Autor Thema: Männliche Spiritualität  (Gelesen 17099 mal)

Anufa Ellhorn

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Männliche Spiritualität
« am: 29. Dezember 2006, 21:30 »
Well met, alle zusammen ;)
/>
/>Weil ich grad einen Moment Zeit habe und vor einigen Wochen für mich sowas wie ein kleines Wunder passiert ist - will ich Euch *ganz was Neues* da mit einbeziehen :wink1:
/>
/>Es wurde im Sternenkreisforum tatsächlich von männlicher Seite das Thema "männliche Spiritualität" aufgeworfen. Das allein hat mich schon mehr als überrascht, weil ich ja sowohl von uns hier als auch von vielen anderen Foren eher gewohnt war, wenn ich als Frau das Thema angesprochen hatte (im Gefühl, dass da vielfach was nicht so ganz passend gelebt werden würde, weil man an und für sich dazu etwas zu unglücklich aus der Wäsch geschaut hat) eher früher als später von männlicher Seite eine Abfuhr nach dem Motto "sowas interessiert ned, weil sowas gibts eh ned und überhaupt passt eh alles" zu kassieren... :wink1:
/>Nicht nur, dass also das Thema von männlicher Seiter her aufs Tapet gebracht wurde, hat sich auch ein anderer Mann gefunden, der dazu etwas zu sagen hatte - was ich gerne mit seiner speziellen Erlaubnis hier posten möchte
/>
/>Copy/paste
/>Hi!
/>Ich finde dieses Thema spannend und schwierig zugleich.
/>Auf der einen Seite wird immer so viel von "Frauenspiri" geredet, die sich ja außer durch den Bezug zum monatl. Zyklus extrem von "Allgemeiner Spiri" unterscheiden muß und dies impliziert natürlich andererseits auch, daß es eine Männerspiritualität gibt.
/>Nun stehe ich da als Mann und frage mich: wo fange ich da an.... wo sind die Unterschiede??!!
/>Wenn ich ehrlich bin, haben da diese "typisch männlichen" Attribute, bzw. Kerninteressen wie Fußball, "Biersaufen", Extremsportarten, ein extrem überzogen gutes Verhältnis zu bestimmten Möglichkeiten körperlicher Ausscheidungsarten, usw. kein wirkliches Echo bei mir, der ich früher Turniertanzsport gemacht habe und heute Taekwondo.....
/>Für mich war stets wichtig zu entdecken: WAS IST EIGENTLICH MÄNNLICHKEIT?
/>Hierbei stoße ich natürlich WIEDER auf die gängigen Vorurteile und Rollenschubladen..... nun finde ich bestimmte imho negativ auffallende Verhaltensschemata eher unmännlich. Oder der schöne Spruch: als Schwuler ist man ja kein "richtiger Mann"......
/>
/>Ich denke, in erster Linie dreht sich Frauenspiri darum, ein gutes Verhältnis zum weiblichen Körper zu bekommen, sich als Frau zu entdecken und auch zu entwickeln. Viele - auch ältere - Frauen sind m.E. zu sehr in diesem Klein-Mädchen-Schema stecken geblieben und haben nicht den Schritt vom Mädel zur Frau gemacht, was man bestimmten Verhaltensmustern einfach anmerkt.
/>EBENSO bei den Männern!
/>Viele Männer sind im Stadium "junger Mann, gehörnter Wilder....." steckengeblieben, ohne WIKRLICH den Schritt zum MANN gemacht zu haben.
/>So definiert sich dann auch MEIN Verständnis von Männerspiritualität:
/>Was ist mit meinem Körper....... wie fühlt er sich an..... was spiegelt im Außen bestimmte innere Vorgänge.... wie sehr bin ich damit im Reinen.....
/>Thema "Männer und Sinnlichkeit".....
/>Thema "Männer als Diener und Herren".....
/>Thema "Der Männerzyklus im Vergleich mit dem Jahreszyklus".....
/>Thema "Männer und Frauen ODER auch Männer und Männer"....
/>
/>Es gibt da noch eine Großzahl an weiteren Themen.
/>Tja.... und Männermysterien..... klaro.... Übergänge......welcher Art auch immer.... vom Kind zum Jugendlichen (der Körper reift heran), vom Jugendlichen zum jungen Erwachsenen und davon zum Mann..... danach zum Vater..... Großvater.... Lehrer..... Führer.... Kämpfer...
/>Aber da ist noch mehr.
/>Auf welcher Mysterieneben können sich Männer begegnen?
/>In Form von Kampfbruderschaft, daß mitunter ein sehr inniges, liebendes Verhältnis voraussetzt und in der Mythologie berühmte Vorbilder hat.....
/>Oder auch in Form von zwei sich ergänzenden Aspekten, die zusammen ein Ganzes bilden und beide einzelne Aspekte wesentlich bereichern.... Thema "Janus und Saturn"...... (z.B. das Hauptthema von meinem Partner und mir)....
/>
/>So - mehr fällt mir grad net ein.....
/>Meine bescheidenen 5 cent,
/>BB
/>Arion
/>copy/paste Ende
/>
/>Vielleicht are the times a changing??
Bright blessings
/>Anufa

Beserlhex

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Re: Männliche Spiritualität
« Antwort #1 am: 30. Dezember 2006, 00:43 »
hallo :)
/>
/>sind nicht das christentum , der islam , das judentum eh männliche spiritualität . haben wir nicht schon genug davon ?
/>wenn ich männliche spiritualität höre muß ich an unseren pfarrer visavis denken .... er darf nicht ficken , nicht wichsen , muß ständig zu einen gottVATER und gottSOHN beten und seinen nächsten lieben ... alles ausgeklügelte männliche spiritualität .
/>und in rom sitzt der unfehlbare papst .
/>
/>die moslems dürfen laut koran ihre frau verprügeln wenn sie nicht gehorcht und die juden danken jeden tag dem lieben gott , daß sie nicht als frauen geboren wurden .... was will man mehr...
/>vielleicht sollte man noch die alten atzteken erwähnen die ihren göttern lebende herzen opferten .... na geh grauslich ....
/>
/>grüße
/>beserlhex
Hexen sind freundlich, Hexen sind gut,
/>Hexen sind keine Teufelsbrut,
/>Hexen heilen, helfen, lindern,
/>können Schmerzen rasch vermindern.

Anufa Ellhorn

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Re: Männliche Spiritualität
« Antwort #2 am: 30. Dezember 2006, 01:09 »
Well met, Beserlhex :)
/>
/>Und wo bitte siehst Du den Zusammenhang zwischen Deinem Post und meinem - bzw. zu dem was Arion geschrieben hatte?? Vielleicht nimmst Du Dir ja ein paar Minuten und erklärst es mir 8)... ich find da nämlich keinen :confused:
Bright blessings
/>Anufa

Werner

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Re: Männliche Spiritualität
« Antwort #3 am: 30. Dezember 2006, 02:59 »
Ich glaube, wir sollten erst mal klären, was Spritualität grundsätzlich ist. Erst nach dieser Klärung können wir diskutieren, was nun männliche oder weibliche Spiritualität ist und wo möglicherweise ein Unterschied ist. Solange wir nicht einmal wissen, was Spiritualität ist, diskutieren wir über Kaisers Bart.
/>
/>Und ich versuche gleich mal einen bescheidenen Anfang zu machen.
/>Das, was Beserlhex beschreibt und was im Islam, Christentum, Judentum passiert, ist meines Erachtens überhaupt nicht Spiritualität. Und beim Buddhismus ist anscheinend auch nicht viel davon da, so weit ich das beurteilen kann. Beim Hinduismus gibt in einigen Formen (der Hinduismus ist ja unglaublich vielgestaltig!) noch Ansätze oder auch Überreste von alter animistischer Vorstellungswelt.
/>Insofern hat Beserlhex schon einen wichtigen Punkt genannt. Denn diese genannten Religionen sind Gedankenkonstrukte. Und das hat mit männlicher Energie was zu tun. Aber hier kommt gleich noch ein weiteres sehr umfangreiches Thema dazu: Was ist weibliche und was ist männliche Energie? Das wird ein heißes Thema werden, denn ich weiss von früheren Diskussionen, dass dies total falsch verstanden wird und alle von Männern und Frauen ausgehen. ABer ein Mann kann total weibliche Energie ausstrahlen und eine Frau eine total männliche. Das hat also mit Energien was zu tun und nicht mit dem Geschlecht. Aber es wäre ein eigenes Thema. Weiss nicht, ob wir das hier gleich noch mit diskutieren sollten. Vielleicht später mal?
/>
/>Zurück zur Frage, was Spiritualität ist. Natürlich kommt es auf die Definition an. Ich weiss, dass viele Menschen grundsätzlich Religion als Spiritualität bezeichnen. Und somit beginnt die Verwirrung schon, bevor man überhaupt erst mal weiterredet.
/>
/>Spiritualität kommt von dem Wort Spirit, also Geist.
/>
/>Ja, jetzt gehts mit der Verwirrung gleich weiter. Denn was ist "Geist"?
/>
/>Und auch hier gibt es wieder die zwei verschiedenen Denkmuster:
/>Die einen sagen, es ist der Gedanke, der Plan, das, was schafft oder was die Welt erschafft oder auch im Innersten zusammenhält und so weiter in dieser Richtung.... Und dann gibt dem einen Namen und redet von Gott oder Göttern.
/>Dann gibt es die andere Denkweise, die all das nicht meint, sondern fast schon das Gegenteil. Nämlich etwas, das man nicht erklären oder fassen kann. Etwas, das "Nicht-Materie" ist (was nicht automatisch heißt, dass es nicht mit Materie verbunden ist, die zweite Seite von Materie, oder dergleichen.
/>
/>Bevor wir also weiter diskutieren wollen, sollten wir uns einigen, um welchen Geist oder Spirit wir hier reden und erst dann können wir über Spiritualität reden.
/>Wobei es natürlich kein Falsch oder Richtig gibt. Denn niemand weiss, was Spirit ist. Es geht also um entweder Meinungen (und eine Meinung hat nichts mit Falsch oder Richtig zu tun!), oder um Erfahrungen (die natürlich täuschen können!) oder Lehren (die natürlich ebenfalls falsch sein können).
/>Keine Religion sollte von sich behaupten, dass sie diejenige Religion ist, die das wahre Wissen hat. Weder alte, noch neue, weder fernöstliche noch westliche!
/>
/>Es geht also um eine Ansichtssache. Und nachdem von der Grundvoraussetzung her zwei verschiedene Ansichten vorliegen, hat es keinen Sinn, diese beiden zu vermischen. Denn das geht nicht. Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
/>
/>Was können wir also tun, um uns sinnvoll über dieses Thema zu unterhalten?
/>Trennen wir uns in zwei Gruppen? Oder wollen wir abwägen, wer nun mehr im Recht ist (was Unsinn wäre, wie ich soeben versucht habe zu erklären).
/>
/>Nachdem wir hier im Prinzip doch eigentlich Heiden sind, würde ich mal vorschlagen, wir lassen die Sichtweise der Weltreligionen beiseite und unterhalten uns über die im Prinzip animistische Sichtweise.
/>Wie ist eure Meinung dazu?
/>
/>Liebe Grüße
/>Werner
Ich weiss, dass ich nicht weiss (Sokrates)

hasenkönig

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Re: Männliche Spiritualität
« Antwort #4 am: 30. Dezember 2006, 12:11 »
So Werner, hier mal Wikipedia damit das Diskussionsthema abgesteckt ist. ;D
/>
/>http://de.wikipedia.org/wiki/Spiritualit%C3%A4t
/>
/>Ich glaube diese Definition ist durchaus brauchbar auch wenn sie sich möglicherweise von dem unterscheidet was du persönlich für Spiritualität hältst. Dass Du bei den Weltreligionen wenig bis keine Spiritualität bemerkst finde ich sonderbar und ich würde Dir raten Dich einmal etwas eingehender mit der Materie zu beschäftigen und Dein vorschnelles Urteil zu überdenken. Dass diese Religionen "Gedankenkonstrukte" sind mag schon stimmen. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass aus ihrer Verbreitung geschlossen werden kann dass es für einen Grossteil der Menschen äusserst brauchbare Konstrukte sind.
/>
/>Ich glaube nicht, dass es zielführend ist in dieser Diskussion noch weitere Konstrukte (wie zum Beispiel Deine geliebten Dualismen) einzuführen um die Bandbreite möglicher Meinungen einzuschränken wie du das vorgeschlagen hast. Zudem ist die "im Prinzip animistische Sichtweise" in vielem den Sichtweisen der sogenannten "Weltreligionen" (die man auch keinesfalls alle in einen Topf werfen sollte) durchaus ähnlich - zumindest wenn man sich die Mühe macht auf diesen Konstrukten basierende Gedankengänge zu Ende zu führen.
/>
/>Nachdem sich Spritualität (zumindest meinem Verständnis nach) am Absoluten orientiert ist das auch weiters gar nicht verwunderlich. Einerseits sind es dieselben Fragestellungen (die durch die menschliche Existenz bedingt sind) auf die Menschen ganz kultur- und regionsunabhängig Antworten zu finden hoffen andererseits müsste das Absolute soweit es aus menschlicher Existenz erfahren wird in seiner Beschreibung letztendlich homogen sein. Ich hoffe Du kannst mir folgen.
/>
/>Daher glaube ich auch nicht, dass es eine letztendlich spezifisch männliche oder weibliche Spiritualität gibt wenngleich ich nicht ausschliessen will dass der Zugang zu spirituellen Erfahrungen und Erkenntnissen geschlechterspezifisch möglicherweise effizienter sein kann was sich eigentlich aus dem oben gesagten selbst erklärt. Dass "Spiritualität" die auf überkommenen sozialen Rollenverteilungen oder daraus entstandenen Gedankenkonstrukten basiert eigentlich recht wenig hergibt sollte somit auch klar sein.
/>
/>Soweit meine Meinung
/>
/>lg
/>hasenkönig
/>
/>
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« Letzte Änderung: 30. Dezember 2006, 12:32 von hasenkönig »

Uhanek

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Re: Männliche Spiritualität
« Antwort #5 am: 30. Dezember 2006, 13:43 »
@hasenkönig:
/>
/>Erstmal danke für Deinen äußerst sinnvollen Beitrag, dem ich mich hiermit einfach mal anschließe.
/>
/>Mir persönlich ist ja auch nicht klar, was genau das eigentlich sein soll, die "männliche" (oder auch "weibliche") Spiritualität. Ideen über geschlechtsspezifische Spiritualität scheinen ja (zum Zwecke der Abgrenzung) in der Regel lediglich auf Meinungen über die existierenden Großreligionen zu beruhen, die 1. von Sachkenntnis ungetrübt sind und 2. Ausdruck affektiver Störungen (etwa krankhaften Hasses) oder sonstiger neurotischer Projektionen. Eigentlich kaum mehr, als Schattenboxen, affektgeladenes Wortgeklingel und leeres Geschwätz.
/>
/>Ich sage nur "Indien"  :laugh:
/>
/>Uhanek
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2006, 13:59 von uhanek »
Sighs[/list]

Galdor

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Re: Männliche Spiritualität
« Antwort #6 am: 30. Dezember 2006, 13:52 »
Shw mae allezsam!
/>@hasenkönig
/>Du hast in wenigen Sätzen das Wichtige auf dem Punkt gebracht, weiteres von mir wäre nur Wiederholung in anderen Formulierungen  ;)
/>
/>Ob´s bei anderen inhaltlich auch so ankommt wird´s erst der morgige Tag (bzw Nacht) zeigen  :sneaky:
/>
/>Hwyl
/>Galdor
Gun cuireadh do chupa thairis le slàinte agus sonas.
/>(Möge dein Kelch mit Gesundheit und Glück überfüllt sein)

Uhanek

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Re: Männliche Spiritualität
« Antwort #7 am: 30. Dezember 2006, 14:25 »
@Galdor:
/>
/>Mag sein, es kommt zu inhaltlichen Wiederholungen, aber wennsich keiner zu Wort meldet, führt dies nur wieder mal zu der Fehlannahme einer zustimmenden schweigenden Mehrheit.
/>
/>Und grundsätzlich finde ich ja, dass man vulgäre und dabei so völlig kenntnisfreie Hasstiraden, wie sie in diesem Thread auch prompt mal wieder geboten wurden, nicht einfach stehen lassen sollte. Immerhin handelt es sich dabei um nichts anderes, als ein äußerst primitives und höchst aggressives Feindbild, dass einer Diskussion zu derlei Themen eigentlich in keiner Hinsicht dienlich ist.
/>
/>Uhanek
Sighs[/list]