Autor Thema: Wie, was und wer ist ein Mann??  (Gelesen 11823 mal)

Anufa Ellhorn

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Wie, was und wer ist ein Mann??
« am: 29. Januar 2005, 13:58 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>Letztens bin ich in einem Forum (http://www.kondor.de/cgi-bin/yabb/YaBB.cgi) auf eine Ansage aus männlichem Munde gestoßen, die mir einige grössere "Aha-Erlebnisse" beschert hat :yes: und die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Also hier mit dankenswert erteilter Genehmigung des Autors...
/>
/>Copy/paste
/>
/>Wann ist ein Mann ein Mann ....
/>
/>Ein Mann ist:
/>- ein König, der Verantwortung übernimmt
/>- ein Magier, der mit dem inneren Auge sieht
/>- ein Krieger, der Entscheidungskraft besitzt
/>- ein Liebhaber, der die Welt offen umarmt.
/>
/>Das ist nicht auf meinem eigenen Mist gewachsen, ist aber in Ultrakürze das, was Männlichkeit ausmacht. Moderne "hombres sin cojones" sind Männer, die mindestens in einem der vier Bereiche schwerste Defizite haben - meistens beim Krieger, oft auch beim Konig. Ein Mann, den ich selber auch als solchen wahrnehme, hat alle vier Charaktere in sich vereint und harmonisiert. Die vier Eckpunkte sind weder eine Schublade noch eine Kategorisierung. Sie sind ein Beschreibungsversuch, was einen Mann ausmacht. Einen Mann, keinen Hermaphrodit und keine Frau. Für einen Hermaphroditen dürfte es wohl anders lauten, als für eine Frau oder einen Mann. Nachdem hier aber leider wenig bis keine Hermas sind, ist das Ganze eher akademisch (oder?).
/>
/>
/>Als Homosexueller merke ich, dass den meisten anderen Schwuchtels mehr als ein Bereich fehlt - dafür aber eine Überbetonung des Liebhabers vorliegt. Auch nicht gerade das, was berauschend ist. Jedenfalls könnte ich Angesichts der Memmen, die überall herumfallen, manchmal wieder Hete werden.
/>
/>Die meisten "Männer" haben kein Rückgrat, sie stehen nicht zu dem was sie sind: das sind Männer ohne den inneren Krieger. Dann tauchen haufenweise "Männer" auf, die schiss vor der eigenen Verantwortung haben und sich bei jeder Gelegenheit davor drücken: die sind die, die kein Herrscher sind sondern bestenfalls Schafe. Dann gibt es die unsensiblen Holzklötze, denen man auch häufig begegnet: Machos oder pure Materialisten - die haben keinerlei innere Sicht ....
/>
/>Es fehlt den heutigen Männern an Initiationsriten oder Mannbarkeitsritualen. Die Erziehung hat da ein echtes Defizit, und wenn dann eine Mutter Alleinerziehende von einem Bengel ist - woher soll der arme Tropf seine Männlichkeit haben? Er hat nur seine Mutter als Vorbild, und die ist eben weiblich. Es ist ein Problem, das nicht nur hier im Westen immer schlimmer wird, sondern auch in den Ländern, in denen es vielleicht früher mal noch richtige Initiationsriten gab (Afrika).
/>
/>Die Überflutung mit Östrogenen tut ihriges, uns Männern ungewollte Weiblichkeit zu verpassen. 
/>
/>Den heutigen Männern fehlen echte männliche Vorbilder. Das Fernsehen impft ein Dünnbrettbohrerbild ein, das eher dem Mannweib oder dem Kindsmann entspricht - brauchts ja nur mal in der Werbung querzusehen, mir kommt da das Kotzen. Leider sind in den meisten Kinofilmen auch keine richtigen Vorbilder mehr zu sehen und wenn, dann ist der Film schon längst wieder auf dem Fernsehprogramm verschwunden.
/>
/>Dazu kommen dann gerade in der schamanisch/spirituellen Szene die absolut un-männlichen Männer ... - es gibt ein weiteres Problem, das bei der Männlichkeit oft ein verstecktes Problem ist: die Rechts/Links Programmierung beim Schreiben. Viele Menschen (auch Frauen) sind auf Rechtsschreiben getrimmt, obwohl sie Linkshänder sind. Das bringt durchaus heftige weitere Probleme mit sich.
/>Ich finde es nebenbei interessant, wie sehr sich bei einem Thema, das eigentlich uns Männer betrifft, Frauen beteiligen - eine solche hat das Thema losgetreten. 
/>
/>Es gibt eine Internetseite, die heisst www.maennerquest.de - da sind diese Eckpunkte beschrieben. 
/>
/>Weiter kann ich nur das wiederholen, was ich bereits gesagt habe. Es fehlt an männlicher Spiritualität und an männlichen Initiationsriten. Klar: Das mit dem Krug und dem Wasser blablubb *g*, aber der Krug formt die Wahrnehmung und die Gefühlswelt des Wassers: ich kenne keine Frau, die einen Samenerguß hat, oder einen Mann, der die Menstruation hat oder Kinder gebiert. Die ganze Biologie nimmt Einfluß auf das, was dieses Wasser da mitbekommt. Und diese Welt besteht nun einmal aus einem Männlich und einem Weiblich in all seinen Formen. 
/>
/>Schamanische Grüße,
/>
/>Apu Kuntur.
/>
/>P.S.: Richtige Männer sind mir bisher nur wenige begegnet. Insgesamt vielleicht eine handvoll, aber mehr nicht. Die meisten sind einfach nur peinlich für ihr Geschlecht. Traurig aber wahr.
Bright blessings
/>Anufa

Epigeal

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Re: Wie, was und wer ist ein Mann??
« Antwort #1 am: 29. Januar 2005, 17:31 »
Ich fühle mich an den Beitrag zu "Frauenmacht in Männerhand" erinnert. Dort kam dieselbe Problematik vor: Frauen die keine starke Seite zeigen / besitzen & ihre Rolle annehmen sind in der Überzahl.
/>Meine Meinung dazu, man sollte jede Seite ausleben dürfen. Nur sollten sich diese Eigenschaften auch immer die Balance halten.. Starke Männer mit einer gefühlvollen Seite sind sehr selten, da stimme ich dir zu. Aber es gibt sie. Ich denke weiters, dass die Entwicklung der Persönlichkeit (egal welchen Geschlechts man ist) ist in unserer heutigen Gesellschaft einfach durch zuviele Dinge verblendet ist. Das Ego der Menschen streckt sich mal in die, im nächsten Moment in die andere Richtung einer Leuchtreklame entgegen. Jeder legt sich Oberflächlichkeiten zu, hinter denen nichts steht. Sowas durchschaut man eben sehr schnell..
/>
/>Epigeal

LadyPurple

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Re: Wie, was und wer ist ein Mann??
« Antwort #2 am: 30. Januar 2005, 16:27 »
für mich ist hier das wort mann jederezit mit frau austauschbar auch was die eigenschaften anbelangt
/>
/>nur was heißt eierstöcke auf spanisch damit man das schön umtexten kann?
/>
/>lg
/>p
/>
ich bin Pandoras Büchse - und brauche manchmal eine auf den Deckel
/>
/>www.hagazussa.tv

Laraduna

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Re: Wie, was und wer ist ein Mann??
« Antwort #3 am: 30. Januar 2005, 17:35 »
Da stimme ich zu.. es ist austauschbar..
/>
/>Das Faszinierende daran ist, dass diese Eigenschaften einen Mann männlich und eine Frau weiblich wirken lassen.
/>
/>Desswegen hab ich so mein Problem mit dem Polaritäten-Dings: Ich finde es unpassend, eigenschaften als männlich oder weiblich zu bezeichnen. Yin und Yang, von mir aus. Plus und Minus, auch okay.
/>Aber viele der sog. "männlichen" Eigenschaften wirken, wenn sie eine Frau hat, durch und durch weiblich. Meine Agression ist nicht der männliche Teil in mir, sie ist der weibliche Teil in mir. Sie ist die Löwin, die um ihre Jungen kämpft, sie ist die Frau, die ihr Recht verteidigt.
/>
/>Genauso wie meine Liebe der weibliche Teil in mir ist, mein Mut, meine Trauer.
/>Weil ich eine Frau bin, und weil es meine Gefühle und Eigenschaften sind.
-

Werner

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Re: Wie, was und wer ist ein Mann??
« Antwort #4 am: 31. Januar 2005, 00:10 »
Hallo Laraduna
/>
/>Die Polarität hat mit Mann und Frau nichts zu tun. Ich glaube, das meinen viele und deshalb gibt es Verstänigiungsprobleme.
/>
/>In diesem Sinne hat "Weiblichkeit" mit der Frau nichts zu tun und "Männlichkeit" nichts mit dem Mann.
/>Vielmehr sind Weiblich und Männlich polare Eigenschaften, so wie Yin und Yang.
/>Yin und Yang wird ja auch oft als weiblich (yin) und männlich (yang) bezeichnet. Aber da sind nicht Männer und Frauen gemeint.
/>
/>Wenn du willst, können wir uns gerne nochmals darüber unterhalten. ABer eigentlich habe ich über dieses Thema schon so viel geschrieben, dass es nur noch Wiederholungen sein können.
/>
/>Liebe Grüße
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Aill

  • Gast
Re: Wie, was und wer ist ein Mann??
« Antwort #5 am: 31. Januar 2005, 20:53 »
das ist so eine frage, die ich nur im traum beantworten kann. und daher schwer in worte übersetzen.
/>aber es ist eine lohnende frage.
/>abenteuer suchen, innere grenzen erweitern, immer suchen, meinungen ständig über bord werfen wie ballast... so in der richtung vielleicht ... ganz tief hinunter und ganz hoch hinauf reisen ... aber viellleicht sind frauen ja auch so, keine ahnung.

Lady Moonfalcon

  • Gast
Re: Wie, was und wer ist ein Mann??
« Antwort #6 am: 01. Februar 2005, 01:15 »
Aber eine Frau ist ebenso
/>eine Königin, die Verantwortung übernimmt
/>- eine Magierin, die mit dem inneren Auge sieht
/>- eine Kriegerin, die Entscheidungskraft besitzt
/>- eine Liebhaberin , die  die Welt offen umarmt
/>
/>denn noch vielleicht ist der hart materialistische  dominante  Typ  seltener unter Frauen zu finden .
/>Ich koennte mir vorstellen das wenn er sich unter den Frauen findet  dann vielleicht auch mit einem grobgestrickterem Mann aber selten oder gar nicht  mit einem  Partner der zu offenherzig und zu wenig entscheidungskraeftig ist. Ich glaube dich so verstanden zu haben , das du da doch ein anderes Problem ansprichst . In einer Mann Mann Beziehung muss vielleicht vielmer um die eigene Vitalitaet Sorge getragen werden als in einer Mann Frau Beziehung. Ich koennte mich natuerlich in all dem auch irren .Dein Wunsch nach Vorbildern ist mir  aber auf jeden Fall verstaendlich da Vorbilder da einfach sehr hilfreich werden  koennen um einen guten charakter zu bilden .
/>
/>
/>Mitlicht Moonfalcon

Betty

  • Gast
Re: Wie, was und wer ist ein Mann??
« Antwort #7 am: 01. Februar 2005, 10:49 »
Allein diese immer wieder auftauchenden Dikussionen zeigen doch dass  niemad mehr so recht weiss, was er/sie ist.
/>Den Frauen fällt es immer schwerer, ihre eigene Rolle zu definieren, wie soll sie da wissen, was wie ein"richtiger " Mann sein soll.  Umgekehrt natürlich genau so.
/>Der Mann soll kein Macho sein, Gefühl zeigen , aber doch keine Memme sein, Frauen wollen stark und unabhänging sein, aber ein Mannweib will auch niemand. In die Richtung gehts doch. Für mich ist das ein einziges Kuddelmuddel. :confused: