Autor Thema: Mein Partner sollte...  (Gelesen 20231 mal)

Uhanek

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Re: Mein Partner sollte...
« Antwort #160 am: 07. April 2005, 09:21 »
obwohl die geschichte an sich schon viel sagt.
/>

/>
/> :wink1:
/>Stimmt, das tut sie.
Sighs[/list]

Betty

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Re: Mein Partner sollte...
« Antwort #161 am: 07. April 2005, 12:04 »
Tja, wenn ich mir das alles so durchlese, dann ist es so , wie überall im Leben, wir beklagen uns über die Verhältnisse, wie schlecht und schlimm alles ist und das Fazit daraus, man kann es eh nicht ändern. Und hat jemand einen Ansatz, wie es vielleicht klappen könnte, kommt gleich wieder jemand mit nem Negativbeispiel, dass zeigen soll, warum es eben nicht geht. Da frag ich mich eigentlich, wozu das alles?  :confused: Manchmal hab ich echt das Gefühl, dass wir garnicht wirklich was ändern wollen an unserer Gesamtsituation, denn dann hätten wir nix mehr zu jammern. ;D

cinis

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Re: Mein Partner sollte...
« Antwort #162 am: 07. April 2005, 13:03 »
Hallo Betty,
/>
/>ich glaube es gibt keine Regeln wie es klappt und wie nicht, oder warum es klappt und warum nicht. In Sachen Partnerschaft gibt es keine Regeln. Jeder Mensch ist ein Individium, jeder muss für sich selber entscheiden was er will - oder was nicht. Wir leben gottseidank in einer Gesellschaft, in der jeder die Freiheit hat, wenn es ihm wo oder bei wem nicht gut geht, die Situation zu ändern und einfach so einen anderen, vielleicht besseren, glücklicheren Weg zu wählen. Diese Entscheidungen was, wie wo wann und mit wem kann nur jeder selber treffen.  Nur bin ich mir z.B. immer bewusst (verdammter Realist) was alles sein kann, und besonders was ist.  Aber dieses Bewusstsein macht der Glücklichkeit doch keinen Abbruch (finde ich).
/>Falls du mich gemeint hast, ich wollte keinenfalls alles negativieren. Ich wollte lediglich mal aufzeigen, dass nicht immer alles Friede, Freude Eierkuchen ist.  :)
/>
/>Liebe Grüße
Muse mit Öffentlichkeitsrecht
/>
/>nicht käuflich

Peter

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Re: Mein Partner sollte...
« Antwort #163 am: 07. April 2005, 19:46 »
Hallo Faith!
/>
/>
du hast so viel geschrieben, dass mir der kopf raucht*gg*
/>

/>Ohwehoweh. Sollte ich vielleicht ein Schild dranmachen "nur in homöopathischen Dosen verwenden"?  :sneaky:
/>
/>
Zitat
wenn zwei leut stimmig sind, dann kommen viele probleme erst gar nicht auf.
/>
/>zur erhaltung dieses erfreulichen zustandes gehören meiner meinung nach liebe, vertrauen, verständnis, geduld, toleranz, akzeptanz und eine gute portion respekt und achtung.
/>
/>wenn das ansteben der erfüllung dieser punkte aus liebe und einsicht stattfindet passiert etwas wunderbares....it works.
/>

/>Genau, das ist was ganz feines. Manchmal funktioniert es so, und dann sind all die komplizierten
/>Diskussionsthemen nur ein schulterzucken wert, weil die Probleme sich scheinbar fast von selber
/>lösen.
/>
/>
Zitat
wenn dies aber unter zwang und druck geschieht, ist es so als würdest du einem bild einen unpassenden rahmen montieren.....
/>

/>Dann funktioniert es einfach nicht. Nicht so wie es sein kann und (imo) soll.
/>
/>
Zitat
kinderkriegen: auch hier sollte der deckel zum topf passen, die einstellung dazu kann sich aber über die jahre ändern*g*
/>
/>kind ist unterwegs: kann ja auch mal eine ungewollte schwangerschaft passieren. zum thema abtreibung scheiden sich die geister, aber eine frau zur abtreibung zu überreden, wenn sie sich dabei vielleicht schrecklich fühlt ist auch so ne sache...das würde aber den rahmen sprengen und gehört in einen eigenen thread.
/>
/>kind ist schon da: ob mensch sich nun verantwortlich zeigt oder nicht ist bzw. für welchen bereich des kindgroßziehens ist von der persönlichen einstellung und von den möglichkeiten desjenigen abhängig.
/>ich sage mensch, denn es gibt auch frauen die sich nicht für kinder verantworten wollen/können.
/>

/>Ganz klare Sache: ein Kind hat die bestmögliche Betreuung und Erziehung verdient.
/>
/>Abtreibung-oder-nicht ist eine ganz schwierige Sache, die den Konsens der beiden Beteiligten haben
/>sollte (und mit Konsens meine ich auch Konsens und nicht Überredung).
/>
/>Das sind auch nicht die Dinge um die es mir geht. Sondern, wenn ich sage, ein Kind hat bestmögliche Bedingungen verdient, dann folgt für mich daraus als Voraussetzung, dass Vater wie Mutter wirklich bewusst ein Kind wollen. Und wenn das nicht der Fall ist, wenn also potentieller Vater oder Mutter
/>zweifelnd oder eher ablehnend dazu steht, dann müssen beide(!) konsequent für angemessene
/>Verhütung sorgen. Dass es dann trotzdem zu einer Schwangerschaft kommen kann, ist auch klar, die
/>Wahrscheinlichkeit liegt dann aber irgendwo unter 1%. Und falls der Mann sich dauerhaft für seine
/>Position sicher ist und sich sterilisieren läßt, ist sie noch geringer.
/>
/>Das heisst nun aber auch: wenn ich als Mann sage, dass ich mir momentan nicht vorstellen kann oder will, ein Kind aufzuziehen, und meine Partnerin wünscht sich Kinder und will auf diesen Wunsch nicht verzichten, dann ist die einzige gangbare Lösung dass man sich trennt. Es es absolut keine gangbare Lösung, wenn sie sie dann sagt, naja, er wird schon noch draufkommen, und vielleicht werd ich ja auch mal versehentlich schwanger... Da ist dann nämlich der partnerschaftliche Respekt füreinander nicht gegeben.
/>
/>Oder noch drastischer: Neulich telefoniere ich mit einer Hexenpriesterin, und sie erzählt, dass es Klientinnen gibt, also ratsuchende Frauen, die sich Kinder wünschen und mit magischen Mitteln einen Partner finden wollen, mit dem sie welche haben können.
/>Und das finde ich auch völlig respektlos gegenüber diesem gesuchten Partner - denn der wird dabei ja gar nicht mehr als Mensch gesehen, sondern bloß als Mittel zum Zweck gebraucht!
/>
/>Da ist doch kein wesentlicher Unterschied dazu, wenn ich als Mann sagen würde, ich suche eine Frau, damit sie mir die Hemden bügelt und das Essen kocht. --- Da beschweren sich Frauen dann zu recht,
/>dass sie gar nicht als individuelles Wesen wahrgenommen werden, sondern bloß als funktionierende Hausfrau.
/>Und genauso finde ich es empörend, wenn eine Frau einen Lebenspartner nicht aus Interesse an diesem Menschen sucht, sondern weil sie einen Erzeuger und Ernährer für ihre Kinder will.
/>
/>Es geht mir da also gar nicht um die Frage <Kinder ja oder nein> sondern um einen subtileren Unterschied, wo auch ein bischen Alchimie drinsteckt:
/>
/>Wenn Mann und Frau sich begegnen aufgrund des Zaubers und der Anziehungskraft des spezifischen Männlichen und Weiblichen, und in der Bewunderung und dem Respekt für den jeweils anderen als Mensch, als Mann und Frau, und sie kommen sich näher und erleben das Einswerden im sexuellen Miteinander. Dann mögen aus diesem Einswerden neue Ideen entstehen - und ein gemeinsamer Kinderwunsch mag durchaus eine solche Idee sein.
/>Und dann passt das, denn dann ist es eine gemeinsame Idee.
/>
/>Wenn aber eine Frau von vorneherein mit einem Kinderwunsch an die Partnersuche geht, dann ist der
/>Partner doch eigentlich nur ein Hilfsmittel für sie, um ihre individuelle Selbstverwirklichung umzusetzen, um ihren eigenen Trip durchzuziehen. Dann ist es ein einseitiger Wunsch, und von der anderen Seite kommt höchstens Zustimmung. Und in allem was dann folgt wird selbst unter optimalen Bedingungen kaum je eine so integrale Gemeinsinnigkeit entstehen wie im ersten Beispiel.
/>
/>Und das, meine ich, muss ich mir als Mann nicht antun. Ich möchte ja schließlich, wenn eine Frau mit mir
/>zusammen ist, dass sie sich auch für mich interessiert - und nicht nur für ihre Kinder.
/>
/>Lieben Gruß
/>Gerhard
/>
« Letzte Änderung: 07. April 2005, 19:55 von Gerhard Laurin »

Werner

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Re: Mein Partner sollte...
« Antwort #164 am: 08. April 2005, 03:34 »
Hallo alle
/>
/>Dass es schon eine beachtliche Zahl von Frauen gibt, die ihrem Mann ein Kind abschwatzen oder sogar absichtlich die Pille weglassen, ohne es ihm zu sagen, das habe ich nun schon oft in meinem Bekanntenkreis erfahren. Immer ging die Ehe dann noch schlechter. Was mich auch überhaupt nicht verwundert, denn so etwas ist keine Partnerschaft, sondern eine Benutzung des Partners, wie Gerhard es schon auch geschrieben hat.
/>
/>Ich will nun auf den Topf und den Deckel zu sprechen kommen.
/>
/>Sicherlich gibt es für jeden Topf den Deckel. Aber es gibt auch ein großes Problem: Wie findet man seinen Deckel?
/>Und da gibt es dann oft falsche Deckel, die man jedoch als den richtigen und passenden ansieht, weil man eben nicht so genau hingesehen hat und nicht - im Überschwang der Gefühle und des Verliebtseins wahrscheinlich - gar nicht ganz genau hinsehen wollte, weil ja grad so schön und aufregend war. Oder weil man einfach ein oberflächlicher Mensch ist. Es gibt sicher noch mehr Gründe.
/>
/>Sicherlich, wenn es zusammen paßt, dann ist es das Paradies auf Erden.
/>Aber was tun, um den rechten Deckel zu finden?
/>
/>Leider hab ich auch kein Patentrezept dafür. Genauer Hinsehen halt!
/>
/>Es scheint mir auch so, dass die Menschen heute ganz allgemein betrachtet, viel oberflächlicher sind als früher. Das liegt sicher an der schnellebigen Zeit und der Hektik. Wir haben doch alle keine Zeit mehr.
/>Aber es liegt auch an dem Egoismus (manche sagen auch Individualismus, was fast das gleiche ist!). Ich glaube wirklich, dass wir heute uns viel mehr um uns selbst kümmern und nur nach unseren Befriedigungen ausschauen, aber nicht davon ausgehen, dass ja unser Partner das ebenso machen könnte und nur nach seiner Befriedigung ausgeht. Wie soll das dann zusammenpassen?
/>
/>Warum das alles so ist, das hat sicherlich mit den Zeitumständen etwas zu tun.
/>Ist also schon gut, wenn man sich als ersten Schritt erst mal Gedanken darüber macht und überhaupt mal wahrnimmt, dass etwas nicht stimmt. Und dann, als zweiten Schritt: Wahrnehmen, dass es nicht nur an den anderen, sondern auch an uns liegt (siehe Hektik, keine Zeit, nur die Fehler bei anderen suchen usw...).
/>Wenn alle Menschen anfangen würden, Liebe in erster Linie geben zu wollen und nicht nur immer darauf warten, dass man ihnen die Liebe gibt, dann wäre das Problem schon gelöst. Scheint aber doch nicht so einfach zu sein.
/>
/>Ich werde heute noch etwas schreiben in dem Threat "Mir stinkt's..", denn die Themen überschneiden sich hier.
/>
/>LG
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Betty

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Re: Mein Partner sollte...
« Antwort #165 am: 08. April 2005, 08:45 »
@Cinis
/>nein, ich hab nicht speziell dich gemeint, auch nicht das Thema Partnerschaft an sich, sondern eher so ne allgemeine Grundhaltung in der Gesellschaft angesprochen, die mir immer wieder auffällt .Dass wir halt alles oft sehr negativ sehen, ich selber tue das auch.Nur, weiter kommen wir damit auch nicht.
/>
/>@ gerhard
/>ich finde, du hast das mit deinem letzen Posting recht gut auf den Punkt gebracht.
/>Als ich gestern in der Tageszeitung rumgeblättert hab, sind mir wieder mal die vielen Kontaktanzeigen aufgefallen. Findet man ja überall, auch im I-net. Angesichts der vielen Anzeigen kann es sich ja da nicht nur um hässliche, verhaltensgestörte Menschen handeln, die keinen Partner finden.  Es ist wohl für viele gar nicht mehr so einfach, einen Partner zu finden, obwohl sich Männer und Frauen ja ständig über den Weg laufen. Kommt vielleicht daher, dass wir immer zuviel in das Verhalten anderer reininterpretieren.Man mag ja über Partnervermittlung denken, was man will, auf jeden Fall wird da meist schon im Vorfeld geklärt, was gewünscht ist. Ist offenbar nötig, weil wir uns heute ständig in Missverständnisse verstricken.

Peter

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Re: Mein Partner sollte...
« Antwort #166 am: 12. April 2005, 13:49 »

/>Liebe Cinis!
/>
/>Deine Bescheibung hat mich zuerst mal ziemlich entsetzt und mir ist spontan wenig anderes dazu eingefallen als "grosse Scheisse". Ich hab kein gutes Talent für verständnisvolle, besänftigende Worte, und bei Situationen die sich nicht mit pragmatischem Zupacken lösen lassen fühl ich mich auch mal hilflos. So wußte ich dann auch nicht recht, was ich dazu nun sagen könnte.
/>
/>Zumindest kann ich mit diesem Hintergrund Deine Argumente und Beweggründe gut verstehen.
/>
/>Und ich kriege daraus auch eine Ahnung, was, unter solchen oder ähnlichen Umständen, eine Frau dazu bewegen könnte, wenn sie also in ihrer Kindheit so gar nicht erlebt hat, wozu ein Mann eigentlich da sein sollte - eben auch als starker und verläßlicher Partner zum Anlehnen und Kraftschenken - dass sie dann ein Mißtrauen gegenüber Männern hat und sich vielleicht entschließt, ihre liebende Erfüllung eher in eigenen Kindern zu suchen als in einer vertrauensvollen Partnerschaft... Freilich wird dann die Sache eher häßlich, weil dann die Gefahr groß wird, dass sich dasselbe Scenario in der nächsten Generation wiederholt...
/>
/>Dass Trinker einen wütend machen können, das weiß ich aus eigenem Erleben. Ich werd ja schon grantig, wenn der liebe Kollege, der schon morgens mit einer Fahne daherkommt, nach zwei Stunden nicht mehr auseinanderhalten kann, welcher Kunde ihm was gesagt hat.
/>Nur, damit ist ihm nicht geholfen - und wenn ich dann zu schimpfen anfange, dann dringt das auch nicht wirklich zu ihm durch, sondern bewirkt höchstens dass er mehr trinkt. Und dann weiss ich nicht mehr weiter - bin halt kein Sozialtherapeut sondern nur Ingenieur.
/>
/>Allerdings, eines weiss ich über Drogen (ich meine jegliche Art von Drogen): man wird nicht süchtig, WEIL man Drogen nimmt. Sondern man wird süchtig, weil man keine andere Erfüllung in seinem Leben findet. Das ist eine Frage vom Selbstverständnis - ob man an sich glaubt, daran, dass man etwas tun kann, etwas bewirken - um gelegentlich Glück zu erfahren. Nur wenn das nicht der Fall ist, dann mag man den Rausch schöner finden als das wirkliche Leben.
/>
/>Ich sehe das auch so, dass Süchtige krank sind und Hilfe brauchen. Mitleid wird da nichts nützen, aber Mitgefühl sollte jeder Mensch bekommen (wenn es auch vielleicht schwerfällt).
/>Ich gehe aber noch einen Schritt weiter und sage: nicht nur der Süchtige ist krank, sondern schon der Mensch, der süchtig werden kann, ist im Wesen krank und braucht eigentlich Heilung. Heilung im Sinne von heil werden, ganz werden. Denn wenn er erst mal süchtig geworden ist, dann ist es nur schwerer geworden, einen Weg zur Gesundung zu finden.
/>
/>Nun kann ich freilich für meinen Kollegen die nervtötenden Arbeitsbedinungen nicht verändern, oder ihm eine Arbeit finden die ihn erfüllen könnte.
/>In einer Beziehung jedoch sieht es anders aus. Das ist eine freiwillige Sache, und da möcht ich doch meinen, das gerade in einer Beziehung die Möglichkeit bestehen sollte, Erfüllung zu finden und Glück zu erfahren. Oder warum sonst wollte man sie eingehen?
/>
/>Also meine ich, wenn in einer Beziehung einer zu trinken anfängt, dann stimmt da schon VORHER was mit der Beziehung nicht. Und da liegt dann die wirkliche Ursache. Das Problem ist also nicht dadurch zu beheben, dass man Alkohol verbietet, sondern dass man an der Beziehung arbeitet und sie verbessert. Und das geht beide Partner an.
/>
/>Deswegen macht mich Deine Geschichte so ratlos. Denn sie beschreibt eine Situation, die schon verfahren ist und sich wahrscheinlich nicht mehr einfach beheben ließe. Und einerseits verstehe ich Dich, Deine Empörung und Kritik - und andererseits kann ich da nicht mit: mir scheint es nicht wesentlich, ob jemand in einer Partnerschaft trinkt oder allein, ob wegen schlechter Arbeitsbedingungen oder wegen einer unbefriedigenden Beziehung. In jedem dieser Fälle hat dieser Mensch ein Problem, und das Trinken ist nur eine Folge davon, ein Symptom (wodurch freilich das Problem noch schlimmer wird).
/>Und da könnten wir uns nun nochsosehr über die Folgen empören, über das Leid und die Belastungen, die für Andere daraus resultieren - das ursächliche Problem, das den Ausgangspunkt bildet, warum jemand überhaupt zu trinken anfängt, das kriegen wir auf die Weise wohl nicht zu fassen...
/>
/>Lieben Gruß
/>Gerhard
/>

cinis

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Re: Mein Partner sollte...
« Antwort #167 am: 15. April 2005, 12:32 »
Hallo Gerhard,
/>
/>das mit dem Trinken ist so eine Sache, die meiner Meinung nach mit einem Therapeuten geklärt werden sollte. Denn wie du so schön gesagt hast, jede Sucht ist eine Krankheit, besonders die Suchtarten, die das Bewusstsein verändern.
/>Nur ist nicht immer die Beziehung das Problem, sondern Erlebnisse der Trinkenden Person, die schon vor der Beziehung gemacht worden sind. Viele wissen garnicht warum sie trinken. Irgendwann, durch bestimmte Situationen kommen die dann drauf, was ihnen wiederfahren ist. Man kann es auch "triggern" nennen. Z.B. kommt ein 26 jähriger von einer Minute auf die drauf, dass er als Kind von seinem eigenen Vater missbraucht worden ist...ab dem Zeitpunkt wusste er, warum er sich immer soviel mit Drogen und Alkohol vollgepumpt hat...sowas gibts, hab ich alles erlebt.
/>Und sowas is kein Einzelfall, leider. Manche kommen nie drauf... Nur liegt es dann an den Personen selber, ob sie lernen damit umzugehen, sich therapieren lassen, oder sie weitermachen wie bisher, und sich alles zerstören, was um sie herum ist - Beziehung, Kinder, Freunde, usw.
/>
/>So kann natürlich eine Sucht, Agressionen usw. auch in eine Beziehung "miteingeschleppt" werden - und dann gehts mal richtig los...
/>
/>Über das Thema könnte man endlos schreiben. Vielleicht könnte ich es besonders, da ich viele Seiten davon kenne - die Seite als Tochter eines trinkenden Vaters, und die Freundin eines ehemalig - trinkenden Mannes (der hart an sich arbeitet...)- nur das funkt halt nicht dauerhaft und beständig.
/>
/>Ich finde es nur als extrem wichtig, dass über sowas gesprochen oder wie hier geschrieben wird. Denn an solchen Geschehnissen, egal aus welcher Sicht, wenn man damit irgendwie zu tun haben sollte, können viele Leute seelisch zerbrechen, besonders Kinder.
/>
/>Und ich danke dir für deine wohlüberlegte, offene und ehrliche Antwort.
Muse mit Öffentlichkeitsrecht
/>
/>nicht käuflich