Autor Thema: Das Pendeln zwischen den Polaritäten  (Gelesen 3558 mal)

rivka

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Re: Das Pendeln zwischen den Polaritäten
« Antwort #8 am: 21. August 2006, 14:30 »
Hallo Dakuran,
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/>ach so. Vor dem Sterben habe ich Angst, weil ich es gesehen habe, und weil ich auch schon mal krank war. Ich glaube, was da auf einen zukommen kann, kann man abschätzen.
/>
/>LG
Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
/>
/>(Nietzsche)

ruamzuzla

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Re: Das Pendeln zwischen den Polaritäten
« Antwort #9 am: 11. September 2006, 10:02 »
Anufa
/>>Dann gehts weiter mit dem Begreifen
/>
/>Hier mal etwas zum Begreifen, oder besser nicht zum (Be)greifen!
/>
/>"Wenn es versteckt ist, ist es die Blume. Wenn es nicht versteckt ist, ist es nicht die Blume."
/>
/>oder auch
/>
/>"Wenn man denkt das es da ist, ist es nicht da. Wenn man denkt das es nicht da ist, ist es da."
/>
/>
/>
/>
/>greets von der ruam

Anufa Ellhorn

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Ran ans Eingemachte
« Antwort #10 am: 11. September 2006, 13:06 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>Na das macht ja alles was her :thumbsup:
/>
/>>(Rivka) Obwohl allerdings - zwischen den Polaritäten pendeln so ganz allgemein als Entwicklungsmodell, das erschliesst sich mir irgendwie nicht ganz, Anufa. Phasen sind doch nicht Polaritäten?
/>
/>Phasen per se sehe ich auch nicht als Polaritäten, da gehen wir schon d´accord. Polar sehe ich die Entwicklung deshalb, weil sich meiner Erfahrung nach die Phasen meist in "augenscheinlich gegensätzlichen Verhaltensweisen" äußern. Also wenn jemand aufhört zu rauchen, der vorher stark süchtig war, der ist sehr häufig ein glühender Verfechter des Nichtrauchens (wenn er selbst es durchhält) - den wenigstens isses dann wurscht, ob um sie geraucht wird oder nicht. Leuts die abnehmen neigen nach der "Kur" dazu zu fressen - je härter die Kur, desto heftiger der Freßzwang. Nur zwei Beispiele zur Verdeutlichung.
/>Je ausgeglichener jemand ist, desto geringer sind imho die "Ausschläge" und desto weniger extrem die Reaktionen.
/>
/>>(Dakuran) Wäre es nicht besser einfach nicht mehr zwischen den Polaritäten zu entscheiden?
/>Einfach sein.
/>
/>Klar wäre das besser :devilish: - womit wir dann wieder ne Einteilung in "nicht so gut" und "besser" hätten ... :antlers:
/>
/>>(McClaudia) Das heißt, ich kann mich sehr wohl aus freien Stücken fürs Zölibat entscheiden, weil ich als Mensch mir schlicht und einfach VORSTELLEN kann, was ich eventunell versäume. Ich meine, wie andere hier schon sagten, brauche ich nicht alles auszuprobieren, bloß um nachher zu sagen, dass ich das (nicht) mag.
/>
/>Du hast sogar selbst gesagt, dass die unterdrückte Frau keinen Vergleich hat und ihre Unterdrückung vielleicht sogar noch verteidigt, weil sie eben nix anderes kennt. Mit der "Vorstellerei" seh ich das ähnlich...
/>Ich bin auch eher jemand, der sagt, dass ich nicht alles ausprobieren muß, um zu wissen, dass ich es nicht mag ;D - heikel wie ich nunmal bin :wink1:. Trotzdem hat die Vorstellung aber immer einen Haken - es kann mir niemand 100% garantieren, dass meine Vorstellung auch zur Realität geworden wäre. Damit sind wir wieder dort - wo wir schon waren 8) Wissen wie es ist, das tu ich erst wenn ich es tue und dann auch nur für dieses eine Mal. Jedes Mal etwas tun kann völlig anders sein (muss nicht, kann aber und das ist der Knackpunkt) Ich mein, ich halt von "Kirche" als solcher ned viel, aber wenn ich nicht irre, dann sagte Jesus mal sowas wie "werdet wie die Kinder" und wenn ich mich nicht sehr täusche, dann meinte er sowas in der Art damit :)
/>
/>>Aber ich habs freiwillig aufgegeben, weil die Begleitumstände dieses Glücksgefühl einfach an Negativität weit übertroffen haben. Es war mir irgendwann zu unpraktisch, zu teuer, zu gefährlich, zu viel Arbeitsaufwand.
/>
/>Imho gutes Beispiel - wenn sich nu aber die (äußeren oder inneren) Umstände, die zu dieser Entscheidung geführt haben, ändern?? Du kriegst einen tollen Job angeboten irgendwo, wo´s kaum regnet und kein Glatteis gibt :devilish:, der Sprit wird immens billig und Motträder werden gefördert *ggg* usw...
/>Dann wäre es doch sinnvoll die Entscheidung zu überdenken??
/>Nuja, und ich bin halt der Meinung, dass sich "innere Voraussetzungen" recht dramatisch ändern können und dann schaut die Welt ganz anders aus - wenn man´s zulässt...
/>
/>>Aristoteles postuliert, dass das Maßhalten zwischen den Extremen das Beste ist.
/>
/>Ich formulier das ein bissl anders - bin ja auch kein altgriechischer Philosoph :laugh: :laugh: in meinem Leben möcht ich wissen, was für mich alles möglich ist und dann möcht ich das machen, was mir am "gutesten tut" :pleased: (wobei ich sagen muss, dass mit zunehmender Lebenserfahrung ich nicht mehr meine, dass was mein Ego streichelt *g* mir gut täte, sondern ich habe einen Sinn für "tiefgreifendes Guttun" entwickelt).
/>Somit bin ich zwar dort in der Gegend von dem was, Aristoteles so sagte, aber ich seh den Weg ein bissl differenzierter.
/>
/>>(ruamzuzla) "Wenn man denkt das es da ist, ist es nicht da. Wenn man denkt das es nicht da ist, ist es da."
/>
/>Und da wären wir dann bei der Auflösung der Polaritäten :devilish:
Bright blessings
/>Anufa