Autor Thema: Baumbeziehung  (Gelesen 3607 mal)

waldweib

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Re: Baumbeziehung
« Antwort #16 am: 30. Juni 2007, 07:11 »

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/>Ja, auch der Baum des schwarzen Waldes findet dies ein schönes Thema!  :-*
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/>Darum hat er es wieder ausgegraben!  :)
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/>Hallo Du Baum des schwarzen Waldes!  :-*
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/>Ist mir zuerst gar nicht aufgefallen, dass der Thread schon im Jahr 2004 begonnen wurde. ;-)
/>Schön, dass Du das Thema ausgegraben hast!
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/>@DT: Das haben meine Eltern (die mich mit ihrer Naturverbundenheit angesteckt haben) auch oft über Bäume gesagt: "Was der schon alles gesehen hat..."
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/>Euer Einfühlungsvermögen bezüglich der Nägel des Naturdenkmal-Schildes, die vielleicht die Eiche schmerzen könnten, ist hoch einzuschätzen. Als kleiner Trost mag vielleicht dienen, dass Großmutter Eiche wahrscheinlich eine äußerst zähe alte Dame ist, der die Nägel des Schildes, wenn überhaupt, höchstens ein kleines Rindenjucken verursachen... ;-)
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/>Ich hab einmal beobachtet, wie einige Menschen einfach einem Kirschbaum einen riesigen Ast abgebrochen haben, nur um bequemer an die Kirschen zu kommen. Da fehlte jedes Einfühlungsvermögen!
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/>Einen der größten Schrecken habe ich erlebt, als ich eines Tages zu einer mir lieben Forststraße mit schönem Nadelwaldbestand kam. Da war man zuvor mit einer dieser riesigen Maschinen zu Gange gewesen und die Bäume sahen alle bis in eine Höhe von drei, vier Metern wie amputiert aus. Der in diesem Ausmaß sicher nicht notwendige Rückschnitt (oder besser Kahlschlag) war regelrecht schockierend durch seinen Umfang und seine kalte Regelmäßigkeit. Ich hatte den Eindruck, dass die Bäume schrieen. Auch meine Begleiter fanden den Anblick allesamt niederschmetternd und traurig. Ich konnte dort nie wieder hingehen.
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/>Mir fällt auf, dass ich einen wichtigen Baumfreund vergessen habe in meiner ersten Aufzählung: Eine Eibe im Garten, die im Herbst zu ihrer Hochform aufläuft: Sie scheint eine magische Anziehungskraft auf Kreuzspinnen zu haben, und oft hängen gleich mehrere fette Exemplare in ihren riesigen, kunstvollen Radnetzen an dem rundgeschnittenen Baum, der eine sehr starke, eher düstere Präsenz besitzt. An manchen Herbsttagen tummeln sich in der Eibe Scharen von Amseln und anderen Drosselarten mit schön gefleckter Brust, die die roten Eibenbeeren pflücken und genüsslich in den Hals rutschen lassen. Auch ich habe schon Eibenbeeren gekostet (man muss nur aufpassen, nicht versehentlich den Kern zu schlucken  ;D ) - ist aber nicht so mein Ding, sind mir zu süß und zu "schlatzig".  ;)
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/>Hat eigentlich jemand von Euch auch schon mal magisch-heilend für seine Lieblingsbäume gewirkt?
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/>LG,
/>Waldweib
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Whitesnake

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Re: Baumbeziehung
« Antwort #17 am: 30. Juni 2007, 19:19 »
Meine schönen Spazierweg den ich immer mit der Kleinen als sie auch noch im Kinderwagen war gegangen bin und mit unserem Hund, eine schöne Kastanienallee wo wir auch immer Kastanien gesammelt haben und uns aufgehalten haben, wurde alles abgeholzt und vernichtet und mußte einer Umfahrung weichen, die noch nicht fertig ist, und den meisten Teil und sogar ganze Teile der Au wurde zerstört und zivilisiert mit neuer BTX-Bahn, Auwanderweg, Erlebnisweg und es wird noch mehr zerstört werden und die wilden Tiere werden sich in immer kleinere Zonen zurückziehen und haben gar keinen Freiraum mehr und ganze Alleen wurden dafür abgeholzt.