Autor Thema: Gebärmutter und Prostata  (Gelesen 5793 mal)

Werner

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Gebärmutter und Prostata
« am: 03. Oktober 2004, 01:12 »
Ich habe gerade den sehr interessanten Artikel von Maya gelesen: „Der weibliche Energiekreislauf“.
/>(siehe: http://www.wurzelwerk.at/thema/weibercraft18.php)
/>
/>Ich will auf diesem Wege die Ergänzung dazu beisteuern.
/>
/>Es wäre empfehlenswert, wenn die Leser zuerst den genannten Artikel lesen würden, um mir zu ersparen, das zu wiederholen, was dort schon über die Gebärmutter gesagt wurde.
/>
/>Nun zum Gegenstück der Gebärmutter, zur männlichen Prostata.
/>Die Prostata ist tatsächlich in der Entwicklung das Gegenstück zur Gebärmutter. Ebenso wie diese ist sie das Kraftzentrum für den Mann. Das mögen zwar viele Männer nicht wissen und vielleicht sogar anzweifeln. Jedoch ist sie das Zentrum des Orgasmus und somit das Zentrum der innersten männlichen Kraft.
/>Männer denken meistens, der Penis sei das Zentrum ihrer Männlichkeit. Das ist jedoch nicht richtig. Der Penis ist vielmehr als Werkzeug zu betrachten, ähnlich wie die Klitoris der Frau das Werkzeug der Lustempfindung ist. So wie der Orgasmus der Frau nicht in der Klitoris, sondern in der Gebärmutter stattfindet, so findet der Orgasmus beim Mann in der Prostata statt!  Nachdem jedoch beim Mann der Penis bedeutend größer und somit auch rein schon vom optischen Standpunkt aus mehr in den Vordergrund rückt, ist es verständlich, dass die meisten Männer ihre Männlichkeit nur mit dem Penis in Verbindung bringen. Natürlich auch noch die Hoden, die ja ebenfalls sichtbar sind und eine wichtige Rolle im männlichen Selbstverständnis spielen. Die Eierstöcke sind ja nicht sichtbar und somit nicht so deutlich im Bewusstsein der Frau.
/>Wenn wir bedenken, dass ein Drittel der Frauen in Europa am Uterus erkrankt und ebenso viele Männer an der Prostata, dann wird’s uns vielleicht dämmern, dass hier mit diesen beiden Ur-Energien etwas nicht stimmt in unserer Gesellschaft!
/>
/>Nun kommt noch ein weiterer wichtiger Punkt dazu: Die männliche Energie (Yang) ist nach Außen gerichtet, auf das Geben, das Eindringen. Dies hat natürlich mit den Genitalien etwas zu tun, die ja nach Außen ausgerichtet sind. Jedoch sind sie dies, weil die männliche Energie nach Außen ausgerichtet ist. Wieder einmal die Frage nach dem was früher war, die Henne oder das Ei!
/>
/>Nun ist seit Jahrhunderten die westliche Welt sehr Yang-betont ausgerichtet. Diese Einseitigkeit bringt uns allen, Männer sowie Frauen, sehr viele Probleme. Langsam fangen wir an, uns umzuorientieren und langsam kann man feststellen, dass ein Umdenken bei vielen Menschen angefangen hat. Leider jedoch erst bei sehr wenigen.
/>Nun könnte man meinen, die Frauen seien nun besonders daran interessiert, dieses Ungleichgewicht zugunsten der Yin-Energien wieder auszugleichen. Und das sind sie ja auch sicherlich. Jedoch haben es offensichtlich viele Frauen nicht leicht, ihre wahre Weiblichkeit zu finden. Vielmehr kämpfen sie mit den männlichen Mitteln um Macht und können somit niemals etwas für die Weiblichkeit erreichen. Ich möchte hier besonders die von Maya angegebene Webpage zum Studium empfehlen (http://www.tao-of-sexuality.com/de/news/default.asp). Einen ganz kleinen Auszug will ich hier kopieren, denn er sagt sehr deutlich, dass Frauen nicht mit den männlichen Mittel kämpfen sollen, wenn sie sich nicht noch mehr schwächen wollen, sondern ihre eigene Energie finden müssen. Dies ist das Zitat:
/>Es macht den Anschein, dass Frauen freier geworden sind, in Beziehungen, im Beruf in der Politik. Sie sind lauter geworden, aktiver, und kämpferischer und sie haben bessere Bildung. Frauen haben gelernt mit männlichen Waffen zu kämpfen, und gerade das schwächt sie
/>Frauen werden also umdenken müssen und erst lernen müssen, ihre Weiblichkeit wieder neu zu entdecken. Nicht die von der christlichen Morallehre eingetrichterte Rolle der Nur-Mutter, sondern der Frau in ihrer Gesamtheit.
/>Aber auch die Männer müssen in gleicher Weise lernen, das Weibliche wieder anzuerkennen. Nicht das kämpferische, laute, männliche Gehabe von einigen Frauen, die nicht mehr wissen, was Weiblichkeit ist, sondern „DAS WEIBLICHE“, die Yin-Energie. Nicht nur in den Frauen, sondern auch in sich selbst. Indem sie verstehen lernen, was Weiblichkeit ist. Ohne natürlich ihre Männlichkeit aufzugeben! Das wäre ganz falsch. Denn der Ausgleich, die Spannung zwischen Yin und Yang ist das eigentliche Energiefeld, der Energiefluss, das Prinzip des Lebens und sogar von allem was ist.
/>
/>Ich will hier ein Beispiel bringen. Wir haben in Neuseeland in der Green-Party als Vorsitzende eine Frau. Diese Frau ist eine sehr weibliche Frau. Nicht diese oben genannte Kämpferin. Leider kann sie sich nicht in der männlich orientierten Welt genügend durchsetzen. Warum nicht? Weil sie zu weiblich ist!
/>Sollte sich diese Frau nun ändern und kämpferisch werden, um ihre Ziele zu erreichen?
/>
/>Meine Antwort: Nein! Sie muss und soll weiterhin ihre Weiblichkeit einbringen. Würde sie dies in der männlichen Weise tun, dann hätte sie ihre Weiblichkeit verspielt. -
/>Hier, an diesem Beispiel, wird klar, dass auch die Männer gefragt sind! Sie müssten lernen zu erkennen, dass diese Weiblichkeit wichtig ist. Sie müssten Rücksicht nehmen auf diese andere Energie, sie unterstützen und anerkennen! Sie müssen lernen, darauf Rücksicht zu nehmen und das Weibliche Ernst zu nehmen. Nicht die Frau zwingen, ihre Weiblichkeit zu opfern und wie ein Mann zu agieren und somit ihren wahren Kern und ihre Weiblichkeit zu verlieren und trotz  der dann aus oberflächlicher Betrachtung vermeintlichen Erfolgen, für das Weibliche eine Verliererin zu werden! Es liegt also auch an den Männern, dass die Frauen wieder weiblich werden können im Sinne der Ur-Weiblikchkeit. Aber es liegt natürlich auch an den Frauen, nicht ihr Selbstbewußtsein im männlichen Verhalten zu suchen, sondern stark zu werden gerade im Gegenteil, in ihrer Weiblichkeit!
/>
/>Es geht also wieder einmal um die echte Polarität: Um die Einsicht, dass wir nur zusammen stark sein können. Dass wir nur zusammen die Harmonie und das Gleichgewicht erzielen können. Dass wir aufeinander zugehen, uns gegenseitig helfen, verstehen, erkennen und somit auch an-erkennen! Mit viel Respekt und sogar mit Liebe!
/>
/>Und was hat das alles mit der Gebärmutter und der Prostata zu tun?
/>Ich finde, eine ganze Menge! Nämlich, dass wir so verschieden gar nicht sind. Und trotzdem sind wir auch wieder verschieden. Aber nicht trennend, sondern uns ergänzend.
/>Und jeder sollte lernen, oder sich wenigstens darum bemühen, sogar in sich selbst dieses „Andere“ zu spüren und um das Vorhandensein dieses „Anderen“ zu wissen.
/>Wenn ein Mann weiß, dass die Prostata ganz ähnlich wie die Gebärmutter funktioniert und das Zentrum des Mannseins ist, dann wird er sicher leichter verstehen, dass für eine Frau die Gebärmutter das Zentrum ihrer Weiblichkeit ist. Und anders herum ist es ebenso: Eine Frau, die weiß, dass ihre Gebärmutter ganz ähnlich wie die Prostata ist und das Gegenstück zur Prostata, die wird sicher auch das Mannsein besser verstehen können. Mit diesem Verstehen wären wir einen ganz wesentlich Schritt weiter gekommen auf der Suche nach der Harmonie und dem Ausgleich von Yin und Yang.
/>
/>Nun bin ich leider nicht auf den Kreislauf eingegangen, analog zu Maya's Beitrag. Vielleicht folgt dies ein anderes Mal.
/>
/>Liebe Grüße
/>Werner
/>
/>
/>
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2004, 03:14 von Werner »
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Kingu

  • Gast
Re: Gebärmutter und Prostata
« Antwort #1 am: 03. Oktober 2004, 11:39 »
tja lieber Werner,..
/>
/>sehr spannend deine Ansichten,..
/>
/>aber warum schreibste das dann nicht in die Polaritäten wo´s doch eigentlich hingehört, da du nämlich absolut nichts weibliches hier geschrieben hast,.. sondern nur wieder mal schreibst und das Gegenstück,.. und bei mann...
/>
/>
/>lg
/>das
/>Kingu
/>
/>

Anufa Ellhorn

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Ähäm
« Antwort #2 am: 03. Oktober 2004, 11:44 »
Well met, Kingu ;)
/>
/>Das hier IST das Polaritätenforum :laugh:
Bright blessings
/>Anufa

Werner

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Re: Gebärmutter und Prostata
« Antwort #3 am: 03. Oktober 2004, 22:39 »
Hallo Kingu
/>
/>Ich habe den männlichen Anteil dazu geschrieben, weil Maya in ihrem angegebenen Artikel die weibliche Seite behandelt hat. Warum sollte ich nun auch noch die weibliche Seite ansprechen?
/>Versteh nicht, was du eigentlich meinst. Es geht bei der Polarität umd den Ausgleich, das sich gegenseitige Bedingen, die Komplementarität, nicht um nur die eine Sache.
/>
/>LG
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Kingu

  • Gast
Re: Ähm ja
« Antwort #4 am: 03. Oktober 2004, 23:51 »
äh ja stimmt hab mich da total vertan,.. da das kommt einfach mit dem alter,..
/>hatte zuerst die weibercraft gelesen gehabt, und nun polaritäten und das ganze verwechselt,..
/>
/>man ist ja auch nicht mehr so jung wie früher einmal...
/>
/>Alles Liebe
/>Sorry
/>
/>Das
/>Kingu

Werner

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Re: Gebärmutter und Prostata
« Antwort #5 am: 08. Oktober 2004, 04:13 »
Hallo
/>
/>Leider ist mir ein kleiner Fehler in dem ersten Posting dieses Threads unterlaufen, den ich hiermit berichtige:
/>
/>Gebärmutter und Uterus sind nicht entwicklungsgeschichtlich dasselbe Organ. Es ist also nicht so, dass sich aus einer gemeinsamen Anlage entweder der Uterus oder die Prostata entwickelt. Vielmehr entwickeln sich beide Organe im Embryo erst einige Wochen nach der Empfängnis. Analoge Organe sind Eierstock und Hoden, Klitoris und Penis, kleine Schamlippen und Scrotum. Alles andere entwickelt sich später separat.
/>Allerdings gibt es ein Äquivalent zur Prostata in der Frau: Der Urethralschwamm. Dies ist ein drüsenartiges Gewebe, das die Harnröhre umschließt und an die Scheidenwand anschließt. Der Punkt, wo dieses Gewebe an die Scheidenwand anschließt, ist der G-Punkt. Der Urethralschwamm hat Kanäle, ähnlich wie die Prostata, in der eine ebenfalls ähnliche Flüssigkeit gebildet wird. Bei den meisten Frauen ist die Menge dieser Flüssigkeit jedoch sehr gering, kaum ein Tropfen und wird somit meistens nicht wahrgenommen. Bei manchen Frauen kann es jedoch (sehr selten!) bis zu einem Teelöffel voll sein. Diese Flüssigkeit wird während des Orgasmus durch die Harnröhre ausgeschieden. Bei größeren Mengen spricht man in so einem Fall von der weiblichen Ejakulation.
/>
/>Trotz dieser Richtigstellung wird man jedoch sicher davon ausgehen können, dass Prostata und Uterus in ähnlicher Weise ein Zentrum für den Mann bzw. für die Frau sind, auch wenn sich beide Organe nicht aus dem gleichen Ursprung entwickelt haben. In beiden Organen findet der Orgasmus statt und man könnte somit von einem gewissen Zentrum der Männlichkeit bzw. der Weiblichkeit sprechen. Ich finde, dass man die Prostata trotz unterschiedlicher Entwicklungsgeschichte als das Gegenstück zur Gebärmutter sehen kann.
/>
/>Allerdings könnte man auch fragen, ob es überhaupt ein „Zentrum“ gibt, denn alle Reaktionen kommen aus vielen Regionen, nicht nur von einer. So ist es z.B. nachgewiesen, dass Frauen, denen der Uterus entfernt wurde, zu einem normalen und befriedigenden Orgasmus fähig sind. Die Idee von einem „Zentrum“ ist also nicht ganz logisch, wenngleich man davon ausgehen kann, dass diese Organe eine sehr wichtige Funktion für das sexuelle Empfinden ausüben.
/>
/>Liebe Grüße
/>Werner
/>
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2004, 04:23 von Werner »
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

MB

  • Gast
Re: Gebärmutter und Prostata
« Antwort #6 am: 08. Oktober 2004, 08:13 »
copy paste: Trotz dieser Richtigstellung wird man jedoch sicher davon ausgehen können, dass Prostata und Uterus in ähnlicher Weise ein Zentrum für den Mann bzw. für die Frau sind, auch wenn sich beide Organe nicht aus dem gleichen Ursprung entwickelt haben. In beiden Organen findet der Orgasmus statt und man könnte somit von einem gewissen Zentrum der Männlichkeit bzw. der Weiblichkeit sprechen. Ich finde, dass man die Prostata trotz unterschiedlicher Entwicklungsgeschichte als das Gegenstück zur Gebärmutter sehen kann.
/>
/>Die Lektüre eines Anatomiebuches vor dem Verfassen des Beitrages hätte gut getan. Denn in Uterus und Prostata findet mitnichten und auch mittanten "der Orgasmus" statt. Vielmehr sind Glans und Klitoris jene sensiblen Zentren, deren Reizung einen Orgasmus auslöst, welcher im Gehirn - und nur dort - "stattfindet". Somit ist das "Zentrum" eindeutig lokalisiert - und ein nachweisbarer Geschlechtsunterschied ist somit nicht gegeben.
/>
/>MB
/>

Galdor

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Re: Gebärmutter und Prostata
« Antwort #7 am: 08. Oktober 2004, 16:49 »
Und wieder einmal hat Werner sich bei der Rechereche vertan, 
/>er halt mit dem Medium Internet nicht umgehen kann.  :laugh:
/>Statt ein Buch zu Rate der Anatomie zu nehmen,
/>geht der Google bei ihm auch nicht - sollst Dich schämen!  :sneaky:
/>So kommst Du mal nach Wien auf Deiner Lebensreise,
/>werd nit schimpfen mit Dir sondern Googlebedienung erklären ganz leise.  ;D
/>
Gun cuireadh do chupa thairis le slàinte agus sonas.
/>(Möge dein Kelch mit Gesundheit und Glück überfüllt sein)