Autor Thema: Fotos und Filmerei in Heidenkreisen  (Gelesen 11478 mal)

alexandra

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Re: Fotos und Filmerei in Heidenkreisen
« Antwort #56 am: 25. Juni 2007, 21:28 »
Es kann also nicht sein und ist für mich ein Armutszeugnis der Hexerei, wenn ein Reportner, die Information im Sender rüberbringt, die er will und nicht die, die ich will. Wenn ich mich also als Hexe in den Presse-Sumpf begebe, so hat meine Intention dabei herauszukommen. Passiert das nicht, hab ich mein Gegenüber schlecht bis falsch eingeschätzt, und dementsprechend falsch manipuliert. Klingt vielleicht hart, aber wollen wir was von der Welt oder nur im Selbstmitleid zerfließen?  Also schlechtes Ergebnis in der Presse bedeutet in erster Linie schlechte Hexerarbeit. Der Reporter hat natürlich seine Interessen und die nimmt er wahr. Was erwartet ihr denn? Also kann ich nur seine Interessenlage studieren, ausnutzen und für mich manipulieren. (Wie im Schachspiel z.B.)
/>Alles andere empfinde ich außerhalb des Covens, außerhalb des Freundeskreis als Schwachsinn und in einem Interessenskonflikt unzweckmäßig. Immer wieder mal ein bischen C.G.Leland lesen.
/>Ich bitte dies als konstruktiv und nicht als fertigmachen aufzufassen!  :) :) :)
/>

/>ob hexe/r oder nicht: man muss seine "gegner" ganz genau kennen, um die richtige strategie zu entwickeln. das "kennenlernen" ist sicher schwer, wenn zum 1. mal ein kamerateam dauernd um einen herumtanzt.
/>
/>ich sehe es so, dass lady purple ins kalte wasser gesprungen ist (100% konnte es niemand im vorhinein sagen, wie das experiment mit atv ausgeht) und dass sie in erster linie DIREKT dh als person in der öffentlichkeit war. das wurzelwerk ist INDIREKT betroffen, weil man es ja mit ein bisschen informieren oder googeln im konnex zu ihr sofort findet.
/>
/>also kann man ihr auch kaum vorwerfen, sie habe - jetzt mal ganz übertrieben - "schande" übers wurzelwerk gebracht.
/>
/>was macht man denn wirklich, wenn ein sender wie atv (oder ein vergleichbares medium zb "österreich :-) etwas berichten will und die alternative ist: die nehmen sektenbeauftragte, die überall "satanismus" wittern oder: eine kommerz-"hexe" mit wunschkennzeichen hexe irgendwas und dem angebot von "liebeszauber" (da könnten sie dann auch gleich oliver kalkofes parodien auf astro tv nehmen :-)?
/>
/>da kann man doch den VERSUCH wagen, mal zu sehen, ob man was rüberbringt. HINTERHER lässt sich dann sagen, wie es lief und rüberkam und aus der distanz weiss man dann auch, was man hätte anders machen können.
/>
/>ich würd das "kräftemessen" zwischen medien und hexen/heidInnen nicht so absolut sehen wie du: hinter medien stecken oft mächtige interessen, was man besonders in der politik merkt, wenn irgendwo im hintergrund entschieden wird, wer medial "fertiggemacht" werden soll, was immer auch verbündete in der eigenen partei hat (bei denen sich auch fragt, wem sie dienen). derlei situationen müssen erstens analysiert und durchschaut werden und dann erfordern gegenmassnahmen vollen einsatz aller kräfte, listen und tricks.
/>
/>es ist also keine schande, das agieren von medien mal falsch eingeschätzt zu haben (weil es ja doch auch unterschiede zwischen medien gibt und weil es umso leichter ist, je mehr erfahrung man mit den verschiedenen medien gemacht hat).
/>
/>andastre

Gwynnin

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Re: Fotos und Filmerei in Heidenkreisen
« Antwort #57 am: 30. Juni 2007, 16:31 »
Darum gings ja auch nicht, also mir gings grundsätzlich darum was aus energietechnisch-spirituellen Sichtweisen raus vll. überhaupt nicht fotografiert gehört, und nicht um dich und wie du jetzt fotografierst oder auch nicht - also da wäre für mich interessant, wie du als magisch tätiger Mensch und ausgebildeter Fotograf das beurteilen würdest, oder wie du dir eine "Foto-Etikette" in Heidenkreisen idealerweise vorstellen würdest.

/>So, jetzt bist ja wieder da, also antworte ich mal:
/>Eine "Foto-Etikette" will ich daraus ja nicht gleich ableiten, aber es war für mich immer schon undenkbar, dass während eines Rituals fotografiert wird. Schon allein, weil es in meinen Augen eine indiskrete Zumutung wäre und auch die ganze Angelegenheit stören würde. Ein Ritual in Form einer "szenischen Darstellung" wie z.B. auf dem heurigen MM ist da für mich aber eine etwas andere Sache, da habe ich für mich keine prinzipiellen Einwände, da hier ja auch kaum mit definitiven Energien oder Trance gearbeitet wird.
Bright blessings, Gwynnin

Gwynnin

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Re: Fotos und Filmerei in Heidenkreisen
« Antwort #58 am: 30. Juni 2007, 17:02 »
also kann man ihr auch kaum vorwerfen, sie habe - jetzt mal ganz übertrieben - "schande" übers wurzelwerk gebracht.
/>
/>...
/>
/>da kann man doch den VERSUCH wagen, mal zu sehen, ob man was rüberbringt. HINTERHER lässt sich dann sagen, wie es lief und rüberkam und aus der distanz weiss man dann auch, was man hätte anders machen können.

/>Ich seh das ganz so wie du, dein komplettes Posting.
/>Purple ist, wie sie ist, und kann als Privatperson tun, was sie will - und könnte insofern nur sehr bedingt "Schande übers WuWe" bringen, denn zumindest für mich ist "Sippenhaftung" o.Ä. sowieso kein Thema. Könnten wir anderen gar nicht dahinter stehen, was Einzelne tun, müssten wir uns halt distanzieren, wie z.B. von einem gewissen Forums-User.
/>
/>Und meistens ist man ja erst hinterher, wie du richtig schreibst, um eine - meist "wertvolle" - Erfahrung (mit dem Medien) reicher.
/>
/>P.s.: Es klingt ja gut, sich hier hieb- und stichfest absichern zu sollen/müssen, aber das wird nicht wirklich durchführbar sein.
/>Rampensau ist das WuWe sowieso keine - wie bereits erwähnt nehmen wir seit längerem eh nur die seriösesten Angebote an.
/>Die meisten einschlägigen Themen lauten leider sowieso nur etwa, wie vor einiger Zeit bei der Barbara Karlich Show:
/>"Du bist Hexe? Dann zauber uns was vor!"  TÖLL... :inquisitive:
Bright blessings, Gwynnin

Distelfliege

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Re: Fotos und Filmerei in Heidenkreisen
« Antwort #59 am: 01. Juli 2007, 11:45 »
Hi Gwynnin,
/>
/>Das ist richtig, also Performances, die zum Teil Ritual, zum Teil aber eben eine öffentliche Darstellung sind, sind was anderes. Bei so szenischen Darstellungen ist aber eh das Ganze organisiert und so kann man vorher praktischerweise gleich auch absprechen wie die Fotografiererei ablaufen soll.
/>
/>>>Eine "Foto-Etikette" will ich daraus ja nicht gleich ableiten
/>
/>Wieso eigentlich nicht? Das wäre doch was, womit man praktisch was anfangen könnte. Also z.b. bei "Nein zu Ritualfotos" seh ich hier einen sich abzeichnenden Konsens.
/>Ich denke einfach, daß mit der Verfügbarkeit von Digitalkameras und Fotohandies und bei der Vielfalt der Leute, die zur heidnischen Szene gehören, über kurz oder lang so ne Foto-Etikette einfach sehr hilfreich sein kann.
/>
/>Lucias Idee mit ner kamerafreien Zone ist vll. auch eine von vielen Möglichkeiten. Ich hab das schon in Christiania gesehen, wo die sog. "Pusher Street" (wo sie früher das Hasch verkauft haben) Fotografierverbot hatte. Da hing dann ein schönes selbstgemaltes Schild mit der durchgestrichenen Kamera.
/>Möglich ist da z.b. auch ein selbstgemaltes Schild wo ein ritualisierendes/betendes Strichmännchen drauf ist und ein durchgestrichener Fotograf und Aufschrift "no ritual pix" - falls BesucherInnen und NichtheidInnen anwesend sind auch eine knackige Möglichkeit, denen zu helfen, Mißverständnisse zu vermeiden.
/>
/>Jedoch zu dem Punkt, daß jemand noch nicht einmal ganz klein und unkenntlich irgendwo im Hintergrund auf einem Gesamtszenerie-Foto zu sehen sein will, fällt mir z.b. nix ein. Das lässt sich schlicht und einfach nicht immer vermeiden, klar kann man den "Offiziellen" Bescheid sagen, daß sie einen nicht aufs Korn nehmen, aber was ist mit den anderen BesucherInnen, die privat für sich knipsen wollen? Soll jeder am Eingang eine Liste von Leuten auswendig lernen die nicht drauf sein wollen und sich dann die folgenden 2 Stunden zu diesen Leuten durchfragen um sich die Gesichter der Leute merken zu können, die nicht drauf sein wollen?
/>Undurchführbar ist das doch.
/>Ausser man macht echt Burkas oder Masken und teilt die aus ;)
/>
/>grüsslis
/>Distel
/>
/>
/>
/>

Gwynnin

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Re: Fotos und Filmerei in Heidenkreisen
« Antwort #60 am: 01. Juli 2007, 13:31 »
>Wieso eigentlich nicht?
/>
/> ;) Na ganz einfach: Weil ein "richtiges" Ritual bei WuWe Events mit Ausnahme eines MM-Workshops sowieso nicht vorkommen wird... (Denn das ist ganz einfach eine "private Sache", wie eben Nacktheit - bei Workshops war es bisher die Entscheidung des/der das Ritual Leitenden, da nur sie beurteilen können, wie "intim" das Ritual werden wird.)
/>
/>Restliche bindende Vorgehensweisen (bzw. "Etikette") sind bereits definiert bzw. in Arbeit.
/>
/>
Für den Austausch bzw. die Veröffentlichung privater Fotos von Dritten an Dritte ist das WurzelWerk nicht verantwortlich.
/>Wir haben auf WuWe Events generell Fotografier- und Filmverbot, damit hier vorgebeugt wird, wir können das aber natürlich nicht ständig gleich zu 100 % exekutieren, in dem Moment, indem wer zum Handy greift! Mehr zum Schutz vor Dritten können wir leider nicht tun.
(Bei uns "vertrauten" Personen haben wir das bisher auch nicht rigoros gehandhabt.)
/>
/>>generell Fotografier- und Filmverbot<
/>Daher sehen wir es auch fast als Verpflichtung an, selbst für Bildmaterial (als Erinnerungsfotos) zu sorgen.
/>Die können zum größten Teil aus den erwähnten Datenschutz-Gründen natürlich nur im MitgliederBereich betrachtet werden.
/>
/>Wichtig: Da es bisher keine Beschwerden gegeben hatte, haben wir uns auch nicht veranlasst gesehen, bei jedem Event dezidiert darauf hinzuweisen. Das werden wir in Zukunft tun.
Bright blessings, Gwynnin

Distelfliege

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Re: Fotos und Filmerei in Heidenkreisen
« Antwort #61 am: 01. Juli 2007, 21:59 »
Zitat
Na ganz einfach: Weil ein "richtiges" Ritual bei WuWe Events mit Ausnahme eines MM-Workshops sowieso nicht vorkommen wird... (Denn das ist ganz einfach eine "private Sache", wie eben Nacktheit - bei Workshops war es bisher die Entscheidung des/der das Ritual Leitenden, da nur sie beurteilen können, wie "intim" das Ritual werden wird.)

/>Ähm... achso? Ganz einfach?
/>Bei mir kanns recht schnell gehen und schon ist was ein "richtiges" Ritual.. Leider weiß ich das vorher oft nicht, ob etwas zu einem "richtigen" Ritual werden wird. Ich find das ist grad das angenehme wenn man in heidnischen Kreisen rumrennt, daß wenn sich irgendwelche Geister plötzlich melden und meinen, ein Ritual zu wollen und man macht denen eins, daß die Anderen da meist Verständnis dafür haben und zur Mitarbeit befähigt sind.
/>Aber ich mein, ich kann auch ohne das leben. Auf normalen Volksfesten oder stinknormalen Rockkonzerten z.b. kann ich mirs auch verkneifen oder die super unauffällige Variante abziehen. Ist schade, aber da muss man halt einfach sich nach den Gegebenheiten richten wie sonst überall auch.
/>
/>Ja, das mit dem generellen Fotografierverbot, wusst ich z.b. auch nicht. In Zukunft drauf hinzuweisen ist dann sicher nützlich. Damit hat sich das "no ritual pix" bzw. keine Nackedei-Fotos von Privatpersonen auch erledigt, weil wenn mir auf nem WuWe Event nochmal sowas unterkommt daß ich als nackiges Moorweib von Eventgästen  geknipst werde, dann wird von mir die sofortige Löschung verlangt mit Verweis auf das generelle Fotografierverbot und gut is.
/>
/>
Zitat
Die können zum größten Teil aus den erwähnten Datenschutz-Gründen natürlich nur im MitgliederBereich betrachtet werden.

/>Ist das ne Antwort auf diese Frage?
/>;D

alexandra

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Re: Fotos und Filmerei in Heidenkreisen
« Antwort #62 am: 01. Juli 2007, 22:05 »

/>
/>Ich seh das ganz so wie du, dein komplettes Posting.
/>Purple ist, wie sie ist, und kann als Privatperson tun, was sie will - und könnte insofern nur sehr bedingt "Schande übers WuWe" bringen, denn zumindest für mich ist "Sippenhaftung" o.Ä. sowieso kein Thema. Könnten wir anderen gar nicht dahinter stehen, was Einzelne tun, müssten wir uns halt distanzieren, wie z.B. von einem gewissen Forums-User.
/>
/>Und meistens ist man ja erst hinterher, wie du richtig schreibst, um eine - meist "wertvolle" - Erfahrung (mit dem Medien) reicher.
/>
/>P.s.: Es klingt ja gut, sich hier hieb- und stichfest absichern zu sollen/müssen, aber das wird nicht wirklich durchführbar sein.
/>Rampensau ist das WuWe sowieso keine - wie bereits erwähnt nehmen wir seit längerem eh nur die seriösesten Angebote an.
/>Die meisten einschlägigen Themen lauten leider sowieso nur etwa, wie vor einiger Zeit bei der Barbara Karlich Show:
/>"Du bist Hexe? Dann zauber uns was vor!"  TÖLL... :inquisitive:
/>

/>thanx  ;D
/>
/>ich dachte am fr abend auch nochmal drüber nach - es hat wirklich was von "ins kalte wasser springen", was purple ja anführt. da hab ich nämlich genau sowas in real life gemacht - ich war die einzige person, die in einem kalten teich geschwommen ist, was erstmal nicht so angenehm war, aber dann wollte ich gar nicht mehr raus aus dem wasser. am ufer standen leute, die auch ein handtuch mithatten oder genug kleidung, um sich mit dieser abzutrocknen, und die überlegten, ob sie auch probieren sollten, denn sooo kalt ist es ja offenbar nicht, wenn da doch wer schwimmt.
/>
/>letztlich folgte mir aber niemand, dh ich hatte eine schöne erfrischende erfahrung. "ins kalte wasser springen" ist mir da in seiner bedeutung so deutlich wie sonst kaum klar geworden. auf unser thema übertragen: wer nicht selber springt, überlegt immer hin und her und würde als trockenschwimmerIn manches anders oder besser machen. er/sie bringt sich aber um die erfahrung des ausprobierens.
/>
/>das mit der karlich kann ich mir gut vorstellen, das ist so absurd wie "sei spontan!"
/>
/>andastre