Autor Thema: Die Frau als Mutter  (Gelesen 14573 mal)

Whitesnake

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #16 am: 05. März 2005, 19:10 »
Also ich bin gerne Hausfrau und Mutter, hab auch zwei Berufe gemacht und hab mich vorher und nachher mit irgendwelchen Jobs durchgekämpft aber so richtig glücklich bin ich erst jetzt, man ist richtig frei. Kann höchstwahrscheindlich wenns klappt wo stundenweise anfangen oder so mehr erfahre ich erst wenns Wetter besser wird. Mir ist jetzt wichtig das die Kleine in der Schule brav lernt und das es ihr Spaß macht und das sie weiterkommt. Ich bin sogar sehr froh keinen Chef mehr zu haben oder keine unerträglichen Kolleginnen mehr, ich kann mir den Tag teilweise bis auf Fixpunkte Schule bringen-abholen und Hausübungen machen frei einteilen usw...außerdem hoffe ich ja doch irgendwie das wir doch noch ein Baby bekommen werden.......aber man wird sehen.

Whitesnake

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #17 am: 06. März 2005, 09:16 »
@eva-maria: Das wird sicherlich sein, einen Beruf habe ich erlernen müssen (dazumals mußte man froh sein das man überhaupt eine Lehrstelle bekam) dann habe mich selber umgeschult und war danach im BÜro tätig Rechtsanwalt und dann Gewerbebetrieb, nach der Karenzzeit dann nur Kurse bekommen (genau zwei), dann einen Job bekommen durch einen Freund, doch das war dann nichts und wollte das gar nicht machen, doch wir brauchten das Geld, es war ein Horror, freiwillig wäre ich niemals in diese FIrma gegangen keine einzige Stunde hätte ich dort gearbeitet, dann zwischendurch jobben müssen vom Zeitung verkaufen, bei einer Tankstelle usw....
/>Nun jetzt bin ich glücklich, ich bilde mich ehrenamtlich weiter, vielleicht kann ich dort was machen wenn meine mit der Volksschule fertig ist, außer ich bin bis dahin wieder schwanger. Außerdem freue ich mich schon darauf stundenweise in einem Reitstall zu arbeiten, und eine junge Stute hat sie auch zum einreiten die mir gefallen würde. Nebenbei mache ich freiberuflich den Kosmetikverkauf aber das alles bringt halt leider so gut wie kein Geld. Ich muß zeitig in der Früh aufstehen meistens 6h und wenn meiner in zwei Wochen versetzt wird kann es sein das es schon 5:30 oder gar 5h werden wird, das heißt ich gehe zeitiger schlafen. Weil ich dann meistens wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin schon um 20h oder spätestens um 21.30h schlafen gehe, länger wirds nie weil ansonsten kann ich in der Früh nicht aufstehen.

Sternenelfe

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@Whitesnake
« Antwort #18 am: 06. März 2005, 09:28 »
Ich wette mit dir, wenn du eine Arbeit in einem Reitstall finden würdest und dabei genügend Zeit für deine Kleine(n) hättest - dann wärst du begeisterte Karrierefrau :wink1: ;D - ich drück euch ganz fest die Daumen, dass sich bei euch alles ein wenig besser einpendelt!!
Alles Liebe
SternenElfe
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nea

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #19 am: 06. März 2005, 10:12 »
ich klink mich hier mal ein, ich weiß zwar noch nicth so ganz, ob ich kinder bekommen kann und genausowenig bin ich mir sicher, dass ich kinder möchte. mein freund und ich haben fast ein jahr versucht schwanger zu werden - und ich glaube, ich habe einfach zu viel angst. nicht vor der schwangerschaft, nicht vor der geburt, sondern vor der zeit danach. angst, dass mir alles zuviel wird, ungerecht zu werden, meinen job  zu verlieren, geldsorgen.......
/>damit ich mich nicht weiter verrückt mache, haben wir beschlossen, wieder zu verhüten und den kinderwunsch zu begraben. geht es mir jetzt besser? wir werden sehen.....die entscheidung viel nicht leicht und bin mir auch noch nicht sicher, ob es so richtig ist......
/>und ob ich im weitesten sinne mütterlich bin: ja, wir haben 5 tiere (1 hund, 2 vögel, 2 ratten) ich kann mich also kümmern.....und meinen freund sowieso...
/>
/>liebe grüße
/>nea

Whitesnake

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #20 am: 06. März 2005, 11:37 »
@nea: Es ist gut das du dir das überlegst. Es ist eine nicht einfache Entscheidung, dadurch das wir ja nur zu zweit sind (das heißt keine Familie haben, ist es umso schwerer) Wie ich vom Spital nach Hause gekommen bin, war ich alleine, denn mein Mann hat erst nächste Woche frei bekommen und ich hatte die Behörenwege zu erledigen. Eine Freundin wollte mir helfen, doch zu diesem Zeitpunkt hatte sie gerade ihren EX-Freund kennengelernt und somit mußte ich es alleine schaffen. Ich hatte von Babys keine Ahnung (nur das was ich von der Krankenschwester in den zehn Tagen im Spital gelernt hatte und halt aus zwei Büchern die ich mir besorgt hatte) Ein Kind ist ein finanzieller Einschnitt (zuerst die vielen Windeln, Babynahrung, Kindersitz, Gitterbett, Kinderwagen usw..), später dann die Tagesmutter falls benötigt wird, danach der Kindergarten (der in Wien sehr teuer ist) danach kommt die Schule und so gehts immer weiter. Außerdem muß es möglich sein das man nur von einem Gehalt leben kann und muß. Ich würde aber trotzdem niemals auf mein Kind und auf die Schwangerschaft verzichten wollen, zeitweise wünsche ich mir noch ein Baby nur leider wirds nichts.
/>Da ich ja im Berufsleben eh immer unglücklich war und unzufrieden war, wäre ich sogar schon gerne nach der Karenz zu Hause geblieben, nur leider war das gezwunger Maßen nicht möglich, weil es dazumal meinem Mann alleine unmöglich gewesen wäre eine Familie zu erhalten, ich habe ihn mit seinen Schulden geheiratet und danach mitgehaftet und diese haben wir im vermehrten Zustand noch immer und es werden sicherlich immer mehr werden, ein anderes Auto ist nötig, irgendwann muß doch die Wohnnung endlich umgebaut werden usw...
/>

McClaudia

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #21 am: 06. März 2005, 14:25 »
Cháirete!
/>
/>Nach Atrejas Ansicht bin ich ungefähr 20% Frau und 80% Mensch, oder wie oder was?  :confused:
/>
/>Ich gehöre nämlich zu jenen Menschen (und ich würd auch als Mann so denken), die selber keine Kinder gebären/erziehen wollen, und die auch keine enge Partnerschaft - wurscht mit wem - wollen. Meine Spezies ist zwar nicht weitverbreitet (Göttinseidank, denn sonst wäre die Menschheit schon ausgestorben). Das heißt, dass ich - was enge Beziehungen betrifft - auf jeden Fall beziehungsunfähig bin. Was mich aber nicht stört, da mir dabei nix abgeht. Meine Lebenswünsche beziehen sich nämlich nicht auf Partnerschaft, Liebe und Kinder. Sondern auf meinen Lebensgenuss, das Pflegen meiner Religion, meiner Hobbies, meiner vielen Freund/innen, meiner Familie.
/>
/>Ich würde auch keine Kinder gebären/erziehen wollen, wenn ich im nettesten Matriarchat wohnen würde.
/>
/>DENN: Ich bin absolut nicht der Typ zum Kinderhüten! (die armen Kinder....) Meine Stresstoleranzgrenze ist nieder, was mir mit Kindern sicher häufig Migräne verursachen würde. usw. Außerdem liebe ich es, mein eigenes Geld zu verdienen, und ich liebe es, nach der Arbeit meine eigene freie Zeit zu haben! 
/>
/>Die meisten Frauen, denke ich, die keine Kinder kriegen wollen, oder nicht mehr als eines, würden m.E. sicherlich gerne eines oder mehrere haben, wenn unser Kinderbetreuungssystem und v.a. die Arbeitsplatzsituation besser wären. Warum sonst hat Finnland eine der höchsten Geburtenraten? Oder Schweden oder Frankreich? Die haben eine kürzere Karenz, aber wesentlich höheres Karenzgeld (ca. 80% vom Gehalt). Und vor allem flächendeckende Kinderbetreuungseinrichtungen!
/>
/>Der Vorteil dabei ist, dass zum einen die Männer auch vermehrt in Karenz gehen, und dass andererseits Frauen nicht aus dem Berufsleben gedrängt werden.
/>
/>Sein wir uns ehrlich: Wenn in Deutschland oder Österreich eine Frau 2-3 Jahre beim Kind bleibt, hat sie danach kaum Chancen, dort anzuknüpfen, wo sie aufgehört hat. Der Turbokapitalismus nimmt keine Rücksicht auf Frauen und Kinder, solange keine gesetzlichen Regelungen da sind.
/>
/>Und wenn ich mein eigenes Geld verdienen will (und zwar nicht in unterbezahlten, pensionsschmälernden Teilzeitjobs) und nebenbei Kinder haben will, bedeutet das unweigerlich Doppelstress - es sei denn, ich hab einen tatkräftigen, kinderlieben Mann dabei, der auch in Karenz geht.
/>
/>Und das sind wohl die Gründe für das Gros der Frauen, keine Kinder zu kriegen.
/>
/>Was Männer anbelangt, ist es nämlich selten ein Problem (es sei denn, sie gehören zu den wenigen Alleinerziehern), dass sie sowohl Karriere machen bis an die Spitze UND eine nette Familie mit Kindern haben.....  >:( >:( >:(
/>
/>Einem Mann macht niemand den Vorwurf ein Rabenvater zu sein, wenn er Karriere machen will, und die Frau sich (fast) alleine um die Kinderaufzucht kümmert.
/>
/>Zu den Muttergöttinnen:
/>
/>Meine geliebte ephesische Artemis ist auch eine Muttergöttin, und das obwohl sie selbst nicht mal Kinder hat! Sie ist nämlich Mutter der Tiere, Mutter der Stadt, der Wälder, der Kinder und Frauen. In übertragenem Sinne halt.
/>
/>Die meisten Matronenweihungen im keltisch-römisch-germanischen Gebiet wurden nicht von Müttern sondern von Legionären gesetzt. Weil sie vielleicht Sehnsucht nach mütterlichem Beistand suchten? In den bitteren Kriegszeiten, fern der Heimat?
/>
/>Zurück zur Artemis: Sie ist Jungfrau, lebt so wie ich (ohne Mann und Kinder) und ist aber Schutzpatronin für Frauen im Kindbett, Gebärende, Schwangere, Heiratende, Kinder!!! 
/>
/>Es lebe das Paradoxon!
/>
/>subuta ollobo
/>
/>Mc Claudia
"Freiheit ist die Freiheit sagen zu dürfen,
/>dass zwei plus zwei gleich vier ist."
/>(Winston Smith in George Orwell's 1984)

witch2b

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #22 am: 06. März 2005, 15:58 »
Leider hast Du recht mit dem politischen Einfluß auf die Geburtsrate: In A gibt es seit Einführung des Kindergeldes mehr Geburten und z.B. in Slowenien (1 Jahr Karenz bei vollem Gehalt) gab's auch sofort einen Boom.
/>
/>Das bedeutet, dass finanzielle Sicherheit doch einen sehr großen Einfluß hat.
/>
/>Irgendwie auch schade, oder?
/>
/>Witch2b
Life is a mystery to be lived
not a problem to be solved.

Whitesnake

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #23 am: 06. März 2005, 20:39 »
@witch2b: Ja, leider ist es heutzutage sehr wichtig und eben der finanzielle Hintergrund sehr wichtig. Außerdem ist es etwas anderes ob ich in Wien für den Kindergarten 220€ plus Bastelbeitrag plus Reinigungsmittel zahlen muß oder obs in NÖ (meiner Heimat) der Kindergarten vormittags ganz gratis ist, und nur die Nachmittagsbetreuung etwas kostet und das Mittagessen. Und weil in Wien leider keine öffentliche Schule in Frage kommt (zu hoher Ausländeranteil, zuwenig Föderung usw...) man gezwungen ist das Kind in eine Privatschule zu geben (die meisten machen das jetzt schon und die restlichen Schulen bleibt den Ausländern vorbehalten). Somit ist man dann sowieso gezwungen meistens bei einem Kind zu bleiben. So wie wir sozusagen Altlasten zu zahlen haben und das neu wieder über 10 Jahre lang und man selber auch das Leben genießen möchte, seine Interessen und Hobbys hat usw.....und man ist halt mit Kind(ern) eingeschränkt (überhaupt wenns keine Oma, Opa oder Tante gibt) das heißt kein weggehen mehr, oder nur jeder alleine mit seinen Freunden, oder das Kind halt mitschleppen usw...Wenn der Mann dann kein Besserverdiener ist, und die Familie nicht alleine erhalten kann, dann wirds eng, so wies bei uns der Fall. Ferienbetreuungen gibts ja auch noch, aber die kosten auch wieder eine Menge Geld. Deshalb ist es leider ein sehr schwerwiegender Punkt, wäre es anderes, würde es sicherlich wieder mehr Kinder geben.