Autor Thema: Ganz was Neues...  (Gelesen 6126 mal)

Werner

  • WurzelWerk GastAutor/in
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  • Beiträge: 1948
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Re: Ganz was Neues...
« Antwort #24 am: 07. Januar 2005, 08:09 »
Hallo PCP
/>
/>Unzählige Unterschiede sind aus Prägungen entstanden.
/>Aber ausser diesen gibt es Unterschiede, die anatomisch bedingt sind. So erlebt sich ein Mann anders als eine Frau beuzüglich der Sexualität. Das mag zwar auch mit den Genen ein wenig zu tun haben, aber in erster Linie ist er Körper, der anders ist (bitte mal nachsehen, falls hier noch Zweifel bestehen!  ;)).
/>Aber nicht nur das äußere Erscheinungsbild ist anders, sondern dadurch bedingt auch die Gefühle. Ein Mann produziert täglich Sperma und dies drängt danach, entleert zu werden. Eine Frau kennt diesen Entleerungsdruck nicht.
/>Ein Mann hat seine Genitalien nach aussen ausgerichtet und somit geht auch sein Drang, sein Bedürfnis nach Sex, nach aussen. Bei der Frau ist es umgekehrt. Somit entstehen auch andere Verhaltensweisen, auch ohne Prägungen der Gesellschaft. Das männliche Prinzip ist somit das nach- Aussen- gehen, das Weibliche das Nach-Innen-Gehen.
/>Wie gravierend diese Unterschiede erlebt werden, das kann selbstverständlich von einer Gesellschaft unterstützt werden und somit stärker werden, oder es kann klein gehalten werden. Aber ganz verschwinden werden diese Unterschiede sicher nicht. Und es ist auch die Frage, warum sie verschwinden sollten.
/>Es ist ein Naturgesetz, dass zwischen Verschiedenheiten Spannungen entstehen und Energieströme. Man kann diese Spannungen als sehr positiv betrachten. Wenn alles gleich wäre, das wäre wahrscheinlich kaum zum Aushalten. Auf jeden Fall stinkfad!
/>
/>Nach meinem Gefühl sollte man weder die Unterschiede überbewerten, noch sollte man alles gleichschalten. Der goldene Mittelweg ist sicher auch hier wieder einmal das Beste.
/>
/>LG
/>Werner
« Letzte Änderung: 07. Januar 2005, 08:14 von Werner »
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Betty

  • Gast
Re: Ganz was Neues...
« Antwort #25 am: 07. Januar 2005, 17:09 »
Boaah, man stelle sich mal ne Welt vor ohne Polaritäten, ohne männlich/weiblich, hell/dunkel, Sommer/Winter, warm/kalt, jung/alt  usw. :sad1: Und Frau wird man nicht durch ne Idee im Kopf, sonst könnten ja Mann und Frau Kinder kriegen, wenn dass nur im Kopf existiert.

dropkick

  • Gast
Re: Ganz was Neues...
« Antwort #26 am: 07. Januar 2005, 23:40 »
das erstaunliche an solchen diskussionen ist für mich immer wieder, das, wenn ich meine befürchtung äußere, daß durch die überbetonung einzelner eigenschaften vielfalt verloren geht, ich regelmäßig zu hören/lesen bekomme, wie fad doch eine welt ohne polaritäten wäre, das verschiedenheiten doch toll sind, etc. ich fürchte das lässt mich sehr an meiner fähigkeit mich verständlich auszudrücken zweifeln, aber übung macht den meister. oder frustriert. :)
/>jedenfalls, zumindest gibt mir das eine wunderbare möglichkeit meine bedenken zu illustrieren: dieses thema scheint zwei pole zu kennen. entweder: sie schaun zwar anders aus (weiblein/männlein) aber das wars auch schon, oder - es gibt diesen unterschied und das ist gut so. die tatsache, das diese beiden pole vorherschen erschwert es scheinbar meinungen ausserhalb dieser beiden punkte auch als solche wahrzunehmen. und genau das meine ich,  in einer welt der zwei möglichkeiten wird oft die tatsächliche vielfalt übersehen und deswegen denke ich tut es not geschlechterstereotypen aufzubrechen wo vorhanden, und darüber zu reflektieren, was die tatsächlichen unterschiede zwischen frau und mann sind. und dies hat, um es nochmal zu betonen, die absicht tatsächliche vielfalt (im gegensatz zu - vielleicht- zweifalt?) in der wahrnehmung und damit im leben zu ermöglichen.
/>
/>@werner: ja, der körper fühlt sich wohl anders an. ist der unterschied aber größer als zwischen groß und kleingewachsenen? dicken und dünnen? athletischen und untrainierten menschen? menschen mit behinderung und gesunden? alten und jungen? warum hat dieser eine unterschied diese immanente bedeutung?
/>und wie wäre es mit: der mann hat seine genitalien ausserhalb seines körpers, dadurch sind sie empfindlich und angreifbar. bei der frau ist es umgekehrt, dadurch kann sie nach aussen sicher agieren, während der mann vorsichtig und schutzbedürftig ist. vielleicht wird das die argumentation in einer anderen gesellschaft sein, in zweihundert jahren vielleicht?
/>
/>@betty: ja, das zwischen einer bestimmten gruppe von menschen (frauen genannt) bestimmte körperliche aspekte einander mehr oder weniger gleichen ist wohl unbestreitbar. warum dies aber beispielsweise dazu führt, das hauptsächlich diese gruppe röcke trägt, oder mit küsschen begrüßt wird hat wohl eher mit der "idee" frau zu tun, als mit biologischen unterschieden. was ich mit "idee" meine ist das unterschiede erschaffen werden die wohl über die tatsächlichen hinausgehen. ich habe das mit relativ einfachen oberflächlichen beispielen gezeigt, aber möglicherweise greift das viel tiefer. beispiel: handle ich "männlch" weil ich ein mann bin oder weil ich mich als mann sehe und als solcher behandelt werde und gelernt habe das dies männliches verhalten ist? die uralte diskussion des biologischen gegenüber dem sozialen eben.

Betty

  • Gast
Re: Ganz was Neues...
« Antwort #27 am: 08. Januar 2005, 10:41 »
Also ich hab mich bemüht, meine Kinder nicht "geschlechtsspezifisch" zu erziehen. Aber trotzdem verhalten sie sich unterschiedelich, ganz eindeutig. das kann man natürlich auch darauf zurückführen, dass sie ja in der Erziehung nicht nur von mit allein beeinflusst werden. Auf jeden Fall reagiere ich nicht gleich panisch, wenn meine Jungs zeitweise mal auf "starken Mann" machen oder meine Töchter die "Schminkphase" haben.
/>Und ist der Mann wirklich schutzbedürftig? Warum sind es dann die Männer, die den Frauen körperlich Gewalt antun? Es ist doch eher umgekehrt.Versteht das jetzt nicht falsch, zum Glück sind nicht alle Männer gewaltätige Vergewaltiger, aber wenn man täglich in die Zeitung schaut, dann ist es halt so. :sad1: