Autor Thema: Mit dem Partner teilen  (Gelesen 9359 mal)

Werner

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Re: Mit dem Partner teilen
« Antwort #8 am: 05. Mai 2005, 00:19 »
Hallo alle
/>
/>Ich habe erwartet, dass dieses Thema Kontroversen hervorruft. Das war ja auch beabsichtigt. Denn aus solchen Kontroversen kann man sehr viel lernen.
/>Leider wurde auch dies oder jenes missverstanden.
/>Vielleicht hat shambir das, was ich eigentlich sagen wollte, am Schönsten gesagt, nämlich:
/>"EINE Wahrheit ist einfach, ich habe mein Leben und je nachdem, wie mein Gegenüber, also in diesem Fall auch mein Partner ist, werde ich mich ihm öffnen, hingeben, meine - was auch immer - mit ihm teilen (das muß jetzt nicht nur die Sexualität betreffen) denn ich denke sehr wohl, daß diese alleine nicht die Partnerschaft oder Intensität einer Beziehung ausmacht..."
/>Selbstverständlich macht die Sexualität nicht die ganze Partnerschaft aus. Aber ich bin Realist und weiss, dass ohne befriedigende Sexualität keine Partnerschaft eine Überlebenschance hat. Es sei denn, beide sind keine sexuellen Wesen. Ich kenne jedoch niemand, der so ist. Zur Sexualtät weiter unten gleich noch mehr.
/>
/>Und das weitere Zitat, ebenso wichtig nach meiner Meinung:
/>"Der Titel heißt: mit dem Partner teilen... was für mich persönlich bedeutet, daß ich sehr wohl auch einen Teil für mich habe, sonst hätte ich ja nichts mehr zum Teilen - oder sehe ich das jetzt falsch?"
/>
/>Teilen heißt ja keinesfalls, dass man alles weggibt. Teilen heitß auch: Mitteilen. Nämlich sich mitteilen. Mit dem anderen etwas teilen.
/>Wer einen Partner hat, der nicht zum Teilen bereit ist, dann geht es natürlich nicht. Dann wäre ein solches Teilen auf Aufzwingen. Und dann stimme ich sogar Holzi zu, dass in diesem Falle der Respekt vor dem anderen das verhindern sollte. Ich ging halt von dem Idealzustand aus, dass beide zum Teilen bereit sind. Denn das Teilen empfinde ich als den Idealzustand einer Partnerschaft. Dass nicht jede Partnerschaft dieses hohe Ideal erreicht, das ist mir schon klar. Deshalb können andere Partnerschaften auch "recht schön" sein.
/>
/>Ob man nun etwas nur für sich behält oder behalten will, das ist wahrscheinlich Geschmacksache. Und natürlich auch in der Persönlichkeit eines Menschen begründet. Es gibt halt Menschen, die bereit sind, alles zu teilen und es gibt Menschen, die dazu nicht bereit oder vielleicht sogar nicht einmal dazu in der Lage sind.
/>Ja, und dann kommt es dazu, dass jemand (wie Holzi) sagt: Deine Spielart gefällt mir nicht.
/>Nun gut, das ist nicht zu ändern. Jeder Mensch hat eine andere Spielart.
/>Allerdings, Holzi, frage ich mich, warum man jemand, der eine andere Spielart hat, gleich ins Gefängnis schicken will oder ihm sagen muss, dass er spinnt. Ist das nicht ein wenig gegen die Regeln, denen wir hier eigentlich doch in aller Regel folgen?
/>Und übrigens, wenn jeder, der ein Zitat von einem Posting bringt, erst den Autor fragen müßte, dann gäbe es keine Zitate mehr!
/>Also, bitte, bleibe ein wenig auf dem Teppich, auch wenn ich dich nerve (habe für das Nerven sogar Verständnis, nicht aber für Ausfälligkeiten). Ich bin jetzt nicht beleidigt, ich sage nur, dass mir diese Tonart nicht gefällt und ich so ein Verhalten auch nicht sinnvoll finde, um sachlich zu diskutieren. Solche Dinge zerstören immer alles. Das haben wir doch schon mehr als genug erfahren.
/>
/>Nochmals zu shambir:
/>Ja, du hast Recht, das Thema Sex ist wichtig. Es ist kein Geheimnis, dass es neben dem Trieb nach Nahrung der wichtigste Trieb des Menschen ist. Wer das verleugnet oder nicht wahrhaben will, der macht sich was vor. Leider sind diese Dinge immer noch ein Rest von unserer christlichen Erziehung.
/>Ich persönlich finde es viel besser und ehrlicher, wenn man die Dinge beim Namen nennt und das, was wichtig ist auch als wichtig bezeichnet, also so heuchlerisch zu tun, als sei das alles unwichtig - schlimmer noch, zu meinen oder durchscheinen zu lassen, es sei schlecht oder dreckig oder abartig.
/>Ich frage mich, wann wir endlich von diesen Prägungen der Kirche wegkommen!
/>
/>LG
/>Werner
/>
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

93!

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Re: Mit dem Partner teilen
« Antwort #9 am: 05. Mai 2005, 00:56 »
-
/>
/>
« Letzte Änderung: 27. November 2008, 13:35 von Entropie »
"Tradition bedeutet, das Feuer am Brennen zu halten, nicht, die Asche zu sammeln!" - J. Bitter

Werner

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Re: Mit dem Partner teilen
« Antwort #10 am: 05. Mai 2005, 05:00 »
Hallo Entropie
/>
/>Ja, ich verstehe schon, wie du das meinst.
/>Aber mit diesen schnellen und kurzen sexuellen Erlebnissen geht auch einiges verloren. Sex wird daurch zum Freizeitvergüngen.
/>
/>Nun gut, das kann es ja auch sein.
/>
/>Aber ich will mal einen anderen Gedanken dagegen setzen:
/>
/>Wenn wir uns sexuell austauschen, dann geben wir ganz viel von uns her. Es ist das Intimste, was wir haben. So etwas will ich nicht einfach schnell mal so nebenbei mit jemand teilen.
/>Ja, für mich ist Sex schon etwas Besonderes. Und deshalb will ich das nur mit meiner Frau teilen. Nur dadurch kann man dieses tiefe und befriedigende menschliche Gefühl erleben.
/>Vieleicht ist das heute anders. Vielleicht ist dieses Gefühl verloren?
/>
/>Diese Leichtigkeit, die du ansprichst, das kann man in einer festen Partnerschaft ja auch erleben. Ja, man sollte es eigentlich immer so erleben. ABer gleichzeitig auch tief.
/>Ja, jetzt weiss ich nicht, ob du mich verstehen kannst?
/>
/>Wenn man sich jahrelang oder gar jahrzehntelang kennt, dann braucht man ohnehin nicht darum herumreden. Dann genügt eine Berührung oder ein Blick und man weiss, was der andere will und wie er oder sie das aufnimmt. Da braucht es überhaupt keine Worte mehr. Diese tiefe Kennen ist das Schönste, das ich mir vorstellen kann. Ich kann mir diese Leichtigkeit nicht mit einem Menschen vorstellen, den ich nur flüchtig kenne.
/>
/>LG
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Holztiger

  • Gast
Re: Mit dem Partner teilen
« Antwort #11 am: 05. Mai 2005, 09:43 »
@werner
/>
/>zitieren is ja ok, dann aber so übel zu interpretieren...ohne den verfasser darüber zu informieren, dass er auch dazu stellung nehmen könnte, falls er das überhaupt will...naja...ich denk mir dazu meinen teil und in dem fall hab ich es dir halt auch gesagt...das mit dem gefängnis ist ein russisches sprichwort, das du falsch verstanden hast...es ist ja grad die meinungsvielfalt, die wir hier alle schätzen, ein anderer mag deinen stil lieben...sachliche diskussion ok, falls dir was unklar ist an den dingen die ich schreib, kannst du mich auch fragen anstatt mir deine alleserklärende kirchliche verklemmtheit anzudichten, da werd ich sauer und dann reagier ich auch etwas eigen :sneaky:
/>
/>und sonscht...
/>
/>...ob das was anderes wäre, wenn mir eine frau gegenüber so empfindet? hmmm...
/>das erinnert mich spontan an etwas...an eine freundin, die ihren freund regelmässig betrogen hat im sommer...betrogen deshalb, weil sie streng auf treue geschworen haben...mit ihr hab ich oft über sex geredet, genau über diese dinge, die man in einer beziehung dem partner zuliebe vielleicht nicht auslebt oder aber auch, dass es nicht "typisch männlich" sondern auch für eine frau ganz normal ist, mal einfach nur bock auf sex zu haben, ohne sich dabei grossartig gedanken über das morgen zu machen...nicht alles so tierisch ernst nehmen..nachdem wir uns schon länger gekannt haben, hat mich genau diese freundin total damit überrascht an einem abend von wegen "störts dich wenn ich dir ein bisschen näher komm"...  :P ...war eine geile nacht und wir haben stundenlang, die ganze nacht durch ziemlich oft miteinander geschlafen, was man ja normalerweise auch nicht macht in einer beziehung, zumindest nicht jede nacht bis zur totalen erschöpfung*gg*...am nächsten tag total arge kreislaufbeschwerden...das hat voll gepasst, für sie genauso wie für mich und mehr ist nicht draus geworden, da blieben keine fragen offen...aba wie oft erlebt man sowas?*gg*
/>
/>wenn man aber jemanden nicht kennt, gibt es hundert fragen, die man nicht gleich beim ersten kennenlernen stellt meistens und das ist auch gut so*gg*
/>der wesentliche charakter eines ons ist wohl nicht viel zu reden, schnell zur sache zu kommen...
/>das hatte ich einmal mit dem irrtum, dass jenem mädl überhaupt nichts klar war, halt nicht so wie mir und damit hab ich sie ganz schön verletzt...sie meinte bei ihr daheim wäre es halt schon so, dass wenn man miteinender schläft, dass man dann auch zamm ist...
/>
/>viele typen scheissen sich in der beziehung überhaupt nichts...ich denk über sowas dann halt nach und finds halt nicht so toll, jemandem wehzutun, nur um sex gehabt zu haben wobei ich diesen anspruch nur für mich erheb, ich bin da kein moralist, der sagt, dass ein ons jetz schlecht wär bzw. gleiches recht für mädls wie für jungs, eh klar....redet man aber zuviel, dann kann man das ganze sowieso vergessen.
/>wenn ich mir so anhör, was freunde und freundinnen so an enttäuschungen erleben mit ons, denk ich mir dann oft, dass sich das ganze eigentlich nur im kopf abspielt...und weil auch sowas kurzes und schnelles wie ein ons etwas ist, das man mit einem partner teilt, wird es kompliziert, wenn man nicht offen über die dinge redet...
/>
/>lernt man wen kennen, den man reizvoll findet, ist es allerdings ja nicht nur der gedanke an sex,...so zumindest meine erfahrung...
/>
/>doch...einfach nur sex...die vorstellung im kopf macht mir manchmal spass und da find ich garnichts schlechtes dran...in der realität braucht es dann meist aber doch etwas mehr , an reiz, an vertrautheit, an...whatever...damit da vielleicht was draus wird und genau das ist der punkt wo ich dann halt sag, da mach ich meine "wilden phantasien", die ich mit einem partner nicht teile, lieber mit mir selber aus...da gibts keine missverständnisse und ich hab auch spass beim sex mit mir, ganz allein, völlig unkompliziert ;D
/>
/>lg,
/>holzi
« Letzte Änderung: 05. Mai 2005, 10:39 von Holztiger »

Betty

  • Gast
Re: Mit dem Partner teilen
« Antwort #12 am: 05. Mai 2005, 16:03 »
Teilen, Mitteilen ist in ner Partnerschaft schon wichtig, nicht nur im Hinblick auf Sex. Aber ich finde es genauso wichtig ein paar Geheimnisse ganz für mich allein zu haben. Dinge, die ich niemlas irgendjemandem preisgeben würde. Das muss nix grossartiges sein, (nee, ich hab niemand ermordet, auch keine Bank ausgeraubt ;D), aber es gibt schon Phantasien, Gedanken,Dinge, die ich gesagt oder getan habe, die nur mir allein gehören. Und das respetktiere ich bei anderen auch. Zuviel Nähe kann auch erdrücken. Ich hab mal den schönen Satz gelesen, man soll in einer Partnerschaft drauf achten, dass der Wind immer noch zwischen beiden hindurch wehen kann.

Werner

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Re: Mit dem Partner teilen
« Antwort #13 am: 06. Mai 2005, 00:09 »
Hallo Holzi
/>Jetzt komme ich dahinter, dass du was ganz anderes gemeint haben könntest (sicher bin ich mir allerdings immer noch nicht). Insbesondere das letzte Posting von Betty hat mich auf diese Fährte gebracht.
/>Tut mir leid, manchmal versteht man sich halt nicht, weil die Ausdrucksweise fremd ist. Vielleicht ist es der Generationenunterschied und somit die andere Ausdrucksweise? Weiss nicht, könnte sein. Ist ja nur mal so ein Gedanke. Jedenfalls verstehe ich bei Betty immer jedes Wort, aber bei dir gibt es immerzu Missverständnisse. Aber es gibt ja auch verschieden Wellenlängen. Wir passen halt nicht so gut zusammen.
/>
/>Jedenfalls sehe ich jetzt, dass du von Gedanken, Phantasien und dergleichen geredet hast. Von mir aus auch von Selbstbefriedigung. All das ist natürlich für mich kein Problem.
/>
/>Ich verstand dich so, dass du deine Wildheit im Sex vor lauter Rücksichtnahme oder gar "Respekt" mit deiner Partnerin nicht teilen wolltest. So kam das bei mir rüber. Hätte ich gezweifelt, dass es nicht so sein könnte, hätte ich nachgefragt. Aber deine Aussagen waren von mir aus gesehen ganz klar. Also tut mir leid, das war ein ganz arges Missverständnis.
/>
/>Oder habe ich jetzt schon wieder alels missverstanden???
/>
/>Ein weiterer Grund für Missverständnisse könnte auch das Wort "Partnerschaft" sein. Wenn ich von einem Partner spreche, dann meine ich jemand, mit dem ich zusammenlebe für längere Zeit, Jahre vielleicht. Sonst würde ich das nicht als Partnerschaft bezeichnen.
/>Mag sein, dass ihr hier von Partnern sprecht, wenn es um eine flüchtige Bekanntschaft geht oder um ONS. Wenn dem so wäre, dann würden wir ja ständig aneinander vorbei reden! Ausschliessen will ich das nicht.
/>
/>Hallo an die anderen
/>
/>Ich habe mir noch ein paar Gedanken gemacht, warum shambir von mir meint, Sex sei für mich sehr wichtig.
/>Ja, ich sagte schon, dass Sex wichtig ist. Aber sicher für mich nicht wichtiger als für andere.
/>
/>Etwas anderes ist für mich wichtig und das hat natürlich mit Sex auch zu tun. Nämlich die Liebe beim Sex. Die Verbundenheit. Deshalb lehne ich einen ONS ab. Ich kann das leider nicht einmal nachempfinden, wie das ist, mit einer Frau, die man kaum kennt, ins Bett zu gehen und alles zu teilen. Ich glaube, es swürde mich eher grausen als dass ich es interessant fände. Ich könnte nicht, oder auch nicht einmal ein wenig zu teilen mit einer relativ fremden Frau, was nach meinem Empfinden das Intimste ist, das ich habe.
/>Es ist also für mich ganz besonders wichtig, dass Sex mit der Liebe verbunden ist, dass Sex der größte Ausdruck der Liebe ist. Dass dies eine Möglichkeit ist, ganz nah zu sein und sich - wie es im Alten Testament so schön heißt zu erkennen.
/>Sex als Freizeitbeschäftigung oder nur so mal zum Spass und zwischendurch, das finde ich nicht gut. Denn das raubt dem Sex die Schönheit, die Tiefe, die Intimität. Sex ist eben nicht dasselbe wie zusammen Essen oder so etwas.
/>
/>Ich bin hier wahrscheinlich sehr altmodisch in dieser Ansicht. Aber ich weiss, dass es auch sehr junge Menschen gibt (alle meine Enkel z.B.), die ebenso denken. Also kann  es nicht nur altmodisch sein. Denn meine Enkel sind 18-22, also wirklich junge Menschen von heute.
/>Das heißt jetzt alles nicht, dass man sich in einem Partner irren kann. Irren ist menschlich. Und es heißt auch nicht, dass man unbedingt bei einem Partner bleiben muss, wenn es nicht - oder nicht mehr - klappt. Jedoch ist für mich eine Bereitschaft für längere Zeit zusammen schon wichtig und die Voraussetzung für Sex.
/>
/>Wenn wir Sex so freizügig mit allen möglichen Menschen geniessen, dann ist das wie eine Inflation. Er wird immer weniger wert.
/>Ich weiss, dass Viele heute anders denken. Aber ich sehe auch, dass viele ältere Leute heute, die damals in den 60-ern ihre sogenannte Freiheit und den freien Sex und das Austoben mit allen möglichen Partnern so lautstark hinausposaunt haben, heute sehr unglücklich sind. Es sind Menschen, die mir sehr nahe sind und die ich sehr gut kenne, deshalb kann ich mir das Urteil erlauben.
/>Diese Menschen leben in Depression, da sie die Einsamkeit nicht mehr ertragen. Denn nach einer echten Partnerschaft hatten sie ja gar nicht Ausschau gehalten in ihren wilden Jahren. Und auf einmal war es zu spät. Es gab keine Partner mehr! Sie waren zu alt geworden.
/>
/>Und wenn ich mir dann mein eigenes Leben ansehe und wie zufrieden und glücklich und auch gesund und energiegeladen ich bin und ebenso meine Frau und vergleiche mit diesen anderen Menschen, die jeden Tag ihre Pillen schlucken, damit sie den nächsten Tag überstehen, dann komme ich einfach zu der Erkenntnis, dass mein Weg der richtig war.
/>Und dann erzähle ich euch davon. Aber das nennt man dann "belehren". Dabei will ich niemand belehren, sondern nur darauf hinweisen, welche Folgen ein bestimmtes Verhalten hat.
/>Mit der natürlichen Lebensweise (siehe den anderen Thread) ist es ebenso. Ich will niemanden belehren. Ich will nur sagen, dass man gesünder ist, wenn man natürlicher lebt und somit auch später im Alter noch Freude am Leben hat.
/>Viele werden das alles nicht lesen und hören wollen. Ist ja in Ordnung. Ich zwinge ja keinen, meine Postings zu lesen.
/>Wenn dann aber jemand schreibt, ich solle doch bitte mal ein Rezept schicken, wie mal selbst Brot backen kann, dann freue ich mich. Denn dann hat wenigstens diese eine Person etwas von meinem Posting gehabt.
/>
/>Das war mir mal ein Bedürfnis, diese Dinge klarzustellen.
/>Liebe Grüße
/>Werner
« Letzte Änderung: 06. Mai 2005, 01:20 von Werner »
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

Holztiger

  • Gast
Re: Mit dem Partner teilen
« Antwort #14 am: 06. Mai 2005, 08:50 »
betty bringts hier auf den punkt und ganz richtig werner, ein ganz grobes missverständnis...die dinge sind halt nicht immer die, die sie zu sein scheinen, vielleicht lernst du ja was draus;)
/>
/>es gibt indigene kulturen, da dürfen sich die jungen ohne einschränkung miteinander aufführen, wie es ihnen spass macht...
/>nachdem sie sich sexuell ausgetobt haben, wählen sie ihre lebenspartner...und das funktioniert.
/>
/>bei uns heiraten viele mit 20 und kommen mit 30+ drauf, dass sie etwas nachzuholen haben, was oft scheidung, schulden und viele andere probleme nach sich zieht.
/>
/>gerade darum halte ich es für so wichtig, sich erst einmal auszuleben und sich dann erst über längerfristige partnerschaft gedanken zu machen, sich nicht zwanghaft in erwartungen hineinzupressen sondern die dinge vielmehr langsam auf sich zukommen zu lassen und dabei immer beobachten...wie gehts mir damit...passt das so für mich, anstatt "werde ich den erwartungen gerecht" und sich genau darüber auch mitzuteilen...um eben  auch zu wissen, was der partner will...bei einem offeneren umgang mit solchen dingen kann man sich viele troubles ersparen, ich beobachte an mir selbst, dass ich da noch einiges dazulernen kann...
/>
/>dieses ausleben hat aber nichts mit den phantasien zu tun, die ich in dem posting angesprochen hab...10 frauen hintereinander zu vernaschen, omnipotenz, frauen wie ein objekt zu behandeln...ja das gibts und solche gedanken sind mir halt auch nicht fremd...
/>teilen möchte ich das jedoch nicht, der lustgewinn daran ist etwas, das mir allein gehört, eben aus respekt vor dem weiblichen geschlecht. bei sex mit einem partner verwöhne ich gern, da ist mein lustgewinn vielmehr, die individuelle weibliche extase zu erwecken und das geht halt nicht so schnell wie selbstbefriedigung, alles klar? 8)
/>
/>lg,
/>holzi

cinis

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Re: Mit dem Partner teilen
« Antwort #15 am: 06. Mai 2005, 11:19 »
aber gibts nicht auch viele "ältere" Menschen, die sich auch erst mit 50 oder 60 getrennt haben? Und dann "einsam" sind? Vielleicht sind manche Menschen einfach nicht dazu geeignet, in einer Partnerschaft zu leben?
/>Tja, und die Männer sterben meistens früher als die Frauen - nicht nur wegen des meistens vorkommenden Altersunterschiedes. Dann ist die Frau ja auch einsam, vielleicht oft jahrelang?
/>Muss ich unbedingt unglücklich und einsam sein, wenn ich keinen Partner habe?
/>Alles hat irgendwann ein Ende. Egal wie, aber ich muss mir im Klaren sein, dass es morgen aus sein kann. Egal aus welchem Grund. (das heisst jetzt nicht, dass ich mich fertig mache deswegen - im Gegenteil) Auch wenn man mit 40 oder 50 erst einen Partner findet, heisst das noch lange nicht, dass man mit dem mit 80 noch zusammen ist (und in 40 Jahre kann noch verdammt viel passieren) Man darf an Trennungen nur nicht hängenbleiben und glauben das Leben sei ohne dem Partner wertlos. Deshalb finde ich es verdammt wichtig, neben der Partnerschaft auch ein eigenes Leben zu führen, eigene Interessen, eigene Gedanken.
/>MACHEN WIR UNS NICHT SELBER IM GEDANKEN EINSAM?
/>
/>Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Sex mit "flüchtigen Bekannten" verdammt spannend sein kann. Natürlich hab ich mir da meine Partner auch gut ausgesucht (also keine ganz wildfremden) aber es gab darunter auch einen, der kein Wort Deutsch oder Englisch gesprochen hat...hehe, ich muss heute noch grinsen wenn ich daran denke. Und es war verdammt gut - bin auch in seinen Armen eingeschlafen und wieder aufgewacht. Es war wie ein kleiner Traum - beide wollten es so. (Vielleicht ist es manchmal auch besser, wenn man sich nur mit Blicken und Taten verständigt als mit Worten  ;D) Mit manchen anderen nicht anders.
/>Vielleicht hatte ich da auch Glück, denn von meinen bisherigen Sexualpartnern war ich nur mit drein zusammen *g* - aber jeder hat mich mit großem Respekt behandelt. Wie was besonderes.
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/>
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