Autor Thema: HEROON - der Es-war-einmal-Heldentempel  (Gelesen 14258 mal)

Londo

  • EmsigWerkler/in
  • ****
  • Beiträge: 104
  • Geschlecht: Männlich
Re: HEROON - der Es-war-einmal-Heldentempel
« Antwort #8 am: 27. Juni 2006, 11:43 »
Hi,
/>
/>zu meinen Helden gehören:
/>
/>- Ludwig van Beethoven
/>weil er die musikalischen Konventionen (z.B. "du sollst keine menschlichen Stimmen in einer Symphonie einsetzen") durch seine Werke hinwegfegte und dabei mehrere geniale Musikstücke erschuf, Beispiel: 9. Symphonie
/>
/>- Werner Heisenberg und Nils Bohr
/>sie erschufen die Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik, für mich eine der Grundlagen meines Weltbildes
/>
/>- J.R.R. Tolkien
/>weil er eine Fantasywelt in vorher nie gekannter Detailfülle erschuf bzw. "zweiterschuf"
/>
/>- Leif Eriksson
/>weil er (aus europäischer Sicht) Amerika entdeckte (Kolumbus? Who the f*** is Kolumbus? :) )
/>
/>- Leonardo da Vinci
/>weil er ein echtes Universalgenie war, und Dinge erfand, die erst Jahrhunderte später gebaut werden konnten (Hubschrauber!)
/>
/>Soviel fürs erste.
/>
/>Liebe Grüße,
/>
/>Volkmar
Tarja * Kate * Sharon * Vibeke * Heather * Alanis * Sophie * Joan * Janis * Karan * Grace * Liv Kristine * Patti

Perduíl

  • Moderator/in dieses Forums
  • ***
  • Beiträge: 937
  • Geschlecht: Männlich
Re: HEROON - der Es-war-einmal-Heldentempel
« Antwort #9 am: 12. Juli 2006, 12:21 »
Hallo zusammen, :)
/>
/>dann will ich auch mal eine Heldin in den Tempel einfügen und zwar:
/>
/>Bertha von Suttner!
/>
/>Bertha von Suttner stammte als gebürtige Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau aus böhmischem Adelshaus. Ihr Vater Franz Michael Graf Kinsky, der vor ihrer Geburt im 75. Lebensjahr verstarb, war General, ihr Großvater mütterlicherseits war Hauptmann der Kavallerie. Sie wuchs bei ihrer Mutter Sophie Wilhelmine (geb. von Körner) im aristokratischen Umfeld der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie und dessen militaristischem Hintergrund auf.
/>
/>1876 reiste sie nach Paris, wo sie für kurze Zeit die Privatsekretärin von Alfred Nobel war. Nach ihrer Rückkehr nach Wien heiratete sie Arthur Gundaccar heimlich am 12. Juni 1876 gegen den Willen seiner Eltern. Arthur Suttner wurde in der Folge enterbt und das Ehepaar zog in den Kaukasus nach Georgien zu Fürstin Ekatarina Dadiani von Mingrelien, wo die beiden von Gelegenheitstätigkeiten lebten.
/>
/>Bertha von Suttner begann 1877 mit ihrer journalistischen Tätigkeit und hatte unter dem Pseudonym B. Oulet, wie ihr Mann, großen Erfolg. Sie schrieb für österreichische Zeitungen Kurzgeschichten und Essays, ihr Mann Kriegsberichte und Reisegeschichten. Im Jahre 1885 kehrten sie gemeinsam aus Georgien nach Wien zurück, söhnten sich mit der Familie aus, die gegen ihre Heitat war und bezogen das Familienschloss in Harmannsdorf (Gemeinde Burgschleinitz-Kühnring) in Niederösterreich.
/>
/>Auch nach ihrer Rückkehr schrieb Bertha von Suttner weiter, wobei sie auf soziale Missstände fokussierte und sich dem Thema Pazifismus verschrieb. So schrieb sie etwa 1886 das Buch "High Life", in dem sie den Respekt vor dem Menschen und seiner freien Entscheidungskraft thematisierte.
/>
/>Im Jahre 1889, mit 46 Jahren, veröffentlichte sie den pazifistischen Roman "Die Waffen nieder!" (englischsprachige Ausgabe „Lay Down Your Arms", 1892), der großes Aufsehen erregte und Bertha von Suttner zu einer der prominentesten Vertreterinnen der Friedensbewegung macht. Sie beschrieb die Schrecken des Krieges und traf damit den Nerv der Gesellschaft, die zu dieser Zeit in heftigsten Diskussionen über den Militarismus und den Krieg begriffen war.
/>
/>Am 3. September 1891 kündigte sie die Gründung einer „Österreichischen Gesellschaft der Friedensfreunde" in einem Artikel der Neuen Freien Presse an. Der Erfolg dieses Aufrufs war überwältigend. Bertha von Suttner wurde von ihrer Österreichische Gesellschaft der Friedensfreunde sogleich zur ersten Präsidentin ernannt, die sie bis zu ihrem Tode 1914 blieb. Im November 1891 wurde sie zur Vizepräsidentin des Internationalen Friedensbüros gewählt und gründete 1892 die Deutsche Friedensgesellschaft, die binnen kurzer Zeit über 2000 Mitglieder hatte. In der Folge nahm sie an mehreren internationalen Friedenskongressen teil, so etwa 1892 in Bern, 1894 in Antwerpen und 1897 in Hamburg. Am 3. Juni 1897 überreichte sie Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) eine Unterschriftenliste mit dem Plädoyer für ein internationales Schiedsgericht. 1899 war sie in der Folge an den Vorbereitungen zur ersten Erste Haager Friedenskonferenz in Den Haag beteiligt, auf der Regierungsvertreter Fragen der nationalen wie internationalen Sicherheit, des Abrüstens und der Einrichtung eines internationalen Schiedsgerichts behandelten. Die von den Initiatoren erwarteten Ergebnisse wurden jedoch nicht erzielt. Kriegerische Konflikte konnten zwar beigelegt werden, eine Beendigung aller Kampfhandlungen oder eine Reduzierungen der Rüstung sowie die Einrichtung von internationalen Schiedsgerichten setzte sich jedoch nicht durch.
/>
/>Bertha von Suttner gehört im Juni 1904 zu den beedeutensten Teilnehmerinnen der „Internationalen Frauenkonferenz“ in Berlin. Diese Konferenz endet mit einer Friedensdemonstration in der Philharmonie zu der Bertha von Suttner einen Vortrag hält. Im gleichen Jahr bereiste sie die Vereinigten Staaten von Amerika. Anlass dazu war der Weltfriedenskongress in Boston (Massachusetts) gewesen.  In Washington DC wurde sie zu einer Unterredung mit dem Präsidenten Theodore Roosevelt (1858-1919) ins Weiße Haus geladen. Die „Friedens-Bertha", wie sie etwas abfällig in deutschnationalen Kreisen genannt wird, kam begeistert aus den USA zurück. Überrascht war sie nach damaligen Zeitungs- und Zeitschriftenberichten (so die tschechische „Zensky svet") von den allgemeinen Friedensaktivitäten und dem Friedensunterricht an amerikanischen Schulen.
/>
/>Am 10. Dezember 1905 erhielt Bertha von Suttner als erste Frau, den von ihr mitangeregten Friedensnobelpreis, den sie am 18. April 1906 in Christiania entgegennahm. 1907 war sie auch bei der zweiten Friedenskonferenz in Den Haag anwesend, die diesmal noch mehr als 1899 auf Regelungen des Kriegsrechts fokussiert waren als auf die Frage einer stabilen Friedensordnung. In der Folge versuchte sie vermehrt über die Gefahren der internationalen Aufrüstung und die Interessen der Rüstungsindustrie zu informieren, ab 1912 mahnte sie auch die Gefahr eines internationalen Vernichtungskrieges an und begab sich erneut auf eine zweite Amerikareise, die sie als Vortragende von der Ostküste bis zur Westküste in über fünfzig Städte brachte.
/>
/>Bertha von Suttner erlag am 21. Juni 1914, wenige Wochen vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, vor dem sie wiederholt gewarnt hatte, einem Krebsleiden. Neben ihrer Arbeit hatte sie den Bau des ersten deutschen Krematoriums in Gotha gefördert und testamentarisch verfügt, dass ihr Leichnam nach Gotha überführt und dort verbrannt werde. Die Urne mit ihrer Asche wird dort heute noch im Columbarium aufbewahrt.
/>
/>Eine ehrenvolle Würdigung erhielt ihr Schaffen u. a. in einer Ansprache Stefan Zweigs anlässlich der Eröffnung des Internationalen Frauenkongresses zur Völkerverständigung 1917 in Bern.
/>
/>Quelle: Wikipedia
/>
/>Heute ist ihr Gesicht auf der österreichischen 2 - Euro - Münze zu sehen:
/>
/>
Felix, qui potuit rerum cognoscere causas!

McClaudia

  • Moderator/in dieses Forums
  • ***
  • Beiträge: 5495
  • Geschlecht: Weiblich
Natascha Kampusch
« Antwort #10 am: 06. September 2006, 20:14 »
Eine kleine virtuelle Ehrentafel für
/>
/>Natascha Kampusch,
/>
/>die wohl jetzt weltberühmte Frau, die als 10-jähriges Mädchen in meiner Gegend (Norden von Wien) entführt wurde, acht Jahre eingesperrt war und es vor Kurzem geschafft hat, vor ihrem Entführer zu fliehen.
/>
/>Ich habe eben das erste Interview mit ihr gesehen. Diese Frau ist ein Wahnsinn. Noch nie ist mir so eine starke Persönlichkeit begegnet. Mein Hirn schaltet aus, wenn ich mir vorstelle, acht Jahre eingesperrt zu sein. Diese Frau hat das Unvorstellbare ausgehalten, ohne verrückt zu werden.
/>
/>Ich finde das genial.
/>
/>Wenn ich in Zukunft Standhaftigkeit, Durchhaltevermögen, Mut und Kraft brauche, werde ich an diese Heldin denken, die jetzt hoffentlich in aller Freiheit ihr Leben genießen kann.
/>
/>
"Freiheit ist die Freiheit sagen zu dürfen,
/>dass zwei plus zwei gleich vier ist."
/>(Winston Smith in George Orwell's 1984)

Funkelchen

  • Gast
Re: HEROON - der Es-war-einmal-Heldentempel
« Antwort #11 am: 07. September 2006, 10:02 »
- last action -
« Letzte Änderung: 29. Dezember 2008, 17:39 von Funkelchen »

dust

  • FleißigWerkler/in
  • ***
  • Beiträge: 71
Re: HEROON - der Es-war-einmal-Heldentempel
« Antwort #12 am: 08. September 2006, 10:53 »
Kaiser Julian, der Gesegnete. Die Christen nannten ihn Apostata, der Abtrünnige. Für die Heiden war er die letzte Hoffnung - allerdings vergeblich. Ein bissl was erfährt man hier:
/>
/>http://de.wikipedia.org/wiki/Julian_II.
/>

/>http://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Apostata
/>
/>bei deinem link findet man nichts da er den punkt nicht mitnimmt. hmmm auch so kann man inhalte verbergen. wikipedia muss man mit hirn und vorsicht lesen, es gibt subtile beeinflussungen.
/>
/>
Zitat
Flavius Claudius Iulianus (* 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris), bekannt als Julian Apostata (griechisch der Abtrünnige) oder auch Julian II., war von 361 bis 363 römischer Kaiser.
/>
/>Die nur kurze Regierungszeit Julians erlangte durch seinen letztlich gescheiterten Versuch Bedeutung, das durch Konstantin den Großen im Reich privilegierte Christentum zugunsten der römischen, besonders aber der griechischen Religion und der östlichen Mysterienkulte, im folgenden auch kurz als „Heidentum“ bezeichnet, zurückzudrängen. Der militärisch erfolgreiche Kaiser unternahm die größte Militäroperation der römischen Geschichte gegen das Sassanidenreich, in deren Verlauf er fiel. Sein Tod begrub letztlich jegliche Hoffnung auf eine Renaissance nichtchristlicher Weltanschauungen im Imperium, wenn sich auch die nachfolgenden Kaiser bis in die Zeit Theodosius’ I. relativ tolerant gegenüber den Anhängern des alten Glaubens verhielten.

McClaudia

  • Moderator/in dieses Forums
  • ***
  • Beiträge: 5495
  • Geschlecht: Weiblich
Re: HEROON - der Es-war-einmal-Heldentempel
« Antwort #13 am: 12. Januar 2007, 22:48 »
@Dust:
/>
/>Danke für die Richtigstellung wegen Kaiser Julian.
/>
/>Nun zu einer Heldin, die ich schon länger hier ehren wollte, und wo ich wünschte, sie wäre noch am Leben.
/>
/>ANNA  POLITKOWSKAJA
/>
/>Geboren am 30.08.1958, ermordet am 07.10.2006 in Moskau.
/>
/>Die russische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin hat sich vor allem durch ihren Kampf um Aufklärung der Kriegsverbrechen in Tschetschenien engagiert. Kompromisslos und kritisch, auch gegenüber Europas Speichelleckerei gegenüber Russland, ging sie dorthin, wo andere sich nicht hintrauten, machte vielen Tschetschen/innen ein bisschen Mut, da sie nahezu die einzige war, die sich für die Opfer der russischen Gewalt einsetzte.
/>
/>Hier mehr zu dieser mutigen Frau, deren Tapferkeit ihr leider zum Verhängnis wurde:
/>
/>http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Politkowskaja
/>
/>Möge ihr Mut und ihre Courage unser Vorbild sein!
/>
/>
/>
"Freiheit ist die Freiheit sagen zu dürfen,
/>dass zwei plus zwei gleich vier ist."
/>(Winston Smith in George Orwell's 1984)

dust

  • FleißigWerkler/in
  • ***
  • Beiträge: 71
Re: HEROON - der Es-war-einmal-Heldentempel
« Antwort #14 am: 13. Januar 2007, 00:07 »
zwar nicht heldin im eigentlichen sinn hat aber sehr viele menschen geprägt aufgrund ihrer rolle und ist am 08.01.2007 verstorben. 
/>
/>http://de.wikipedia.org/wiki/Yvonne_De_Carlo
/>
/>sie war eine der grossen mütter der vamp / gruftie / ghotic / fetisch... sexsymbole in ihrer rolle als lily munster.
/>
/>
/>RIP

dust

  • FleißigWerkler/in
  • ***
  • Beiträge: 71
Re: HEROON - der Es-war-einmal-Heldentempel
« Antwort #15 am: 14. November 2007, 21:05 »
http://en.wikipedia.org/wiki/Hedy_Lamarr
/>
/>Hedy Lamarr (* 9. November 1914 in Wien als Hedwig Eva Maria Kiesler; † 19. Januar 2000 in Altamonte Springs, Florida), war eine österreichische Filmschauspielerin. Daneben erfand sie zusammen mit dem Komponisten George Antheil das Frequenzsprungverfahren, das heute in der Mobilfunktechnik eine wichtige Rolle spielt.