer dieser Heldenkitsch, und das Strahleoutfit und dass viele Menschretten.  ;D
/>
/>lg dimnara *leichtzynisch/ironisch*
/>
Alle Macht dem fliegenden Spaghettimonster! Pastafari 4ever!

Maya

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Re: "Gaben" und Auserwählte?
« Antwort #9 am: 20. August 2004, 11:29 »
:laugh: :laugh: :laugh: ;) Danke,Danke, Danke.
/>
/>Ich muss wirklich wiederstehen, hier eine solcher Geschichten zu posten! ;) *kicher*

Dimnara

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Re: "Gaben" und Auserwählte?
« Antwort #10 am: 20. August 2004, 11:50 »

/>Geht schon, poste. Auserwähltengeschichten sind lustig.  ;) 8)
/>
/>lg dimnara
Alle Macht dem fliegenden Spaghettimonster! Pastafari 4ever!

Sternenelfe

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Re: "Gaben" und Auserwählte?
« Antwort #11 am: 20. August 2004, 12:03 »
Und nein, ich habe keine Roma in der Familie von denen ich wüsste. ;D
/>

/>Schade, vielleicht wär ma sonst verwandt :)
/>Leider ist dieses "Kapitel" unserer Vorfahren in meiner väterlichen Familie absolut totgeschwiegen worden - hab erst vor kurzem davon erfahren. Bisher habe ich es auch noch nicht geschafft, dass ich diese väterlichen Wurzeln näher erkunden kann.
/>Na ja, noch ist nicht aller Tage Abend..
/>Dimnara im Strahlemantel - wär doch schön! :)
Alles Liebe
SternenElfe
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Searcher

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Re: "Gaben" und Auserwählte?
« Antwort #12 am: 20. August 2004, 13:06 »
Autsch.... da isses wieder....dieses Zwicken und Zwacken, wenn es darum geht was zu benamsen, zu klassifizieren und in eine Schublade zu stecken - ist nicht mein Fall (aber das wissen ja einige hier schon  ;) )
/>
/>Mal grundsätzlich,  für mich hat JEDER die "Gaben" über die hier immer wieder getippselt wird. Aus welchen Gründen auch immer(Gesellschaft, Christentum, Eltern usw.) - der/die Eine lebts aus der/die Andere weniger oder gar nicht. Aber die Fähigkeiten sind da.
/>
/>Klar, wir brauchen für alles eine Bezeichnung, aber "Auserwählte" - das tut mir im Herzen weh. Impliziert für mich besser sein (als das gemeine Volk) und (von wem eigentlich ??) über die anderen gestellt zu werden. Wer gibt uns das Recht dazu ? Wo ist der nette bärtige Opa, der uns feierlich diesen Titel verleiht ? Für mich persönlich ist das eine Anmaßung, ein Drüberstehen über der Natur und dem Gesamten und hat einen gewissen Anflug von Größenwahn.
/>
/>Auserwählt sind wir ALLE - auf dieser Erde, in dieser Welt, in diesem Universum zu leben und unseren Platz einzunehmen. Und dafür haben wir alle Gaben und Fähigkeiten, die wir brauchen. Und die Art und Weise, wie jeder dieses Leben lebt ist so unendlich vielfältig, wie das Leben, das Universum selbst. Nicht mehr und nicht weniger.
/>
/>Gruß  Searcher
/>
/>
/>
/>P.S.: Grad bemerkt...das is mein 100.Beitrag (na bumm...soooo viel hab ich schon verzapft hier ??). Bin ich nun auch ein Auserwählter ??  :smug:  bei den smileys fehlt noch einer mit Heiligenschein oder so....*g*
« Letzte Änderung: 20. August 2004, 13:09 von Searcher »

Laraduna

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Re: "Gaben" und Auserwählte?
« Antwort #13 am: 20. August 2004, 13:27 »
..ich schließe mich da mal ziemlich an.
/>
/>Ich wehr mich schon allein deshalb gegen diesen Gedanken, weil ich selber keine besonders hexische oder feinfühlige Stammbaumgeschichten vorzeigen kann.. bei mir waren fast alle fürchterlich pragmatisch und vernunftorientiert..
/>Ja, und toll, meine Oma hat halt eben den Tod von meinem Opa vorausgeträumt, sowas kommt in den besten Familien vor... ;D
/>
/>Ich hab den Gedanken von Begabungen auch nie gemocht. Okay, inzwischen denk ich schon, dass es unterschiedliche Begabungen gibt, aber ich bin mir sicher, dass die viel weniger ausmachen, als alle denken.
/>
/>Zum Thema Empathie schließ ich mich auch an. Ich hab schon immer ein ganz gutes Gespür dafür gehabt, was Sache ist, was andere fühlen und so. Aber ich war lange zu unsicher, um dem zu glauben.
/>Aber dann hab ich einfach ein paarmal nachgefragt, und hab so eine Rückmeldung gekriegt. Und schon konnte ich um Häuser besser auseinander dividieren, was Wahrnehmung und was Wunsch/Angstvorstellung ist.
/>
/>Da ist meine Mutter ein noch besseres Beispiel. Die hat eigentlich einen wahnsinnig guten Riecher. Aber ihr wurde das derartig stark ausgetrieben, und so arg verunsichert, dass sie nur noch ihrer Logik glaubt. Es ist ihr das zwar bewusst, und es hat sich auch ein bisschen gebessert, aber sie traut ihren Gefühlen trotzdem nicht. Dabei haben die eigentlich immer recht.
/>
/>Anhand dieser zwei Beispiele glaube ich, dass Menschen beinahe jede Emotion am Gegenüber wahrnehmen können, und sei sie noch so fein. Aber meistens tun sie das nicht bewusst, und ihr Verstand weiß sich nichts mit der Information anzufangen. Außerdem legen sie ihre Wunschvorstellungen und Traumata darüber, und sehen garnicht mehr so richtig hin.
/>
/>Ähnlich ist es ja mit Mathe. Ich bin aufgewachsen mit einer Mutter, die Mathematik studiert hat, und deren Lieblingsbeschäftigung es war, kleinen Kindern Fragen zu beantworten.
/>Ja klar, wenn ich also schon im Kleinkind-bis Volksschulalter erklärt bekommen hab, was binäres Rechnen ist (zumindest das Prinzip dahinter), oder dass die Erde um die Sonne kreist und wie Tag, Nacht und die Jahreszeiten zustande kommen, wie ein Atom aussieht, woher man weiß, wie weit entfernt ein Stern ist, u.s.w.
/>Klar, dann brauch ich im Gymnasium vor Schularbeiten ein, zwei Tage lernen und kann es. Weil ich bereits meine gesamte Kindheit damit verbracht hab, das zu lernen.
/>
/>Andere haben als Kind dafür wahnsinnig viel Sport gemacht. So gut Radfahren wie die werd ich nie können. Oder sie können eben verschiedenste andere Dinge, jeder hat seine Kindheit mit irgendetwas zugebracht.
/>Und so vesteh ich überhaupt nicht, wieso man sich soviel darauf einbilden sollte, wenn man irgendetwas besser kann als andere. Man kanns chon stolz sein drauf, aber das macht einen noch lange nicht besser.
-

Dimnara

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Re: "Gaben" und Auserwählte?
« Antwort #14 am: 20. August 2004, 13:49 »
Und so vesteh ich überhaupt nicht, wieso man sich soviel darauf einbilden sollte, wenn man irgendetwas besser kann als andere. Man kanns chon stolz sein drauf, aber das macht einen noch lange nicht besser.
/>

/>Ja eben.
/>Anscheinend gibt es aber gerade in der Heidenszene ein paar Leuts mit so niedrigem Selbstwertgefühl, dass sie sich einfach als etwas besseres fühlen müssen.  :confused:
/>
/>lg dimnara
Alle Macht dem fliegenden Spaghettimonster! Pastafari 4ever!

Peter

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Re: "Gaben" und Auserwählte?
« Antwort #15 am: 20. August 2004, 14:12 »
Meine Vermutungen dazu:
/>
/>A. Solche Fähigkeiten existieren, und ich gehe davon aus, daß sie eine ganz natürliche Funktion des Bewußtseins sind, die unter bestimmten Umständen zum Einsatz kommen. Und das hat nichts damit zu tun, ob man eine Hexe oder auserwählt oder dergleichen ist.
/>B. Man muß dazu auch nicht "weiter" gehen als die Wissenschaft, sondern diese Fähigkeiten entziehen sich ihrer Natur nach dem wissenschaftlichen Ansatz, der auf Objektivierbarkeit (d.h. Trennung des Beobachters vom Beobachteten) beruht. Damit sehe ich aber kein Problem, weil die Wissenschaft nicht beansprucht (oder jedenfalls nicht beanspruchen sollte), die Welt vollständig zu erklären - das tun eher Leute, die aus der Wissenschaft eine Weltanschauung machen und sie zu
/>einer Art Religionsersatz erheben.
/>
/>Soweit scheint mir das ziemlich einfach. Schwieriger wirds, wenn es darum geht, mit solchen Fähigkeiten praktisch zu leben, sie zu meistern und zu nutzen, denn da kommt dann die Vielfalt individueller Erfahrungen zutage. Ich kenne Menschen, bei denen solche Fähigkeiten unwillentlich einsetzen. Wenn man so etwas von Jugend an erlebt, dann neigt man wohl dazu, sich "anders" zu fühlen als die anderen. Dann gibt es auch Erlebnisse, die sehr tief in die Persönlichkeit eingreifen, die stark erschüttern und die individuelle Einmaligkeit des Prozesses sehr deutlich machen.
/>Vor allem aber gibt es selten jemand, den man dann fragen könnte was denn da mit einem vorgeht, und der zu einer sinnvollen und akzeptierenden Reaktion imstande wäre.
/>Und dann hat man nur die Wahl, sich entweder irgendwie "anders" als die anderen zu fühlen - oder, da sich das meist nicht allzu gut anfühlt, es positiv umzuwidmen und sich als was besonderes + auserwähltes zu betrachten.
/>Ich meine also, daß dieses Auserwähltendenken auch daher kommt, daß jemand zu der Zeit, als er es gebraucht hätte, keinen Feedback (im Sinne eines gesunden Realitätsabgleichs) bekommen hat, und sich daher so schlecht+recht seinen eigenen Reim auf seine Erlebnisse machen mußte.
/>
/>Lieben Gruß
/>Gerry