Autor Thema: Die Frau als Mutter  (Gelesen 14564 mal)

Morrighan

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #40 am: 27. April 2005, 09:08 »
Kann es sein, dass hier rausklingt, eine frau, die kinder und job hat, ist nicht mit leib und seele mutter? das find ich nämlich ganz und gar nicht, ich gehe voll auf in meiner mutterrolle, ich sehe mich als mutter mit leib und seele, aber es ist eben nicht alles in meinem leben, da gibt es auch noch meine rolle als frau und geliebte, die freundin und eben die apothekerin, auch das gehört alles zu mir, ich will mich nicht auf einen aspekt redizieren lassen, auch wenn mein kind zu mir gehört und ich mir ein leben ohne sie nicht vorstellen möchte. aber ich integriere sie in mein leben und gebe mein leben nicht auf deswegen. und ich denke es ist gut für sie, denn sie erlebt eine mutter, die fest im leben steht, der nicht die decke auf den kopf fällt, die sich nicht aufopfert, die entspannt ist und jede minute mit ihr genießt. sie erlebt einen vater, der wunderbar mit ihr zurecht kommt, der seine vater-tochter-tage genießt, der genauso für sie da ist und nicht hilflos vor einem baby steht.
/>
/>ich sehe es so: ich opfere mein altes leben nicht für mein kind, ich bereichere mein leben um mein kind.
/>
/>lg
/>morrighan
Ich habe ein Geheimnis, das du wissen solltest, die Gräser wiegen sich auf den Hügeln, die drei Kühe muhen, der Rabe Morrighan ist wild auf Blut.
/>www.hexenkuchl.org

Kore

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #41 am: 27. April 2005, 09:39 »
@Morrhigan,
/>
/>bei sowas zitiere ich gerne diverse empirische Unrtsuchungen, die regelmäßig in zeitungen auftauchen, aber offenbar nicht fruchten:
/>Ergebnisse sind jedesmal (seit zehn jahren), nicht die Zeit ist entscheidend, die eine mutter mit ihrem Kind verbringt, sondern die Qulaität der Beziehung. Demnach wurden keine relevanten Unterschiede zwischen beruftsätigen Müttern und Hausfrauen-Müttern festgestellt.
/>
/>Auffällig war jedoch, das sich viele berufstätige Mütter unter dem Erwartungsdruck fanden, keine gute Mutter zu sein.

Sassa

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #42 am: 27. April 2005, 12:05 »
Hallo!
/>
/>Das Problem ist einfach wie man den Wert des "Mutter seins" misst:
/>
/>Wenn es die Qualität und nicht die Quantität ausmacht, andere Mütter es auch schaffen qualitativ gut abzuschneiden und nebenbei noch ordentlich zum Haushaltseinkommen beitragen können, impliziert das doch irgendwie, dass sich eine "Nur-Mutter" quasi faul auf der halben Arbeit ausruht oder "mehr als notwendig" macht.
/>
/>Mir ist noch keine Lösung für dieses Problem eingefallen, aber vielleicht kann mir da jemand helfen. Ich fühle mich nach wie vor irgendwie minderwertig, wenn mir jemand erklärt, sie ist Voll-Mutter und geht in ihrem Job gleichzeitig auf. Das stinkt mir (als bislang Nur-Mutter) zwar, denn ich kann es nicht leiden mich minderwertig zu fühlen, aber ich schaffe es nicht das zu ändern, weil mir allein verstandesmässig hier die Argumente fehlen.
/>
/>LG,
/>Sassa

93!

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #43 am: 27. November 2008, 12:32 »
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"Tradition bedeutet, das Feuer am Brennen zu halten, nicht, die Asche zu sammeln!" - J. Bitter

morgane

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #44 am: 28. November 2008, 14:51 »
So über den daumen gepeilt, wird doch sicher auch die kinderzahl einen unterschied machen. Schon allein die abfolge der geburten impliziert bei mehreren kindern eine längere berufspause. Und der familiäre aufwand steigt auch bei mehreren kindern an. Ich persönlich würde eine babypause bis zum dritten lebensjahr befürworten, wobei mutter und vater sich die karenzzeit ja teilen können/sollen.
/>
/>lg morgane
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

Laraduna

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Re: Die Frau als Mutter
« Antwort #45 am: 01. Dezember 2008, 11:12 »
update:
/>Also ich finde es ist absolut keine Schande, "faul" zu sein, und sich nicht alles an Arbeit anzutun, was vielleicht möglich wäre.
/>Ich glaub das Problem mit Nur-Mutter sein ist viel mehr das der finanziellen Abhängigkeit.
/>
/>Um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen: Ich sehe die Muttergöttin in erster Linie als Lebens- UND Todesgöttin, als spirituelles Symbol für das ureigene Recht der Frau, zu entscheiden, ob sie gebären will oder nicht (im Gegensatz zu einem männlichen, alleinherrschenden Gott, dessen "Geschenke" frau in jedem Fall anzunehmen, auszutragen und zu umhegen hat und über die sie IHM Rechenschaft abzulegen hat..), dass die Macht bei der Mutter (oder auch Nicht-Mutter) liegt.
/>Ob das im Einzelfall ein Ja oder ein Nein zu Berührung/Distanz, Geschlechtsverkehr/Weigerung, zu Verhütung/Schwangerschaft, zu Abtreibung/Geburt ist, spielt da für mich keine Rolle.
/>
/>Außerdem ist die Muttergöttin noch mehr und spricht jeden Menschen an: Völlig egal, welchen Weg ich gehe, und ob Mann oder Frau, jeder Mensch hat eine Mutter. Die Vaterschaft kann unsicher oder komplett ungewiss sein, aber von Einzelfällen wie Adoptionen abgesehen weiß jeder Mensch überall auf der Welt: Das ist meine Mutter. Kaum ein Mensch prägt uns so, wie unsere Mütter es tun.
/>Aus dem Blickwinkel der Mutter beginne ich Menschen auch anders zu sehen, beginne ich die Zukunft anders zu sehen. Denn für die Zukunft unserer Gesellschaft, unseres Planeten, sind wir alle mitverantwortlich: ob wir jetzt selbst Kinder in die Welt gesetzt haben oder nicht, die Muttergöttin ist auch die Sorge und Verantwortung um die Zukunft, die wir selbst nicht mehr miterleben.
/>
/>Und das alles setzt noch nicht voraus, dass ich selbst Kinder bekommen muss, dazu hat jede Frau, und zum Teil auch jeder Mensch Zugang.
/>Ich gehe davon aus, dass ich als biologische Mutter in jedem Fall einen anderen, neuen, vertieften Zugang zur Muttergöttin habe, aber das ist ja nichts Besseres oder Schlechteres, sondern einfach nur anders.
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