Autor Thema: Statistik  (Gelesen 2894 mal)

Anufa Ellhorn

  • Allgemeine Moderatorin
  • ****
  • Beiträge: 5077
  • Geschlecht: Weiblich
Statistik
« am: 08. Oktober 2004, 23:53 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>Ich stells absichtlich nicht in die "Links", weil ich es nämlich gerne diskutiert hätte :laugh:
/>http://www.wissenschaft.de/wissen/news/245587
/>
/>Also laut Statisktik ist die polare Sexualität also deshalb entstanden, weil es so weniger Inzucht gibt (was gesündere Populationen zur Folge hat). Wie ist das dann mit der immer weiter verschwimmenden Geschlechtergrenze? Was hat das, wenn überhaupt für eine Relevanz??
Bright blessings
/>Anufa

Werner

  • WurzelWerk GastAutor/in
  • **
  • Beiträge: 1948
  • Geschlecht: Männlich
Re: Statistik
« Antwort #1 am: 09. Oktober 2004, 03:25 »
Hallo Anufa
/>
/>Was meinst du mit „der immer weiter verschwimmenden Geschlechtergrenze?
/>
/>Meinst du damit, dass sich Männer und Frauen immer ähnlicher werden?
/>Weitere wichtige Frage: Worin werden sie sich immer ähnlicher?
/>
/>Falls du das meinst, müsste man diese Feststellung erst mal auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen. Denn selbst wenn sich Männer und Frauen in ihrem Verhalten immer mehr angleichen, so sind sie doch nach wie vor biologisch so verschieden wie eh und je. Also wird das auf die geschlechtliche Fortpflanzung und die Gesundheit und Lebensfähigkeit der Nachkommen keinerlei Einfluss haben.
/>
/>Nun kann man natürlich weiter fragen und im übertragenen Sinne nach dem Wert oder nicht Wert oder der Bedeutung von verschwimmenden Geschlechtergrenzen fragen. Also mal ganz ohne die Frage nach der gesunden Fortpflanzung überhaupt in Betracht zu ziehen.
/>
/>Ich glaube, darüber könnte man schon diskutieren und sicher wird es viele Meinungen dazu geben.
/>
/>Zuerst einmal sollte man sich jedoch fragen, ob die Geschlechtergrenze wirklich verschwimmt, nur weil Frauen heute auch bisherige Männerberufe ausüben. Werden Frauen dadurch zu Männern? Sicher nicht, wie ich meine.
/>Und wie ist das mit dem Verhalten? Ändert sich das wirklich im tiefsten innersten Bereich? Ändert sich die Psyche? Sind so manche heute ins Auge springende Änderungen nicht nur sehr oberflächlich? Und ist es nicht vielmehr so, dass es sich hierbei um die Art und Weise, wie man Umgang mit der modernen Technik hat und dergleichen Dingen? Also dann würde dies auch wieder mit der Frage nach dem Beruf irgendwie zusammenhängen.
/>
/>Werden Männer zu Frauen und Frauen zu Männern, nur weil sie bestimmte Dinge gleich angehen oder gleich gut können?
/>
/>Um diese Dinge zu hinterfragen, müsste man also erst einmal wissen, was man denn überhaupt hinterfragen will. Vielleicht kannst, Anufa, hier noch mal ein paar Worte dazu sagen.
/>Du fragst auch noch: Wie ist das dann mit der immer weiter verschwimmenden Geschlechtergrenze? Was hat das, wenn überhaupt für eine Relevanz??
/>Relevanz wofür? Für unser Überleben als Spezies oder für den Einzelnen oder für die gesellschaftliche Struktur oder die .........?
/>
/>Liebe Grüße
/>Werner
/>
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Anufa Ellhorn

  • Allgemeine Moderatorin
  • ****
  • Beiträge: 5077
  • Geschlecht: Weiblich
Oh, viele Dinge
« Antwort #2 am: 09. Oktober 2004, 10:41 »
Well met, Werner ;)
/>
/>>Meinst du damit, dass sich Männer und Frauen immer ähnlicher werden?
/>
/>Auf der einen Seite gibt es Erscheinungen wie die "Metrosexuellen" - also Leuts, die sich zwar eindeutig einem physischem Geschlecht zuordnen, aber sich als "Mensch" und somit als "neutral oder sowohl als auch" "fühlen". 8)
/>
/>>Weitere wichtige Frage: Worin werden sie sich immer ähnlicher?
/>Wenn mensch sich die soziologischen Studien über Gender und Sexual- bzw. Partnerverhalten ansieht, dann ist mehr als deutlich, dass die Rollen in unserer Gesellschaft absolut nicht mehr geschlechterspezifisch definiert sind und es immer weniger werden...
/>
/>>Denn selbst wenn sich Männer und Frauen in ihrem Verhalten immer mehr angleichen, so sind sie doch nach wie vor biologisch so verschieden wie eh und je.
/>
/>Das wage ich herb zu bezweifeln - ansonsten gäbe es nicht von Zeit zu Zeit warnende Stimmen über den Einfluß von bestimmten,überall in Verwendung sich befindenden, chemischen Stoffen auf den Hormonhaushalt. Nicht nur Fischarten sterben in derartig belasteten Gewässern aus, weil sie ihre Fortpflanzungsfähigkeit verlieren eben WEIL die Männleins verweiblichen...
/>
/>>Also wird das auf die geschlechtliche Fortpflanzung und die Gesundheit und Lebensfähigkeit der Nachkommen keinerlei Einfluss haben.
/>
/>Irgendwo im alten Archiv müssten sich noch etliche Wissenschaftsmeldungen in Diskussionen finden lassen - dass es eben einen noch viel zu unterschätzten Einfluß hat... Nicht umsonst sang Otto schon vor vielen, vielen Jahren "der Schniedel schrumpft, der Busen schwillt - schon ist er Mamas Ebenbild!" Es ist aber doch immer noch mehr oder weniger Insiderwissen, was sich so alles im Klärschlamm (der auf die Felder ausgebracht wird) befindet :sneaky:. Ich sag nur "Wieviele Frauen nehmen die Pille? Wieviel pinkeln die pro Tag an Hormonen wieder raus? Wieviel landet davon dann im Boden?" Schwangerenurin war schon in alten Zeiten ein Schönheitsmittel - kein Wunder, ist ein wahrer Hormoncocktail :yes:
/>
/>>Zuerst einmal sollte man sich jedoch fragen, ob die Geschlechtergrenze wirklich verschwimmt, nur weil Frauen heute auch bisherige Männerberufe ausüben. Werden Frauen dadurch zu Männern?
/>
/>Ich bin nicht der Meinung, dass Frauen durch das Ausüben bestimmter Berufe zu Männern werden - aber ich bin der Meinung, dass sie durch das Leben und das "Erfolgreichsein" in bestimmten Gesellschaftsformen vermännlichen MÜSSEN, sonst sind sie nämlich nicht erfolgreich :wink1:. Dazu kommt dann noch die hormonimitierende Wirkung von z.B. Kunststoffen und die tatsächliche Anreicherung mit Hormonen (die unter den Tisch gekehrt wird - hoffentlich "noch"!).
/>
/>>Und wie ist das mit dem Verhalten? Ändert sich das wirklich im tiefsten innersten Bereich? Ändert sich die Psyche? Sind so manche heute ins Auge springende Änderungen nicht nur sehr oberflächlich?
/>
/>Soweit ich das sehe - Nein absolut nicht! Wenn ich für jede Frau, die mit ihrem Zyklus Probleme hat, einen Euro hätte, dann wär ich ziemlich reich. Irgendwie erscheint es mir ziemlich unlogisch, dass die Natur was erfunden haben soll, das einfach Probleme MACHT :inquisitive: Also kann es imho nur daran liegen, dass sich im Umgang mit und im Zugang was verändert hat, das diese Probleme hervorruft. Wenn das nicht Psyche und im innersten Bereich ist?? Von den immer akuter werdenden Fällen von Panikattacken, Depressionen etc. fang ich mal erst garnicht an :-X
/>
/>>Werden Männer zu Frauen und Frauen zu Männern, nur weil sie bestimmte Dinge gleich angehen oder gleich gut können?
/>
/>Weil mensch etwas DAZULERNT verändert sich das Bild sicher nicht - imho verändert es sich, weil Dinge verloren gehen 8)
/>
/>>Relevanz wofür? Für unser Überleben als Spezies oder für den Einzelnen oder für die gesellschaftliche Struktur oder die .........?
/>
/>Geeeenau und Relevanz für das tägliche Miteinander für jeden von uns!
/>
/>
/>
/>
/>
Bright blessings
/>Anufa

Peter

  • WurzelWerk Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 1645
  • Geschlecht: Männlich
Genetik
« Antwort #3 am: 09. Oktober 2004, 21:57 »
Hallo Anufa!
/>
/>Also das, was da als wissenschaftliche Erkenntnis verbreitet wird, haben wir seinerzeit in Bio gelernt.  :confused:
/>Daß nämlich, ab einem bestimmten Komplexitätsgrad eines Lebewesens, eine getrenntgeschlechtliche Fortpflanzung einen Überlebensorteil hat, weil dadurch die Vielfalt der genetischen Codes besser gewahrt wird.
/>
/>Mit dem Rest  möchte ich am liebsten kurzen Prozeß machen, dergestalt,
/>daß die Fortplanzung ein weitestgehend festgelegter und strengdefinierter Vorgang ist, der nur dann funktioniert, wenn es korrekte männliche und weibliche Keimzellen gibt.
/>Das Y Chrosmosom selber erscheint zwar als eine eher kleine Nuance der Erbinformation, und die Ausbildung von Keimzellen (Meiose) ist nur eine komplexere Form der normalen Zellteilung (den man sich auch unabhängig von der Getrenntgeschlechtlichkeit vorstellen könnte - das gibts m.W. bei bestimmten Pflanzen), aber bei der Verschmelzung ist es dann so, daß die Eizelle immer ein X Chromosom hat und die Samenzelle entweder ein X oder ein Y. Das ist eine binäre Entscheidung: entweder, oder.
/>
/>Und da wäre meien Frage, wie eine allmähliche Annäherung weiblicher und männlicher Eigenschaften  an diesem Punkt aussehen könnte.
/>
/>Es gibt daraus freilich ein paar andere Aspekte, die man sich gelegentlich mal in Erinnerung rufen mag, und die haben nun gar nichts mit zeitgeistlichen Strömungen zu tun sondern sind schon immer wahr - und sie dürften ein blauäugig-romantisches Polaritätendenken ziemlich versauen (denn unter einer Polarität würde ich zwei Aspekte verstehen, die jeder etwa gleiches Gewicht auf die Waagschale bringen):
/>1. Die Entscheidung über das Geschlecht geht nur von den Samenzellen aus. In der Sprache der objektorientierten Programmierung: Die Variable "Geschlecht" existiert nur in der Objektinstanz "Mann":
/>2. Es gilt aber auch umgekehrt: das Feature "Geschlecht" ist die einzige wirklich notwendige Eigenschaft, die durch das Konzept "Mann" in die Mechanik eingebracht wird. Abgesehen davon wäre, auf der Ebene der prinzipiell möglichen Zellvorgänge betrachtet, das weibliche Konzept durchaus zu einer eigenständigen Fortpflanzung fähig.
/>3. die ganze Geschichte wird in dem Moment ziemlich morbide, wenn man bedenkt, daß das Feature "Sterblichkeit" auch nur aus dem Grund implementiert werden muß, um eine heterosexuelle Fortpflanzung zu erzwingen.
/>Man könnte also das Konzept "Mann" auf eine ganz grundlegende Weise mit Sterblichkeit assoziierein. Und jetzt brauch ich Dich mal, Anu: Diese Philosophie, daß die Göttin unsterblich ist, und der Frühjahrsgott im Herbst stirbt, hat das Euer GBG erfunden (zeitlich NACH Erforschung der Vererbung), oder ist das älter?
/>
/>Richtig lustig wird das aber so: der genetische Code ist ja heute so gut wie entschlüsselt. Gesetzt den Fall, man würde die Wahrung von Vielfalt im genetischen Prozeß an eine geeignete EDV "outsourcen" - dann könnte man sich das Konzept "Mann" sparen. Und das, behaupte ich, ist heute nicht mehr ScienceFiction, als Jules Verne zu seiner Zeit war.
/>
/>Wenn man also dieses feministische Gefasel nimmt, daß eine "männerdominierte technologieorientierte" Klutur nur in ihre eigene Zerstörung führt, dann kann man das noch auf eine ganz andere Weise verstehen als die üblicherweise gängige.
/>
/>lg
/>gl
/>

Werner

  • WurzelWerk GastAutor/in
  • **
  • Beiträge: 1948
  • Geschlecht: Männlich
Re: Statistik
« Antwort #4 am: 10. Oktober 2004, 08:03 »
Hallo
/>Ich möchte mal besonders auf das Posting von Anu eingehen, denn Gerry spricht ein ganz anderes Thema an.
/>
/>Was Anu ausführte, ist sicher richtig. Es ist heute keine Frage, dass durch vielerlei Einflüsse der Hormonhaushalt der Menschen sehr gestört wird. Die Auswirkungen sind nicht nur für Männer von Dedeutung, sondern auch für Frauen. Denn es hat auch Auswirkungen, wenn bei einer Frau das Östorgen überhand nimmt.
/>
/>Gleichzeitig jedoch ist eine gegenläufige Strömung nicht zu verkennen. Dabei geht es nicht um Hormone, sondern um Bewertungen.
/>Aber nun wird's erst richtig interessant. Denn auch in dieser Bewertung gibt es wieder zwei gegenläufige Strömungen.
/>Einmal die feministische Strömung, die alles Weibliche vor das Männliche setzt - und dann die Gegenströmung, die schon lange zu erkennen ist, das Patriarchat. Aber mit dem Patriarchat ist es noch nicht zu Ende. Vielmehr hat das Patriarchat heute nur noch eine sehr geringe Bedeutung. Heute wird von allen, also von Männern und Frauen, das Männliche Prinzip (im Sinne von Yang-Energie) höher bewertet. Alles Männliche ist gefragt. Somit fangen Frauen an, typische Männerbeschäftigungen auszuüben, siehe z.B. im Sport. Aber auch im Berufsleben. Auch im Auftreten, im menschlichen Umgang, versuchen die Frauen, so männlich wie nur möglich zu sein. Ja sogar Im Sex findet diese Vermännlichung statt, wenn z.B. Frauen unbedingt den gleichen Orgasmus wie ein Mann erleben will.
/>
/>Diese beiden Gegenströmungen, also Feminismus und Überbewertung des Männlichen, sind jedoch von der Ursache her gar keine zwei verschiedenen Strömungen. Denn was die Feministinnen wollen, das ist die Gleichschaltung mit den Männern. Also wird auch von den Feministinnen das Männliche höher bewertet. Sie wollen, dass die Frauen männlich werden.
/>Ergo kann man diese beiden vermeintlichen Gegenströme als ein und dasselbe betrachten. Somit haben wir nur zwei wirkliche Gegenströme: Die hormonelle Schwächung des Männlichen und als Gegenströmung die Überbewertung männlicher Eigenschaften.
/>
/>Jetzt könnte man sich fragen, ob diese beiden offensichtlich gegenläufigen Ströme nicht sogar voneinander abhängen. Wie gesagt, es ist keine Behauptung, sondern eine Frage.
/>Ein Strom erzeugt immer einen Gegenstrom. Das ist bei jedem Fluss deutlich zu beobachten. Wenn eine Energie in eine Richtung fließt, dann bewirkt das, dass Energie dadurch auch in die Gegenrichtung geleitet wird.
/>
/>Eine weitere offene Frage will ich anfügen: Wird es aufgrund der hormonellen Schwächung der Männer eine Angleichung der Geschlechter geben? - Ich glaube fast, dass dies nicht sein wird, wenn man nämlich das Prinzip der Gegenströmung beachtet. Also könnte es noch mehr eine Höherbewertung des Männlichen geben. - Aber das sind alles Theorien oder offene Fragen.
/>
/>
/>Was jedoch keine offene Frage und keine Theorie ist, das ist die Tatsache, dass tatsächlich immer mehr Männer unfruchtbar werden oder nur noch beschränkt fruchtbar sind. Das ist sehr alarmierend. Denn wie die Test zeigen, ist die geschlechtliche Fortpflanzung für eine höhere Entwicklung und für gesunde Nachkommen notwendig.
/>Es ist also durchaus möglich, dass wir uns und unsere Nachkommen durch all die vielen chemischen Substanzen, die wir aufnehmen, so sehr schwächen, dass irgend wann einmal die Menschen nicht mehr lebensfähig sein könnten.
/>
/>Wie ihr wißt, habe ich mich sehr intensiv mit dem Prinzip der Polarität befasst und sie als das Prinzip des Seins erkannt. Die Grundprinzipien des Lebens sind im polaren System aufgebaut. Das trifft für die DNA zu, für die Atome, ja sogar für das Leben im Boden. Mineralien sind entweder positiv oder negativ geladen. Nur wenn dieser Ausgleich ständig vorhanden ist, können Bakterien und Pilze in der Erde wachsen. Ohne diese jedoch könnten keine Pflanzen in der Erde wachsen. Das Leben auf Erden würde ohne diese Polarität ersterben. Allerdings verscuht man heute, die Unfruchtbarkeit der Böden durch Kunst-Dünger, also künstlich, zu erhalten. Dabei vernichtet man immer weiter die Lebensfähigkeit der Böden und muss immer mehr Kunstdünger und als weitere Folge immer mehr Herbizide und Pestizide anwenden. Dies ist eine nie endende Spirale. Irgendwann einmal wird man dieses künstliche Spiel nicht mehr aufrecht erhalten können, weil die Resourcen erschöpft sind. Erdöl wird sich ohnehin bald erschöpfen und dann können all die Maschinen nicht mehr eingesetzt werden und somit auch nicht mehr die Anwendung von Kunstdünger und so weiter....
/>
/>Wenn also dieses mächtige Prinzip der Polarität alles durchsetzt bzw. allem zugrunde liegt, dann können wir uns ausrechnen, dass wir erhebliche Probleme, ja wahrscheinlich sogar den totalen Niedergang erleben werden, wenn wir das Gleichgewicht der Geschlechter so nachhaltig stören, wie wir das zur Zeit tun. Die soeben geschilderten vielen anderen künstlichen Vorgehensweisen kommen natürlich noch dazu. - Ich vermute, wir sind dabei, mit lautem Gejöhlemit vollen Segeln auf das Riff loszusteuern, ohne das wahrnehmen zu wollen oder zu können.
/>
/>Vielleicht muss es erst so schlimm werden, dass wirklich nahezu alles zum Erliegen kommt, bis wir aufwachen und den Raubbau unserer Erde erkennen und dann das alles sofort zum Stillstand bringen und wieder auf biologische Weise unsere Nahrung anbauen und ohne Chemikalien wieder in normaler Weise leben werden.
/>Dieses Thema ist so umfangreich, dass ich hier nur in ganz oberflächlicher Weise ein paar Gedanken einstreuen kann. Ich bitte um Nachsicht, dass ich dieses sehr wichtige Thema aus diesem Grunde so kurz behandle, denn wenn ich weiter ins Detail gehen würde, dann müßte ich hier ein Buch schreiben.
/>
/>LG
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Anufa Ellhorn

  • Allgemeine Moderatorin
  • ****
  • Beiträge: 5077
  • Geschlecht: Weiblich
Wissen und Erfahrung
« Antwort #5 am: 10. Oktober 2004, 22:07 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>>(Gerry) Daß nämlich, ab einem bestimmten Komplexitätsgrad eines Lebewesens, eine getrenntgeschlechtliche Fortpflanzung einen Überlebensorteil hat, weil dadurch die Vielfalt der genetischen Codes besser gewahrt wird.
/>
/>Siehste, ich kannte das auch schon aus der Schulzeit - bloß dachte ich, dass sich das vielleicht überholt hätte. Wie sonst sollte mensch sich erklären, dass z.B. Parthenogenese besonders in den letzten 10 oder 15 Jahren zeitweilig als besonders erstrebenswert angesehen wird...
/>
/>>Und da wäre meien Frage, wie eine allmähliche Annäherung weiblicher und männlicher Eigenschaften  an diesem Punkt aussehen könnte.
/>
/>Zum Bleistift gibts da die nette Beobachtung, dass ein Haxerl vom y  sich so schön langsam im wahrsten Sinn des Wortes verkrümelt :sneaky:. Das taucht hie und da in den Wissenschaftsmeldungen auf, mit der bangen Frage, was das denn dann für Folgen auf die Fortpflanzung haben können würde :stunned:. Also ich bin sicher nicht gscheiter als die Wissenschaftler - somit hab ich nicht mal ne blasse Ahnung, was das wirklich für Folgen haben könnte.
/>Darum gings mir aber auch nicht.
/>Mir gings darum, dass gerade in den letzten Jahren besonders viele Untersuchungen stattgefunden haben, wie sich Hormone auf den einzelnen Menschen und auf neues Leben in der Entwicklung auswirken... DAS meinte ich (unter anderem) mit allmählicher Annäherung von weiblichen und männlichen Eigenschaften!!
/>
/>>1. Die Entscheidung über das Geschlecht geht nur von den Samenzellen aus. In der Sprache der objektorientierten Programmierung: Die Variable "Geschlecht" existiert nur in der Objektinstanz "Mann":
/>
/>Siehst und da hapert es aber schon gewaltig - soviel mir der Fernseher vermittelt hat :wink1: gibts deftige Beweise (eben durch erwähnte Forschungstätigkeit), dass die hormonelle Situation der Mutter während der Schwangerschaft zumindest einen ebensogroßen Einfluß auf das Embryo hat. Ich weiß jetzt nicht, bis zu welcher Woche - aber prinzipiell beginnen alle Embryos als "weiblich" (zarter Unterschied zwischen Genetik und Ausformung!! da liegt der Hund nämlich begraben...) und entwickeln sich erst durch bestimmte hormonelle Anreize ihrer Genetik entsprechend "männlich" fehlt der Anreiz - dann gibts herbe Probleme in der Geschlechtsentwicklung.
/>
/>>Diese Philosophie, daß die Göttin unsterblich ist, und der Frühjahrsgott im Herbst stirbt, hat das Euer GBG erfunden (zeitlich NACH Erforschung der Vererbung), oder ist das älter?
/>
/>Ui schwierig - aber anhand der verschiedenen Schöpfungsmythen versteig ich mich mal glatt dazu zu sagen - DAS gibts schon WIRKLICH lang (und hat vielleicht tatsächlich damit zu tun, dass Frauen sehr eindeutig Leben "zur Welt bringen"). Also auf gar keinen Fall hat das Onkel Gerald erfunden, soviel steht mal fest! :laugh:
/>
/>Kleine Anmerkung noch zur "Entschlüsselung"  :sneaky: Ich bin zwar keine Genetikerin (Hülllllfe MB!!!!!!!!!!!!!!!) aber die  einzelnen Sequenzen und Gene zu kennen hat noch nix damit zu tun, auch die unterschiedlichsten Funktionen aller Kombinationen herausgefunden zu haben :-X
/>
/>>Eine weitere offene Frage will ich anfügen: Wird es aufgrund der hormonellen Schwächung der Männer eine Angleichung der Geschlechter geben?
/>
/>Nunja, ich denke die gibt es doch schon :confused:. Wieviele Frauen kenne ich, die meinen, dass sie ohne Mann prinzipiell besser dran wären als mit?? Eine ganze Menge kann ich Dir sagen! Und das ist unglaublich aber wahr nicht die Sache mit dem Fuchs und den sauren Trauben, sondern eher eine "Sex in the City" Beobachtung...
/>
/>>- Ich glaube fast, dass dies nicht sein wird, wenn man nämlich das Prinzip der Gegenströmung beachtet. Also könnte es noch mehr eine Höherbewertung des Männlichen geben.
/>
/>Imho kommt es zu einer sehr ungesunden Idealisierung auf der einen und Verdammung auf der anderen Seite. Aber da sind wir dann wieder beim Grundthema des Threads - wo die "gesunde Mitte fehlt" stirbt die Population langsam aus...
/>
/>
Bright blessings
/>Anufa

Peter

  • WurzelWerk Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 1645
  • Geschlecht: Männlich
from the overspill...
« Antwort #6 am: 12. Oktober 2004, 15:25 »
dass z.B. Parthenogenese besonders in den letzten 10 oder 15 Jahren zeitweilig als besonders erstrebenswert angesehen wird...
/>

/>Au ja, schönes Fremdwort. Wenn man danach mal spontan im Web sucht, findet man Dinge wie dies (von www.vegan.de/foren):
/>----------------- hier abbeissen ---------------
/>>Parthenogenese ist die ungeschlechtliche Fortpflanzung und u. U. auch beim Menschen möglich.
/>
/>>Die Autorin beschreibt darin, dass vegane Ernährung Parthenogenese fördert.
/>>Hat eine von Euch vielleicht selbst eine Tochter und weiß nicht, wie sie dazu
/>>gekommen ist, weil in der fraglichen Zeit der Zeugung kein Mann da war?
/>
/>>Das Buch ist leider vergriffen, ...
/>-----------------------------------------------------
/>
/>Kommentare irgendjemand?
/>
/>lg
/>gl
/>
« Letzte Änderung: 12. Oktober 2004, 15:28 von Gerhard Laurin »

Striga

  • Gast
Re: Statistik
« Antwort #7 am: 12. Oktober 2004, 15:55 »
Kommentar??? Die diskutieren auch, ob es vegan ist mit einem "Fleischfresser" (O-Ton) Sex zu haben oder denselben zu kuessen.... Noch Fragen? :laugh: