Autor Thema: Das Wesen der Götter  (Gelesen 9357 mal)

Anufa Ellhorn

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Re: Das Wesen der Götter
« Antwort #32 am: 29. Mai 2007, 12:18 »
Well met, Schattenspeer ;)
/>
/>Dann konnte ichs ja ned verstehen!!
/>
/>>Der zerschellt und zerbricht an der prosaischen Klippe der Gegner, der "realen"Außenwelt: Nazis, Kommunisten, Vermieter, Monopolkonzerne, Busch, Bin Laden, Fidel Castro, Gen-Technik usw. usf.
/>Es ist völlig egal, wer mein Weltbild, mein Land, meinen Biogarten zu zerstören sucht, im Allgemeinen wird das Verbundenheitsgefühl dann erheblich gestört.
/>
/>Ebben nicht!! Ich BIN mit allem verbunden (ob mir das passt oder nicht - was ich ja auch schon geschrieben habe!!) weil Verbundenheit für mich bedeutet, dass alles Einfluss auf mich ausüben kann (und das IST imho eine unleugenbare Verbindung).
/>Was zu mir/mit mir keine Verbindung hat, das berührt mich auch nicht (schön wie das sich ausdrücken lässt).
/>
/>Du scheinst Verbindung völlig anders zu definieren als ich - also kein Wunder, dass mir das Bild nicht geläufig war!!
Bright blessings
/>Anufa

dr. no

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Re: Das Wesen der Götter
« Antwort #33 am: 29. Mai 2007, 12:29 »
no
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2008, 13:42 von Schattenspeer »

Asfrid

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Re: Das Wesen der Götter
« Antwort #34 am: 29. Mai 2007, 12:30 »
Unsere götter sind anthropomorphisierte, symbolische bilder für teilaspekte von "all dem was ist" oder gott. Aber das habe ich schon...... 
/>

/>Hej Morane,
/>
/>das ist das, was Jan Assmann (Ägyptologe) einen "inklusiven Monotheismus" nennt, zum Unterschied vom "exklusiven" in Christentum, Judentum und Islam. Der "exklusive" baut auf der von Assmann so genannten "mosaischen Unterscheidung" zwischen "wahren" und "falschen" Göttern und Religionen auf, die es in den "primären" (= ursprünglichen, heidnischen) Religionen nicht gab. Sie wurde erst von den "sekundären" (Gründer-, Offenbarungs-, Buch-)Religionen entwickelt und ist das eigentliche Problem des "exklusiven" Monotheismus - von hier kommen seine bekannten diskriminierenden und gewalttätigen Auswirkungen. Den "inklusiven" spricht Assmann von diesem Problem frei: Da in diesem Fall der/die/das eine Gott die Götter nicht als "falsch" abkanzelt, sondern eben "inkludiert", ist er friedlich und tolerant.
/>
/>Sagt der Assmann. Zu schön, um wahr zu sein, sage ich.
/>
/>Ohne dir persönlich das zu unterstellen, behaupte ich, dass der "inklusive" Monotheismus potenziell genauso überheblich und rechthaberisch ist, indem er sich einbildet, eine "höhere Wahrheit" über die göttlichen Dinge zu besitzen. Selbst wenn ein "inklusiver" Monothest, wie es z.B. etliche griechische Philosophen taten, die tradtionellen Kulte befolgt und praktisch den Göttern opfert und sie mit Namen anspricht, steht er doch auf dem Standpunkt, dass sie nicht die eigentliche/ganze/höhere Wahrheit sind, sondern bestenfalls halb wahre Aspekte oder nur Bilder, Metaphern und damit letztlich Illusionen. Wir gesagt, dir will ich nichts unterstellen, aber Snobs wie ein Platon oder die Stoiker pflegten milde lächelnd auf das dumme Volk herabzublicken, dass den Polytheismus ernst nahm. Sie haben niemandem was getan, insofern hat der Assmann schon recht, aber wirklich respektiert und in seinem Glauben ernst genommen fühlt man sich als Polytheist auch von "inkusiven" Monotheisten nicht. Sie hauen dir zwar nicht auf den Kopf, aber sie erklären dich implizit zum Deppen.
/>
/>Und das bleibt auch nicht ohne Folgen:
/>
/>Wenn alle Götter aus "inklusiv" monotheistischer Sicht "in Wahrheit" ein Gott sind, gibt es keinen Grund für die Existenz verschiedener Religionen bzw. religiöse Vielfalt, Differenzierung und Eigenständigkeit. Es ist dann z.B. nicht einzusehen, warum die einen germanische, andere keltische und wieder andere römische oder griechische Götter anrufen und mit den jeweiligen traditionellen Riten verehren sollen, wenn das alles letztlich nur Bilder des/der/des Einen sind. Wozu überhaupt Götter? Sozusagen als Eselsbrücken, wenn man im Hinterkopf das Eine hat, aber was, wenn die Menschen sie ernst nehmen und das Eine vergessen? Dann nehmen sie doch Schadne in ihrer spirituellen Entwicklung, und das können wir ihnen nicht antun. Also besser man verbietet diese dumme Vielgötterei, und wenn sich einer drauf versteift...
/>
/>Übertreibe ich? Klar, man muss die Dinge auf die Spitze treiben, um sie zu verdeutlichen.
/>
/>Ásaheill ok Vana,
/>Asfrid
/>

rivka

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Re: Das Wesen der Götter
« Antwort #35 am: 29. Mai 2007, 13:05 »
Zitat
Liebe Rivka
/>
/>fand dich in deiner letzten Inkarnation als Baba Yaga so liebenswert und bitte krieche jetzt nicht wieder unter den Rockzipfel von Ha-Kadosch-Baruch-hu, oder En-sof und Melech ha-elyon. Ich fand deine Beiträge bisher immer sehr erfrischend.
/>Baruch-ha-schem, ich glaube nicht an ihm.Selbst, wenn er existieren sollte, was interessiert er uns?! Wenn ein Tyrann die Welt beherrscht, hörst du dann auf tyrannische Gebote nur, weil sie aus Machtvollkommenheit gesprochen werden und mit Strafsanktionen verhängt sind?
/>Gott ist. Möglich, aber was tangiert es uns? Sollen sich damit die Theologen und Rabbiner rumschlagen. Außerdem gibt es da noch ein Theodizee-Problem aus dem letzten Jahrhundert, aber eigentlich ja schon bei Hiob.
/>
Hallo Schattenspeer,
/>
/>hast du oder hast du nicht "Gott, eine Biographie" gelesen ;D ? DEN Meine ich. Und das Theodizeeproblem? Erstens hat Hiob gewonnen, und zweitens sehe ich nicht wirklich ein Theodizeeproblem. Unter den Rockzipfel von En Sof. Hm. Interessanter Gedanke :devilish:
/>
/>Wie auch immer: ich kann's nicht ändern, habe ich gesagt, dass ich an JHWH glaube. Existieren tut er natürlich nicht. Wie kann Gott ein Gegen-Stand sein? Aber vielleicht hast du Recht und ich Unrecht und ich inkarniere wieder als Babajaga.
/>
/>Wobei die Gorgone keine meiner Inkarnationen ist. Du sollst dir kein Bildnis machen. Oder höchstens ein falsches ;D
/>
/>Grüsslis
/>
/>
Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
/>
/>(Nietzsche)

Gwynnin

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Re: Das Wesen der Götter
« Antwort #36 am: 29. Mai 2007, 13:08 »
Hi Gwynnin!
/>Auch du gehst m.e. von einer, wie immer gearteten macht aus, die außerhalb ihrer schöpfung steht.

/>Ach so?? :stunned:
Bright blessings, Gwynnin

morgane

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Re: Das Wesen der Götter
« Antwort #37 am: 29. Mai 2007, 13:18 »
Hi!
/>@Gwynnin: habs zumindest so verstanden.....
/>
/>
Wenn alle Götter aus "inklusiv" monotheistischer Sicht "in Wahrheit" ein Gott sind, gibt es keinen Grund für die Existenz verschiedener Religionen bzw. religiöse Vielfalt, Differenzierung und Eigenständigkeit. Es ist dann z.B. nicht einzusehen, warum die einen germanische, andere keltische und wieder andere römische oder griechische Götter anrufen und mit den jeweiligen traditionellen Riten verehren sollen, wenn das alles letztlich nur Bilder des/der/des Einen sind. Wozu überhaupt Götter? Sozusagen als Eselsbrücken, wenn man im Hinterkopf das Eine hat, aber was, wenn die Menschen sie ernst nehmen und das Eine vergessen? Dann nehmen sie doch Schadne in ihrer spirituellen Entwicklung, und das können wir ihnen nicht antun. Also besser man verbietet diese dumme Vielgötterei, und wenn sich einer drauf versteift...

/>Ist doch irgendwie klar, dass unterschiedliche völker auch unterschiedliche bilder und vorstellungen produzieren. Wenn alle maler der welt nur immer ein bild malen würden, wär das doch eintönig......Diese bilder sind ja auch nicht falsch, sie sind eben bilder und nicht das "objekt" selbst. Das ist für uns nicht in seinem ganzen wesen und umfang erkennbar. Wir brauchen die bilder und können aber gleichzeitig auch wissen, dass es sich um bilder handelt. Was daran ist überheblich und rechthaberisch? Das versteh ich nicht.
/>
/>lg morgane
Denn siehe, alle akte der liebe und der freude sind riten zu meinen ehren.....

rivka

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Re: Das Wesen der Götter
« Antwort #38 am: 29. Mai 2007, 13:29 »
P.S.:@Schattenspeer:
/>
Zitat
Wenn ein Tyrann die Welt beherrscht, hörst du dann auf tyrannische Gebote nur, weil sie aus Machtvollkommenheit gesprochen werden und mit Strafsanktionen verhängt sind?
Natürlich. Ich bin doch nicht lebensmüde!
Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.
/>
/>(Nietzsche)

dr. no

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Re: Das Wesen der Götter
« Antwort #39 am: 29. Mai 2007, 14:36 »
no
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2008, 13:41 von Schattenspeer »