Autor Thema: Verbundenheit vs. Selbst??  (Gelesen 23244 mal)

AndiStadl

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Re: Verbundenheit vs. Selbst??
« Antwort #24 am: 23. Mai 2007, 12:16 »
Okay, gleich noch ein Posting:
/>
/>Mit dem Beispiel mit der Erektion wollte ich verdeutlichen, daß es nicht um das Außen ging. Wenn das Außen der Männer das Außen der Frauen wahrgenommen hätte (und umgekehrt natürlich auch), dann wäre das gewesen wie im Schwimmbad oder am Baggersee. War es aber nicht.
/>Gar mancher Wolf und manche Wölfin hat die Ohren gespitzt, aber alles blieb ruhig.
/>
/>Sich in einem solchen Kontext mit sozialpädagogisch durchsetztem Gruppenprozeßdenken dem Thema nähern zu wollen, ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt.
/>
/>Ich verstehe aber, daß jemand, der das Gefühl nicht kennt, weil er es noch nie GETAN hat, beim intellektuellen Nachdenken darüber den ein oder anderen Irrtum begeht.
/>
/>Cinis schrieb, das sei ein körperliches Erlebnis gewesen. Genau.
/>
/>Es war kein 'kollektives Sich-Gehen-Lassen', sondern das gemeinschaftliche Durchschreiten von persönlichen Prozessen der Einzelnen.
/>Den Begriff 'kollektives Sich-Gehen-Lassen' empfinde ich dann doch als etwas herabwürdigend, wobei ich nicht davon ausgehe, daß jemand verletzt werden soll.
/>
/>Andi
/>
/>
Wer andern eine selbst hinein.

McClaudia

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Re: Verbundenheit vs. Selbst??
« Antwort #25 am: 23. Mai 2007, 12:22 »
Slania Andi,
/>
/>ups, sorry, das wollte ich nicht!
/>
/>Das ist ein ganz persönliches Ding. Ich hab nix dagegen, dass wer Schwitzhütten macht, überhaupst nicht, und NATÜRLICH WEISS ICH, DASS IHR ALLE LEIWAND SEIDS UND KEIN GELD WOLLTS UND ÜBERHAUPT UND AUSSERDEM....
/>
/>Ich bin nur zufällig über die Site gestolpert, als ich nach "Mitakuye oyasin" gesucht habe (weil das ja das Original von "wir sind alle verwandt" ist).........
/>
/>Also, damals, 1994, war ich voll auf Lakota, habe einige kleine Rituale in Lakota-Art gemacht, wollte auch dabei sein, hl. Pfeife rauchen, ihre Riten machen, fühlte mich wie eine Lakota, war voll drauf und dran, war in USA, um echte Lakota kennenzulernen (wenn auch nur im Zuge eines LA-Urlaubes), und dann eben bei der AIM-Tagung im Zuge der "Gesellschaft für bedrohte Völker".
/>
/>Und da ist es um die spirituelle Ausbeutung der Natives gegangen, und das waren voll hardcore-Typen, so wie auf der Website (Changing Man sagte mir dann, dass das auch Native-intern in Diskussion ist, und dass lange nicht alle so traditionalistisch und hardcore-mäßig unterwegs sind, denn im Prinzip grenzt diese Einstellung schon ein bisserl an Rassismus, wenn auch von einer Minderheit ausgehend).
/>
/>Und ich habe mit denen dann auch privat diskutiert, denn ich verstand nicht, was die Leute dagegen hätten, wenn ICH PRIVAT FÜR MICH RITUALE MACH, die auch Lakota-Elemente beinhalten. Aber sogar dagegen waren sie, und die Schwitzhütte, haben sie gesagt, ist ne Native-Sache, und die Weißen haben das nicht nachzumachen, punkt ende, auch dann nicht, wenn sie kein Geld dafür nehmen oder es nur privat machen. Diese Kriegserklärung ist kurz davor rausgekommen.
/>
/>Ich war voll vor den Kopf gestoßen und sah FÜR MICH nur zwei Wege: Entweder so weitermachen und die Kriegserklärung missachten, oder das ganze Lakota-Spirit-Ding fallenzulassen und die Kriegserklärung ernst zu nehmen. Ich hab mich für letzteres entschieden und alle spirituellen Verbindungen zu den Lakota gekappt.
/>
/>Dann wars aber mehr als aus, so aus, dass ich mich den Natives und v.a. ihrer Tradition so fremd fühlte, wie vorher verbunden.  :stunned:
/>
/>Ich hatte und habe größten Resptekt vor den Natives, das war auch der Grund, warum ich dermaßen radikal beschlossen habe, mich abzuwenden, weil ich eben nicht zu den in ihren Augen "bösen weißen Ausbeuter/innen" gehören wollte.
/>
/>Seitdem ist es mir immer mit Bauchweh verbunden, wenn Natives oder Native-ähnliche Dinge auf mich zukommen, weil mir das so fremd geworden ist.
/>
/>Also, bitte vergiss die site, vergiss es. Es ist nur meine eigene Sache, meine eigene Nachgrübelei, warum u.U. ich mich AUCH nicht ganz wohl bei der Sache gefühlt habe. Objektiv gesehen ist Venayra super und ihre ganze Sache auch, und die Schwitzhütte usw. Aber ich kann sowas nimmer machen, auch so krasse Kulturvermischungen nimmer.
/>
/>subuta
/>
/>Mc Claudia
"Freiheit ist die Freiheit sagen zu dürfen,
/>dass zwei plus zwei gleich vier ist."
/>(Winston Smith in George Orwell's 1984)

Phoenix

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Re: Verbundenheit vs. Selbst??
« Antwort #26 am: 23. Mai 2007, 12:25 »
Hab nicht viel Zeit für Kommentare, aber immer mal schnell wieder mit- und nachlesen muß ich doch...
/>
/>Danke Andi - erstmal überhaupt - und dann vor allem für das erste lange Post mit der Erklärung zur Schwitzhütte und dem Verbundenheits-Erleben!
/>
/> :-*
awkward is beautiful; machine is machine
/>(fetish)

Manfred

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Re: Verbundenheit vs. Selbst??
« Antwort #27 am: 23. Mai 2007, 12:30 »
...., der hat den anderen seine Tränen gezeigt, ließ seine ureigenen Dämonen heraus, übrigens ohne in irgendeine Gefahr zu geraten, weil er ja in der Gruppe geborgen war, .......

/> 8)
/>
/>Wenn das nur ein Mensch auf dem MM zusammengebracht hat, hat sich der Aufwand für die Veranstaltung gelohnt  ;D
/>
/> 8)

/>"Smile, it kills time between disasters!!!"
/>

AndiStadl

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Re: Verbundenheit vs. Selbst??
« Antwort #28 am: 23. Mai 2007, 12:35 »
@ Schattenspeer
/>
/>Schon wieder ein Mißverständnis:
/>
/>Es geht nicht um Auflösung in All-Einen.
/>'Wir sind alle verbunden.' heißt nicht 'Wir sind alle Suppenwürfel und hüpfen gemeinsam in den Topf.'
/>
/>Du begehst hier eine unzulässige Ergänzung Deiner Informationslücke, befürchte ich. Gerne versuche ich, die Lücke zu schließen:
/>
/>Es geht ganz im Gegenteil darum, seine persönliche Kraft zu leben. Diese Kraft ist um so höher und läßt sich vom Bewußtsein her viel besser lenken, wenn sie stimmig mit der Umgebung des Menschen ist. Es gibt also zwei Gesichtspunkte:
/>
/>+ Der Mensch (= das Individuum!!!) spürt seine Kraft besser dadurch, daß er nicht nur intellektuell erkennt, was und wer er ist, sondern auch erfährt und fühlt ('körperlich') was er mit oben und unten, Vorfahren und Kindern, hell und dunkel, usw., zu tun hat. Eine solche Erfahrung ist intellektuell nicht vollständig faßbar und noch weniger durch Worte beschreibbar. Das ist, als wenn man eine Melodie beschreiben soll, ohne sie vorzusingen oder zumindest die Noten aufzuschreiben.
/>
/>+ Der Mensch erkennt aus o.g. Gefühl heraus auf der intellektuellen reflektorischen Ebene, was er braucht, um diese Kraft leben zu können, und versucht deshalb, seine Lebensumstände entsprechend zu beeinflussen:
/>Er sucht Gleichgesinnte, er sucht evtl. Lehrer, er sucht passende Rituale, er sucht passende Gottesvorstellungen, er entfernt sich nach Möglichkeit von Dingen, die ihn auf diesem Weg behindern, usw.
/>
/>Wie jeder sehen kann ist das:
/>
/>+ das Gegenteil von geistigem Selbstmord durch Selbst-Auflösung, sondern gezieltes Training von geistig-intellektuellen Kompetenzen.
/>
/>+ frei von auf oder gegen andere Menschen gerichteten Energien, es geht primär um den Weg des Einzelnen.
/>
/>+ das genaue GEGENTEIL von Missionierung. Den Missionsauftrag gibt es nur im Neuen Testament, und da soll er auch bleiben.
/>
/>Soviel dazu.
/>
/>Andi
Wer andern eine selbst hinein.

AndiStadl

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Re: Verbundenheit vs. Selbst??
« Antwort #29 am: 23. Mai 2007, 12:45 »

/>
/> 8)
/>
/>Wenn das nur ein Mensch auf dem MM zusammengebracht hat, hat sich der Aufwand für die Veranstaltung gelohnt  ;D
/>
/> 8)
/>

/>Dutzende!
Wer andern eine selbst hinein.

dr. no

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Re: Verbundenheit vs. Selbst??
« Antwort #30 am: 23. Mai 2007, 12:50 »
no
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2008, 12:59 von Schattenspeer »

93!

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Re: Verbundenheit vs. Selbst??
« Antwort #31 am: 23. Mai 2007, 12:55 »
-
« Letzte Änderung: 27. November 2008, 16:31 von Entropie »
"Tradition bedeutet, das Feuer am Brennen zu halten, nicht, die Asche zu sammeln!" - J. Bitter